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Geschäftsprozessmodellierung und Prozesskostenrechnung

Subtitle: Anküpfungspunkte, Integrationspotentiale, Bewertung

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2008, 31 Pages
Author: Laszlo Juhasz
Subject: Economics / Business: Controlling

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2008
Pages: 31
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 40  Entries
Language: German
Archive No.: V112351
ISBN (E-book): 978-3-640-12655-2
ISBN (Book): 978-3-640-42374-3
File size: 357 KB

Abstract

Die Arbeit basiert auf den Ansätzen der Prozesskostenrechnung und der Geschäftsprozessmodellierung. Ziel dieser Arbeit ist, die Anknüpfungspunkte und die Integrationspotentiale der Prozesskostenrechnung und Geschäftsprozessmodellierung aufzudecken. Ferner werden die Zusammenführungen der beiden Ansätze analysiert und einige Grundgedanken zum möglichen Einsatz im IT-Controlling kritisch reflektiert.


Excerpt (computer-generated)

Seminararbeit

Geschäftsprozessmodellierung und Prozesskosten-

rechnung: Anknüpfungspunkte, Integrationspotenti-

ale, Bewertung

im Rahmen des Seminars

IT-Controlling/Prozessmanagement

Sommersemester 2008

Eingereicht am Lehrstuhl für

Wirtschaftsinformatik und Unternehmensmodellierung

Prof. Dr. Ulrich Frank

der Universität Duisburg-Essen

Laszlo Juhasz

Studiengang: Wirtschaftsinformatik B.Sc.

Semester: 4

Datum: 26.06.2008


Inhaltsverzeichnis

ABBILDUNGSVERZEICHNIS III

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS IV

1

EINLEITUNG UND MOTIVATION 1

2

PROZESSKOSTENRECHNUNG 2

2.1

ENTSTEHUNG DER PROZESSKOSTENRECHNUNG 3

2.2

GRUNDLAGEN UND ZIELE DER PROZESSKOSTENRECHNUNG 4

2.3

AUFBAU DER PROZESSKOSTENRECHNUNG 6

2.3.1

Tätigkeitsanalyse 8

2.3.2

Teilprozessanalyse 8

2.3.3

Hauptprozessanalyse 10

2.4

KRITISCHE BETRACHTUNG DER PROZESSKOSTENRECHNUNG UND ANFORDERUNGEN IM IT-

CONTROLLING 11

3

GESCHÄFTSPROZESSMODELLIERUNG 13

3.1

GRUNDLAGEN VON GESCHÄFTSPROZESSEN 13

3.2

GRUNDLAGEN UND ZIELE DER GESCHÄFTSPROZESSMODELLIERUNG 16

3.3

KRITISCHE WÜRDIGUNG DER GESCHÄFTSPROZESSMODELLIERUNG 18

4

NUTZUNGSPOTENZIALE VON GESCHÄFTSPROZESSMODELLEN UND

PROZESSKOSTENRECHNUNG 19

4.1

IDENTIFIZIERUNG VON ANKNÜPFUNGSPUNKTEN UND INTEGRATIONSPOTENZIALE 19

4.2

VERKNÜPFUNG DER ANSÄTZE UND ANWENDUNG IM IT-CONTROLLING 20

5

ZUSAMMENFASSUNG DER GEWONNENEN ERKENNTNISSE 22

LITERATURVERZEICHNIS 23

ii


Abbildungsverzeichnis

ABBILDUNG 1: VERGLEICH VON ZUSCHLAGKALKULATION UND PROZESSKOSTENRECHUNNUNG 6

ABBILDUNG 2: STRUKTUR DES GESCHÄFTSPROZESSES UND AUFBAU DER PROZESSKOSTENRECHNUNG 7

iii


Abkürzungsverzeichnis

ABC

Activity Based Costing

IT Informationstechnologie

lmi

leistungsmengeninduzierte

lmn

leistungsmengenneutrale

iv


1 Einleitung und Motivation

Prozessorientierung wird in der aktuellen Literatur und in den fachspezifischen Medien

immer wieder erwähnt. Praktiker berichten über ihre Erfahrungen und empfehlen Un-

ternehmen und deren Abteilungen, insbesondere den IT-Abteilungen, sich dem Prozess-

denken weiter zu öffnen (beispielsweise Egeling 2008, S. 12). Dieses Thema wird auch

vom zahlreichen Wissenschaftler aufgegriffen. Die Gründe hierfür können vielfaltig

sein. In den meisten Fällen spielen gut organisierte Abläufe, Kosten und Kundenzufrie-

denheit eine maßgebende Rolle.

Kosten, Leistungen und Wirtschaftlichkeit werden in allen Bereichen eines Unter-

nehmens stark betrachtet (Kütz 2007, S. vii). Diese Betrachtungsweise hat in der Infor-

mationstechnologie (IT) eine große Bedeutung, denn die IT-Kosten eines Unternehmens

belaufen sich je nach Branche auf ca. 0,8% - 11% der Gesamtkosten1, ohne eine explizi-

te und nachweisbare Leistung dieser Bereiche quantitativ belegen zu können. Da diese

Kosten größtenteils Gemeinkosten darstellen, ist es oft problematisch diese verursa-

chungsgerecht zu verrechnen. Die Prozesskostenrechnung als mögliche Lösung findet

im Controlling vielfach Anwendung (Männel 1995, vgl. z.B. die Beispiele). Die Poten-

ziale der Prozesskostenrechnung sind allerding noch nicht vollständig ausgeschöpft.

Auf der Suche nach einer Erweiterung der Prozesskostenrechnung scheinen die Ge-

schäftsprozesse und damit verbunden die Geschäftsprozessmodelle gute Grundlagen

und erhebliche Gemeinsamkeiten zu bieten. Diese Gemeinsamkeiten könnten für das

IT-Controlling von großer Bedeutung sein, da die Gemeinkosten in diesen Bereichen

dominieren und je nach Ressourcenverbrauch verursachungsgerecht verrechnet und

gesteuert werden müssen.

1 Basierend auf die Angaben von Herrn Thomas Burges (Senior Manager bei der Wirtschaftsprüfungs-

und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers in Essen) aus der Gastvorlesung zum Thema IT-

Governance am 25.06.2008

1


Die Arbeit basiert auf den Ansätzen der Prozesskostenrechnung und der Ge-

schäftsprozessmodellierung. Das Hauptcharakteristikum der Prozesskostenrechnung

und der Geschäftsprozessmodellierung ist eine prozessorientierte Denkweise. Ziel die-

ser Arbeit ist es, die Anknüpfungspunkte und die Integrationspotentiale der Prozesskos-

tenrechnung und Geschäftsprozessmodellierung aufzudecken. Ferner werden die Zu-

sammenführungen der beiden Ansätze analysiert und einige Grundgedanken zum mög-

lichen Einsatz im IT-Controlling kritisch reflektiert.

Dazu werden im Kapitel 2 zunächst die Ursprünge und wesentlichen Charakteris-

tika der Prozesskostenrechnung dargestellt und häufige Anwendungsgebiete aufgeführt,

um die Relevanz dieser Rechnungsverfahren im IT-Controlling zu identifizieren. Kapi-

tel 3 beschäftigt sich mit der Geschäftsprozessmodellierung. Vorerst werden die grund-

legenden Eigenschaften von Geschäftsprozessen erläutert. Da die Geschäftsprozesse

alleine nicht ausreichen der Prozesskostenrechnung eine grafische Unterstützung zu

bieten, wird anschließend die Geschäftsprozessmodellierung eingeführt und deren Ziele

identifiziert. Nachdem die Ansätze der Prozesskostenrechnung und der Geschäftspro-

zessmodellierung diskutiert wurden, geht es im Kapitel 4 darum, die Gemeinsamkeiten

dieser zu identifizieren. Schließlich wird die Möglichkeit einer gemeinsamen Nutzung

der beiden Methoden überprüft. Da eine verknüpfte Nutzung der Prozesskostenrech-

nung und der Geschäftsprozessmodellierung gerade im IT-Controlling vielversprechend

erscheint, wird kurz darauf eingegangen, welche Zusatzanforderungen erfüllt werden

müssen, um große Nutzungspotenziale zu erreichen. Die Arbeit schließt mit Kapitel 5,

in dem die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammengefasst werden.

2 Prozesskostenrechnung

Mit der Wandel der Zeit haben sich die Unternehmen verändern müssen, um am Markt

bestehen zu können. Dazu haben unter anderen die fortschreitende Automatisierung und

Flexibilisierung des Leistungserstellungsprozesses beigetragen (Eber 1997, S. 159). Da

die Kosten der indirekten Leistungsbereiche (z.B. Produktionsplanung, Qualitätssiche-

rung, Auftragsabwicklung, usw.) die direkten Kosten überstiegen haben, reichten tradi-

2



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