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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2008, 30 Pages
Author: Markus Meier
Subject: Transportation Science & Technology
Details
Institution/College: University of Cologne (Institut für Verkehrswissenschaft)
Tags: Wettbewerb, Luftverkehr, Verkehrswissenschaft
Year: 2008
Pages: 30
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 46 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-12042-0
ISBN (Book): 978-3-640-12076-5
File size: 398 KB
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Abstract
Der Fokus der vorliegenden Arbeit ruht auf dem europäischen Passagier-Luftverkehr. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass der europäische Güter-Luftverkehr, gemessen in Tonnen, für nicht mehr als vier Prozent des weltweiten Güter-Luftverkehrs und gerade einmal für einen Prozent des weltweiten Gesamt-Güterverkehrs verantwortlich ist. Der militärische Teil des europäischen Luftverkehrs, darunter z.B. der Wettbewerb unter Produzenten, wird ebenso nicht berücksichtigt wie der private und business-Luftverkehr, also der Verkehr mit kleinen Flugzeugen für bis zu zwanzig Personen, der hauptsächlich von Privatpersonen und großen Unternehmen genutzt wird. Im Jahr 2003 existierten europaweit 4.004 verschiedene Flugrouten mit unterschiedlichen Stadtverbindungen, die von über 4.000 Flugzeugen bedient wurden. Auf 68 Prozent dieser Verbindungen bestand ein Monopol. Das bedeutet, die Strecke wurde von nur einer Fluggesellschaft bedient. Ob dies ein erster Indikator für nicht vorliegenden Wettbewerb im europäischen Luftverkehr ist, wird im Laufe dieser Arbeit untersucht. Zum besseren Verständnis der aktuellen Marktsituation und als Einstieg in die vorliegende Arbeit werden zunächst die wichtigsten Verkehrskennzahlen mit Hilfe einiger wichtiger Grafiken erläutert. Die historische Entwicklung der Deregulierung und Liberalisierung innerhalb der EU gilt als Grundlage für die Entstehung eines einheitlichen europäischen Luftraums mit funktionierendem Wettbewerb und wird somit ebenfalls im zweiten Kapitel beleuchtet. Im Anschluss werden im dritten Kapitel die Hauptakteure des europäischen Luftverkehrs, namentlich Passagiere, Fluggesellschaften und Flughäfen, vorgestellt, sowie erste wettbewerbliche Tendenzen und Strategien untersucht. Kapitel vier beschäftigt sich mit konkreten Strategien der Fluggesellschaften, die ein langfristiges Bestehen am Markt sichern sollen. Dazu zählen Preisstrategien, Flugrouten-Diversifikation und Marktpenetration, aber auch strategische Zusammenschlüsse und Allianzen werden behandelt, sowie einige beispielhafte wettbewerbspolitische Entscheidungen aufgeführt. Die Arbeit schließt im fünften Kapitel mit einer Zusammenfassung und Beurteilung der Wettbewerbssituation im europäischen Luftverkehr und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungstendenzen.
Excerpt (computer-generated)
Universität zu Köln
Seminar für Verkehrswissenschaft
Seminararbeit
Wettbewerb im europäischen
Luftverkehr
Markus Meier
8. Semester, 2008
I. Inhaltsverzeichnis
I. Inhaltsverzeichnis II
II. Abkürzungsverzeichnis III
III. Abbildungsverzeichnis IV
1. Abgrenzung der Themenstellung und Aufbau der Arbeit 1
2. Bestimmungsfaktoren des europäischen Luftverkehrs 2
2.1 Entwicklung des Verkehrs 2
2.2 Politische Wegbereitung des EU-Wettbewerbs 3
3. Hauptakteure des Luftverkehrs 4
3.1 Passagiere 4
3.2 Fluggesellschaften 5
3.2.1 Linienfluggesellschaften 5
3.2.2 Charterfluggesellschaften 6
3.2.3 Low-Cost-Carrier 6
3.3 Flughäfen 7
3.3.1 Unterschiedliche Flughafentypen 7
3.3.2 Kapazitätsengpässe als Wettbwerbsfaktor 8
3.3.3 Wettbewerb zwischen Flughäfen national und international 9
4. Wettbewerb unter Fluggesellschaften 11
4.1 Preise 11
4.2 Flugrouten-Konkurrenz 11
4.3 Kosten als Wettbewerbsfaktor 13
4.4 Konzentrationstendenzen 14
4.5 Konsolidierungen 15
4.6 Abkommen und strategische Allianzen 16
4.7 Eine Auswahl wettbewerbpolitischer Entscheidungen 16
4.8 Wettbewerb zu alternativen Verkehrsträgern 17
5. Beurteilung des Wettbewerbs im europäischen Luftverkehr Fazit 18
IV. Anhang 1 Tabelle 1: Breakdown of EU-25 civil air fleet. 31/12/2005 (in units) V
V. Anhang 2 Abbildung 1: Die 8 Freiheiten der Luft VI
VI. Literaturverzeichnis VIII
II
II. Abkürzungsverzeichnis
BMWi
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
bspw.
beispielsweise
bzw.
beziehungsweise
ca.
circa
DB
Deutsche
Bahn
EG
Europäische
Gemeinschaft
EU
Europäische
Union
EWG
Europäische Wirtschafts Gemeinschaft
f. folgende
km
Kilometer
max.
maximal
Mrd.
Milliarden
o.O.
ohne
Ort
OLG
Oberlandesgericht
p.a.
pro anno
SES
Single European Sky
UK
United
Kingdom
VO
Verordnung
z.B.
zum
Beispiel
III
III. Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Passenger transport (passenger-kilometres), 2004 2
Abb. 2: Evolution of passenger transport in the EU-25, 1995-2004 3
Abb. 3: Europas verkehrsreichste Flughäfen Abflüge 2007 8
Abb. 4: Number of Scheduled Passenger Airlines on All Non Stop City Pairs 12
Abb. 5: Europas verkehrsreichste Flughafenpaare 2007 13
IV
1. Abgrenzung der Themenstellung und Aufbau der Arbeit
Der Fokus der vorliegenden Arbeit ruht auf dem europäischen Passagier-Luftverkehr. Dies ist
dem Umstand geschuldet, dass der europäische Güter-Luftverkehr, gemessen in Tonnen, für
nicht mehr als vier Prozent des weltweiten Güter-Luftverkehrs und gerade einmal für einen
Prozent des weltweiten Gesamt-Güterverkehrs verantwortlich ist1. Der militärische Teil des
europäischen Luftverkehrs, darunter z.B. der Wettbewerb unter Produzenten, wird ebenso nicht
berücksichtigt wie der private und business-Luftverkehr, also der Verkehr mit kleinen
Flugzeugen für bis zu zwanzig Personen, der hauptsächlich von Privatpersonen und großen
Unternehmen genutzt wird.
Im Jahr 2003 existierten europaweit 4.004 verschiedene Flugrouten mit unterschiedlichen
Stadtverbindungen, die von über 4.000 Flugzeugen bedient wurden. Auf 68 Prozent dieser
Verbindungen bestand ein Monopol. Das bedeutet, die Strecke wurde von nur einer
Fluggesellschaft bedient2. Ob dies ein erster Indikator für nicht vorliegenden Wettbewerb im
europäischen Luftverkehr ist, wird im Laufe dieser Arbeit untersucht.
Zum besseren Verständnis der aktuellen Marktsituation und als Einstieg in die vorliegende
Arbeit werden zunächst die wichtigsten Verkehrskennzahlen mit Hilfe einiger wichtiger
Grafiken erläutert. Die historische Entwicklung der Deregulierung und Liberalisierung
innerhalb der EU gilt als Grundlage für die Entstehung eines einheitlichen europäischen
Luftraums mit funktionierendem Wettbewerb und wird somit ebenfalls im zweiten Kapitel
beleuchtet. Im Anschluss werden im dritten Kapitel die Hauptakteure des europäischen
Luftverkehrs, namentlich Passagiere, Fluggesellschaften und Flughäfen, vorgestellt, sowie erste
wettbewerbliche Tendenzen und Strategien untersucht. Kapitel vier beschäftigt sich mit
konkreten Strategien der Fluggesellschaften, die ein langfristiges Bestehen am Markt sichern
sollen. Dazu zählen Preisstrategien, Flugrouten-Diversifikation und Marktpenetration, aber auch
strategische Zusammenschlüsse und Allianzen werden behandelt, sowie einige beispielhafte
wettbewerbspolitische Entscheidungen aufgeführt. Die Arbeit schließt im fünften Kapitel mit
einer Zusammenfassung und Beurteilung der Wettbewerbssituation im europäischen
Luftverkehr und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungstendenzen.
1 Vgl. DG Tren (2003) S.167
2 Vgl. DG Tren (2003) S.241
1
2. Bestimmungsfaktoren des europäischen Luftverkehrs
2.1 Entwicklung des Verkehrs
Im Jahr 2005 wurden ca. 706 Millionen Passagiere europaweit im Luftverkehr zwischen den
EU-25-Mitgliedsstaaten befördert3. Die Initiative Luftverkehr geht in ihrem veröffentlichten
Dossier ,,Masterplan zur Entwicklung der Flughafeninfrastruktur" von 1,23 Mrd. beförderten
Passagieren für denselben Zeitraum aus4. Da das europäische Statistikamt in diesem Fall als
weniger befangen gilt, wird im folgenden mit den Zahlen von eurostat gearbeitet. Dem
Verkehrsträger Flugzeug wird damit ein Anteil von acht Prozent am gesamten europäischen
Passagier-Verkehr zugesprochen, ein deutlich höherer Anteil als der, den der Schienen- oder
Wasserverkehr (5,8 % bzw. 0,8 %) ausmacht. Abbildung eins verdeutlicht diesen Modalsplit.
Im Zeitraum von 1995 bis 2004 erhöhte sich das Passagieraufkommen um 49 Prozent5. Der
Luftverkehr weist damit das stärkste Wachstum im europäischen Passagierverkehr
**P2W: Powered two-wheelers
Abb. 1: Passenger transport (passenger-kilometres), 2004
Quelle: DG Energy and Transport, In: eurostat, S.5
auf (siehe Abb. 2) und wird bei der prognostizierten Entwicklung in wenigen Jahren die
zweitwichtigste Personentransportart hinter dem Automobil sein. Westeuropa besitzt einen
Marktanteil von ca. 30 Prozent am globalen Passagier-Luftverkehr6. Wie Tabelle eins in
Anhang eins zeigt, waren zum 31.12.2005 genau 4970 Zivilflugzeuge in Europa angemeldet,
ohne Fracht- und Privatflugzeuge waren es 4075, wobei nur 250, oder 6 Prozent, auf Flugzeuge
der 10 osteuropäischen Beitrittsländer des Jahres 2004 entfallen. Im Vereinigten Königreich
3 Vgl. De la Fuente Layos (2007) S.1
4 Vgl. Initiative Luftverkehr (2006) S.13
5 Vgl. Bialas-Motyl (2008) S.1
6 Vgl. Elders / Koch (2007) S.84
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