Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Demenz in der stationären Altenhilfe - Untersuchung der Auswirkung zweier unters... close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Demenz in der stationären Altenhilfe - Untersuchung der Auswirkung zweier unterschiedlicher Wohnformen auf die Lebensqualität von an Demenz erkrankten Bewohnern mittels des "Heidelberger Instrumentes zur Erfassung von Lebensqualität bei Demenz" (H.I.L.DE)

Diploma Thesis, 2008, 93 Pages
Author: Diplom Pflegewirt Winfried Wassong
Subject: Nursing / Foster Care Management / Social Services

Details

Category: Diploma Thesis
Year: 2008
Pages: 93
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 36  Entries
Language: German
Archive No.: V112626
ISBN (E-book): 978-3-640-13190-7
ISBN (Book): 978-3-640-13444-1
File size: 1073 KB

Abstract

Das Ziel dieser Arbeit ist, Kenntnisse über die Wirkung von Hausgemeinschaften auf an Demenz erkrankte Bewohner mittels des multidimensionalen Assessments H.I.L.DE (Heidelberger Instrumentes zur Erfassung von Lebensqualität bei Demenz) zu erlangen. Es liegen erstmalig mit dieser Arbeit Ergebnisse über die Wirkung der Hausgemeinschaft durch das Assessment H.I.L.DE vor. Die Hausgemeinschaft, als eine konzeptionelle Antwort der stationären Altenpflege auf die wachsende Zahl von an Demenz erkrankten Menschen (Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) 2000), hat zur Aufgabe, die durch Demenz erworbenen Defizite zu kompensieren. Die Konzeption hat zur Aufgabe, milieutherapeutisch Geborgenheit, Sicherheit und Wohlbefinden zu vermitteln, welche zu einer größtmöglichen Lebensqualität der betroffenen Menschen führen soll. Zu Beginn der Arbeit werden die demografischen Veränderungen der Gesellschaft, die Prävalenz von an Demenz erkrankten Menschen und die hieraus entstehenden Konsequenzen für die stationäre Altenhilfe aufgezeigt. Im weiteren Verlauf werden die wichtigsten Begriffe, Lebensqualität, Demenz, Hausgemeinschaft und Assemssmentinstrument, die in dieser Arbeit verwendet werden, definiert. Die Caritas- Betriebsführungs- und Trägergesellschaft (CBT) hat, neben weiteren 18 Häusern in der Bundesrepublik, 2007 an der Evaluation des Forschungsprojekt H.I.L.DE der Universität Heidelberg (Becker, Kaspar & Kruse 2004) teilgenommen. Die Wirkung des Konzeptes der Hausgemeinschaft wird mit diesem Instrument anhand der aufgestellten Hypothese, „Das Konzept der Hausgemeinschaft führt zu einer Erhöhung der Lebenszufriedenheit der in ihr lebenden, an Demenz erkrankten, Bewohner“ untersucht. Als Nebenaspekt wird die Auswirkung des Assessmentinstrumentes H.I.L.DE auf die Personalentwicklung mitbehandelt (Bartholomeyczik, Halek, Sowinski, Besselmann, Dürrmann, Haupt, Kuhn, Müller-Hergl, Perrar, Riesner, Rüsing, Schwerdt, van der Kooj & Zegelin 2006,S.75). Es wird eine Hausgemeinschaft der CBT vorgestellt und der Unterschied zu einer herkömmlichen Wohnform (Infratest Sozialforschung 2005 S.177) aufgezeigt. Im Anschluss daran werden „vergleichbare“ Bewohner durch Ein- und Ausschlussverfahren, sowie durch die Anwendung zweier Assessments (Activities of daily living „ADL“ und dem Minimental State Test „MMST“) bestimmt (Bortz 2006). [...]


Excerpt (computer-generated)

Demenz in der stationären Altenhilfe

Untersuchung der Auswirkung zweier unterschiedlicher
Wohnformen auf die Lebensqualität von an Demenz
erkrankten Bewohnern mittels des
Heidelberger Instrumentes zur
Erfassung von Lebensqualität
bei Demenz (H.I.L.DE)

Diplomarbeit zur Erlangung des Grades
,,Diplom-Pflegewirt (FH)"

Katholische Fachhochschule Nordrhein-Westfalen, Abteilung Köln
Fachbereich Gesundheitswesen
Studiengang Pflegemanagement

Winfried Wassong
03.07.2008

 


1. Einführung 3

2. Demografie 6

2.1 Die Prognosen zur quantitativen Entwicklung der Pflegebedürftigkeit 6

2.2 Die Prognosen zur quantitativen Entwicklung der Menschen mit Demenz 7

3. Begriffsdefinitionen 8

3.1 Demenz 9

3.2 Lebensqualität 10

3.3 Hausgemeinschaft 16

3.3.1 Definition der Hausgemeinschaft durch das KDA 16

3.3.2 Definition Hausgemeinschaft der CBT 17

3.3.3 Gegenüberstellung der Konzepte 18

3.4 Assessmentinstrumente 19

4. Vorstellung des ,,Heidelberger Instruments zur Erfassung von

Lebensqualität bei Demenz" (H.I.L.DE) 21

4.1 Allgemeine Informationen zu H.I.L.DE 22

4.2 Inhaltliche Struktur von H.I.L.DE 25

4.2.1 Kompetenzgruppen 26

4.2.2 Medizinische Versorgung und Schmerzerleben 29

4.2.3 Räumliche Umwelt 30

4.2.4 Aktivitäten 30

4.2.5 Soziales Bezugssystem 31

4.2.6 Emotionalität 31

4.3. Formale Struktur von H.I.L.DE 33

4.4 Praktikabilität 34

4.5 Bedeutung für die Pflegekräfte 35

4.6 Abschließende Bewertung von H.I.L.DE 36

5. Vorstellung des Trägers und der Einrichtung 37

5.1 Das Unternehmen CBT und das Wohnhaus St. Michael 37

5.2 Das Begleitungs- und Hausgemeinschaftskonzept 41

1

 


5.3 Der Unterschied zwischen einer herkömmlichen Wohngruppe (Begleitungskonzept) und einer Hausgemeinschaft 44

6. Datenerhebung 50

6.1 Hypothesenentwicklung 50

6.2 Bewohnerauswahl durch Einschluss- und Ausschlusskriterien 51

6.3 Prozess der Datenerhebung 53

7. Darstellung und Auswertung der Ergebnisse 54

7.1 Dimensionen Schmerzerleben und Räumliche Umwelt 55

7.2 Dimension Aktivität 55

7.3 Dimension Emotionales Erleben 59

8. Fazit 65

8.1 Zusammenfassung der Ergebnisse 65

8.2 Diskussion des Vorgehens in der Arbeit 66

8.3 Ausblick 67

9. Literaturverzeichnis 69

10. Internetadressen 71

11. Abbildungsverzeichnis 75

12. Tabellenverzeichnis 78

13. Abkürzungsverzeichnis 80

14. Anhang 82

2

 


1. Einführung

Anlass für diese Arbeit ist die Tatsache, dass die Zahl älterer Menschen in der Bundesrepublik Deutschland laut Statistischem Bundesamt (2008a) zunimmt. Gleichzeitig steigt auch die Anzahl der Menschen, die an Demenz erkranken. Aufgrund eines politisch gewollten und in der Realität feststellbaren immer späteren Einzugs in eine Einrichtung der stationären Altenhilfe, hat sich das Verhältnis von psychisch gesunden und psychisch kranken (dementen) Menschen in diesen Institutionen extrem verschoben. Nach der Gesundheitsberichtserstattung des Bundes betrug die Zahl der an Demenz erkrankten Heimbewohner 2005 über 60% (Bickel 2005). Hieraus erwächst eine besondere Verantwortung, insbesondere für die Träger von Einrichtungen der stationären Altenhilfe. Die Verantwortung bezieht sich unter anderem auf konzeptionelle Schwerpunkte des Wohnens und der Betreuungsformen, hierunter sind integrative (psychisch gesunde und psychisch Kranke leben gemeinsam), segregative (psychisch Kranke leben getrennt) oder teilsegregative (psychisch Kranke leben zeitweise getrennt) Angebote gemeint (Schneekloth, 2005 S.8).

Die Hausgemeinschaft, als eine konzeptionelle Antwort der stationären Altenpflege auf die wachsende Zahl von an Demenz erkrankten Menschen (Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) 2000) und die Personalentwicklung haben zur Aufgabe, die durch Demenz erworbenen Defizite zu kompensieren. Dies soll zu einer größtmögliche Lebensqualität der betroffenen Menschen führen. Die Konzeption soll milieutherapeutisch Geborgenheit, Sicherheit und Wohlbefinden vermitteln und die Personalqualifikation soll zu einem professionellen, empathischen, ethisch vertretbaren und personseinerhaltenden (Kitwood 1997, S.133) Umgang mit der betroffenen Klientel führen. Unberücksichtigt bleiben in dieser Arbeit Fragen und Aspekte der Wirtschaftlichkeit, der Gesundheitsökonomie und der Rechtswissenschaft.

Zu Beginn der Arbeit werden die demografischen Veränderungen der Gesellschaft, die Prävalenz von an Demenz erkrankten Menschen und die hieraus entstehenden Konsequenzen für die stationäre Altenhilfe aufgezeigt. Im weiteren werden die

3

 


wichtigsten Begriffe, die in dieser Arbeit verwendet werden, definiert.

Die Caritas- Betriebsführungs- und Trägergesellschaft (CBT) hat 2007 mit dem Wohnhaus St. Michael an einem Forschungsprojekt der Universität Heidelberg teilgenommen. Das sich in der Entwicklung befindende ,,Heidelberger Instrument zur Erfassung von Lebensqualität bei Demenz" (H.I.L.DE) (Becker, Kaspar & Kruse 2004), das später noch genauer vorgestellt wird, wurde neben anderen 18 Häusern in der Bundesrepublik, auch dort evaluiert. Aufgrund der positiven Resonanz seitens der Mitarbeiter bezüglich der Anwendung und Wirkung des Instrumentes, sowie der Tatsache, dass zur Zeit kein  alternatives Assessment in Deutschland bekannt ist, um Lebensqualität von an Demenz erkrankten Menschen zu erfassen, wird in dieser Arbeit die Anwendung von H.I.L.DE im Vordergrund stehen.

Um die Wirkung des Konzeptes der Hausgemeinschaft zu prüfen, wird eine Hypothese aufgestellt, die in der folgenden Arbeit handlungsleitend sein soll. Ob sich die Einführung des Assessmentinstrumentes H.I.L.DE positiv auf die Personalentwicklung auswirkt, wird als Nebenaspekt mitbehandelt. (Bartholomeyczik, Halek, Sowinski, Besselmann, Dürrmann, Haupt, Kuhn, Müller-Hergl, Perrar, Riesner, Rüsing, Schwerdt, van der Kooj & Zegelin 2006,S.75). Ziel der Arbeit ist es, Kenntnisse über die Wirksamkeit von Hausgemeinschaften auf an Demenz erkrankte Bewohner zu untersuchen.

Exemplarisch wird eine Hausgemeinschaft in einer Einrichtung der Caritas Betriebsführungs- und Trägergesellschaft Köln (CBT) vorgestellt und der Unterschied zu einer herkömmlichen Wohnform (Infratest Sozialforschung 2005 S.177) aufgezeigt. Beide Wohnformen bietet das CBT Wohnhaus St. Michael in Waldbröl an, in der die Untersuchung stattfindet. Die Wohnformen beeinflussen die Lebensqualität der in ihr lebenden Menschen wahrscheinlich unterschiedlich, dies gilt es mit H.I.L.DE zu erfassen, um dann die Ergebnisse der beiden Wohnformen vergleichend gegenüberzustellen.

4

 


Weiterhin geht es um die Fragestellung, wie ,,vergleichbare" Bewohner durch Ein- und Ausschlussverfahren, sowie unterschiedlicher Assessments gefunden werden können (Bortz 2006), um eine Antwort zu geben. Anschließend wird die Methode der Datenerhebung transparent dargestellt.

Durch die exemplarische Anwendung von H.I.L.DE an drei Bewohnern, die in einer Hausgemeinschaft und drei Bewohnern, die in einer herkömmlichen Wohnform leben, soll die eingangs gestellte Hypothese verifiziert oder falsifiziert werden.

Letztendlich bleibt zu beurteilen, ob das Instrument H.I.L.DE nicht nur für die individuelle Messung von Lebensqualität, sondern auch für die milieutherapeutische Wirkung einer konzeptionellen Intervention (Hausgemeinschaft) genutzt werden kann.

Die Arbeit ist aufgeteilt in Teil I, bestehend aus dem theoretischen und empirischen Teil, Teil II, aus beigefügten Unterlagen.

5

 


Teil I
Theoretischer Teil
2. Demografie

In diesem Kapitel wird der demografische Wandel aufgezeigt und die Prognosen zur quantitativen Entwicklung der Pflegebedürftigkeit von Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind, dargestellt. Hierdurch wird die Relevanz dieser Arbeit deutlich.

2.1 Die Prognosen zur quantitativen Entwicklung der Pflegebedürftigkeit

Die Pflegebedürftigen werden nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (2008a) von 2,08 Millionen im Jahr 2003, auf 2,83 Millionen im Jahr 2020 ansteigen, dies entspricht einem Zuwachs von knapp 40%. Die geschätzten Zahlen der erwarteten Pflegebedürftigen für das Jahr 2050 liegen zwischen 3,2 und 5,9 Millionen.

Abbildung 1: Alterprognose bei Männern und Frauen in Deutschland

Dieser Anstieg, der wie beschrieben zu einer Erhöhung der Pflegebedürftigkeit führt, ist eine Herausforderung für neue Konzepte in der ambulanten und stationären

6

 


Altenpflege. Ebenso ist die Notwendigkeit für die Inanspruchnahme neuer Wohnformen gegeben.

Die Konsequenz dieser Entwicklung für die ambulante Altenpflege bleibt in dieser Arbeit unberücksichtigt.

Es lässt sich festhalten, dass die Prognosen - bei allen Unsicherheiten im Detail - deutlich machen, dass bis zur Mitte des 21.Jahrhunderts zwei gegenläufige Entwicklungen das gesellschaftliche Gefüge erheblich verändern werden. Einem starken quantitativen Anstieg der Pflegebedürftigkeit (von heute etwa 2 Millionen auf mindestens 3,2 Millionen Menschen im Jahr 2050) stehen abnehmende Möglichkeiten familiärer Pflege gegenüber. Daher kann mit einem deutlichen Anwachsen des stationären Pflegesektors gerechnet werden.

2.2 Die Prognosen zur quantitativen Entwicklung der Menschen mit Demenz

Zurzeit leben in Deutschland nach Angaben des Heimberichtes des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSF) (2007) ca. eine Million Menschen, die an einer Demenz leiden. Ca. 700.000 davon leiden an der Alzheimer Demenz. Nach der mittleren Variante der 10. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes (2008b) treten jährlich 200.000 Neuerkrankungen auf, davon entfallen ca. 125.000 auf die Alzheimer Demenz. Nach Vorausberechnungen, die die Bevölkerungsentwicklung berücksichtigen, wird sich die Zahl der Demenzpatienten bis zum Jahre 2050 auf über zwei Millionen erhöhen.

Sowohl die Abbildung1: Demografie als auch die Abbildung 2:

Demenzprävalenz zeigen diese Entwicklung der Bevölkerung bis zum Jahr 2050 auf und geben eine Prognose, wie hoch der Anteil der Bevölkerung von an demenzerkrankten Betroffenen sein wird.

7

 


Abbildung 2: Demenzprävalenz

Nach Hallauer (2001, S.13) steigen mit zunehmendem Alter die Häufigkeit der Demenzerkrankungen in Deutschland. Diese Entwicklung unterstreicht die Relevanz des Themas Demenz, nicht nur in stationären Altenhilfeeinrichtungen, sondern für das gesamte Gesundheitssystem, sowie für die Gesellschaft überhaupt. Es gilt, für die Zukunft moderne und an den Bedürfnissen der an Demenz erkrankten Menschen orientierte Konzepte zu schaffen, die der Aufrechterhaltung der Würde dieser Bevölkerungsgruppe dient und den Arbeitsplatz für Mitarbeiter attraktiv werden lässt. Ein Konzept ist das Leben in Hausgemeinschaften, als eine Wohnform für an Demenz erkrankten Menschen, deren Wirkung auf die Bewohner in dieser Arbeit untersucht wird.
3. Begriffsdefinitionen
In diesem Kapitel werden vier zentrale Begriffe definiert:
Demenz
Lebensqualität
Hausgemeinschaft
Assessmentinstrumente

8

 



Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:


This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/112626/demenz-in-der-stationaeren-altenhilfe-untersuchung-der-auswirkung-zweier
please wait Please wait