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Bedeutungsuntersuchung der Partikel "ja" am Beispiel von Else Buschheuers "Ruf! Mich! An!"

Subtitle: Einführung in die gegenwartsbezogene Sprachwissenschaft an Beispielen: Partikel

Scholary Paper (Seminar), 2002, 17 Pages
Authors: Christoph Baldes, Jean-Claude Eichenseher
Subject: German Studies - Semiotics, Pragmatics, Semantics

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2002
Pages: 17
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 7  Entries
Language: German
Archive No.: V112680
ISBN (E-book): 978-3-640-11512-9

File size: 195 KB
Notes :
"Ein gutes Beispiel für die Analyse von Partikeln"


Abstract

1.1 Was sind Partikeln? Partikeln sind eine „synsemantische Wortart ohne Formveränderung und nahezu ohne eigene Bedeutung“ (LST, 182). Sie stehen einerseits für unflektierbare Wörter im Allgemeinen, also z.B. Adverbien, Präpositionen und Konjunktionen, aber auch für rangverleihende Wortart mit unterstreichender oder einschränkender Funktion. Für Helbig (19ff.) stellen sie eine eigene Wortklasse unter den unflektierbaren Wortarten dar. Dabei können sie nicht als selbständige Satzglieder stehen und können folglich auch nicht erfragt werden. Partikeln können in der Regel weggelassen werden, ohne den Sinngehalt des Satzes zu verändern. Sie modifizieren eine Äußerung, ohne zum Wahrheitswert der Aussage beizutragen. Helbig unterteilt die Partikeln in neun Subklassen, von denen in der Folge drei von Bedeutung sein werden: [...] Das Wort ja erfährt in der gesprochenen Sprache einen häufigen Gebrauch. Dabei wird es allerdings in den seltensten Fällen in seiner eigentlichen Bedeutung benutzt, nämlich als „zustimmende Antwort auf eine Entscheidungsfrage“ (Universalwörterbuch, 849), sondern erhält anderweitige kommunikative Funktionen (Burkhardt, 337). Diese möglichen Funktionen sollen im Rahmen der Hausarbeit näher betrachtet werden. Zur Bestimmung dieser Funktion ist oftmals der situative Kontext notwendig. Aus diesem Grund wird die Untersuchung an Hand zweier Kapitel (Kapitel 7, Kapitel 23) aus Else Buschheuers Roman „Ruf! Mich! An!“ durchgeführt. 1.3 Begründung für den Roman „Ruf! Mich! An!“ ist ein moderner Großstadtroman, der das Leben einer Berliner Großstädterin skizziert. Durch die Projektion von Umgangssprache in die Schriftsprache und der häufigen Verwendung direkter Rede finden sich in dem Werk eine Vielzahl von Partikeln wieder, so dass sich der Roman für eine Untersuchung des Partikelngebrauches und deren Bedeutung anbietet. 1.4 Klassifikationsversuche der Partikel ja [...]


Excerpt (computer-generated)

Universität Trier

Fachbereich II

Germanistische Linguistik

SS 2002

Einführung in die gegenwartsbezogene Sprachwissenschaft
an Beispielen: Partikeln

Bedeutungsuntersuchung der Partikel ja am Beispiel von:
Else Buschheuer: ,,Ruf! Mich! An!"

- Hausarbeit -

Eichenseher, Jean-Claude
Baldes, Christoph

 


Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis: 1
1. Einführung 3
1.1 Was sind Partikeln? 3
1.2 Warum die Partikel ja? 3
1.3 Begründung für den Roman 4
1.4 Klassifikationsversuche der Partikel ja 4
1.5 Die Grundlage der Untersuchung: Klassifikation nach Helbig 4
2. Untersuchung der Partikelbedeutung, Kapitel 7 5
2.1 ,,Das ist ja überhaupt die hinterfotzigste Art, sich zu melden!" (Buschheuer, 30) 5
2.2 ,,Ah ­ja! Toll!" (Buschheuer, 31) 6
2.3 ,,Da kann ja jeder kommen! Das wäre ja noch schöner!" (Buschheuer, 31) 6
2.4 ,,Jaja." (Buschheuer, 31) 7
2.5 ,,Wenn du nicht da bist, dann habe ich das Bett ja sogar für mich allein" (Buschheuer, 31) 7
2.6 ,,Bleib mal kurz dran, ja?" (Buschheuer, 31) 8
2.7 ,,Ja, Paprika." (Buschheuer, 32) 8
2.8 ,,Ich habe ja nichts gegen Raucher, aber wenn eine aus jeder Pore nach Nikotin..." (Buschheuer, 32) 8
3. Untersuchung der Partikelbedeutung, Kapitel 22 9
3.1 ,,Da kann ja jeder kommen!" (Buschheuer, 82) 9
3.2 ,,Ja genau." (Buschheuer, 82) 9
3.3 ,,... er kann dessen belehrende Art nicht leiden, ja, er verachtet ihn seines enzyklopädischen Wissens wegen." (Buschheuer, 82) 10
3.4 ,,Tsss! Da kann ja jeder kommen!" (Buschheuer, 83) 10
3.5 ,,... es mag ja irgendwo ein Licht brennen, aber es ist niemand zu Hause." (Buschheuer, 83) 10
3.6 ,,,Jaja′, stichele ich, ,Blonde Frauen fließen den Männern wie Gift durch die Adern.′" (Buschheuer, 85) 11
3.7 ,,,Tja, Muschilein′, sage ich leise." (Buschheuer, 85) 12
4. Ergebnis der Untersuchung 12
4.1 Benutzung der Partikeln 12
4.2 Vieldeutigkeit eines einzelnen vorkommenden ja 13
4.3 Klassifikation von Helbig nicht vollständig 13

1

 


4.4 Die Perfidie des ja 13

4.5 Zusammenfassung 14

Literaturverzeichnis: 15

2

 


1. Einführung

1.1 Was sind Partikeln?

Partikeln sind eine ,,synsemantische Wortart ohne Formveränderung und nahezu ohne eigene Bedeutung" (LST, 182). Sie stehen einerseits für unflektierbare Wörter im Allgemeinen, also z.B. Adverbien, Präpositionen und Konjunktionen, aber auch für rangverleihende Wortart mit unterstreichender oder einschränkender Funktion.

Für Helbig (19ff.) stellen sie eine eigene Wortklasse unter den unflektierbaren Wortarten dar. Dabei können sie nicht als selbständige Satzglieder stehen und können folglich auch nicht erfragt werden. Partikeln können in der Regel weggelassen werden, ohne den Sinngehalt des Satzes zu verändern. Sie modifizieren eine Äußerung, ohne zum Wahrheitswert der Aussage beizutragen. Helbig unterteilt die Partikeln in neun Subklassen, von denen in der Folge drei von Bedeutung sein werden:

- Abtönungspartikeln

Sie drücken die Ansicht des Absenders aus. Abtönungspartikeln beziehen sich immer auf den gesamten Satz, haben dabei aber keine selbständige Bedeutung und dienen somit nicht der sachlichen Information. Sie gehören immer zum Prädikat und sind nicht erststellenfähig.

- Gradpartikeln

Sie können nur in Verbindung mit einem Satzglied auftreten, auf das sie sich beziehen. In Verbindung mit diesem Satzglied können sie permutiert werden und können sogar an der Satzspitze stehen. Sie liefern eine quantifizierende Deutung.

- Antwortpartikeln

Charakteristisch ist eine isolierte Stellung außerhalb eines Satzverbundes. Sie können sowohl auf Entscheidungs- als auch auf Bestätigungsfragen folgen.

1.2 Warum die Partikel ja?

Das Wort ja erfährt in der gesprochenen Sprache einen häufigen Gebrauch. Dabei wird es allerdings in den seltensten Fällen in seiner eigentlichen Bedeutung benutzt, nämlich als ,,zustimmende Antwort auf eine Entscheidungsfrage" (Universalwörterbuch, 849), sondern erhält anderweitige kommunikative Funktionen (Burkhardt, 337). Diese möglichen Funktionen sollen im Rahmen der Hausarbeit näher betrachtet werden. Zur Bestimmung dieser Funktion ist oftmals der situative Kontext notwendig. Aus diesem Grund wird die

3

 



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