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Atypische Beschäftigungsformen - Chancen und Risiken- Leiharbeit

Scholary Paper (Seminar), 2008, 25 Pages
Author: Caroline Billert
Subject: Social Pedagogy / Social Work

Details

Event: Atypische Beschäftigungsformen – Chancen und Risiken
Institution/College: University of Vechta (Gerontologie)
Tags: Atypische, Beschäftigungsformen, Chancen, Risiken-, Leiharbeit, Atypische, Beschäftigungsformen, Chancen, Risiken, Gerontologie
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2008
Pages: 25
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 16  Entries
Language: German
Archive No.: V112771
ISBN (E-book): 978-3-640-12257-8
ISBN (Book): 978-3-640-12489-3
File size: 376 KB

Abstract

Im Rahmen des von Frau xxx geleiteten Seminars Atypische Beschäftigungsformen – Chancen und Risiken wurden u.a. strukturelle Merkmale, die Entwicklung und die Vor- und Nachteile von Leiharbeitsverhältnissen dargestellt. Mit Hilfe der Seminararbeit und weiterführender Literatur ist es Ziel dieser Hausarbeit die Chancen und Risiken der Leiharbeit herauszuarbeiten. Des Weiteren ist ein Schwerpunkt die Leiharbeit im Bezug auf älteren Arbeitnehmer zu untersuchen. Die Antwort auf die Frage, ob Leiharbeit auch im dritten Lebensalter eine sinnvolle Möglichkeit der Beschäftigung ist, soll zum Ende der Arbeit zu beantworten sein. Seit einigen Jahren ist eine dynamische Veränderung auf dem Arbeitsmarkt zu erkennen. Die so genannten Normalarbeitsverhältnisse weichen den atypischen Beschäftigungsformen. Heutzutage unterscheiden sich viele Berufsbiografien von denen die vor einigen Jahren noch als normal galten. Schule, Ausbildung und danach folgende unbefristete Festeinstellungen ist mittlerweile eher die Ausnahme. Die heutigen Berufsverläufe sehen mannigfaltige Optionen für Arbeitnehmer vor. Zeitarbeit, Minijob oder die neue Selbstständigkeit sind nur einige Varianten. Ob diese Nutzung der Beruflaufbahnen auf freiwilliger Basis geschehen oder die Arbeitnehmer keine anderen Ausweichmöglichkeiten besitzen ist unterschiedlich. In den letzten 5 Jahren hat sich bspw. die Zahl der Leiharbeitnehmer mehr als verdoppelt. [Vgl. Abbildung 1]. Im Juni 2007 war der Prozentsatz der Leiharbeiter im Bezug auf alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf von 1,1% (2003) auf 2,4% gestiegen [Vgl. Abbildung 1]. Trotz dieser aufsteigenden Tendenzen steht die Leiharbeit in Deutschland seit ihrem Beginn 1962 stetig in der Diskussion. Ist sie nun als Chance oder Risiko für den Arbeitnehmer und den Arbeitgeber zu sehen? Zum einen wird Leiharbeit zu den prekären Beschäftigungsverhältnissen gezählt und zum anderen als Brücke in eine unbefristete Arbeit gesehen. Diese Arbeit wird diese verschiedenen Aussagen und Meinungen gegenüberstellen und sich kritisch mit diesem Problem auseinandersetzen.


Excerpt (computer-generated)

Universität Vechta

Institut für Gerontologie

WS 07/ 08


Atypische Beschäftigungsformen ­ Chancen und Risiken

Thema: Leiharbeit

Abgabetermin: 01. April 2008


Caroline Billert

Ilten, 22. März 2008



Inhaltsverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis ___ III

Vorwort ___ IV

1. Einleitung ___ 1

1.1. Zielsetzung der Hausarbeit ___ 1

1.2. Problemstellung ___ 1

1.3. Aufbau der Hausarbeit ___ 2

2. Leiharbeit: Was ist das eigentlich? ___ 2

2.1. Definition ___ 2

2.2. Gesetzliche Grundlagen ___ 3

2.3. Strukturelle Merkmale ___ 4

3. Leiharbeit: Der Aspekt Gesundheit ___ 7

3.1. Körperliche und psychische Belastungen ___ 7

3.2. Vergleich mit Normalarbeitsverhältnissen ___ 10

4. Leiharbeit: Chance oder Risiko? ___ 12

4.1. Zeitarbeitnehmer ___ 12

4.1.1. Chancen ___ 12

4.1.2. Risiken ___ 13

4.2. Zeitarbeitskunden ___ 14

4.2.1. Chancen ___ 14

4.2.2. Risiken ___ 15

5. Leiharbeit: Eine Möglichkeit auch im dritten Lebensalter? ___ 15

5.1. Projekt "Zeitarbeitsagentur 50plus" ___ 15

5.2. Prognosen für ältere Arbeitssuchende im Bezug auf Leiharbeitsverhältnisse ___ 16

6. Fazit ___ 17

Literaturverzeichnis ___ 18


Seite II


Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abbildung 1: Zeitarbeit ­ Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 2003-2007 ___ 2

Abbildung 2: Das Dreieck der Vertragsbeziehung bei Zeitarbeit ___ 3

Abbildung 3: Branchen und Geschlechterverteilung ___ 4

Abbildung 4: Altersstruktur der Beschäftigten 2001 ___ 5

Abbildung 5: Beschäftigungsdauer in Tagen ___ 6

Abbildung 6: Intensivnutzung nimmt zu ___ 7

Abbildung 7: Physische Arbeits- und Umgebungsbelastungen unter abhängig Beschäftigten nach Beschäftigungsstatus (jeweils Anteil häufig/ praktisch immer in %) ___ 9

Abbildung 8: Besonderheiten der Anforderungen und Belastungen bei Zeitarbeit: Das ,,Mehrschnittstellenmodell zukünftiger Arbeit" ___ 9

Abbildung 9: Stärke der körperlichen Beschwerden in Abhängigkeit von Dauer des Beschäftigungsverhältnisses ___ 10

Abbildung 10: Beschwerden durch die Leiharbeit während/ unmittelbar nach der Arbeit (Altersgruppe <30 Jahren) ___ 11


Tabelle 1: Gesundheitliche Belastungen von Leiharbeit in der EU in 2000 ___ 12


Seite III


Vorwort

Es würde oftmals umständliche Formulierungen bedürfen, um den weiblichen wie auch männlichen Sprachgebrauch gerecht zu werden. Doppelformulierungen können den Lesefluss erschweren. Deshalb habe ich mich in dieser Arbeit für die männliche Form entschieden.

Gemeint ist aber ebenfalls die weibliche Form.


Seite IV


1. Einleitung

1.1 Zielsetzung der Hausarbeit

Im Rahmen des von Frau Donnerbauer geleiteten Seminars Atypische Beschäftigungsformen Chancen und Risiken wurden u.a. strukturelle Merkmale, die Entwicklung und die Vor- und Nachteile von Leiharbeitsverhältnissen dargestellt.

Mit Hilfe der Seminararbeit und weiterführender Literatur ist es Ziel dieser Hausarbeit die Chancen und Risiken der Leiharbeit herauszuarbeiten. Des Weiteren ist ein Schwerpunkt die Leiharbeit im Bezug auf älteren Arbeitnehmer zu untersuchen. Die Antwort auf die Frage, ob Leiharbeit auch im dritten Lebensalter eine sinnvolle Möglichkeit der Beschäftigung ist, soll zum Ende der Arbeit zu beantworten sein.

1.2 Problemstellung

Seit einigen Jahren ist eine dynamische Veränderung auf dem Arbeitsmarkt zu erkennen. Die so genannten Normalarbeitsverhältnisse weichen den atypischen Beschäftigungsformen. Heutzutage unterscheiden sich viele Berufsbiografien von denen die vor einigen Jahren noch als normal galten. Schule, Ausbildung und danach folgende unbefristete Festeinstellungen ist mittlerweile eher die Ausnahme. Die heutigen Berufsverläufe sehen mannigfaltige Optionen für Arbeitnehmer vor. Zeitarbeit, Minijob oder die neue Selbstständigkeit sind nur einige Varianten. Ob diese Nutzung der Beruflaufbahnen auf freiwilliger Basis geschehen oder die Arbeitnehmer keine anderen Ausweichmöglichkeiten besitzen ist unterschiedlich.

In den letzten 5 Jahren hat sich bspw. die Zahl der Leiharbeitnehmer mehr als verdoppelt. [Vgl. Abbildung 1]. Im Juni 2007 war der Prozentsatz der Leiharbeiter im Bezug auf alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf von 1,1% (2003) auf 2,4% gestiegen [Vgl. Abbildung 1].

Trotz dieser aufsteigenden Tendenzen steht die Leiharbeit in Deutschland seit ihrem Beginn 1962 stetig in der Diskussion. Ist sie nun als Chance oder Risiko für den Arbeitnehmer und den Arbeitgeber zu sehen? Zum einen wird Leiharbeit zu den prekären Beschäftigungsverhältnissen gezählt und zum anderen als Brücke in eine unbefristete Arbeit gesehen.

Diese Arbeit wird diese verschiedenen Aussagen und Meinungen gegenüberstellen und sich kritisch mit diesem Problem auseinandersetzen.


Seite 1


Abbildung 1:Zeitarbeit- Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 2003-2007

Quelle: Bundesagentur für Arbeit (Hrsg.) (2/2008). Die Entwicklung des Arbeits- und Ausbildungsmarktes im Februar 2008,

http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000000/html/start/monat/grafiken.pdf (Stand: 13.03.2008)

1.3 Aufbau der Hausarbeit

Im Anschluss wird die Leiharbeit definiert und ihre gesetzlichen Grundlagen geklärt. Die strukturellen Merkmale werden anschließend ausführlich aufgezeigt und erläutert. Im Anschluss wird der wichtige Punkt der gesundheitlichen Belastungen beschrieben. Danach wird die weitere Fragestellung Leiharbeit: Chance oder Risiko? von der Arbeitnehmer-, wie auch von der Arbeitgeberseite aufgezeigt. Schlussendlich wird diese Arbeit die Möglichkeiten und Prognosen für ältere Arbeitnehmer in der Leiharbeit aufzeigen und am Beispiel des Projekts ,,Zeitarbeitsagentur 50plus" verdeutlichen. Das darauf folgende Fazit stellt die in der Arbeit herausgearbeiteten Ergebnisse vor und wird diese kritisch beurteilen.

2. Leiharbeit: Was ist das eigentlich?

2.1 Definition

Laut der Autorin Amaren Baum gibt es für den Begriff Leiharbeit mehrere gebräuchliche Synonyme. Beispielweise Zeitarbeit, gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung oder Personalleasing [Vgl. Baum (1999), S. 12 f.]. Alle Ausdrücke beschreiben den Umstand, dass ein Arbeitnehmer von seinem eigentlichen Arbeitgeber (Überlasser), hier z.B. Zeitarbeitsfirma, an einen Dritten (Entleiher), zum Arbeiten in einem bestimmten Zeitraum ,,ausgeliehen" wird. Der Entleiher wird somit zum Kunden des Überlassers. Daher besteht ein Dreiecksverhältnis zwischen Leiharbeitnehmer, Entleiher und Verleiher. [...]


Seite 2



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