Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Scholary Paper (Seminar), 2008, 23 Pages
Author: Verena Heitzinger
Subject: Social Studies/ Civics
Details
Institution/College: University of Linz (Institut für Gesellschaftspolitik)
Tags: Referendum, Politik, Ebene
Year: 2008
Pages: 23
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 12 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-12442-8
ISBN (Book): 978-3-640-12492-3
File size: 239 KB
Other users also were interested in the following titles:
Abstract
»Das Risiko mit Referenden ist, dass die Leute nicht auf die Fragen antworten, die gestellt werden.« (Javier Solana) Im Mai 2005 wurde in Frankreich ein Referendum zum Vertrag über eine Verfassung in Europa (VVE) abgehalten, das ein eindeutiges „Non“ ergeben hat. Die Gründe, die zu einem derartigen Ausgang geführt haben, sind vielfältig und sollen in dieser Arbeit ausführlich thematisiert werden. Bevor das französische Referendum näher behandelt und ein Ausblick für die Zukunft gegeben wird, gibt das nächste Kapitel einen groben Überblick über den umstrittenen VVE, das Zustandekommen des Referendums und die Argumente der französischen KritikerInnen, aber auch der BefürworterInnen des Vertrags über eine Verfassung. Dies soll dem bessern Ein- bzw. Überblick in/über das Thema Europäische Verfassung dienen. Am 29. Oktober 2004 wurde in Rom der Vertrag zur Errichtung einer Verfassung für Europa von 25 Staats- und Regierungschefs unterzeichnet. Bis es jedoch zu dieser Unterzeichnung kam, gab es in den Jahrzehnten davor verschiedenste Akten und Verträge, die somit als „Bausteine eines europäischen Aufbauwerks“ fungierten. Schon im Jahr 1984 legte Altiero Spinelli (italienischer Politiker) einen Entwurf des Vertrags über die Europäische Union vor, der eine grundlegende Reform der Europäischen Gemeinschaft (EG) beinhaltete. In den darauf folgenden Jahren kam es dann zur Unterzeichnung folgender Verträge:
Excerpt (computer-generated)
Das französische Referendum
Das französische Referendum
LVA: Politik auf europäischer Ebene
Autorin: Verena Maria Heitzinger
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG 4
2. DER VERTRAG ÜBER EINE VERFASSUNG IN EUROPA (VVE) 4
3. DAS FRANZÖSISCHE REFERENDUM 7
3.1. Warum ein Referendum? 7
3.1. AkteurInnen im Referendumsprozess 9
3.1.1. Die Medien 9
3.1.2. Die politischen AkteurInnen 10
3.1.3. Die Referendumsdebatte 11
3.2. Das Ergebnis 12
3.2.1. Motive der ,,Ja"-WählerInnen 14
3.2.2. Motive der ,,Nein"-WählerInnen 15
3.2.3. Fazit 16
3.3. Das niederländische Referendum 16
4. DIE ENTWICKLUNGEN 18
4.1. Der Reformvertrag 18
2
Abbildungsverzeichnis
Abb.1.: Ergebnis des Referendums 12
Abb.2.: Regionale Verteilung von ,,Ja" und ,,Nein" WählerInnen: 13
Abb.3: Motive der ,,Ja"-WählerInnen: 14
Abb.4: Motive der ,,Nein"-WählerInnen 15
3
1. Einleitung
»Das Risiko mit Referenden ist, dass die Leute nicht auf die Fragen antworten, die gestellt werden.« (Javier Solana)1
Im Mai 2005 wurde in Frankreich ein Referendum zum Vertrag über eine Verfassung in
Europa (VVE) abgehalten, das ein eindeutiges ,,Non" ergeben hat. Die Gründe, die zu einem
derartigen Ausgang geführt haben, sind vielfältig und sollen in dieser Arbeit ausführlich
thematisiert werden. Bevor das französische Referendum näher behandelt und ein Ausblick
für die Zukunft gegeben wird, gibt das nächste Kapitel einen groben Überblick über den
umstrittenen VVE, das Zustandekommen des Referendums und die Argumente der
französischen KritikerInnen, aber auch der BefürworterInnen des Vertrags über eine
Verfassung. Dies soll dem bessern Ein- bzw. Überblick in/über das Thema Europäische
Verfassung dienen.
2. Der Vertrag über eine Verfassung in Europa (VVE)
Am 29. Oktober 2004 wurde in Rom der Vertrag zur Errichtung einer Verfassung für Europa
von 25 Staats- und Regierungschefs unterzeichnet. Bis es jedoch zu dieser Unterzeichnung
kam, gab es in den Jahrzehnten davor verschiedenste Akten und Verträge, die somit als
,,Bausteine eines europäischen Aufbauwerks" fungierten. Schon im Jahr 1984 legte Altiero
Spinelli (italienischer Politiker) einen Entwurf des Vertrags über die Europäische Union vor,
der eine grundlegende Reform der Europäischen Gemeinschaft (EG) beinhaltete. In den
darauf folgenden Jahren kam es dann zur Unterzeichnung folgender Verträge:
- 1987: Unterzeichnung der Einheitlichen Europäischen Akte.
Ziel: Vollendung des Binnenmarkts bis 1992
- 1992 EU-Vertrag von Maastricht
Ziel: gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP), Zusammenarbeit im Bereich
Justiz und Inneres (JAI)
1 Javier Solana (Generalsekretär des Europäischen Rates) in: ,,Könnten wir so dumm sein? URL: ue.eu.int/ueDocs/cms_Data/docs/pressdata/EN/sghr_int/84731.pdf dl. 21.04.2008
- 1997: Vertrag von Amsterdam.
Ziel: Verankerung der Grundsätze der Freiheit, Demokratie und der Achtung der Menschenrechte. Erste Elemente einer gemeinsamen Politik in den Bereichen Freiheit, Sicherheit und Recht Integration neuer Politikfelder in der Gemeinschaftspolitik
- 2001: Vertrag von Nizza, Ziel: Reform der Institutionen in Hinblick auf die EU-Osterweiterung2
Durch die stete Erweiterung des Gemeinschaftsrechts (8 Verträge, mehr als 50 Protokolle und Anhänge) wurde der ursprüngliche EG-Vertrag nicht nur abgeändert, sondern um neue Elemente erweitert. Dies hatte zur Folge, dass es für die BürgerInnen immer schwieriger wurde alle Regelungen und Inhalte der Verträge zu durchschauen. Daraus resultierend erlangte die Regierungskonferenz im Juli 2004 eine Einigung über eine Verfassung für Europa, die zum Ziel hatte, dass die in den letzten Jahrzehnten geschlossenen Verträge (mit Ausnahme des Euratom-Vertrages) durch diese Verfassung ersetzt werden.
Der Verfassungsvertrag ist in vier Teile gegliedert, die sich wie folgt zusammensetzen:
Teil 1 umfasst folgende Bestandteile:
- Definition und Ziele der Union
- Grundrechte und Unionsbürgerschaft
- Die Zuständigkeiten der Union
- Die Organe und Einrichtungen der Union
- Ausübung der Zuständigkeiten der Union
- Das demokratische Leben in der Union
- Die Finanzen der Union
- Die Union und ihre Nachbarn
- Zugehörigkeit zur Union3
Der zweite Teil des Verfassungsvertrags umfasst die nachfolgenden Grundrechte:
- Würde des Menschen
- Freiheiten
- Gleichheit
- Solidarität
2 vgl.: Eine Verfassung für Europa URL: http://europa.eu/scadplus/constitution/introduction_de.htm
3 ebenda
5
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Neorealismus - Institutionalismus - Liberalismus
Author: David LiebeltPolitics - International Politics - General, 2008 Download as PDF-file for 8,99 EUR
Als erstes stirbt die Wahrheit - Krisenberichterstattung der deutschen Medien
Author: M.A. Geograph Felix WeickmannPolitics - Miscellaneous, 2002 Download as PDF-file for 4,99 EUR
Machiavelli - Ein kurzer Überblick über Leben und Werk
Author: Felix MannheimPolitics - Political Theory and the History of Ideas Journal, 2001 Download as PDF-file for 3,49 EUR
Untertitelung oder Synchronisation: Welche der Übersetzungsmethoden ist besser für den Zuschauer?
Author: Paulina ManhartSpeech Science / Linguistics, 2005 Download as PDF-file for 8,99 EUR
Wozu braucht Europa eine Öffentlichkeit?
Author: Sandra MarkertPolitics - International Politics - General, 2005 Download as PDF-file for 8,99 EUR
VW Phaeton - Did Zeus' anger hit sales of Volkswagen's luxury car
Author: Sven RöhmEconomics / Business: Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research, 2003 Download as PDF-file for 7,99 EUR
Intellectual Property Rights - Patentstrategien
Author: Daniel BüchnerEconomics / Business: Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research, 2001 Download as PDF-file for 9,99 EUR
Die Relevanz der Semiotik für die Gestaltung von Slogans und Markennamen
Author: Diplom-Medienwirtin (FH) Nina LampretEconomics / Business: Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research, 2004 Download as PDF-file for 12,99 EUR
This text can be quoted and accessed from this url: