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Scholary Paper (Seminar), 2008, 50 Pages
Author: Despina Leonhard
Subject: Economics / Business: Business Management, Corporate Governance
Details
Institution/College: Technical University of Munich
Tags: Software, Service, Geschäftsmodell, Seminar, Logistik
Year: 2008
Pages: 50
Bibliography: ~ 38 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-21006-0
ISBN (Book): 978-3-640-21010-7
File size: 625 KB
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Abstract
Ausgangslage: Software as a Service ist ein sehr aktuelles Beispiel für Innovationen auf der Geschäftsmodellebene. Einerseits können wir dabei den Versuch der Anbieter analysieren, kundenseitig das Investitionsrisiko und die Komplexität zu reduzieren, um dadurch neue Kunden und ein stabiles Geschäft zu erreichen. Andererseits lassen sich am Beispiel SaaS die Akzeptanzhürden der Innovation, so wie die Optimierungsansätze gut beobachten. Ziel der Arbeit Diese wissenschaftliche Arbeit behandelt das Thema „Software as a Service – ein innovatives Geschäftsmodell“. Als Geschäftsmodell eines nicht mehr rein auf Sach- bzw. Dienstleistung spezialisierten Anbieters, erfordert auch Software as a Service eine Abstimmung der Preis- und Erlösmodelle innerhalb des Gesamtkonzepts der Lösung . Als zentrales Problem zeigen sich dabei zum einen die Akzeptanz der technischen Lösung an sich und zum anderen die Ausgestaltung der Preis- und Erlösmodelle. Diese müssen sowohl mit dem Dienstleistungsspektrum abgestimmt sein, als auch die an den Kunden kommunizierten Nutzenversprechen unterstreichen. Vorgehen Um die verwendeten Begriffe klar zu definieren, wird zuerst das Geschäftsmodell als Innovationsfaktor untersucht und "klassische und "innovative" Erlösmodelle erläutert und voneinander abgegrenzt (Kapitel 2). Den Schwerpunkt der Literaturrecherche bildet die Analyse von SaaS Ausprägungen und verwandten Geschäftsmodellen (Kapitel 3, 4 und 3.3.1). In der empirische Case-Study (Kapitel 7) werden Realisierungsansätze von SaaS in der unternehmerischen Praxis vorgestellt und analysiert. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse und Wirkzusammenhänge in Form von Thesen werden in Kapitel 8 vorgestellt und durch Zitate aus den qualitativen Fallstudien gestützt. Die Schlussbetrachtung (Kapitel 9) beinhaltet eine Zusammenfassung der Ergebnisse und daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen für Unternehmen in der Praxis.
Excerpt (computer-generated)
Software as a Service - ein innovatives
Geschäftsmodell
Seminararbeit
Eingereicht von:
Despina Leonhard
Studiengang
MBA
2.
Semester
Software as a Service ein innovatives Geschäftsmodell
INHALTSVERZEICHNIS
ABBILDUNGSVERZEICHNIS III
TABELLENVERZEICHNIS III
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS III
ANHANGSVERZEICHNIS III
1
Einleitung 4
1.1
Ausgangslage und Problemstellung 4
1.2
Ziel der Arbeit 5
1.3
Vorgehen 5
2
Das Geschäftsmodell als Innovationsfaktor 6
2.1
Erlösmodelle 7
2.1.1
Traditionelle Erlösmodelle 7
2.1.2
Innovative Erlösmodelle 8
3 Definitionen 11
3.1
Outsourcing 11
3.2
Application Service Providing 12
3.3
Software as a Service 13
3.3.1
Die Architektur der Wertschöpfung 15
3.3.2
Das Nutzenversprechen 18
3.3.3
Das Erlösmodell 18
4
Abgrenzung 20
5
Vor- und Nachteile von Software as a Service aus Kundensicht 24
6
Vor- und Nachteile von Software as a Service aus Anbietersicht... 26
7
Case Study 27
7.1
Studiendesign 27
7.2
Liste der Unternehmen 27
7.3
Cases 28
7.3.1
Fallstudie Mobimex GmbH 28
7.3.2
Fallstudie SAP Deutschland AG & Co. KG 29
7.3.3
Fallstudie Kordoba GmbH & Co. KG 30
8
Ergebnisse 32
8.1
Transparenz und Messbarkeit des Leistungsergebnis 32
8.2
Strategischer Einsatz von Preis- und Erlösmodellen 32
8.3
Investitionsrisiko als Eintrittsbarriere 33
9
Schlussbetrachtung 35
9.1
Zusammenfassung 35
9.2
Handlungsempfehlungen 35
10
Anhang 36
LITERATURVERZEICHNIS 47
II
Software as a Service ein innovatives Geschäftsmodell
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: Abgrenzung traditioneller von innovativen Erlösmodellen 7
Abbildung 2: Die sechs Ebenen der SaaS-Wertschöpfung,
in Anlehnung an Fux, (2002), S. 19f 16
Abbildung 3: G. Moores Empfehlung für SaaS-geeignete Applikationen 17
Abbildung 4: Selbsterstellte Grafik: IT-Outsourcing (Basismodell) 20
Abbildung 5: Selbsterstellte Grafik:
Application service providing (Basismodell) 21
Abbildung 6: Selbsterstellte Grafik: Software as a Service (Basismodell) 22
TABELLENVERZEICHNIS
Tabelle 1:
Selbsterstellte Tabelle: verwandte
Geschäftsmodelle
im Vergleich 23
Tabelle 2:
Vor- und Nachteile von SaaS aus Kundensicht 24
Tabelle 3:
Vor- und Nachteile von SaaS aus Anbietersicht 26
Tabelle 4:
Liste der Unternehmen 28
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
ASP =
Application Service Providing
CRM =
Customer Relationship Management
ERP =
Entreprise Ressource Planning
IT = Information
Technology
SaaS =
Software as a Service
TCO =
Total Cost of Ownership
ANHANGSVERZEICHNIS
I.
Interviewleitfaden 36
II.
Interviewprotokoll Mobimex GmbH 38
III.
Interviewprotokoll SAP Deutschland AG & Co. KG 41
IV.
Kurzgesprächsprotokoll Kordoba & Co. KG GmbH 45
III
Software as a Service ein innovatives Geschäftsmodell
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
,,Erfolgreiche E-Business-Unternehmen sind gezwungen, kontinuierlich
Innovations- und Verbesserungspotenziale für ihr Geschäftsmodell zu suchen,
um im Wettbewerb nicht überholt zu werden."1
Die Fokussierung auf die Produktion von technisch hochwertigen Produkten,
die über inkrementelle Innovationen kontinuierlich verbessert werden, reicht
heute nicht mehr aus, um die eigene Marktposition auszubauen.2 Vielmehr
müssen die Unternehmen Potentiale der Wettbewerbsdifferenzierung - nicht
zuletzt auch der Erzielung höherer Margen - in den Angeboten innovativer
Kundenlösungen suchen.3 Diese Lösungen umfassen Kombinationen aus
Sach- und Dienstleistungen, die am Markt als integrierte Leistungsbündel in
der Literatur auch als ,,hybride Produkte" oder ,,Solutions" zu finden - angeboten
werden4. Deren Erfolg basiert immer mehr auf Innovationen des
Geschäftsmodels, sei es im Bereich der Wertschöpfungsarchitektur oder des
Erlösmodells. Das Einführen der Geschäftsmodellinnovation birgt
Unsicherheiten und erfordert dadurch neue Herangehensweisen sowohl auf
Anbieter- als auch auf Kundenseite.5
Software as a Service ist ein sehr aktuelles Beispiel für Innovationen auf der
Geschäftsmodellebene. Einerseits können wir dabei den Versuch der Anbieter
analysieren, kundenseitig das Investitionsrisiko und die Komplexität zu
reduzieren, um dadurch neue Kunden und ein stabiles Geschäft zu erreichen.
Andererseits lassen sich am Beispiel SaaS die Akzeptanzhürden der
Innovation, so wie die Optimierungsansätze gut beobachten.
1 Ahlert/ Backhaus/ Meffert (2001), S. 34
2Vgl. Sturm/ Bading/ Schubert (2007), S. 10, Vgl. Jafar et.all (2008), S. 1
3Vgl. Schmitz (2008), S. 4f, Vgl. Jafar et.all (2008), S. 1
4Vgl. Bonnemeier/ Ihl/ Reichwald (2007), S. 2
5Vgl. Stremersch/ Frambach (2001), S. 4f
4
Software as a Service ein innovatives Geschäftsmodell
1.2 Ziel der Arbeit
Diese wissenschaftliche Arbeit behandelt das Thema ,,Software as a Service
ein innovatives Geschäftsmodell".
Als Geschäftsmodell eines nicht mehr rein auf Sach- bzw. Dienstleistung
spezialisierten Anbieters, erfordert auch Software as a Service eine
Abstimmung der Preis- und Erlösmodelle innerhalb des Gesamtkonzepts der
Lösung6. Als zentrales Problem zeigen sich dabei zum einen die Akzeptanz der
technischen Lösung an sich und zum anderen die Ausgestaltung der Preis- und
Erlösmodelle. Diese müssen sowohl mit dem Dienstleistungsspektrum
abgestimmt sein, als auch die an den Kunden kommunizierten
Nutzenversprechen unterstreichen.
1.3 Vorgehen
Um die verwendeten Begriffe klar zu definieren, wird zuerst das
Geschäftsmodell als Innovationsfaktor untersucht und "klassische und
"innovative" Erlösmodelle erläutert und voneinander abgegrenzt (Kapitel 2).
Den Schwerpunkt der Literaturrecherche bildet die Analyse von SaaS
Ausprägungen und verwandten Geschäftsmodellen (Kapitel 3, 4 und 3.3.1).
In der empirische Case-Study (Kapitel 7) werden Realisierungsansätze von
SaaS in der unternehmerischen Praxis vorgestellt und analysiert. Die daraus
gewonnenen Erkenntnisse und Wirkzusammenhänge in Form von Thesen
werden in Kapitel 8 vorgestellt und durch Zitate aus den qualitativen Fallstudien
gestützt.
Die Schlussbetrachtung (Kapitel 9) beinhaltet eine Zusammenfassung der
Ergebnisse und daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen für Unternehmen
in der Praxis.
6Vgl. Burianek/ Ihl/ Reichwald (2007), S. 2
5
Software as a Service ein innovatives Geschäftsmodell
2
Das Geschäftsmodell als Innovationsfaktor
Der zunehmende Wettbewerbsdruck sowohl auf lokaler als auch auf globaler
Ebene, die Angleichung der Leistungsmerkmale und die Notwendigkeit der
Anpassung an dynamische Umweltbedingungen rücken die Geschäftsmodelle
selbst, neben der Technologien, Prozesse und Vermarktungsaspekte als
Möglichkeit zur Innovation in den Vordergrund.7
Gerade mit dem Wandel durch die Verbreitung des Internets wurde innovativen
Geschäftsmodellen verstärkte Aufmerksamkeit geschenkt.8 Dabei ist der Begriff
des Geschäftsmodells (engl. ,,business model") keineswegs klar definiert. Je
nach Fokus existieren durchaus unterschiedliche Auffassungen.9
In dieser Arbeit wird weitestgehend der Definition von Timmers gefolgt, der ein
Geschäftsmodell in folgenden drei Komponenten zerlegt:10
(1) Nutzenversprechen oder value proposition (Eine Beschreibung
des Kundennutzens, bzw. des potenziellen Nutzens für die
beteiligten Akteure)
(2) Erlösmodell (Die Festlegung der Erlösquellen und des
Erlösmodells, um den Nutzen in Erlöse umzusetzen)
(3)
Architektur der Wertschöpfung (Eine Beschreibung der
Produkt/Markt Strategien, der Stufen sowie der verschiedenen
wirtschaftlichen Agenten und ihrer Rollen in der Wertschöpfung)
Andere Definitionen konkretisieren diese Komponenten weiter. Eine
umfassende Darstellung und ein Vergleich unterschiedlicher Auffassungen von
Geschäftsmodellen findet sich in Scheer et al. 2003.11
Die Begriffsverwendung für die Komponenten (1) und (3) werden in der Literatur
relativ eindeutig gehalten. Das ist nicht der Fall für die Benennung der
existierenden Erlösmodelle. Um die Begriffsverwendung in diesem Dokument
zu erleichtern, wird im Folgenden auf die Komponente (2) detailliert
eingegangen.
7Vgl. Kleikamp (2005), S. 21, Vgl. Jafar et all, S. 15
8Vgl. Wirtz (2001), S. 4, Jafar et all, S. 10
9Vgl. Scheer/ Deelmann/ Loos (2003), S. 7
10Vgl. Timmers (1998), S. 4
11Vgl. Scheer/ Deelmann/ Loos (2003), Jafar et all, S. 10
6
Software as a Service ein innovatives Geschäftsmodell
2.1 Erlösmodelle
Bei der Begriffsverwendung der Erlösmodelle wird im folgenden der Systematik
von Burianek, Ihl und Reichwald12 in Anlehnung an einen Ansatz von A.T.
Kearney13, die in Abbildung 1 dargestellt ist, gefolgt.
Abbildung 1: Abgrenzung traditioneller von innovativen Erlösmodellen14
2.1.1 Traditionelle
Erlösmodelle
Die traditionellen Erlösmodelle lassen sich grundsätzlich in zwei Kategorien
unterteilen. Beziehen sich die Erlösmodelle auf den Verkauf von
Sachleistungen, so spricht man von dem klassischen Produktverkauf, bei dem
oft Miet-, Leasing- und Lizenzmodelle als Instrumente verwendet werden. Auf
der anderen Seite existieren speziell auf das Angebot von Dienstleistungen
ausgerichtete Erlösmodelle, die das vorhandene Risiko in Kombinationen
verschiedener Kalkulationsschemas zwischen den zwei Extremen Cost-plus
und Fixed-fee abbilden.
Eine detaillierte Beschreibung der traditionellen Erlösmodelle als Sach- und
Dienstleistungen findet man in Jafar et all, 2008.15
Während beim klassischen Produktverkauf der Eigentumstransfer einer
Sachleistung im Vordergrund steht16, liegt der Fokus im Falle von
12Vgl. Burianek/ Ihl/ Reichwald (2007), S. 6
13Vgl. o.V. A.T., Kearney, S. 6
14Ebenda.
15 Vgl. Jafar et all (2008), S. 6-7
16Vgl. Backhaus (1999), S. 543
7
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