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Romsatire bei Joachim Du Bellays: Les Regrets

Termpaper, 2002, 21 Pages
Author: Hanna M. Stoll
Subject: Romance Languages - French Literature

Details

Event: Dichtung - Kultur - Sprache: Du Bellay
Institution/College: Humboldt-University of Berlin (Institut für Romanistik)
Tags: Romsatire, Joachim, Bellays, Regrets, Dichtung, Kultur, Sprache, Bellay
Category: Termpaper
Year: 2002
Pages: 21
Grade: 2,3
Language: German
Archive No.: V11292
ISBN (E-book): 978-3-638-17490-9

File size: 279 KB


Excerpt (computer-generated)

Romsatire bei Joachim Du Bellays "Les Regrets"

Verfasserin: Marthe Stoll

 

Inhalt 

1. Einleitung 3

2. Joachim Du Bellay 3

2.1 Du Bellays Biografie  . 3

2.2 Du Bellays literarisches Schaffen 7

3. Das petrarkische Sonett 9

4. Les Regrets 10

4.1 Hintergründe zu den Regrets 10

4.2 Analyse  11
4.2.1 Zum Begriff „Satire“   11
4.2.2 Interpretation einiger Motive   12

5. Abschlusswort 18

6. Bibliografie 19

 


1. Einleitung

In meiner Hausarbeit „Romsatire bei Joachim Du Bellays Les Regrets“ werde ich mich als erstes mit Du Bellays Biografie und seinem literarischen Schaffen beschäftigen, dann eine kurze Definition der petrarkischen Sonettform geben, Hintergründe über die Regrets skizzieren und mich schließlich mit der Interpretation der Romsatire befassen. Vorab möchte ich jedoch noch ein paar Anmerkungen machen: Eine Schwierigkeit beim Verfassen der Hausarbeit bestand darin, dass ich oftmals in verschiedenen Quellen vollkommen unterschiedliche Angaben gefunden habe, was etwa Daten, Orte oder aber Gegebenheiten betrifft, weshalb ich mich auf die, meiner Ansicht nach, seriöseste Quelle berufen habe. Das ist entweder ein Buch gewesen oder aber eine Quelle, die mit einer anderen übereingestimmt hat. Weil Joachim Du Bellay nicht der einzige mit diesem Familiennamen ist, möchte ich, um Missverständnisse zu vermeiden, noch einmal kurz klarstellen, dass ich in meiner Arbeit ausschließlich den Dichter meine, wenn ich den Nachnamen Du Bellay erwähne. Da das Thema der Romsatire sehr umfassend ist, kann ich nicht auf jeden einzelnen Punkt eingehen, wenn es auch manchmal sinnvoll wäre. So hätten möglicherweise Erklärungen zu Du Bellays politischen Implikationen, wie auch zu mythologischen Namen oder Begriffen, die erwähnt werden, zu einem besseren Textverständnis beigetragen, aber sie hätten auch den Rahmen der Arbeit erheblich gesprengt.

2. Joachim Du Bellay

2.1 Du Bellays Biografie

Joachim Du Bellay kommt zwischen 1522 und 15251 „au château de la Turmelière, à Liré, en Anjou2“3 zur Welt und gehört zu einer damals bereits bedeutenden Familie, deren Mitglieder sich sowohl aus Diplomaten als auch aus „hommes de guerre“4 zusammensetzen, zu denen etwa Guillaume5, ein Diplomat, Martin, Oberleutnant der Normandie6, René, Bischof von Le Mans7, und Jean8, Joachim Du Bellays Onkel9 gehören. Joachim wünscht sich eine Karriere beim Militär unter der Aufsicht seines Vetters Guillaume. Doch als seine Eltern zwischen 1523 und 153110 sterben und er im Alter von elf Jahren11 in die Obhut seines älteren Bruders René gegeben wird12, der ihn schon bald vernachlässigt, vergisst er sein Vorhaben schnell wieder. Über Du Bellays Kindheit und Jugend weiß man so gut wie gar nichts,13 nur dass er eine „enfance rêveuse“14 ohne besondere Tätigkeiten seinerseits verlebt, und dass er schon immer den Kontakt zur Natur gemocht hat, weshalb er viel Zeit auf dem väterlichen Landsitz verbringt.15 Am 9. Januar 1543 stirbt sein Onkel Guillaume de Langeais, auf dessen Beerdigung Du Bellay am 5. März Peletier16 und Rabelais17 begegnet.18 Im Jahre 1545 beginnt er in Poitiers Rechtswissenschaft zu studieren19, ein Jahr bevor sein Bruder, der Bischof von Le Mans, stirbt. Du Bellay freundet sich mit Peletier an,20 der ihn [...]


1 Vgl. Bellenger, Y., La Pléiade, S. 101 (Das genaue Datum steht nicht fest.)

2 Das Arrondissement Anjou liegt im Nordosten „de l′île de Montréal“ (http://www.ville.anjou.qc.ca/entree.htm)

3 Du Bellay, J., Les Antiquités de Rome – Les Regrets, S. 7

4 http://www.anthologie.free.fr/anthologie/bellay/bellay.htm

5 Guillaume Du Bellay (*1491 -1543) ist Gouverneur von Piémont und findet in Rabelais einen Verehrer. (Vgl. hierzu: http://gallica.bnf.fr/themes/LitXVIj.htm und Fußnote 4)

6 Vgl. Fußnote 4

7 Vgl. Roudaut, F., Joachim Du Bellay – Les Regrets, S. 37

8 Kardinal Jean Du Bellay (*1492 †1560) ist Verfasser „de poésies latines“, Diplomat und gilt als der wissen- schaftlich gebildetste Würdenträger seiner Zeit. Nach seinem Amt als Bischof, wird er Kardinal (im Jahre 1535) und „homme de cour“. Rabelais (siehe Fußnote 17) wird sein Arzt und Joachim Du Bellay sein Sekretär. (Bellen- ger, Y., La Pléiade, S. 120 ; http://www.anthologie.free.fr/anthologie/bellay/bellay.htm und Fußnote 7)

9 Hier gibt es mehrfach verschieden Angaben über die Verwandtschaftsverhältnisse. Mal wird Jean Du Bellay als Joachim Du Bellays Onkel, mal als sein Cousin beschrieben.

10 Vgl. http://perso.wanadoo.fr/jmpetit/documents/g1_visees_sonnet/du_bellay_bio_regrets.doc

11 Vgl. Kehr, W. (Hrsg.), Die Ruinen Roms – Les Antiquitez de Rome, S. 2

12 Vgl. Fußnote 10

13 Vgl. Bellenger, Y., La Pléiade, S. 101

14 http://www.anthologie.free.fr/anthologie/bellay/bellay.htm

15 s.o.

16 Jacques Peletier du Mans (* 1517 †1582) ist das neunte von fünfzehn Kindern, er wird Mathematiker, Medizi- ner und Anwalt und ist mit den Berufen unabhängig von verpflichtenden Verhältnissen. (Vgl. hierzu: Krüger, R., Die französische Renaissance, S. 65)

17 François Rabelais (*1483 †1553) verbringt viele Jahre in Klostern, bis er mit weit über dreißig Jahren beginnt Medizin zu studieren. 1531 ist er Anatomieprofessor und Chefarzt und wird bald Leibarzt von Kardinal Du Bel- lay. (Vgl. hierzu: Krüger, R., Die französische Renaissance, S. 105 f

18 Vgl. Fußnote 10

19 Vgl. Du Bellay, J., Les Antiquités de Rome – Les Regrets, S. 7

20 Vgl. Fußnote 10


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