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Auswirkungen der Ost-West Migration auf den deutschen Arbeitsmarkt

Autor: Michael Ziegler
Fach: Politik - Int. Politik - Thema: Europäische Union

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Details

Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2003
Seiten: 15
Note: 1,7
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 168 KB
Archivnummer: V11295
ISBN (E-Book): 978-3-638-17493-0

Textauszug (computergeneriert)

Fachbereich Wirtschafts- und Organisationswissenschaften
Politikwissenschaften
Hausarbeit

Auswirkungen der Ost-West Migration auf den deutschen Arbeitsmarkt

Hamburg, den 19.02.2003

 

Inhaltsverzeichnis S. 1

I. Einleitung S. 2

II. Auswirkung der Ost-West Migration auf den deutschen Arbeitsmarkt S. 3


1. Gründe für eine Zuwanderung S. 3
1.1. Situation in den Herkunfts- und Zielländern S. 4
1.2. Distanz von Herkunfts- und Zielländern S. 5

2. Mögliche Zuwanderung S. 6
2.1. Übergangsregelungen S. 6
2.2. Wanderungspotential S. 7
2.3. Langfristige Arbeitsmarktentwicklung in Deutschland S. 7
2.4. Qualifikation der Arbeitnehmer S. 8

3. Effekte auf den Arbeitsmarkt S. 9
3.1. Auswirkungen auf die Beschäftigung und Löhne S. 9
3.2. Regionale Probleme S. 10
3.3. Besonders betroffene Branchen S. 10

III. Schlussbetrachtung S. 11

Literaturverzeichnis S. 13

Internetverweise S. 14

 

I. Einleitung

Die aktuelle fünfte Erweiterungsrunde der Europäischen Union stellt eine der wesentlichen Herausforderungen für dieses supranationale Gebilde „sui generis“ seit seinem Bestehen dar. Mit der Aufnahme der Mittelosteuropäischen Staaten wird das Zusammenwachsen Europas eine ungeahnte Dimension annehmen. Die Umstrukturierung eines solchen Gebildes, welches auf diese hohe Anzahl von Mitgliedern nicht ausgelegt war, wird in vielen Bereichen vonstatten gehen. Die hier auftretenden Probleme sind nicht nur in ferner Zukunft wichtig, sondern verlangen schon bei einer Verschmelzung der Beitrittskandidaten mit den Ländern der alten EU-15 von allen Staaten außergewöhnliche Bemühungen. Da jedoch weder die kurzfristigen, noch die langfristigen Effekte eines Beitritts der MOE-Länder in allen Details absehbar sind, ist eine gewisse Unsicherheit bei den Beitrittskandidaten, als auch bei den schon bestehenden EU Ländern festzustellen. In den letzten Verhandlungen um den Beitritt war ein besonders heikles Thema die Freizügigkeit der Arbeitnehmer, welche zu den vier Grundfreiheiten zählt, die der EU-Vertrag vorsieht. Denn die anderen drei Grundfreiheiten, der freie Warenverkehr, der freie Dienstleistungsverkehr und der freie Kapitalverkehr werden nicht als das Hauptproblem angesehen. Bei der Diskussion um die Freizügigkeit der Arbeitnehmer standen jedoch Deutschland und Österreich auf dem harten Standpunkt Übergangsfristen einzurichten. Der Grund für diese Haltung begründet sich aus der Annahme Deutschlands und Österreichs, sie seien traditionelle Ziele für Erwerbsmigranten.1 Die Angst, es könne zu einer Überschwemmung des heimischen Arbeitmarktes mit billigen Arbeitskräften aus Mittelosteuropa kommen ist hier besonders ausgeprägt. Die Erweiterung des EU Wirtschaftsraumes um etwa 1,1 Millionen Quadratkilometer und circa 100 Millionen Menschen am Ende des gesamten Prozesses macht ungefähr ein drittel der jetzigen Landfläche der EU-15 aus und stellt grob geschätzt 30 Prozent der Bevölkerung der jetzigen EU.2 Die Komplexität, die aus diesem gewaltigen Zuwachs heraus entsteht, lässt keine genaue Prognose ihrer Auswirkungen zu. Eindeutig ist, dass die Migration in diesem neuen Wirtschaftsraum eine wichtige Rolle einnehmen wird. Gerade in den Grenzländern wie Deutschland muss dieser Möglichkeit Beachtung geschenkt werden. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der möglichen Zuwanderung nach Deutschland und den möglichen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die Gründe für eine Zuwanderung werden hier im demographischen Bereich gesucht und führen zu einer Auseinandersetzung mit der Gestalt der Zuwanderung nach Deutschland aus den Mittelosteuropäischen Ländern. Welche Effekte durch eine solche Migration in Bezug auf den Arbeitsmarkt und die Löhne in Deutschland haben könnte soll im Zusammenhang mit diesen Überlegungen erörtert werden.

II. Auswirkung der Ost-West Migration auf den deutschen Arbeitsmarkt

1. Gründe für eine Zuwanderung

Die Gründe für eine Wanderung in ein anderes Land sind für das Individuum an sich recht unterschiedlich. Eine allgemeine Erklärung kann man gut an den demographischen Ursachen festmachen. Hier sind die bestimmenden Determinanten die Größe der Bevölkerung und die Zusammensetzung. Die größeren Bevölkerungen neigen eher zu Wanderungen als kleine und je jünger die erwerbstätigen Menschen sind, desto eher wandern sie.3 Weitere Gründe für Wanderungen sind nahezu offensichtlich. Wenn die Situation in den Herkunfts- und Zielländern wirtschaftlich oder politisch unterschiedlich ist, besteht ein hoher Anreiz für eine Wanderung aus den benachteiligten Ländern. In diesem Zusammenhang sind die wesentlichen Variablen die Bevölkerung des Herkunfts- und Ziellandes, die Distanz zwischen Herkunfts- und Zielland und Push- und Pullfaktoren, die die Entscheidung für eine Wanderung mitbestimmen.4 Zu den Push Faktoren, die Auswanderer aus ihrem Heimatland herausdrängen zählen die verschlechterten wirtschaftlichen Bedingungen, auch Ressourcenknappheit und Umweltzerstörung, eine schlechte Lage auf dem Arbeitsmarkt, instabile politische Verhältnisse und Verfolgung.

 

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1  Vgl.: Musial, Janusz Periodische Arbeitsmigration aus Polen (Raum Oppeln) nach Deutschland, Zei Discussion Paper C 100 2002, S. 4
2  vgl.:Böse, Christian East-Central Europe: Industrial and Agricultural Situation, Karl Kaiser, Martin Bruning (Editors), East-Central Europe and the EU: Problems of Integration, S.39f
3  vgl.:Bucher, Hansjörg, Informationen zur Raumentwicklung Heft 11/12.2001, Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, S. 799
4  ebd. S.799

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