Die Attentate auf Oskar Lafontaine und Wolfgang Schäuble

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Details

Titel: Die Attentate auf Oskar Lafontaine und Wolfgang Schäuble
Autor: Martin Schröder
Fach: Geschichte - Sonstiges
Veranstaltung: Attentate des 20. Jahrhundert in Europa III
Institution/Hochschule: Universität Rostock (Historisches Institut)
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2008
Seiten: 39
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 36  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 240 KB
Archivnummer: V113205
ISBN (E-Book): 978-3-640-13610-0
ISBN (Buch): 978-3-640-13634-6

Zusammenfassung / Abstract

Du sollst nicht töten. So besagt es das 5. Gebot. Eine einfache Regel, doch schon immer hat der Mensch diese missachtet und ist seinen Mitmenschen mit Gewalt begegnet. „Homo homini lupus“ – der Mensch ist dem Menschen ein Wolf – mit diesem Satz bringt es Thomas Hobbes in seinem Werk „Leviathan“ ganz treffend auf den Punkt. Die Erörterung ob der Mensch von Natur aus gut oder böse ist, soll nicht Gegenstand der vorliegenden Arbeit sein, es ist jedoch festzustellen, dass es bestimmter Regulationsmechanismen und Ordnungsprinzipien bedarf, um ein störungsfreies menschliches Zusammenleben zu gewährleisten. In vielen Fällen richten sich Gewalt und Aggression gegen eben jene politischen und gesellschaftlichen Systeme und deren Repräsentanten, Personen von öffentlichem Interesse. Solche in der Regel politisch oder ideologisch motivierten Anschläge, Attentate genannt, hat es zu allen Zeiten gegeben. Sie wurden seit Beginn der schriftlich fixierten Menschheitsgeschichte registriert und analysiert. Schon in der Antike wurden rege Diskussionen darüber geführt, ob der Tyrannenmord rechtmäßig sei. Das Attentat auf Julius Caesar in den Iden des März des Jahres 44 v. Chr. gilt geradezu als klassisches Beispiel für den politischen Mord in der Geschichte. Doch muss man nicht unbedingt so weit in die Vergangenheit schauen. Allein im noch jungen 21. Jahrhundert fanden bereits mehrere Attentate und Attentatsversuche auf bedeutende politische Amts- und Würdenträger statt. Der Anschlag auf Benazir Bhutto am 27. Dezember 2007 löste überall große Bestürzung aus und begrub die Hoffnung auf einen schnellen und friedlichen politischen Machtwechsel in Pakistan, und erst vor vier Wochen, am 11. Februar 2008, wurde José Ramos-Horta, Staatspräsident von Osttimor, von Rebellen bei einem Attentat durch mehrere Schüsse schwer verletzt. Auch die deutsche Geschichte ist nicht frei von politischen Anschlägen. Zu nennen wären an dieser Stelle die Morde an Matthias Erzberger, einem Politiker der Zentrumspartei, im Jahre 1921 und an dem damaligen Reichsaußenminister Walther Rathenau im Folgejahr. Auch auf Bundeskanzler Konrad Adenauer wurde 1952 ein Bombenattentat verübt, welches fehlschlug und stattdessen einen unbeteiligten Polizisten tötete.

Textauszug (computergeneriert)

Universität Rostock, Historisches Institut

Hauptseminar ,,Attentate des 20 Jh. in Europa III" WS 2007/2008

Hausarbeit

,,Die Attentate auf Oskar Lafontaine und Wolfgang Schäuble"

vorgelegt von:

Martin Schröder

Musik LA (HF)

7. Fachsemester

Datum der Abgabe: 31.03.2008


Inhaltsverzeichnis

1

Forschungsstand 5

2

Attentat und Attentäter ­ Definition und Charakterisierung der Begriffe 6

3

Das Attentat auf Oskar Lafontaine 9

3.1

Die Biographie und politische Karriere Lafontaines bis zu dem Zeitpunkt des

Anschlags 10

3.2

Das Attentat 12

3.3

Die Attentäterin 15

4

Das Attentat auf Wolfgang Schäuble 17

4.1

Die Biographie und politische Karriere Schäubles bis zu dem Zeitpunkt des

Anschlags 18

4.2

Das Attentat 19

4.3

Der Attentäter 22

5

Die Folgen der Attentate 24

5.1

Posttraumatisches Belastungssyndrom als Folge durchlebter Extremsituationen ... 24

5.2

Erschütterte Grundüberzeugungen 26

5.3

Politische Folgen 29

6

Hätten die Attentate verhindert werden können? 32

7

Fazit 35

8

Literaturverzeichnis 36

8.1

Quellen: 36

8.2

Sekundärliteratur: 36

8.3

Zeitschriftenaufsätze: 37

8.4

Zeitschriftenartikel: 37

8.5

Websites: 37

2


Einleitung

Du sollst nicht töten. So besagt es das 5. Gebot. Eine einfache Regel, doch schon immer hat

der Mensch diese missachtet und ist seinen Mitmenschen mit Gewalt begegnet. ,,Homo

homini lupus" ­ der Mensch ist dem Menschen ein Wolf ­ mit diesem Satz bringt es Thomas

Hobbes in seinem Werk ,,Leviathan" ganz treffend auf den Punkt. Die Erörterung ob der

Mensch von Natur aus gut oder böse ist, soll nicht Gegenstand der vorliegenden Arbeit sein,

es ist jedoch festzustellen, dass es bestimmter Regulationsmechanismen und

Ordnungsprinzipien bedarf, um ein störungsfreies menschliches Zusammenleben zu

gewährleisten.

In vielen Fällen richten sich Gewalt und Aggression gegen eben jene politischen und

gesellschaftlichen Systeme und deren Repräsentanten, Personen von öffentlichem Interesse.

Solche in der Regel politisch oder ideologisch motivierten Anschläge, Attentate genannt, hat

es zu allen Zeiten gegeben. Sie wurden seit Beginn der schriftlich fixierten

Menschheitsgeschichte registriert und analysiert. Schon in der Antike wurden rege

Diskussionen darüber geführt, ob der Tyrannenmord rechtmäßig sei. Das Attentat auf Julius

Caesar in den Iden des März des Jahres 44 v. Chr. gilt geradezu als klassisches Beispiel für

den politischen Mord in der Geschichte.1

Doch muss man nicht unbedingt so weit in die Vergangenheit schauen. Allein im noch jungen

21. Jahrhundert fanden bereits mehrere Attentate und Attentatsversuche auf bedeutende

politische Amts- und Würdenträger statt. Der Anschlag auf Benazir Bhutto am 27. Dezember

2007 löste überall große Bestürzung aus und begrub die Hoffnung auf einen schnellen und

friedlichen politischen Machtwechsel in Pakistan, und erst vor vier Wochen, am 11. Februar

2008, wurde José Ramos-Horta, Staatspräsident von Osttimor, von Rebellen bei einem

Attentat durch mehrere Schüsse schwer verletzt.2,3

Auch die deutsche Geschichte ist nicht frei von politischen Anschlägen. Zu nennen wären an

dieser Stelle die Morde an Matthias Erzberger, einem Politiker der Zentrumspartei, im Jahre

1921 und an dem damaligen Reichsaußenminister Walther Rathenau im Folgejahr. Auch auf

Bundeskanzler Konrad Adenauer wurde 1952 ein Bombenattentat verübt, welches fehlschlug

und stattdessen einen unbeteiligten Polizisten tötete.

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Attentaten auf die deutschen Politiker Oskar Lafontaine

und Wolfgang Schäuble im Jahre 1990. Sie wird den Verlauf und die Hintergründe

1 ORTNER, René: Attentate, Terror und Terrorismus: Begriffe und Theorie. In: GEHLER, Michael; ORTNER, René:

Von Sarajewo zum 11. September ­ Einzelattentate und Massenterrorismus. Innsbruck 2007. S. 9.

2 KAZIM, Hasnain: Spiegel online. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,525551,00.html, Stand,

21.03.2008.

3 Spiegel online: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,534354,00.html, Stand: 21.03.2008.

3


untersuchen, sowie die persönlichen und politischen Folgen der Anschläge beleuchten. Dabei

soll auch die Frage beantwortet werden, ob sich diese bei konsequentem Einschreiten der

Behörden hätten verhindern lassen.

Es wird ersichtlich werden, dass nicht hinter jedem Attentat eine groß angelegte politische

Verschwörung stecken muss. Manchmal sind es lediglich geistig verwirrte Einzeltäter, die

versuchen, durch ihre Handlung auf sich und ihr Schicksal aufmerksam zu machen.

Auch wenn Lafontaine und Schäuble die Anschläge schwer verletzt überlebt haben und

letztlich keine fundamentalen politischen Veränderungen herbeigeführt worden sind, so darf

man eines nicht vergessen: Attentate sind immer auch persönliche Dramen, die einen

radikalen Bruch in der Biografie des Opfers darstellen und dessen Leben radikal verändern ­

Wolfgang Schäuble ist seit den Schüssen auf ihn querschnittsgelähmt und an den Rollstuhl

gefesselt.

4


1 Forschungsstand

Die Literatur über Attentate ist vielfältig, doch aus wissenschaftlicher Sicht häufig von

geringer Qualität.4 Viele Autoren begnügen sich damit, lediglich die Ursachen, den Verlauf

und die Folgen der Attentate darzustellen. Die Motivation der Attentäter, geprägt durch den

historischen und gesellschaftlichen Kontext, wird oft vernachlässigt. Der US-Historiker

Franklin L. Ford bot lange Zeit die beste Darstellung der Thematik.5 Allerdings mussten

aufgrund des Umfanges der Beispiele notgedrungen Abstriche in der Analyse gemacht

werden. Harris M. Lentz hat die wahrscheinlich umfassendste Liste von politischen

Gewalttaten zwischen 1865 und 1986 vorgelegt.6 Allerdings musste Lentz aufgrund der

enormen Anzahl der Ereignisse auf eine tiefer gehende Analyse verzichten. Aus

geschichtswissenschaftlicher Sicht ist der Sammelband Alexander Demandts ,,Das Attentat in

der Geschichte" aus dem Jahre 1996 die wohl beste Darstellung.7 Besonders lesenswert ist

seine

Charakterisierung

des

Attentatsbegriffs.

Einen

aktuellen

Stand

der

Forschungsergebnisse bietet das Werk Sven Felix Kellerhoffs. Hierbei legt er bewusst den

Darstellungsschwerpunkt nicht auf das Opfer, sondern den Attentäter. Erwähnenswert ist der

Band von Michael Gehler und René Ortner.8 In ihm wird nicht nur das jeweilige Attentat als

solches beschrieben, sondern auch dessen historische Rezeption.

Was die Anschläge auf Oskar Lafontaine und Wolfgang Schäuble betrifft, so werden sie

aufgrund ihrer ,,geringen" historischen Bedeutung kaum in der Literatur über Attentate

erwähnt. Daher bieten Biographien die beste Möglichkeit, an relevante Informationen zu

gelangen. Hierbei sind insbesondere die Biographien von Werner FILMER und Heribert

SCHWAN zu nennen.9 Sind sie vom Stil her ein wenig ,,romanhaft" und teilweise etwas

reißerisch geschrieben, enthalten diese Werke doch die umfangreichsten Informationen zu den

beiden Attentaten. Weiteres Material lässt sich in zeitgenössischen Zeitschriftenartikeln etwa

denen des SPIEGELS finden. Einen großen Fundus an Informationen bietet darüber hinaus

selbstverständlich das Internet.

4 Ein guter Überblick über die Literatur findet sich bei KELLERHOFF, Sven Felix: Attentäter ­ Mit einer Kugel

die Welt verändern. Köln 2003.

5 FORD, Franklin L.: Der politische Mord: von der Antike bis zur Gegenwart. Hamburg 1990.

6 LENTZ, Harris M.: Assassinations and Executions ­ An encyclopedia of political violence, 1865-1986. London

1988.

7 DEMANDT, Alexander: Das Attentat in der Geschichte. Köln 1996.

8 GEHLER, Michael; ORTNER, René: Von Sarajewo zum 11. September ­ Einzelattentate und Massenterrorismus.

Innsbruck 2007.

9 FILMER, Werner; SCHWAN, Heribert: Oskar Lafontaine. Düsseldorf 1990. auch: FILMER, Werner; SCHWAN,

Heribert: Wolfgang Schäuble ­ Politik als Lebensaufgabe. München 1992.

5


2 Attentat und Attentäter ­ Definition und Charakterisierung der

Begriffe

Entgegen der landläufigen Meinung hat der Begriff ,,Attentat" primär nichts mit dem

deutschen Wort ,,Tat" zu tun. Er ist seit dem 16. Jahrhundert im Deutschen bezeugt, sein

Ursprung liegt aber im Lateinischen. ,,Attentare" bedeutet auf Deutsch ,,versuchen". Unter

dem Einfluss des Französischen wandelte sich die Wortbedeutung in den Sinn ,,versuchtes

Verbrechen".10,11

Aus dem Arabischen stammt eine weitere Bezeichnung für ,,Attentäter" bzw. ,,Mörder" in der

englischen und französischen Sprache. Der Begriff ,,Assassin" leitet sich von dem Wort

hashshashin

, ,,Haschischfresser" ab ­ ursprünglich die Bezeichnung einer berüchtigten Sekte

schiitischer Moslems im 11. Jahrhundert. In ihr versammelten sich die Anhänger Hasan ibn

al-Sabahs, welche über mehrere Jahrhunderte hinweg große Macht im Nahen Osten erlangten,

indem sie heimtückische und brutale Anschläge auf die lokalen Herrscher verübten.

Kreuzfahrer nahmen das Wort und die Legende aus Syrien mit nach Europa, und schon bald

wurde die Bezeichnung für jemanden gebraucht, der einen unerwarteten, aber im Voraus

geplanten Anschlag verübt.12

Nach Alexander Demandt ist das ,,Attentat" der ,,von Einzelnen oder Verschwörergruppen

mit geringen Mitteln unternommene, durch Geheimhaltung, List und Überraschung

aussichtsreiche und dennoch unkalkulierbare Anschlag auf eine führende Persönlichkeit oder

eine Versammlung, auf ein repräsentatives Bauwerk oder Fahrzeug, meist mit

Tötungsabsicht, selten ohne Todesfolge. Das Motiv ist gewöhnlich im weitesten Sinne

politisch, bisweilen Ruhmsucht oder einfach Rache".13

Mit dieser Definition ist das Wesen des Attentats sehr gut auf den Punkt gebracht. Für eine

Klassifizierung des Attentats ist es angebracht, das Augenmerk auf die Täter, die Opfer und

die angestrebten Ziele zu richten.

Alexander Demandt beschreibt den idealtypischen Attentäter als jungen Mann, der eine

,,traurige Jugend hatte, dem im bürgerlichen Leben der Erfolg versagt blieb, im Beruf wie in

der Liebe, der als Einzelgänger und Eigenbrödler lebte, sich in eine Traumwelt

hineinphantasierte und nun Rache am Schicksal nehmen will."14

10 ORTNER, René: Attentate, Terror und Terrorismus. (wie Anm. 2). S. 21.

11 DEMANDT, Alexander: Das Attentat als Ereignis. In: DEMANDT, Alexander: Das Attentat in der Geschichte.

Köln 1996. S. 449.

12 LENTZ, Harris M.: Assassinations and Executions ­ An encyclopedia of political violence, 1865-1986. London

1988. S. 13. Vgl. MEYSELS, Lucian O.: Morde machen Geschichte ­ Politische Gewaltakte im 20. Jahrhundert.

Wien 1985. S. 7.

13 DEMANDT, Alexander: Das Attentat als Ereignis. (wie Anm. 4). S. 449.

14 Ebenda, S. 450.

6


Dabei ist eine allgemeingültige Darstellung schwierig. Es gibt sicher eine große Anzahl von

Personen, die sich dem von Demandt beschriebenen Profil zuordnen lassen, doch gibt es

,,den" typischen Attentäter schlicht nicht. Es existiert kein ,,Attentäter-Gen", welches

eindeutige Merkmale ausbildet und einen unbedingten Hang zur Gewalttätigkeit auslöst.

Beispielsweise hatten viele Mitglieder der Roten Armee Fraktion weder eine traurige Jugend

noch waren sie seltsame Eigenbrödler. Im Gegenteil, sie waren teilweise hoch intelligent und

kamen aus gutbürgerlichem Hause.

Einige Tendenzen lassen sich aber sehr wohl festmachen, so unter anderem die Tatsache, dass

sich unter den Attentätern der Weltgeschichte vorwiegend Männer finden lassen. Frauen wie

Charlotte Corday, die 1793 Jean-Paul Marat in seiner Badewanne erstach, sind die Ausnahme.

Des Weiteren sind Attentäter eher jung. In seinem Buch ,,Attentäter ­ Mit einer Kugel die

Welt verändern" schreibt Sven Felix Kellerhoff, dass nicht einmal ein Viertel der von ihm

recherchierten Attentäter älter als 35 Jahre war. Fast die Hälfte von ihnen konnte der

Altersgruppe der 17-25jährigen zugeordnet werden. Außerdem träfe es zu, dass die Mehrheit

der untersuchten Attentäter eine mangelnde Integration in ihrer persönlichen Umgebung

aufwies.15

Versuche, die Attentäter in spezifischen Kategorien zu ordnen, gab es bisher viele. Eine

Einteilung nach der verwendeten Tatwaffe, wie sie Hans Langemann in seinem Werk ,,Das

Attentat: Eine kriminalwissenschaftliche Studie zum politischen Kapitalverbrechen"

vorschlägt, scheint eher ungeeignet für eine vergleichende und systematische Untersuchung

zu sein.16 Auch die Unterscheidung in ,,Königsmorde", ,,nihilistische Morde" und ,,Morde in

der Parteipolitik" von Alphonse Nobel in seinem Buch ,,Mord in der Politik" sind eher

willkürlicher Natur.17 Eine gelungene Kategorisierung nimmt Kellerhoff vor. Er unterscheidet

sechs grundsätzliche Typen von Attentätern, basierend auf deren Motivation: Die ,,geistig

verwirrten Einzeltäter", welche losgelöst von der Realität und ohne direkte Verbindung zu

ihrem Opfer, meist getrieben von Wahnvorstellungen töten. Weiterhin die ,,idealistischen

Einzeltäter", welche rationale Gründe für ihre Tat haben, und sich in den Dienst einer höheren

Sache stellen. Darüber hinaus gibt es die ,,religiösen Eiferer". Diese Fanatiker gibt es in allen

Religionen. Sie töten aus Überzeugung in dem Glauben, von Gott beauftragt zu sein, meist in

der Hoffnung auf ein Weiterleben und eine Belohnung im Jenseits. Ein vierter Typ sind nach

Kellerhoff die ,,gedungenen Mörder", die ohne Beziehung zu ihrem Opfer lediglich für Geld

oder ähnliche materielle Vorteile töten. Die ,,Vollstrecker von Verschwörungen" werden als

15 KELLERHOFF, Sven Felix: Attentäter ­ Mit einer Kugel die Welt verändern. Köln 2003. S. 20.

16 Zitiert nach: KELLERHOFF, Sven Felix: Attentäter (wie Anm. 8). S. 24f.

17 Zitiert nach: Ebenda. S. 25.

7


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