Bernhard von Italien close Bitte warten


Details

Institution/Hochschule: Universität Paderborn
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2007
Seiten: 17
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 11  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 122 KB
Archivnummer: V113374
ISBN (E-Book): 978-3-640-14171-5
ISBN (Buch): 978-3-640-14176-0

Zusammenfassung / Abstract

Die folgende Hausarbeit behandelt das Thema „Bernhard von Italien – Opfer eines Generationenwechsels?“ Um diese Frage beantworten zu können, müssen zuerst die Fragen geklärt werden, wer Bernhard von Italien war, um welchen Generationenwechsels es sich handelte und welche Folgen daraus entstanden sind für Bernhard von Italien. Erst dann kann ich Bezug auf die Fragestellung der Hausarbeit nehmen, da es zum Teil daran liegt, dass Bernhard von Italien nicht oft in den Quellen und in der Literatur erwähnt wird. Ich möchte deshalb mit einer Kurzbiographie von Bernhard von Italien beginnen, um einen Überblick über die Person zu bekommen um die es sich in der Hausarbeit dreht. Anschließend werde ich auf Karl den Großen und seine Divisio regnorum von 806 übergehen. Dabei soll erläutert werden, wobei es sich bei der Divisio regnorum handelte und welche Vor – bzw. Nachteile für die Nachkommen Karls des Großen daraus entstanden sind. Des Weiteren soll der Generationenwechsel von Karl dem Großen auf Ludwig dem Frommen angesprochen werden. Unter der Herrschaft Ludwigs des Frommen wurden einige Veränderungen durchgeführt u.a. das Auswechseln von Personen am kaiserlichen Hof und die Beseitigung der Halbbrüder Drogo, Hugo und Theoderich. Auch diese Veränderungen werden in meiner Hausarbeit angesprochen. Die Ordinatio imperii von 817, die durch Ludwig dem Frommen erlassen wurde, soll erläutert werden. „Wobei handelt es sich?“, „Welche Folgen entstanden durch die Ordinatio imperii für Bernhard von Italien und was hat das mit der Unehelichkeit Bernhards zu tun?“, „Provozierte Ludwig der Fromme seinen Neffen Bernhard so, dass dieser einen Aufstand gegen seinen Onkel führen wollte?“ Diese Fragen sollen geklärt werden, so dass ich am Schluss die Fragestellung beantworten kann, ob Bernhard von Italien das Opfer eines Generationenwechsels wurde. Danach soll eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse erfolgen und ein Fazit, in dem ich aufführen möchte, in wie weit mir die Hausarbeit gefällt und welche Probleme bei der Bearbeitung entstanden sind.

Textauszug (computergeneriert)













Thema der Hausarbeit:



Bernhard von Italien ­ Opfer eines

Generationenwechsels?
























Inhaltverzeichnis

1 Einleitung 3

2 Kurzbiographie Bernhards von Italien 4

2.1 Karl der Große und seine Divisio regnorum von 806 4

2.2 Ludwig der Fromme und die Ordinatio imperii von 817 7

2.3 Aufstand von Bernhard von Italien 10

2.4 Bernhard von Italien ­ Opfer eines Generationenwechsels? 13

3 Schluss 14

4 Quellen ­ und Literaturverzeichnis 16






























2


1 Einleitung

Die folgende Hausarbeit behandelt das Thema ,,Bernhard von Italien ­ Opfer eines

Generationenwechsels?" Um diese Frage beantworten zu können, müssen zuerst die Fragen

geklärt werden, wer Bernhard von Italien war, um welchen Generationenwechsels es sich

handelte und welche Folgen daraus entstanden sind für Bernhard von Italien. Erst dann kann

ich Bezug auf die Fragestellung der Hausarbeit nehmen, da es zum Teil daran liegt, dass

Bernhard von Italien nicht oft in den Quellen und in der Literatur erwähnt wird.

Ich möchte deshalb mit einer Kurzbiographie von Bernhard von Italien beginnen, um einen

Überblick über die Person zu bekommen um die es sich in der Hausarbeit dreht. Anschließend

werde ich auf Karl den Großen und seine

Divisio regnorum

von 806 übergehen. Dabei soll

erläutert werden, wobei es sich bei der

Divisio regnorum

handelte und welche Vor ­ bzw.

Nachteile für die Nachkommen Karls des Großen daraus entstanden sind. Des Weiteren soll

der Generationenwechsel von Karl dem Großen auf Ludwig dem Frommen angesprochen

werden.

Unter der Herrschaft Ludwigs des Frommen wurden einige Veränderungen durchgeführt u.a.

das Auswechseln von Personen am kaiserlichen Hof und die Beseitigung der Halbbrüder

Drogo, Hugo und Theoderich. Auch diese Veränderungen werden in meiner Hausarbeit

angesprochen. Die

Ordinatio imperii

von 817, die durch Ludwig dem Frommen erlassen

wurde, soll erläutert werden. ,,Wobei handelt es sich?", ,,Welche Folgen entstanden durch die

Ordinatio imperii

für Bernhard von Italien und was hat das mit der Unehelichkeit Bernhards

zu tun?", ,,Provozierte Ludwig der Fromme seinen Neffen Bernhard so, dass dieser einen

Aufstand gegen seinen Onkel führen wollte?" Diese Fragen sollen geklärt werden, so dass ich

am Schluss die Fragestellung beantworten kann, ob Bernhard von Italien das Opfer eines

Generationenwechsels wurde.

Danach soll eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse erfolgen und ein Fazit, in dem

ich aufführen möchte, in wie weit mir die Hausarbeit gefällt und welche Probleme bei der

Bearbeitung entstanden sind.

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2 Kurzbiographie Bernhards von Italien

Bernhard von Italien wurde vermutlich 797 geboren und starb am 17. April 818.1 Er war der

einzige Sohn Pippins von Italien und entstand wahrscheinlich aus einer Friedelverbindung.

Erstmals 812 wurde er von Karl dem Großen, seinem Großvater, in die Reichsverwaltung

Italiens eingesetzt. Aus italienischen Privaturkunden geht hervor, dass Bernhard schon seit

Ende 812 als König bezeichnet wurde, der Titel

rex Langobardum

aber erst auf dem

Aachener Reichstag im September 813 offiziell an Bernhard vergeben wurde. Er trat dabei

aber nicht die Herrschaftsrechte in Bayern und Alemannien ein, die 806 seinem Vater Pippin

zugedacht waren. Als Karl der Große starb und sein Sohn Ludwig der Fromme die

Herrschaftsnachfolge antrat, erließ dieser 817 die sogenannte Ordinatio imperii, in der

festgesetzt wurde, dass nach dem Tod Ludwigs des Frommen das Königreich Italien

weiterhin abhängig sein sollte und zwar vom Sohn Ludwig des Frommen und zukünftigen

Kaisers Lothar I. Daraufhin, da Bernhard befürchtete sein Königreich zu verlieren, verschwor

er sich mit den Großen seines Reiches gegen Ludwig dem Frommen und seinen Söhnen um

sich so die Herrschaftsnachfolge zu sichern. Sein Aufstand scheiterte jedoch und er musste

sich 817 in Chalone ­ sur ­ Saone dem Kaiser Ludwig dem Frommen unterwerfen. Auf der

Reichsversammlung 818 wurde Bernhard zum Tode verurteilt. Sein Onkel und Kaiser Ludwig

der Fromme wandelte das Todesurteil in Blendung um. Bernhard starb dennoch drei Tage

später an seinen Verletzungen.

2.1 Karl der Große und seine Divisio regnorum von 806

Karl der Große regierte von 768 ­ 814.2 Er hatte vier Söhne namens Pippin der Bucklige, Karl

der Jüngere, Karlmann und Ludwig der Fromme, die alle für die nachfolgende Herrschaft in

Frage kamen. Karl der Große behielt die zwei ältesten Söhne, Pippin den Bucklige und Karl

den Jüngeren, zu Hause an seinem Hof um sie als Nachfolger in den fränkischen Kernländern

auszubilden. Die zwei jüngeren Söhne Karlmann und Ludwig der Fromme machte er zu

Königen von Italien und Aquitanien. Diese Entscheidung, dass Karlmann, König von Italien,

und Ludwig der Fromme, König von Aquitanien, sein sollten, wurde wahrscheinlich schon

780 beschlossen. Bei der Königssalbung ­ und Krönung 781 durch Papst Hadrian I. an

Karlmann und Ludwig, wurde dabei Karlmann in Pippin umgetauft. Durch diesen Schritt

wurde deutlich, dass Karl der Große versuchte seinen erstgeborenen Sohn Pippin von der

Herrschaftsnachfolge auszuschließen aufgrund einer Buckelbildung. Da dies kein Grund war

1 Hlawitschka, Eduard: Bernhard von Italien, in: LexMA I (1980), S. 1983

2 Kasten, Brigitte: ,,Königssöhne und Königsherrschaft", Untersuchungen zur Teilhabe am Reich in der

Merowinger ­ und Karolingerzeit, Hannover 1997, S.136

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