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Über Friedrich Schillers "Über die ästhetische Erziehung des Menschen" in einer Reihe von Briefen

Untertitel: Eine Zusammfassung und Einordnung der Briefe und eine kurze Darstellung des Lebens Schillers
Autor: Peter Liptau
Fach: Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

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Details

Institution/Hochschule: Universität Karlsruhe (TH)
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2007
Seiten: 31
Note: 2,5
Literaturverzeichnis: ~ 5  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 180 KB
Archivnummer: V113469
ISBN (E-Book): 978-3-640-13864-7
ISBN (Buch): 978-3-640-13879-1
Anmerkungen :
Analyse und Zusammenfassung jedes Einzelnen Briefes, Kurzbiographie, Deutung und Fazit, Quellenangaben.

Zusammenfassung / Abstract

Friedrich Schiller gehört zu den deutlich herausragenden Schriftstellern der deutschen Literaturgeschichte. Als Vertreter des deutschen Klassizismus kommt seinen zahlreichen Dramen und Prosatexten eine besondere Bedeutung zu, da er, im Vergleich zu Zeitgenossen wie etwa Johann Wolfgang von Goethe es tat, von einem vernunftorientierten Individuum in seinem Werk ausgeht. Geprägt durch die großen Denker seiner Zeit weist sein Schaffen eine starke philosophische Affinität auf, die er auch in eigenen analytischen Schriften konkretisiert und damit dem Leser einen Spiegel seiner Zeit bietet. Ausgehend von seinem Werk Über Anmut und Würde entwickelt er eine Philosophie die sich mit der Ästhetik und der Rezeption des Menschen befasst. In Briefen an seinen Gönner, den Prinzen zu Schleswig-Holstein-Augustenburg fasst er seine Erkenntnisse zusammen und veröffentlicht sie im Rahmen seiner philosophischen Zeitschrift, den Horen. Hier werden die gesamten Briefe unter dem Titel Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen einem breiten weltoffenen Publikum präsentiert. Diese Briefe sind Hauptaugenmerk und Themenstellung meiner Ausarbeitung, und ich werde die einzelnen Briefe näher erläutern und ihren Inhalt zusammenfassen. Doch zuvor betrachte ich es als immanent zum Verständnis dieser Texte einige Notizen zu Schillers Biografie zu machen.

Textauszug (computergeneriert)

Universität Karlsruhe (TH)

Institut für Kunstgeschichte

HS,ÄK, Ästhetik und Kunsttheorie, Von der Aufklärung bis zum Beginn der Moderne

Sommersemester 2007

Friedrich Schiller ­

Über die ästhetische Erziehung des Menschen,

in einer Reihe von Briefen

Peter Liptau

Kunstgeschichte/Baugeschichte

6. Fachsemester


Inhalt

1. Einleitung

4

2. Biographie Friedrich Schiller

5

3. Entstehungsgeschichte der Briefe

8

4. Überblick über die Briefe

13

Der 1. Brief 13

Der 2. Brief 13

Der 3. Brief 13

Der 4. Brief 14

Der 5. Brief 15

Der 6. Brief 15

Der 7. Brief 16

Der 8. Brief 16

Der 9. Brief 17

Der 10. Brief 17

Der 11. Brief 17

Der 12. Brief 18

Der 13. Brief 19

Der 14. Brief 20

Der 15. Brief 20

Der 16. Brief 21

Der 17. Brief 21

Der 18. Brief 22

Der 19. Brief 22

Der 20. Brief 23

Der 21. Brief 23

Der 22. Brief 24

Der 23. Brief 24

Der 24. Brief 25

Der 25. Brief 26

Der 26. Brief 26

2


Der 27. Brief 27

5. Schluss 29

6. Quellen 30

7. Abbildungen 30

3


1. Einleitung

Friedrich Schiller gehört zu den deutlich herausragenden Schriftstellern der

deutschen Literaturgeschichte. Als Vertreter des deutschen Klassizismus kommt

seinen zahlreichen Dramen und Prosatexten eine besondere Bedeutung zu, da

er, im Vergleich zu Zeitgenossen wie etwa Johann Wolfgang von Goethe es tat,

von einem vernunftorientierten Individuum in seinem Werk ausgeht. Geprägt

durch die großen Denker seiner Zeit weist sein Schaffen eine starke

philosophische Affinität auf, die er auch in eigenen analytischen Schriften

konkretisiert und damit dem Leser einen Spiegel seiner Zeit bietet. Ausgehend

von seinem Werk

Über Anmut und Würde

entwickelt er eine Philosophie die sich

mit der Ästhetik und der Rezeption des Menschen befasst. In Briefen an seinen

Gönner, den Prinzen zu Schleswig-Holstein-Augustenburg fasst er seine

Erkenntnisse zusammen und veröffentlicht sie im Rahmen seiner philosophischen

Zeitschrift, den

Horen.

Hier werden die gesamten Briefe unter dem Titel

Über die

ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen

einem breiten

weltoffenen Publikum präsentiert. Diese Briefe sind Hauptaugenmerk und

Themenstellung meiner Ausarbeitung, und ich werde die einzelnen Briefe näher

erläutern und ihren Inhalt zusammenfassen. Doch zuvor betrachte ich es als

immanent zum Verständnis dieser Texte einige Notizen zu Schillers Biografie zu

machen.

4


2. Biographie Friedrich Schiller

Als Sohn des Offiziers und Militärarzt Johann Caspar Schiller und Elisabeth

Dorothea Schiller, geborene Kodweiß, wird Johann Christoph Friedrich Schiller1

am 10. November 1759 in Marbach am Neckar geboren. Neben fünf Schwestern

ist er der einzige Sohn der Familie. Aus beruflichen Gründen seines Vaters ist die

Familien gezwungen einige Male umzuziehen. So zieht er mit seiner Familie

zunächst 1763 nach Lorch bei Schwäbisch Gmünd und drei Jahre später nach

Ludwigsburg. Hier besucht er die Lateinschule und verfasst im Alter von nur 13

Jahren bereits seine ersten Theaterstücke

Die Christen

und

Absalon

.

1773 tritt er auf herzoglichen Befehl und gegen den Willen seiner Eltern in die

Hohe Karlsschule, eine Militärakademie, ein. Hier beginnt er zunächst ein

Rechtsstudium. Ab 1775 studiert er Medizin, da er im Zuge des Umzuges der

Akademie in die Innenstadt sein Studienfach wechselte. In dieser Zeit schreibt er

einige Stücke wie

Der Student von Nassau

, ein Drama, das leider nicht überliefert

ist. Noch vor seiner Entlassung aus der Akademie 1779 stellt er sein erstes

großes Theaterstück,

Die Räuber

, fertig. Seine Entlassung wird ihm nur gewährt,

als er seine medizinische Dissertation als Militärarzt abschließt.

Im September 1781 flieht Schiller zusammen mit seinem Freund Andreas

Streicher2 aus Stuttgart und reist über Bretten nach Mannheim, wo er sein neues

Drama

Die Verschwörung des FIesco zu Genua

vorstellt. Nachdem er einige

Reisen unternahm, unter anderem nach Frankfurt am Main, Bauerbach und

Oggersheim, erschien die

Anthologie auf das Jahr 1782

mit einigen von ihm

verfassten Gedichten. Während seines Aufenthaltes in Bauerbach schloss er sein

Werk

Kabale und Liebe

ab. Ebenso begann er mit dem Schreiben an

Don Karlos

,

wie es im Originalen heißen sollte.

Er erkrankt, zurück in Mannheim, schwer. Er leidet unter Nervenfieber, einer

Form der Malaria, die damals in der Rheinebene noch vorkam, da die damals

noch bestehenden Rheinauen, vor der Rheinbegradigung, noch ideale

Bedingungen für die übertragenden Insekten bot.

1 s. Abb.1

2 Johann Andreas Streicher, 13. 12. 1761 - 25. 5. 1833, deutscher Pianist, Komponist und

Klavierbauer.

5


Für den Theaterintendanten Dalberg arbeitete Schiller als Theaterdichter, bis

dieser seinen Vertrag nicht mehr verlängerte. Durch die Arbeitslosigkeit und seine

vorhergehende Krankheit war Schiller nun hoch verschuldet. Er erhielt den Titel

eines

Weimarischen Rates

für sein Werk

Don Karlos

von Herzog Carl August.

Im Sommer des Jahres 1785 entsteht die

Ode an die Freude

.

1787 reist Schiller nach Weimar, wo er die Bekanntschaft von Johann Gottfried

Herder3 macht. In Rudolstadt trifft er nun auch zum ersten Male auf Goethe,

allerdings entwickeln beide bei dieser ersten Begegnung kein besonders großes

Interesse für einander.

1789 nimmt Schiller in Jena eine Professur an, allerdings unentgeltlich. Er lehrt

hier nun als Geschichtsprofessor, obwohl er offiziell nur Professor der Philosophie

ist.

1790 heiratet Schiller Charlotte von Lengefeld, doch bereits ein Jahr später

erkrankt er ernsthaft. Er leidet an Hustenkrämpfen, Ohnmachten und

Zusammenbrüchen, diese Symptome deuten auf Tuberkulose.

Da es ihm wegen seiner Erkrankung nun kaum noch möglich ist, zu arbeiten oder

auch das nötige Geld für seine Familie aufzutun, finden sich zwei Gönner. Ernst

Heinrich Graf von Schimmelmann4 und Christian von Augustenburg5 stellen ihm

die Summe von 1000 Talern pro Jahr zur Verfügung, die sie ihm fünf Jahre lang

zahlen.

Sein Ruf als Rebell und sein Werk

Die Räuber

verschaffen ihm im Jahre 1792 die

Ehre, Ehrenbürger der französischen Republik zu werden.

1793 erscheint sein Werk

Über Anmut und Würde

und sein erster Sohn, Karl

Friedrich Ludwig wird geboren. Außerdem lernt er den Verleger Cotta kennen, der

später seine Zeitschrift

Die Horen

und seinen

Musenalmanach

herausgeben wird.

Goethe sagt seine Mitarbeit an den

Horen

zu, wodurch es des Weiteren zu einem

freundschaftlichen Briefwechsel kommt. 1794 verbringt Schiller sogar zwei

Wochen in Goethes Haus. Im Jahre 1795 erscheint auch die Zeitschrift

Die Horen

zum ersten Mal. Hierzu später.

3 Johann Gottfried von Herder (erst ab 1802 geadelt)25.8.1744- 18.12.1803, deutscher Dichter,

Übersetzer, Theologe und Geschichts- und Kultur-Philosoph der so genannten Weimarer Klassik.

Gemeinsam mit Schillder, Wieland und Goethe ist er einer der vier bedeutenden Weimarer

Schriftsteller seiner Zeit.

4 Heinrich Karl von Schimmelmann, 13.7.1724- 16.2.1782, Durch Skalvenhandel geadelter Kaufmann.

5 Christian August Prinz von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg, 9.7.1768 - 28.5.1810.

6


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