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Termpaper, 1996, 23 Pages
Author: Christine Hölzmann
Subject: Social Pedagogy / Social Work
Details
Institution/College: Cologne University of Applied Sciences (Psychologie)
Tags: Aggression, Konflikte, Psychologie, Gruppe
Year: 1996
Pages: 23
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 7 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-14210-1
ISBN (Book): 978-3-640-14218-7
File size: 183 KB
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Abstract
Ich habe versucht in meiner Hausarbeit einige Grundbegriffe über Aggression, Frustration und interindividuelle Konflikte zusammenzutragen. Zu Beginn bin ich auf die Gefühlstheorie von SCHACHTER eingegangen, weil ich glaube, daß diese Theorie unverzichtbar für das Verstehen von aggressivem Verhalten ist. Schließlich zählen Frustration und Reaktanz auch zu den Gefühlen und sie können zu Aggressionen führen. Die Informationen zu der Gefühlstheorie sind zum größten Teil von HERKNER, W.: „Sozialpsychologie“. Mit den allgemeinen Lerntheorien aus biologischer Sicht habe ich mich beschäftigt, um die Prinzipien für das Erlernen von Aggression zu erklären. Die Quelle für den biologischen Teil ist: Linder: „Biologie“ und der Abschnitt über das Lernen von aggressivem Verhalten bezieht sich auf Herkner, W.: „Sozialpsychologie“. Die Frustrations-Aggressions-Hypothese habe ich in meinen Text mit aufgenommen, weil sie zu den ersten und strittigsten Ansätzen der Aggressionsforschung gehört. Auch wenn diese Hypothese schon längst widerlegt ist, so hat sie doch zu vielen neuen Experimenten und Ergebnissen geführt. Die Literatur hierzu sind: HERKNER, W.: „Sozialpsychologie“/ DOLLARD, DOOB, MILLER, MOWRER, SEARS: „Frustration und Aggression“/ DENKER, R.: „Aufklärung über Aggression“. Anschließend bin ich auf die Reaktanztheorie eingegangen. Sie ist der Frustration recht ähnlich und kann ebenfalls zur Aggression führen. Auch hier habe ich die Informationen aus HERKNER, W.: „Sozialpsychologie“. Im zweiten Teil meiner Arbeit habe ich über interindividuelle Konflikte geschrieben. Problematisch war hier, daß kaum empirische Untersuchungen zu diesem Thema zu finden waren. Es handelt sich bei dieser Darstellung zum größten Teil um Vermutungen und Annahmen. Die Quelle zu diesem Thema war insbesondere: DELHEES, K.H.: „Soziale Kommunikation“. Die Ausführungen über zwischenmenschliche Konflikte sind recht allgemein gehalten und beziehen sich nicht direkt auf aggressives Verhalten. Es gibt kaum Konflikte, die zwangsweise zu Aggressionen führen, sondern das Verhalten hängt auch von den beteiligten Personen ab. Aus diesem Grund habe ich die beiden Themen recht klar voneinander abgegrenzt. Die Textabschnitte, in denen ich meine persönliche Meinung formuliert habe sind durch eine andere Schrift gekennzeichnet.
Excerpt (computer-generated)
Fachochschule Köln
Fachrichtung: Sozialwesen
Studiengang: Sozialpädagogik
Hausarbeit (PVL) zur Vorlesung
"Die Psychologie der Gruppe"
Thema:
Aggression und interindividuelle Konflikte
vorgelegt von:
Christine Hölzmann
2.Fachsemester Sozialpädagogik
Köln, den 14.06.1996
Inhalt
INHALT ___ 2
1. EINLEITUNG ___ 4
2. GEFÜHLSTHEORIEN ___ 5
3.1. DEFINITION VON AGGRESSION ___ 6
3.2. DEFINITION VON FRUSTRATION 6
3.3.1. ERLERNTES VERHALTEN ALLGEMEIN (AUS BIOLOGISCHER SICHT) ___ 6
3.3.2. LERNEN VON AGGRESSIVEM VERHALTEN ___ 7
3.3.3. EXTINKTION ___ 8
3.4. FRUSTRATION UND AGGRESSION ___ 8
3.5. REAKTANZTHEORIE ___ 9
4. ZWISCHENMENSCHLICHE KONFLIKTE ___ 11
4.1. KLÄRUNG DES KONFLIKTBEGRIFFS ___ 11
4.2. FUNKTION UND BEWERTUNG VON KONFLIKTEN ___ 12
4.3. KONFLIKTABLAUF ___ 13
4.4. KONFLIKTURSACHEN ___ 13
4.5. KONFLIKTENTSTEHUNG ___ 14
4.6. VERZERRUNG VON KONFLIKTEN ___ 15
4.7.1. KONFLIKTAUSTRAGUNG ___ 15
4.7.2. SACHLICH <=> GEFÜHLSMÄßIG ___ 16
4.7.3. EINGEGRENZT <=> AUSGEWEITET ___ 16
4.7.4. DIREKT <=> VERSCHOBEN ___ 16
4.7.5. PERSONENNEUTRAL <=> PERSÖNLICH ___ 16
4.7.6. BEWUßTE AUSTRAGUNG <=> SCHWELEN LASSEN ___ 17
4.7.7. OFFEN <=> VERDECKT ___ 17
4.8.1. KONFLIKTBEWÄLTIGUNG ___ 17
Seite 2
4.8.2. GEWINN-VERLUST-STRATEGIE ___ 17
4.8.3. VERLUST-VERLUST-STRATEGIE ___ 18
4.8.4. GEWINN-GEWINN-STRATEGIE ___ 18
4.9.1. ABWEHRVERHALTEN ___ 19
4.9.2. VERSCHIEBUNG ___ 19
4.9.3. RATIONALISIERUNG ___ 20
4.9.4. KOMPENSATION ___ 20
4.9.5. IDENTIFIKATION ___ 20
4.9.6. PROJEKTION ___ 20
4.9.7. SICHZURÜCKZIEHEN ___ 20
4.9.8. REGRESSIVES VERHALTEN ___ 21
LITERATUR ___ 22
Seite 3
1. Einleitung
Ich habe versucht in meiner Hausarbeit einige Grundbegriffe über Aggression, Frustration und interindividuelle Konflikte zusammenzutragen. Zu Beginn bin ich auf die Gefühlstheorie von SCHACHTER eingegangen, weil ich glaube, daß diese Theorie unverzichtbar für das Verstehen von aggressivem Verhalten ist. Schließlich zählen Frustration und Reaktanz auch zu den Gefühlen und sie können zu Aggressionen führen. Die Informationen zu der Gefühlstheorie sind zum größten Teil von HERKNER, W.: "Sozialpsychologie". Mit den allgemeinen Lerntheorien aus biologischer Sicht habe ich mich beschäftigt, um die Prinzipien für das Erlernen von Aggression zu erklären. Die Quelle für den biologischen Teil ist: Linder: "Biologie" und der Abschnitt über das Lernen von aggressivem Verhalten bezieht sich auf Herkner, W.: "Sozialpsychologie". Die Frustrations-Aggressions-Hypothese habe ich in meinen Text mit aufgenommen, weil sie zu den ersten und strittigsten Ansätzen der Aggressionsforschung gehört. Auch wenn diese Hypothese schon längst widerlegt ist, so hat sie doch zu vielen neuen Experimenten und Ergebnissen geführt. Die Literatur hierzu sind: HERKNER, W.: "Sozialpsychologie"/ DOLLARD, DOOB, MILLER, MOWRER, SEARS: "Frustration und Aggression"/ DENKER, R.: "Aufklärung über Aggression". Anschließend bin ich auf die Reaktanztheorie eingegangen. Sie ist der Frustration recht ähnlich und kann ebenfalls zur Aggression führen. Auch hier habe ich die Informationen aus HERKNER, W.: "Sozialpsychologie". Im zweiten Teil meiner Arbeit habe ich über interindividuelle Konflikte geschrieben. Problematisch war hier, daß kaum empirische Untersuchungen zu diesem Thema zu finden waren. Es handelt sich bei dieser Darstellung zum größten Teil um Vermutungen und Annahmen. Die Quelle zu diesem Thema war insbesondere: DELHEES, K.H.: "Soziale Kommunikation". Die Ausführungen über zwischenmenschliche Konflikte sind recht allgemein gehalten und beziehen sich nicht direkt auf aggressives Verhalten. Es gibt kaum Konflikte, die zwangsweise zu Aggressionen führen, sondern das Verhalten hängt auch von den beteiligten Personen ab. Aus diesem Grund habe ich die beiden Themen recht klar voneinander abgegrenzt. Die Textabschnitte, in denen ich meine persönliche Meinung formuliert habe sind durch eine andere Schrift gekennzeichnet.
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2. Gefühlstheorien
Gefühle werden von körperlichen Reaktionen begleitet, wie z.B. Herzklopfen, erhöhter Blutdruck, Zunahme der Atemfrequenz, Erröten, Schweißausbrüche usw. Diese Prozesse werden vom vegetativen Nervensystem gesteuert, sie laufen also unwillkürlich ab und können kaum bewußt beeinflußt werden. In den ersten Gefühlstheorien (JAMES, 1884; LANGE, 1885) wurde in diesen Körperreaktionen die eigentliche Ursache für das Erleben von Gefühlen gesehen. Diese Theorie warf aber einige Fragen auf. Die somatischen Prozesse laufen bei den verschiedensten Emotionen fast identisch ab, d.h. der Körper zeigt die gleichen Erregungsmerkmale beispielsweise bei Angst oder bei Freude. Lediglich die Intensität des Gefühls wird vom Organismus differenziert. Woher sollten Menschen dann also wissen, ob sie gerade wütend oder glücklich sind? SCHACHTER fand 1964 eine Erklärung für dieses Problem. Seiner Meinung nach lernen Menschen, wie Erregungszustände interpretiert werden. Man lernt also, daß man in einer bestimmten Situation traurig, glücklich oder ängstlich ist. Allerdings muß eine erhöhte Aktivierung des Organismus nicht unbedingt als Gefühl ausgelegt werden. Wenn z.B. ein unangenehmer Zustand auch durch andere physiologische Faktoren, wie Medikamente oder Krankheit ausgelöst worden sein kann, werden diese als Ursachen dafür angesehen, und die eigentliche auslösende Situation wird nicht mehr negativ empfunden. Dieser Punkt wurde in vielen Experimenten nachgewiesen.
NISBETT und SCHACHTER (1966) gaben ihren VersuchsprobandInnen, die elektrische Schläge bekommen sollten, Placebopillen. In der ersten Versuchsbedingung wurde den ProbandInnen mitgeteilt, daß das Medikament Nebenwirkungen wie Zittern und Herzklopfen (also Angstanzeichen) hervorrufen kann. Die Vpn attribuierten ihre Körperreaktionen auf das Medikament, und nicht auf die Angst vor den Elektroschlägen. Es kam also zu einer Fehlattribution. In der zweiten Versuchsbedingung wurde den TeilnehmerInnen gesagt, das Medikament führe zu Juckreiz und Kopfschmerzen. Diese zweite Gruppe mußte ihre Erregung also als Angst interpretieren. Die ProbandInnen erhielten dann die erwarteten elektrischen Schläge, welche erst relativ schwach waren und dann immer stärker wurden. Sie sollten angeben, wann die Schläge so schmerzhaft wurden, daß sie den Versuch abbrechen wollten. Die Schmerzgrenze war bei den Vpn mit der Fehlattribution weitaus höher als bei den anderen. 1966 konnte VALINS sogar in einem Versuch nachweisen, daß die Intensität eines Gefühls nicht durch den Aktivierungsgrad des Organismus bestimmt wird, sondern durch die Interpretation, bzw. die Wahrnehmung der körperlichen Erregung. In dem Experiment wurden männlichen Vpn Aktfotos von Frauen gezeigt. Über einen Kopfhörer [...]
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