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Subtitle: Bedingungen der Preisbildung, Spitzenlastproblematik und Netzproblematik
Scholary Paper (Seminar), 2008, 38 Pages
Authors: Michael Hengesbach, Andreas Hassa
Subject: Economics / Business: Political Economics
Details
Institution/College: Otto-von-Guericke-University Magdeburg (Wirtschaftspolitik)
Tags: Strommarkt, Besonderheiten, Nachfrage, Angebots, Strom, Seminararbeit
Year: 2008
Pages: 38
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 18 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-14683-3
ISBN (Book): 978-3-640-18294-7
File size: 316 KB
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Abstract
Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit den Besonderheiten, die für ein grundlegendes Verständnis des deutschen Strommarkts von entscheidender Bedeutung sind. Dazu gehören zum einen die Besonderheiten des Angebots und der Nachfrage von elektrischem Strom (Kapitel 1), die Zusammenhänge bei der Bildung des Strompreises (Kapitel 2) sowie zum anderen die Behandlung von speziellen Herausforderungen für EVU wie die Bewältigung der Netzproblematik (Kapitel 3) und der Spitzenlastproblematik (Kapitel 4). Die Seminararbeit erscheint in wirtschaftlich durchaus turbulenten Zeiten für EVU. Jeden Tag können der Tagespresse Stimmen entnommen werden, die die „missbräuchlichen Preiserhöhungen stoppen wollen“. Die Forderungen reichen von einer höheren Transparenz und Überwachung des Marktgeschehens bis hin zur Zerschlagung von Unternehmen. Die Diskussionen werden getrieben durch eine insgesamt zu beobachtende steigende Tendenz der Marktpreise für Strom. Da dies auf den ersten Blick einer Deregulierung des Strommarkts – und damit sinkender Strompreise – widerspricht, mehren sich die Stimmen, die die marktbeherrschende Stellung der EVU dafür verantwortlich machen. Oftmals leiden diese Interpretationen und Schlussfolgerungen an einer mangelnden ökonomischen Fundierung sowie an einer unzureichenden Berücksichtigung der Dynamik des Strommarkts. Teilweise erwecken sie zudem den Eindruck, von Vorurteilen und schlichtem Unverständnis des Strommarkts geprägt zu sein. Wir haben uns vor diesem Hintergrund dazu entschlossen, dem Thema Preisbildung (Kapitel 2) besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
Excerpt (computer-generated)
Business School Magdeburg GmbH
Berufsbegleitender Studiengang zum Master of Business Administration
Seminararbeit
Strommarkt
Seminar: Wirtschaftspolitik
Michael Hengesbach
Andreas Hassa
Strommarkt
Besonderheiten der Nachfrage und des Angebots von elektrischem Strom.
Bedingungen der Preisbildung, Spitzenlastproblematik und Netzproblematik.
Seite II
Vorwort der Autoren
Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit den Besonderheiten, die für ein grundlegendes Verständnis des deutschen Strommarkts von entscheidender Bedeutung sind. Dazu gehören zum einen die Besonderheiten des Angebots und der Nachfrage von elektrischem Strom (Kapitel 1), die Zusammenhänge bei der Bildung des Strompreises (Kapitel 2) sowie zum anderen die Behandlung von speziellen Herausforderungen für EVU wie die Bewältigung der Netzproblematik (Kapitel 3) und der Spitzenlastproblematik (Kapitel 4).
Die Seminararbeit erscheint in wirtschaftlich durchaus turbulenten Zeiten für EVU. Jeden Tag können der Tagespresse Stimmen entnommen werden, die die "missbräuchlichen Preiserhöhungen stoppen wollen"1. Die Forderungen reichen von einer höheren Transparenz und Überwachung des Marktgeschehens bis hin zur Zerschlagung von Unternehmen. Die Diskussionen werden getrieben durch eine insgesamt zu beobachtende steigende Tendenz der Marktpreise für Strom. Da dies auf den ersten Blick einer Deregulierung des Strommarkts und damit sinkender Strompreise widerspricht, mehren sich die Stimmen, die die marktbeherrschende Stellung der EVU dafür verantwortlich machen.
Oftmals leiden diese Interpretationen und Schlussfolgerungen an einer mangelnden ökonomischen Fundierung sowie an einer unzureichenden Berücksichtigung der Dynamik des Strommarkts. Teilweise erwecken sie zudem den Eindruck, von Vorurteilen und schlichtem Unverständnis des Strommarkts geprägt zu sein.
Wir haben uns vor diesem Hintergrund dazu entschlossen, dem Thema Preisbildung (Kapitel 2) besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
Die Kapitel 1 und 3 wurden von Andreas Hassa, das Kapitel 2 von Michael Hengesbach bearbeitet. Kapitel 4 sowie der Punkt 2.4.3 wurden gemeinsam bearbeitet.
Seite III
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
VI
Abkürzungsverzeichnis
VII
1 Angebot und Nachfrage von Strom 8
1.1 Entwicklung auf dem weltweiten Strommarkt 8
1.2 Stromangebot und Stromerzeugungsstruktur 9
1.3 Stromerzeugung in Deutschland für das Jahr 2006 10
1.4 Stromnachfrage 10
1.5 Stromverbrauch in Deutschland 12
1.6 Speicherung von Elektrizität 13
1.7 Konsumentenrente auf dem Elektrizitätsmarkt 13
1.8 Stromhandel 14
2 Bildung der Strompreise 15
2.1 Bildung des Großhandelspreises an der EEX 15
2.1.1 Die Produkte der EEX: Spotkontrakte auf Strom 16
2.1.2 Preisermittlung für Stunden- und Blockgebote 17
2.1.3 Preisermittlung bei Auktionen für limitierte und unlimitierte Aufträge 18
2.2 Bildung des Strompreises für Haushaltskunden 19
2.2.1 Großhandelspreise 20
2.2.2 Netzentgelte 20
2.2.3 Steuern 21
2.2.4 Gesamtstrompreis für Haushaltskunden 21
2.3 Ist der Großhandelspreis ein Wettbewerbspreis? 22
2.3.1 Modell des vollkommenen Wettbewerbmarkts 22
2.3.1.1 Preisnehmerverhalten 22
2.3.1.2 Freier Marktein- und austritt 23
Seite IV
2.3.2 Spieltheoretischer Ansatz 23
2.4 Ausübung von Marktmacht? 24
2.4.1 Berechnung der Marktpreis-Grenzkosten-Differenz 25
2.4.2 Exakte Bestimmung der (kurzfristigen) Grenzkosten 26
2.4.3 Sonderproblem der Spitzenlast 26
2.5 Ergebnisse des Kapitels 27
3 Netzproblematik 28
3.1 Das Übertragungsnetz in Deutschland 28
3.2 Monopolstellung und optimale Netznutzungsentgelte 29
3.3 Anreizregulierung 30
3.4 Unbundling 30
4 Spitzenlastproblematik 31
4.1 Spitzenlastausgleich im Stromverbund 31
4.2 Überangebot durch EEG 33
Literaturverzeichnis 35
Seite V
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Erwarteter Zuwachs der Stromerzeugung 9
Abbildung 2: Nachfrageschwankungen an typischen Wochentagen 11
Abbildung 3: Saisonale Nachfrageschwankungen der Stromnachfrage 12
Abbildung 4: Preise und Handelsvolumen 14
Abbildung 5: Preisbildung am EEX Spotmarkt 17
Abbildung 6: Zusammensetzung des Strompreises für Haushaltskunden 21
Seite VI
Abkürzungsverzeichnis
BMU - Bundesministerium für Umwelt,Naturschutz und Reaktorsicherheit
BNetzA - Bundesnetzagentur
CO2 - Kohlenstoffdioxid
EEG - Erneuerbare Energien Gesetz
EEX - European Energy Exchange
ENBW - Energie Baden-Württemberg AG
EVU - Energieversorgungsunternehmen
GWh - Gigawattstunde(n)
kWh - Kilowattstunde(n)
KV - Kilovolt
MCP - Market Clearing Price
MW - Megawatt
MWh - Megawattstunde(n)
OTC - Over the counter
o. V. - ohne Verfasser
RWE - Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerke AG
TWh - Terrawattstunde(n)
ÜNB - Übertragungsnetzbetreiber
zit. - Zitiert
zzgl. - zuzüglich
Seite VII
1 Angebot und Nachfrage von Strom
Dieser Teil der Arbeit befasst sich mit den Besonderheiten des Stromangebots und
der Stromnachfrage. Aufgrund der Tatsache, dass Strom nicht unmittelbar
gespeichert werden kann und trotzdem eine Versorgungssicherheit gewährleistet
werden muss bestehen seitens des Stromangebots zu bewerkstelligende Probleme,
wie es sie in anderen Wirtschaftssektoren nicht gibt. Zunächst folgt eine
Einschätzung der Entwicklung auf dem weltweiten Stromerzeugungsmarkt, bevor im
zweiten Schritt die Seite des Stromangebots näher betrachtet wird. Der
Schwerpunkt hierbei liegt auf der Stromerzeugungsstruktur. Im Anschluss werden
die Besonderheiten der Stromnachfrage, speziell tages-zeitliche und saisonale
Schwankungen, untersucht. Abgerundet wird dieses Themengebiet mit einer
Darstellung, welche die teilweise sehr hohen Konsumentenrenten am Strommarkt
erklärt, bevor letztendlich der Stromhandel an der Strombörse EEX in Leipzig
vorgestellt wird.
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