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Die Adlerberg-Kultur

Titel: Die Adlerberg-Kultur

Exzerpt , 1996 , 24 Seiten

Autor:in: Ernst Probst (Autor:in)

Archäologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Bronzezeit vor mehr als 2000 bis 800 v. Chr. gilt als die erste und
längere der Metallzeiten in Europa. In dieser Zeit wurden Werkzeuge,
Waffen und Schmuck aus Bronze hergestellt. In einigen Gebieten hatte
die Bronzezeit eine andere Zeitdauer. So begann sie in Süddeutschland
schon vor etwa 2300 v. Chr. und endete um 800 v. Chr. In Norddeutschland
dagegen währte sie von etwa 1600 bis 500 v. Chr.
Zu den in Deutschland verbreiteten Kulturen der Bronzezeit gehört die
Adlerberg-Kultur. Sie war von etwa 2100 bis 1800 v. Chr. am nördlichen
Oberrhein in Rheinland-Pfalz (Rheinhessen, Pfalz), Hessen und in Teilen
von Baden-Württemberg (Nordbaden) verbreitet. Sie ist sicherlich aus
der jungsteinzeitlichen Glockenbecher-Kultur hervorgegangen. Überspitzt
formuliert handelt es sich um eine »Glockenbecher-Kultur ohne
Glockenbecher«. Denn diese beiden kulturellen Erscheinungen standen
sich in Hinsicht auf die Bestattungssitten, Pfeil und Bogen sowie ihr
identisches Siedlungsgebiet sehr nahe. Der Text über die Adlerberg-Kultur stammt aus dem vergriffenen Buch »Deutschland in der Bronzezeit« (1996) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst in alter deutscher Rechtschreibung und entspricht dem damaligen Wissensstand. Weitere Kulturen der Bronzezeit aus
Deutschland werden ebenfalls in Einzelpublikationen vorgestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Die Gräber vom Adlerberg

Ereignisse zur Zeit der Adlerberg-Kultur

Der Autor

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit bietet eine fundierte wissenschaftliche Aufarbeitung der Adlerberg-Kultur, einer frühbronzezeitlichen Erscheinung am nördlichen Oberrhein, und analysiert deren kulturelle Einordnung, Bestattungssitten sowie materielle Hinterlassenschaften auf Basis archäologischer Funde.

  • Historische Einordnung und Herkunft der Adlerberg-Kultur aus der Glockenbecher-Kultur
  • Analyse der Bestattungsformen und anthropologische Auswertung der Skelettfunde
  • Untersuchung der materiellen Kultur, insbesondere Keramik, Waffen und Schmuckgegenstände
  • Rekonstruktion der Lebensumwelt durch Pollenanalysen und Siedlungsspuren

Auszug aus dem Buch

Die Gräber vom Adlerberg

Die Bezeichnung »Adlerberg-Kultur« weckt bei vielen Leuten falsche Vorstellungen. Denn die Fundstelle im Süden von Worms, nach der diese Kultur bezeichnet wurde, ist kein hoher Berg – und Adler haben dort auch nicht genistet. Statt dessen handelt es sich um eine unscheinbare Anhöhe von ursprünglich etwa 300 Meter Länge und 150 Meter Breite, die auf der dem Rhein zugewandten Seite die Umgebung um maximal drei Meter überragte. Noch bis ins 17. Jahrhundert wurde jener Hügel vermutlich nach einem Personennamen als Adil- oder Adelberg bezeichnet, später hat man ihn Adlerberg genannt.

Auf dem Adlerberg sind von 1896 bis 1951 insgesamt 25 Gräber aus verschiedenen Zeiten entdeckt worden. Davon stammen nach heutiger Kenntnis acht Gräber von der Adlerberg-Kultur. Bei den Ausgrabungen und der Erforschung dieser und weiterer Funde in Rheinhessen hat sich der Wormser Arzt Karl Koehl (1847–1929) verdient gemacht. Auf jenen Pionier der Archäologie geht auch der Begriff »Adlerberg-Kultur« zurück.

Die Adlerberg-Kultur war von etwa 2100 bis 1800 v. Chr. am nördlichen Oberrhein in Rheinland-Pfalz (Rheinhessen, Pfalz), Hessen und in Teilen von Baden-Württemberg (Nordbaden) verbreitet. Sie ist sicherlich aus der jungsteinzeitlichen Glockenbecher-Kultur hervorgegangen. Überspitzt formuliert handelt es sich um eine »Glockenbecher-Kultur ohne Glockenbecher«. Denn diese beiden kulturellen Erscheinungen standen sich in Hinsicht auf die Bestattungssitten, Pfeil und Bogen sowie ihr identisches Siedlungsgebiet sehr nahe.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einleitende Bestimmung der Bronzezeit und spezifische Verortung der Adlerberg-Kultur im regionalen und zeitlichen Kontext.

Die Gräber vom Adlerberg: Detaillierte Darstellung der archäologischen Fundstelle, der Bestattungssitten, der physischen Anthropologie der Menschen sowie der materiellen Kultur wie Keramik und Waffen.

Ereignisse zur Zeit der Adlerberg-Kultur: Chronologische Übersicht zeitgleicher historischer Geschehnisse in anderen Regionen, wie dem Alten Orient und Ägypten, zur Einordnung in den globalen Kontext.

Der Autor: Kurzbiografie des Verfassers Ernst Probst und Überblick über sein publizistisches Schaffen.

Schlüsselwörter

Adlerberg-Kultur, Bronzezeit, Glockenbecher-Kultur, Rheinhessen, Archäologie, Bestattungssitten, Kupfer, Siedlungsgeschichte, Worms, Frühbronzezeit, Anthropologie, Keramik, Menhire, Gräberfeld, Karl Koehl

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Dokumentation der Adlerberg-Kultur, einer frühbronzezeitlichen Bevölkerungsgruppe am nördlichen Oberrhein.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Zentrum stehen die archäologischen Ausgrabungen, die Bestattungsbräuche, die materielle Ausstattung der Verstorbenen und die Rekonstruktion der Lebensweise.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine fundierte Zusammenfassung des Wissensstands über die Adlerberg-Kultur, insbesondere basierend auf den Funden vom Adlerberg bei Worms.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf archäologische Befunde, anthropologische Analysen von Skelettresten sowie vergleichende kulturgeschichtliche Studien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert Grabbefunde, Kleidung, Schmuck, Siedlungsspuren, klimatische Bedingungen und die chronologische Einordnung in die Frühbronzezeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Adlerberg-Kultur, Bronzezeit, Rheinhessen, Archäologie und Glockenbecher-Kultur.

Was bedeutet die Bezeichnung "Glockenbecher-Kultur ohne Glockenbecher"?

Dies beschreibt die enge kulturelle Verwandtschaft zwischen der Adlerberg-Kultur und der Glockenbecher-Kultur, obwohl typische Glockenbecher in den Fundkomplexen der Adlerberg-Kultur fehlen.

Welche Rolle spielte der Arzt Karl Koehl für die Erforschung der Kultur?

Karl Koehl gilt als Pionier, der durch seine archäologische Arbeit und Ausgrabungen auf dem Adlerberg maßgeblich zur Entdeckung und Benennung der Kultur beitrug.

Welche Aussagen lassen sich über das Aussehen und die Gesundheit der Menschen treffen?

Anthropologische Untersuchungen an Skeletten ergaben Erkenntnisse zu Körpergröße, Zähnen, Krankheitsspuren wie Entzündungen und sogar Hinweisen auf Verletzungen durch Pfeilschüsse.

Wozu dienten die im Text erwähnten Menhire?

Die als "Hinkelsteine" bekannten Menhire werden von der Forschung meist als Grabmonumente oder Kult- und Opfersteine interpretiert.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Adlerberg-Kultur
Autor
Ernst Probst (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1996
Seiten
24
Katalognummer
V114062
ISBN (eBook)
9783640148776
ISBN (Buch)
9783640149049
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Adlerberg-Kultur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ernst Probst (Autor:in), 1996, Die Adlerberg-Kultur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114062
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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