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Entwicklung einer Methode zur zweistufigen Sicherheits- und Gesundheitsschutzplanung

Subtitle: Die Unterstützung der Baubranche mittels EDV

Diploma Thesis, 2006, 147 Pages
Author: Dipl.-Ing. Tobias Bernhardt
Subject: Civil Engineering

Details

Category: Diploma Thesis
Year: 2006
Pages: 147
Grade: 1
Bibliography: ~ 30  Entries
Language: German
Archive No.: V114212
ISBN (E-book): 978-3-640-14507-2
ISBN (Book): 978-3-640-14620-8
File size: 9262 KB

Abstract

Auf Grund der alarmierenden Unfallzahlen der letzten Jahre im Baugewerbe, und der Tatsache, dass die aktuellen Forschungsprojekte (Netzwerk-Baustelle, BMWA-Umfrage) zu dem Ergebnis kamen, das in der Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Planung noch sehr große Lücken klaffen, bedarf es wesentlicher Neuerungen auf diesem Gebiet. Speziell eine soll auf den folgenden Seiten in Vordergrund gestellt werden. Der Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan, in seiner ursprünglichen übergroßen (DIN-A1) Form, verliert an Akzeptanz und muss grundsätzlich neu strukturiert werden. Dies soll mit Hilfe einer Methode zur zweistufigen SiGe-Planung realisiert werden. Nach der anfänglich Erläuterung, auf welcher Gesetzesgrundlage der SiGe-Plan erstellt werden muss, und dem anschließenden Aufzeigen der heutige Situation, wird ab Kapitel 4 die Methode zur zweistufigen SiGe-Planung entwickelt. Ziel dieser Methode ist es, eine bessere Transparenz zwischen Gefährdungen und den gegenwirkenden Maßnahmen herzustellen. Des Weiteren wird aufgezeigt, dass die am Bau beteiligten Unternehmen mehr in diesen Prozess integriert werden müssen und weit über ihre Verpflichtungen nach ArbSchG hinaus zu agieren haben. Speziell die gewerkübergreifenden Gefährdungen werden in den Vordergrund gestellt und sollen einen ausschlaggebenden Charakter bekommen. Nachdem diese Methode im Kapitel 5 anhand eines fiktiven Bauvorhabens näher in ihrem Ablauf dargestellt wird, wird im letzten Abschnitt die Schnittstelle zur EDV aufgezeigt. Die Tatsache, dass die EDV eine wesentliche Erleichterung der Baubrache darstellt ist unumstritten und darf aus diesem Grund bei der Erarbeitung der SiGe-Planung nicht außer Acht gelassen werden. Während auf der einen Seite ein Überblick über die bestehende Software geschaffen wird, steht dem eine durchaus denkbare Innovation gegenüber, welche dem Anwender (i. d. F. Koordinator nach BaustellV) die Arbeit um einiges erleichtern soll. Dieser Ausblick auf eine mögliche digitale Umsetzung der zweistufigen SiGe-Planung sollaufzeigen, dass ein hohes Niveau an Sicherheit und Gesundheitsschutz in diesem sensiblen Arbeitsbereichen wie das Baugewerbe, umso besser erreicht werden kann, desto mehr Fachkompetenz die einzelnen am Bau Beteiligten und Vertreter dieser Branche (Bauherr,SiGeKo, aber auch Softwarehersteller) einbringen.


Excerpt (computer-generated)

Hochschule für Technik, Wirtschaft
und Kultur (FH)

Fachbereich Bauwesen
Studienschwerpunkt Baubetrieb / Bauwirtschaft

DIPLOMARBEIT

Thema:
Entwicklung einer Methode zur zweistufigen Sicherheits- und
Gesundheitsschutzplanung

Die Unterstützung der Baubranche mittels EDV

Autor: cand.-Ing. Tobias Bernhardt

Leipzig, 2006

 


Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (FH)

Fachbereich Bauwesen

Aufgabenstellung zur Diplomarbeit
für Herrn Tobias Bernhardt

Thema
Entwicklung einer Methode zur zweistufigen Sicherheits- und
Gesundheitsschutzplanung ­ Die Unterstützung der Baubranche
Mittels EDV

Ausgabe der Aufgabenstellung: 01.09.2006
Abgabe der Diplomarbeit: 30.11.2006

1.Einordnung der Diplomarbeit
Die Arbeit ordnet sich in das Gebiet der Wissensverarbeitung ein. Die rechnergestützte betriebliche Wissensverarbeitung wird zukünftig ein Schwerpunkt sein. Es werden entsprechende Werkzeuge zu entwickeln sein. Hier sind noch Untersuchungen notwendig für den didaktisch und medientechnisch aufbereiteten Einsatz dieser Werkzeuge.

2.Schwerpunkte der Aufgabenstellung
Quellenstudium
- Literatur, insbesondere der Sicherheits- und Gesundheitsplanung,
- Software, insbesondere SiGe-Planung
- Software zur Wissensverarbeitung
- Expertensystem-Tool EE (Fb IMN, Prof. Schönherr)
Analyse des Prozesses der Sicherheits- und Gesundheitsplanung
- Wissensgrundlagen: BaustellV, Muster-SiGe-Plan BG, weitere
- Auswertung vorliegender Erfahrungen: BMWA-Umfrage, weitere
- Formulierung der wesentlichen Kritikpunkte der vorliegenden
Anwendungen
Methode der 2-stufigen SiGe-Planung
1. Planungsphase (Rahmen-SiGe-Plan)
- Beschreibung Bauvorhaben
- Beschreibung Randbedingungen
- Beschreibung Baustelleneinrichtung

 


2. Abforderung Gefährdungs- und Belastungsanalysen der Unternehmen sowie geplante Technologien

3. Einarbeitung, Aktualisierung

Praxisumsetzung

- Checklisten für Rahmen-SiGe-Plan

- Checklisten für Gewerkeabfrage

- Zusammenführen der Checklisten

- Erarbeitung von Informations/SiGe-Planungs-Dokumenten (DIN A4)

3. Organisatorische Hinweise

Die Aufgabenstellung kann durch Konsultationen während der Bearbeitung verändert werden und im Ziel und Umfang beeinflußt werden.

Konsultationen sind in Absprache regelmäßig möglich und sollten wöchentlich mit dem Betreuer der Hochschule erfolgen.

Die Diplomarbeit ist in zwei Exemplaren mit folgendem Aufbau abzugeben: Titelblatt, Aufgabenstellung, Thesen, Inhaltsverzeichnis (dekadische Gliederung), ggf. Verzeichnis der Formelzeichen, Text der Arbeit, Literaturverzeichnis, Eidesstattliche Erklärung der selbständigen Bearbeitung, Anlagen (Zeichnungen). Liegt die Diplomarbeit auf CD vor- was erwünscht ist-, so ist dieser Datenträger der Arbeit beizufügen. Ergänzend zur Diplomarbeit ist ein Poster abzugeben.

Leipzig, 31.08.2006

 


-1-

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis 1
Abkürzungsverzeichnis 4
Abbildungsverzeichnis 6
Abstract 8
1. Einleitung 10
2. Baustellenverordnung (BaustellV) 13
2.1 Kurzer allgemeiner Abriss 13
2.2 Inhalte der BaustellV 14
2.2.1 Die Vorankündigung 14
2.2.2 Der Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordinator (SiGeKo) 16
2.2.3 Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (SiGe-Plan) 18
2.2.4 Unterlagen nach § 3 Abs. 2 BaustellV 19
2.3 Ziele und Auswirkungen der BaustellV 21
2.4 Nutzen und Nutzer der BaustellV 22
2.5 Hilfsmittel zur Auslegung der BaustellV 23
2.6 Wirksamkeit der BaustellV 24
3. Der Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (SiGe-Plan) 27
3.1 Allgemeines 27
3.1.1 Was ist ein SiGe-Plan? 27
3.1.2 Erforderlichkeit des SiGe-Plans 28
3.2 Inhalt des SiGe-Plans 31
3.2.1 Vorinformationen 31
3.2.2 Inhaltliche Mindestanforderungen 33
3.2.2.1 Arbeitsabläufe 33
3.2.2.2 Gefährdungen 34
3.2.2.3 Räumliche und zeitliche Zuordnung der Arbeitsabläufe 35
3.2.2.4 Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Minimierung der Gefährdungen 35
3.2.2.5 Arbeitsschutzbestimmungen 36
3.2.3 Inhaltliche Empfehlungen 36
3.3 Bewertung und Mängelbetrachtung des SiGe-Plans 41
3.3.1 Netzwerk Baustelle 41
3.3.2 BMWA ­ Umfrage 42
3.4 Mögliche Lösungsansätze und Handlungsoptionen 45

 


-2-

4. Methode zur 2 - Stufigkeit der SiGe-Planung 49
4.1 Einleitung 49
4.2 Prozesskette 50
4.3 Aufbau und Form 52
4.4 Erste Stufe ­ Rahmen-SiGe-Plan (RSP) 54
4.4.1 Allgemeines 54
4.4.2 Inhalt 54
4.4.3 Checklisten - RSP 60
4.4.3.1 Beispiel ­ Vorabinformationen 61
4.4.3.2 Beispiel ­ Baufeld- und Baugrundsituation 62
4.5 Zweite Stufe ­ Aktualisierung mit GBA der Unternehmer 66
4.5.1 Allgemeines 66
4.5.2 ,,Stand der Technik" 66
4.5.2.1 GBA ­ heutige Situation 66
4.5.2.2 GBA ­ in der Praxis 71
4.5.2.3 Begriffserklärung 73
4.5.2.4 Eignung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) 74
4.5.3 Neuer Ansatz zur GBA für die SiGe-Planung 76
5. Praxisumsetzung ­ Die Zweistufigkeit anhand eines Beispiels 81
6. Software zur SiGe-Plan ­ Erstellung 87
6.1 Erklärung 87
6.2 Allgemeine Grundsätze 87
6.3 Beispiele im Vergleich 89
6.4 Arten der SiGe - Software 93
6.5 Auswahlkriterien ­ ,,Welchen Hersteller nehme ich?" 97
6.6 Fazit 98
6.7 Innovation 99
7. Schlussbemerkung 103
Anlagenverzeichnis 105
Anlage I: BaustellV 106
Anlage II: RAB (Auszug) 110
Anlage III: Vorankündigung 120
Anlage IV: Muster für eine später Unterlage 122
Anlage V: Muster SiGe-Plan (ursprüngliche Form) 123

 


-3-

Anlage VI: Muster RSP (Auszug) 124
Anlage VII: Katalog möglicher Kriterien zur Softwareauswahl 127
Anlage VIII: aktuelle Softwareübersicht der BAuA 135
Urheberrechtserklärung 138
Disclaimer 139
Literaturverzeichnis 140

 


-4-

Abkürzungsverzeichnis

Abs. - Absatz
ABl. - Arbeitsblatt
Ad - Arbeitstage
AHO - Ausschuss der Verbände und Kammern der Ingenieure und Architekten für die Honorarordnung
ArbSchG - Arbeitsschutzgesetz
ASGB - Ausschuss für Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen
ATV - allg. techn. Vertragsbedingungen für Bauleistungen
BaustellV - Baustellenverordnung
BArbBl. - Bundesarbeitsblatt
BauBG - Bauberufsgenossenschaft
BGBl I - bürgerliches Gesetzblatt Teil I
BMA - Bundesministerium für Arbeit und Soziales
BV - Bauvorhaben
bzgl. - bezüglich
bzw. - beziehungsweise
d.h. - das heißt
DDT - Dichlordiphenyltrichlorethan
DIN - Deutsches Institut für Normung
e.V. - eingetragener Verein
EDV - elektronische Datenverarbeitung
EDP - electronic data processing
EG - Europäische Gemeinschaft
EU - Europäische Union
EWG - Europäische Wirtschaftsgemeinschaft
GBA - Gefährdungs- und Belastungsanalysen (Abk. der BauBGen)
Gefährdungsbeurteilung nach ArbSchG
ggf. - gegebenenfalls
GPS - Global Positioning System
GPRS - General Packet Radio Service
GUI - Graphical User Interface
HOAI - Honorarordnung für Architekten und Ingenieure
HSDPA - High Speed Downlink Packet Access
i. d. F. - in diesem Fall
i. S. v. - im Sinne von
i. V. - im Vergleich
KI - künstliche Intelligenz
LV - Leistungsverzeichnis

 


-5-

m. H. - mit Hilfe
Nr. - Nummer
o. ä. - oder ähnliches
o. g. - oben genannten
od. - oder
ÖPP - Öffentliche Private Partnerschaft
PDA - Personal Digital Assistant
PPP - Public Private Partnership
RAB - Regeln zum Arbeitsschutz auf Baustellen
RSP - Rahmen-SiGe-Plan
S. - Seite
SiGe - Sicherheit und Gesundheitsschutz
SiGe-Plan - Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan
SiGeKo Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator
sog. - sogenannte
u. a. - unter anderem
u. s. w. - und so weiter
u. U. - unter Umständen
u. v. m. - und vieles mehr
UMTS - Universal Mobile Telecommunications Systems
vgl. - vergleiche
VOB - Verdingungsordnung für Bauleistungen
VOL - Verdingungsordnung für Leistungen
WWW - World Wide Web
z. B. - zum Beispiel
zw. - zwischen

 


-6-

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1.1: Unfallstatistik 2004 und 2005 Sachsen 10
Abb. 1.2: Verteilung der Arbeitsunfälle 2004 und 2005 Sachsen 11
Abb. 2.1: Verpflichtungen nach der Baustellenverordnung 16
Abb. 2.2: Auszug Aktivitäten nach BaustellV 18
Abb. 3.1: Aktivitäten nach BaustellV 28
Abb. 3.2: VOB/C Inhaltsübersicht (Auszug) 34
Abb. 3.3: Absturzsicherungen auf Baustellen, Ord.-Nr. ,,C 8" aus ,,Gelber Mappe" der BauBG, S.1/2 ... 38
Abb. 3.4: Absturzsicherungen auf Baustellen, Ord.-Nr. ,,C 8" aus ,,Gelber Mappe" der BauBG, S.2/2 ... 39
Abb. 3.5: Bsp. Für Ausschreibungstext (unten) aus ,,Blauer Mappe" der BauBG 40
Abb. 3.6: Ergebnis zur BMWA ­ Umfrage; Frage B3 42
Abb. 3.7: Ergebnis zur BMWA ­ Umfrage; Frage B5 43
Abb. 3.8: Der SiGeKo als Bindeglied! 44
Abb. 4.1: Prozesskette der SiGe-Planung 50
Abb. 4.2: Muster Rahmen-SiGe-Plan ­ allgemeine Daten 56
Abb. 4.3: Dropdown Menü Art der Vergabe 57
Abb. 4.4: Dropdown Menü Klassifizierung des BV 57
Abb. 4.5: Dropdown Menü Anzahl Beschäftigter 58
Abb. 4.6: Dropdown Menü Dauer BV 58
Abb. 4.7: Dropdown Menü Anzahl Personentage 58
Abb. 4.10: Bsp. für Checkliste Vorabinformationen (Auszug) 62
Abb. 4.11: Bsp. für Checkliste Baufeldsituation (Auszug) 63
Abb. 4.12: Bsp. für Checkliste Baugrundsituation (Auszug) 64
Abb. 4.13: Auszug GBA der BauBG 68
Abb. 4.14: Allg. Ablaufschema Gefährdungsanalyse (Detaildarstellung 1*-2*siehe Abb.4.15) 70
Abb. 4.15: Rangfolge der Maßnahmen 71
Abb. 4.16: Schema GBA 72
Abb. 4.17: Einordnung KMU 75
Abb. 4.18: Vorauswahl Checklisten 78
Abb. 4.19: Auszug Muster Fragenkatalog - Montagearbeiten 79
Abb. 5.1: Bsp. Rahmen-SiGe-Plan (RSP) - Grundinformationen 82
Abb. 5.2: Bsp. RSP ­ Checkliste, S. 1/2 83
Abb. 5.3: Bsp. RSP ­ Checkliste, S. 2/2 84
Abb. 5.4: Bsp. GBA ­ Checkliste, S. 1/2 85
Abb. 5.5: Bsp. GBA ­ Checkliste, S. 2/2 86
Abb. 6.1: Auszug Softwarevergleich Seite 1 von www.kommazwo.com, Autor T. Merkel 90
Abb. 6.2: Auszug Softwarevergleich Seite 2 von www.kommazwo.com, Autor T. Merkel 91
Abb. 6.3: Auszug Softwareübersicht Seite 1 von www.baua.de 92
Abb. 6.4: Auszug Softwareübersicht Seite 2 von www.baua.de 92

 


-7-

Abb. 6.5: Muster ­ Arbeitsschutzgrundsätze von www.sidiblume.de 96
Abb. 6.6: klassisches Modell der Informationsverarbeitung 101
Abb. 6.7: Innovative Informationsverarbeitung 102

 



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