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Hausarbeit, 2008, 16 Seiten
Autor: Martin Rossol
Fach: Pflegemanagement / Sozialmanagement
Details
Institution/Hochschule: Donau-Universität Krems - Universität für Weiterbildung (Zentrum für Qualität und Management im Gesundheitswesen)
Tags: Mitarbeitergespräch, Organisationen, Sozialwirtschaft, Organisationsmanagement, MbO, Management by objektives, Non-Profit-Organisation, NPO, Zielvereinbarung, Zielvereinbarungsgespräch
Jahr: 2008
Seiten: 16
Note: 2
Literaturverzeichnis: ~ 10 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-15262-9
ISBN (Buch): 978-3-640-15475-3
Dateigröße: 144 KB
Mit Einladung, Leitfaden und Gesprächsprotokoll im Anhang
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Zusammenfassung / Abstract
Die Organisationen der Sozialwirtschaft haben tiefgreifende Veränderungen zu bewältigen. Die politisch initiierte Einführung von Marktmechanismen bedingen Wettbewerb und steigende Konsumentensouveränität. Um diesen Veränderungen künftig begegnen zu können, müssen sich die Organisationen verändern. Ein wirkungsvolles Instrument zur Gestaltung dieses Wandels sind Management-by-objectives-Konzepte. Eine besondere Herausforderung dabei sind kooperative Mitarbeitergespräche mit Zielvereinbarung, welche Gegenstand der vorliegenden Arbeit sind. Für die Non-Profit-Organisationen der Sozialwirtschaft werden dabei Modifikationen der gängigen Konzepte vorgeschlagen.
Textauszug (computergeneriert)
Das kooperative Mitarbeitergespräch in Organisationen der Sozialwirtschaft
Martin Rossol
Das kooperative Mitarbeitergespräch in Organisationen der Sozialwirtschaft
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
3
2. Grundlegendes zum Mitarbeitergespräch
3
2.1 Vorteile des kooperativen Mitarbeitergesprächs 3
2.2 Abgrenzung zu anderen Gesprächen 4
2.3 Besondere Relevanz in Organisationen der Sozialwirtschaft 4
3. Rahmenbedingungen 5
3.1 Vorbereitung und Zuständigkeit des Mitarbeitergesprächs 5
3.2 Kultur und Kommunikation 5
4. Inhalt des Mitarbeitergesprächs 5
4.1 Rückblick auf die Vereinbarungen des vergangenen Zeitraums 6
4.2 Arbeitsaufgaben und Arbeitsumfeld 6
4.3 Arbeitsumfeld 6
4.4 Zusammenarbeit 7
4.5 Normative und strategische Ausrichtung 7
4.6 Entwicklungsperspektiven 8
4.7 Zielvereinbarungen 8
5 Evaluation 8
6 Zusammenfassung 9
Literatur 10
Anhang 11
Einladung zum Mitarbeitergespräch 11
Leitfaden für den Mitarbeiter 12
Protokollbogen zum Mitarbeitergespräch 13
2
Das kooperative Mitarbeitergespräch in Organisationen der Sozialwirtschaft
1. Einleitung
Die Organisationen der Sozialwirtschaft haben derzeit tiefgreifende Veränderungen zu bewältigen.
Zum enger werdenden Finanzrahmen gesellt sich die politisch initiierte Einführung von
Marktmechanismen mit Wettbewerb und gestiegener Konsumentensouveränität. Um diesen
Veränderungen künftig begegnen zu können, müssen sich die Organisationen verändern. Ein
wirkungsvolles Instrument zur Gestaltung dieses Wandels sind Management-by-objectives-
Konzepte.1 Eine besondere Herausforderung der MbO-Konzepte sind die kooperativen
Mitarbeitergespräche mit Zielvereinbarung, welche Gegenstand der vorliegenden Arbeit sind. Für
Organisationen der Sozialwirtschaft werden Modifikationen der gängigen Konzepte vorgeschlagen.
2. Grundlegendes zum Mitarbeitergespräch
Herausfordernde Organisationsziele lassen nur erreichen wenn alle organisatorischen Ebenen an
deren Umsetzung beteiligt sind. Eine Methode der Beteiligung aller Mitarbeiter an der Erreichung der
Organisationsziele sind die kooperativen Mitarbeitergespräche mit Zielvereinbarungen. Mitarbeiter
und Führungskraft bringen hier ihre Vorstellungen ein, diskutieren das Machbare, Sichtweisen
werden ausgetauscht und Meinungsunterschiede angesprochen. Am Ende stehen vereinbarte Ziele,
hinter denen beide Gesprächsteilnehmer stehen können.2
2.1 Vorteile des kooperativen Mitarbeitergesprächs
Die besonderen Vorteile der Mitarbeitergespräche gehen dabei weit über die Zielvorgabegespräche
hinaus: Persönliche Wünsche und Vorstellungen des Mitarbeiters werden in den Zielfindungsprozess
einbezogen, idealerweise können individuelle Ziele mit den Zielen der Organisation deckungsgleich
gebracht werden. Hiervon erhofft man sich eine Förderung der Leistungsbereitschaft des
Mitarbeiters, ein höheres organisationales Commitment, und eine Identifikation mit den
Organisationszielen. Die Zielsetzung der Mitarbeitergespräche entspricht also den Bedürfnissen
moderner Arbeitnehmer nach Mitbestimmung und Gestaltungsspielraum.3 In der Summe können
die Mitarbeitergespräche zu höherer Zufriedenheit der Mitarbeiter beitragen. So werden
Mitarbeitergespräche, kooperativ durchgeführt, von Mitarbeitern auch positiv bewertet.4
1 Nach Drucker, 1954
2 Vgl. Kießling-Sonntag, 2000
3 Vgl. Fischer/Fischer, 2005
4 Vgl. Ingenlath, 2006
3
Das kooperative Mitarbeitergespräch in Organisationen der Sozialwirtschaft
2.2 Abgrenzung zu anderen Gesprächen
Abzugrenzen ist das Mitarbeitergespräch von Zielvorgabegesprächen. Die Komponenten Mitarbeiter-
orientierung, Kooperation und persönliche Motivation des Arbeitnehmers stehen nicht im Blickpunkt
von Zielvorgaben. Oft werden auch anlassbezogene Kritikgespräche als Mitarbeitergespräche
deklariert. Ein reines Kritikgespräch verfehlt jedoch Sinn und Zweck des Mitarbeitergesprächs.
2.3 Besondere Relevanz in Organisationen der Sozialwirtschaft
Eine besondere Relevanz entfalten die Mitarbeitergespräche in Organisationen der Sozialwirtschaft.
Hier erfolgen Kundenkontakte (und Kontakte zu weiteren Interessensgruppen wie Eltern und
Angehörige) im Gegensatz zu Wirtschaftbetrieben durch beinahe jeden Mitarbeiter. Daher ist im
Sinne der Entwicklung einer einheitlichen Corporate Identity die Vermittlung von organisatorischen
Werten und Normen für Organisationen der Sozialwirtschaft empfehlenswert.5 Diskussionen über
Ziele, Sinn und Unsinn von neuen Werten sind dabei das Medium, in dem sich die Mitarbeiter einer
Organisation diese Ziele aneignen.6 Das Verhalten der Organisationsmitglieder lässt sich durch eine
gezielte Vermittlung der Unternehmensphilosophie beeinflussen, andererseits können Korrekturen
vorgenommen werden. Hierfür ist das Mitarbeitergespräch ein geeignetes Instrumentarium, denn
Ziele zu diesem Themenbereich können auch vereinbart werden: Verhaltensziele.7
Zudem verlangen die rasanten Veränderungen in der Sozialwirtschaft ein mitarbeiterorientiertes
Change Management, da die Zufriedenheit der Mitarbeiter in beträchtlichem Ausmaß mit der
Einbeziehung in die Veränderungsprozesse korreliert.8
Die bestehenden Professionalisierungsansprüche an sozialwirtschaftliche Organisationen bieten
einen weiteren Grund für die Etablierung von Mitarbeitergesprächen. Der sich immer schneller
vollziehende Wandel ist innerhalb der Organisationen zielgerichtet zu kommunizieren und zu
steuern. Hierbei kann den Mitarbeitergesprächen eine besondere Bedeutung beigemessen werden.9
Ein weiteres Argument für kooperative Mitarbeitergespräche im Non-Profit-Sektor hat traditionelle
Gründe: Seit jeher ist die Mitarbeiterorientierung gerade im Sozial- und Gesundheitswesen im Sinne
von Mitsprache, Mitbestimmung und Teamarbeit ausgeprägter als in den Betrieben der Industrie.
5 Die Leistungserstellung erfolgt uno-actu, daher sind nachträgliche Korrekturen nur begrenzt möglich.
6 Vgl. Lüschow/Zietzke, 1999
7 Vgl. Teuchert, 1999
8 Vgl. Schulz-Nieswandt, 2007
9 Vgl. Buestrich/Wohlfahrt, 2008
4
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