Bestimmungsfaktoren für die Entwicklung des ökologischen Landbaus in Irland

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Details

Titel: Bestimmungsfaktoren für die Entwicklung des ökologischen Landbaus in Irland
Autor: Diplom Agraringenieur (Dipl. Ing. agr.) Simone Witzel
Fach: Agrarwissenschaften
Institution/Hochschule: Universität Rostock
Kategorie: Diplomarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 127
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 200  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 752 KB
Archivnummer: V114426
ISBN (E-Book): 978-3-640-15274-2
ISBN (Buch): 978-3-640-15482-1

Zusammenfassung / Abstract

Die ersten Bewirtschaftungsformen des ökologischen Landbaus entstanden Mitte der 1920er bis Mitte der 1950er Jahre hauptsächlich in Deutschland, der Schweiz und Großbritannien (vgl. KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN, 2002, S. 9). Über viele Jahrzehnte hinweg wurde der ökologische Landbau von sozialen Bewegungen weiterentwickelt und verbreitet (vgl. DABBERT, S., 2001, S. 39). Diese sozialen Bewegungen sahen in ihm ein Gegenmodell zur konventionellen Landwirtschaft und zur vorherrschenden Agrarpolitik (vgl. ebenda, S. 39). Ökolandbau blieb innerhalb der Landwirtschaft bis Ende der 1980er Jahre jedoch eine Randerscheinung. Diese Situation änderte sich um das Jahr 1990, als der ökologische Landbau in das Interessenfeld der europäischen Agrarpolitik rückte. Die Europäische Union und die einzelnen europäischen Länder begannen zunehmend, ökologische Bewirtschaftungsmaßnahmen zu fördern. Hinzu kam ein gesteigerter Wunsch von Verbrauchern nach ökologischen Produkten. Diese Entwicklungen führten zu einem rapiden Anstieg der ökologisch bewirtschafteten Fläche innerhalb Europas. Mehr und mehr landwirtschaftliche Betriebe wurden auf den ökologischen Landbau umgestellt oder neu gegründet. Der Prozess innerhalb des ökologischen Landbaus, von einer Verbreitung dessen durch eine soziale Bewegung hin zu einer Förderung und Reglementierung dessen, führte jedoch zu Spannungen innerhalb der sozialen Bewegung. Ziel dieser Arbeit ist es, diesen Prozess beispielhaft anhand der Entwicklung des ökologischen Landbaus in Irland darzustellen. Darüber hinaus soll diese Entwicklung in den europäischen Kontext eingeordnet und mit den Situationen in anderen Ländern verglichen werden. Die vorliegende Diplomarbeit stellt ein Desiderat der Wissenschaft dar, weil vergleichende Arbeiten, die sowohl die historische Entwicklung des ökologischen Landbaus in Irland als auch dessen gegenwärtige Situation schildern, bislang fehlen.

Textauszug (computergeneriert)

D I P L O M A R B E I T

zum Thema

Bestimmungsfaktoren

für die Entwicklung des

ökologischen Landbaus in Irland

eingereicht von

Simone Witzel

am

8.12.2005

an der

Universität Rostock

Agrar- und umweltwissenschaftliche Fakultät

Fachbereich Agrarökologie

Institut für Management ländlicher Räume
Landwirtschaftliche
Betriebslehre und Management


Was ist Geld? Geld ist rund und rollt weg; aber Bildung bleibt.

Heinrich Heine


Danksagung

Zunächst möchte ich mich bei meinen Gutachtern, Herrn Dr. Wahl und Herrn Dr. Laschewski, für die

Unterstützung bei der Erstellung dieser Diplomarbeit bedanken. Herrn Dr. Wahl danke ich für die

ständige Gesprächsbereitschaft und Herrn Dr. Laschewski für das Vermitteln der Kontakte nach Irland.

Des Weiteren danke ich den Experten in Irland, die sich die Zeit für die Interviews genommen und mir

dadurch sehr weiter geholfen hatten.

Ein großes Dankeschön gebührt meinen Freunden, die mich während der Anfertigung meiner

Diplomarbeit und auch während des kompletten Studiums begleitet und unterstützt hatten. Ganz

besonders möchte ich mich bei Ulrike Palme, Mandy Rickler und Johannes Saalfeld für ihre konstruktive

Kritik und Hilfestellung bedanken.

Zu guter Letzt möchte ich mich auf diesem Wege bei meiner Familie bedanken, deren Hilfe mir das

Studium ermöglichte und die immer hinter mir stand.


Inhaltsverzeichnis

1

EINLEITUNG 1

1.1

ZIEL DER ARBEIT 1

1.2

AUFBAU DER ARBEIT 2

2

ALLGEMEINES ÜBER DEN ÖKOLOGISCHEN LANDBAU 4

2.1

WAS IST ÖKOLOGISCHER LANDBAU? 4

2.1.1

Abgrenzung der Begriffe ökologischer, biologischer und organischer Landbau 5

2.1.2

Die wichtigsten Richtungen innerhalb des ökologischen Landbaus 6

2.1.2.1

Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise

6

2.1.2.2

Der organisch-biologische Landbau

7

2.1.2.3

Organic farming (organischer Landbau)

8

2.2

RICHTLINIEN UND ORGANISATIONEN DES ÖKOLOGISCHEN LANDBAUS 9

2.2.1

International Federation of Organic Agriculture Movements 10

2.2.2

Die Gesetzgebung in der Europäischen Union 11

2.2.3

Verbände des ökologischen Landbaus in Deutschland und Irland 15

2.3

FÖRDERUNG DES ÖKOLOGISCHEN LANDBAUS 16

3

ÖKOLOGISCHER LANDBAU ALS UNTERSUCHUNGSGEGENSTAND IN DEN

SOZIALWISSENSCHAFTEN 19

3.1

ÖKOLOGISCHER LANDBAU ALS SOZIALE BEWEGUNG 19

3.2

EXKURS: ÖKOLOGISCHER LANDBAU ALS INNOVATION 21

3.3

EXKURS: ÖKOLOGISCHER LANDBAU AUS SICHT DER TRANSAKTIONSKOSTENTHEORIE 21

4

MATERIAL UND METHODEN 23

4.1

DIE GRUNDLAGEN DER FRAGESTELLUNG UND DER BEFRAGUNG 25

4.1.1

Das Interview 27

4.1.2

Das Experteninterview 30

4.2

VORGEHENSWEISE 32

5

ÖKOLOGISCHER LANDBAU IN EUROPA 34

5.1

GRÜNDE FÜR DIE REGIONALE VERTEILUNG DES ÖKOLOGISCHEN LANDBAUS IN EUROPA 37

5.2

DIE MÄRKTE FÜR ÖKOPRODUKTE 39

5.3

FORSCHUNG IM BEREICH ÖKOLOGISCHER LANDBAU 41

6

ÖKOLOGISCHER LANDBAU IN IRLAND 43

6.1

HISTORISCHE ENTWICKLUNG 43

6.1.1

Spiritualität / Solidarität 43

6.1.2

Selbstversorgung 46

6.1.3

Verkauf / Kommerzialisierung 49

6.1.4

Das ,,Auseinanderbrechen" der Bewegung 54

I


6.2

DIE GEGENWÄRTIGE SITUATION 55

6.2.1

Staatliche Förderung des ökologischen Landbaus 58

6.2.1.1

Das Rural Environment Protection Scheme (REPS)

59

6.2.1.2

Scheme of Grant Aid for the Development of the Organic Sector

62

6.2.1.3

Weitere Förderprogramme

63

6.2.2

Forschung, Ausbildung und Beratung 64

6.2.2.1

Forschung im Bereich Ökologischer Landbau

64

6.2.2.2

Ausbildung und Lehre im Bereich Ökologischer Landbau

64

6.2.2.3

Beratung im Bereich Ökologischer Landbau

65

6.2.3

Die ökologischen Landwirte in Irland 66

6.2.4

Gründe für und gegen die Umstellung auf den ökologischen Landbau 68

6.2.5

Probleme und Hindernisse rund um den ökologischen Landbau 71

7

DISKUSSION UND SCHLUSSFOLGERUNGEN 74

8

ZUSAMMENFASSUNG UND SUMMARY 78

8.1

ZUSAMMENFASSUNG 78

8.2

SUMMARY 79

9

LITERATURVERZEICHNIS 81

9.1

VERWENDETE LITERATUR 81

9.2

WEITERFÜHRENDE LITERATUR 93

ANHANG 104

II


Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Das erste irische Symbol

Irish Organic Produce

zur Kennzeichnung ökologischer Produkte und

das Symbol der englischen

Soil Association

51

Abb. 2: Die Symbole von IOFGA, BDAAI und OT 58

III


Tabellenverzeichnis

Tab. 1: Antworten beeinflussende Faktoren 25

Tab. 2: Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche in ausgesuchten Ländern Ende 2003 36

IV


Abkürzungsverzeichnis

Abb.

Abbildung

AbL

Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft

AGÖL

Arbeitsgemeinschaft ökologischer Landbau

BDAAI

Bio-Dynamic Agricultural Association in Ireland

BMVEL

Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft

bzw.

beziehungsweise

ca.

circa

CAP

Common Agricultural Policy

Co.

County

Co-op

Co-operation

DAF

Department of Agriculture and Food

DAFRD

Department of Agriculture, Food and Rural Development

EAGFL

Europäischer Ausgleichs- und Garantiefond für die Landwirtschaft

EFTA

European Free Trade Area

EG

Europäische Gemeinschaft

et al.

et alii (und andere)

etc.

etcetera

EU

Europäische Union

e. V.

eingetragener Verein

f.

folgende

ff.

fortfolgende

FAL

Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft

FiBL

Forschungsinstitut für Biologischen Landbau

GAK

Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes

GAP

Gemeinsame Agrarpolitik

ggf.

gegebenenfalls

ha

Hektar

Hrsg.

Herausgeber

i. d. R.

in der Regel

IFOAM

International Federation of Organic Agriculture Movements

IOFGA

Irish Organic Farmers′ and Growers′ Association

IOGA

Irish Organic Growers′ Association

IOI

Irish Organic Inspectorate

LINNET

Land invested in Nature, natural eco-tillage

NPD

National Development Plan

Nr.

Nummer

OECD

Organisation for economic Co-operation and Development

ÖLB

Ökologischer Landbau

V


o. J.

ohne Jahr

o. O.

ohne Ort

ÖPUL

Österreichisches Programm zur Förderung einer umweltgerechten, extensiven und den

natürlichen Lebensraum schützenden Landwirtschaft

OT

Organic Trust

pH

potentia hydrogenii

REPS

Rural Environment Protection Scheme

s.

siehe

S.

Seite

SA

Soil Association

SRB

Symbol Review Body

SÖL

Stiftung Ökologie und Landbau

Tab.

Tabelle

u. a.

unter anderem

vgl.

vergleiche

WDC

Western Development Commission

z. B.

zum Beispiel

z. T.

zum Teil

VI


1 Einleitung

1.1 Ziel der Arbeit

Die ersten Bewirtschaftungsformen des ökologischen Landbaus entstanden Mitte der

1920er bis Mitte der 1950er Jahre hauptsächlich in Deutschland, der Schweiz und

Großbritannien (vgl. KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN,

2002, S. 9). Über viele Jahrzehnte hinweg wurde der ökologische Landbau von sozialen

Bewegungen weiterentwickelt und verbreitet (vgl. DABBERT, S., 2001, S. 39). Diese

sozialen Bewegungen sahen in ihm ein Gegenmodell zur konventionellen Landwirt-

schaft und zur vorherrschenden Agrarpolitik (vgl. ebenda, S. 39). Ökolandbau blieb

innerhalb der Landwirtschaft bis Ende der 1980er Jahre jedoch eine Randerscheinung.

Diese Situation änderte sich um das Jahr 1990, als der ökologische Landbau in das

Interessenfeld der europäischen Agrarpolitik rückte. Die Europäische Union und die

einzelnen europäischen Länder begannen zunehmend, ökologische Bewirtschaftungs-

maßnahmen zu fördern. Hinzu kam ein gesteigerter Wunsch von Verbrauchern nach

ökologischen Produkten. Diese Entwicklungen führten zu einem rapiden Anstieg der

ökologisch bewirtschafteten Fläche innerhalb Europas. Mehr und mehr landwirt-

schaftliche Betriebe wurden auf den ökologischen Landbau umgestellt oder neu

gegründet. Der Prozess innerhalb des ökologischen Landbaus, von einer Verbreitung

dessen durch eine soziale Bewegung hin zu einer Förderung und Reglementierung

dessen, führte jedoch zu Spannungen innerhalb der sozialen Bewegung.

Ziel dieser Arbeit ist es, diesen Prozess beispielhaft anhand der Entwicklung des

ökologischen Landbaus in Irland darzustellen. Darüber hinaus soll diese Entwicklung in

den europäischen Kontext eingeordnet und mit den Situationen in anderen Ländern

verglichen werden. Die vorliegende Diplomarbeit stellt ein Desiderat der Wissenschaft

dar, weil vergleichende Arbeiten, die sowohl die historische Entwicklung des ökolo-

gischen Landbaus in Irland als auch dessen gegenwärtige Situation schildern, bislang

fehlen.

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