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Subtitle: Eine schriftliche Befragung
Scientific Study, 2008, 77 Pages
Authors: Christian Real, Martin Klapper
Subject: Nursing / Foster Care Management / Social Services
Details
Tags: Berufsspezifische, Akzeptanz, Neustrukturierung, Aufgabenverteilung, Versorgung
Year: 2008
Pages: 77
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 27 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-16239-0
ISBN (Book): 978-3-640-16485-1
File size: 1186 KB
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Abstract
Der finanzielle Druck steigt seit einigen Jahren aufgrund verschiedenster Einflüsse auf die Krankenhauslandschaft in Deutschland. Gerade der Personalsektor als größter Kostenfaktor jeder stationären Einrichtung steht im Fokus des Interesses, Kosten einzusparen. Der (regionale) Ärztemangel, führt ebenso wie der immer wiederkehrende Personalmangel in der Pflege, zu immer offensichtlicheren Defiziten in der patientenorientierten Gesundheitsversorgung. Weiteren Grund zur Sorge bereitet die schlechte Zusammenarbeit der einzelnen Professionen. Diese einschneidenden Veränderungen, haben unterschiedliche Krankenhausträger in Deutschland auf die Idee gebracht, eine Neustrukturierung der Aufgabenverteilung in Anlehnung an europäische und angloamerikanische Modelle vorzunehmen. Primäres Ziel ist die Entlastung des ärztlichen Sektors durch Pflegepersonal bei gleichzeitiger Übernahme von Tätigkeiten aus dem pflegerischen Bereich durch kostengünstigere Hilfskräfte. Diese Übernahmen haben jedoch weniger den Charakter von Delegation, vielmehr soll eine Aufgabenverteilung ärztlicher Tätigkeiten auf die Pflege und pflegerischer Tätigkeiten auf einen unterstützendes Personal im Rahmen einer Allokation mit juristischer Verantwortungsverlagerung stattfinden. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen attestiert hierzu im Sachverständigengutachten 2007 „Die Diskussion um neue Kooperationsformen und Kompetenzen von Gesundheitsberufen ist nicht primär aus der Perspektive der Berufsgruppen, sondern auf der Basis der zukünftigen Anforderungen an das Gesundheitssystem – das heißt aus der Patientenperspektive – zu führen“(WILLE, 2007, S.22) [...]
Excerpt (computer-generated)
Hamburger Fern-Hochschule
Studiengang Pflegemanagement
Studienzentrum Essen
Studienfach Empirische Studie
Studienschwerpunkt: Stationäre Krankenversorgung
PM - SKA - 081231
Forschungsarbeit zum Thema:
,,Berufsspezifische Akzeptanz einer
Neustrukturierung der Aufgabenverteilung der
stationären, ärztlichen und pflegerischen
Versorgung. Eine schriftliche Befragung."
Semester : 8
von
Martin Klapper
Christian Real
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
(Klapper)
04
-
05
2. Grundlagen der aktuellen stationären Versorgung
06 - 18
2.1
Strukturen
(Real) 06
-
11
2.2
Ärzteschaft
(Klapper)
11
-
12
2.3
Pflege
(Klapper) 12 -
15
2.4
Finanzierung
(Real)
15
-
18
3. Zielsetzungen dieser Empirischen Studie (Klapper)
19 - 21
3.1 Formulierung der Fragestellung (Klapper)
21 - 21
3.2 Formulierungen der Hypothesen (Klapper)
21 - 22
4. Forschungsdesign
22 - 32
4.1 Entwicklung des Forschungsdesigns (Real)
22 - 23
4.2
Fragebogen
(Klapper)
23
-
32
5. Rahmenbedingungen
(Real)
32
-
34
5.1
Untersuchungsfeld
(Real)
34
-
34
5.1.1
Ärzte
(Real)
34
-
34
5.1.2
Pflege
(Real)
35
-
35
5.2 Ein- und Ausschlusskriterien (Real)
35 - 36
6. Ethische Überlegungen
(Klapper)
37
-
38
7. Überprüfung des Erhebungsinstruments
38 - 40
7.1
Pretest
(Klapper) 38
-
39
7.2 Reliabilität, Validität und Objektivität (Klapper)
40 - 40
8. Datenerhebung
(Real)
41
-
41
9. Auswertung der Daten
(Real) 41
-
41
9.1 Zahlen- und Datengliederung (Real)
42 - 50
2
9.2 Falsifikation / Bestätigung der Hypothesen (Klapper) 40 - 59
10. Fazit (Real) 60 - 61
11. Literaturverzeichnisse 62 - 65
11.1 Bücher (Klapper & Real) 62 - 63
11.2 Internet und anderes (Klapper & Real) 64 - 65
12. Abbildungverzeichnis (Klapper & Real) 66 - 66
13. Abkürzungsverzeichnis (Klapper & Real) 67 - 67
14. Anlagen (Klapper & Real) 68 - 76
3
1. Einleitung
Der finanzielle Druck steigt seit einigen Jahren aufgrund verschiedenster Einflüsse auf die Krankenhauslandschaft in Deutschland.
Gerade der Personalsektor als größter Kostenfaktor jeder stationären Einrichtung steht im Fokus des Interesses, Kosten einzusparen. Der (regionale) Ärztemangel, führt ebenso wie der immer wiederkehrende Personalmangel in der Pflege, zu immer offensichtlicheren Defiziten in der patientenorientierten Gesundheitsversorgung.
Weiteren Grund zur Sorge bereitet die schlechte Zusammenarbeit der einzelnen Professionen.
Diese einschneidenden Veränderungen, haben unterschiedliche Krankenhausträger in Deutschland auf die Idee gebracht, eine Neustrukturierung der Aufgabenverteilung in Anlehnung an europäische und angloamerikanische Modelle vorzunehmen.
Primäres Ziel ist die Entlastung des ärztlichen Sektors durch Pflegepersonal bei gleichzeitiger Übernahme von Tätigkeiten aus dem pflegerischen Bereich durch kostengünstigere Hilfskräfte.
Diese Übernahmen haben jedoch weniger den Charakter von Delegation, vielmehr soll eine Aufgabenverteilung ärztlicher Tätigkeiten auf die Pflege und pflegerischer Tätigkeiten auf einen unterstützendes Personal im Rahmen einer Allokation mit juristischer Verantwortungsverlagerung stattfinden.
Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen attestiert hierzu im Sachverständigengutachten 2007 ,,Die Diskussion um neue Kooperationsformen und Kompetenzen von Gesundheitsberufen ist nicht primär aus der Perspektive der Berufsgruppen, sondern auf der Basis der zukünftigen Anforderungen an das Gesundheitssystem das heißt aus der Patientenperspektive zu führen"(WILLE, 2007, S.22)
4
Dazu ist ein neuer Personalmix von Ärzten, Pflegekräften und einer neuen, die Pflege unterstützenden Berufsgruppe notwendig.
Berechnungen über die möglichen Einsparpotentiale liegen vor, jedoch gibt es bisher keine Studien zur Akzeptanz innerhalb der Berufsgruppen selbst.
Wie stehen die einzelnen Professionen zu solch einem Strukturwandel? Ergebnisse derartiger empirischer Studien könnten eine Umsetzung in Organisationen erleichtern.
Die Ihnen vorliegende Studie, versucht dieser Fragestellung auf den Grund zu gehen.
Um möglichst aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, wurden an zwei Krankenhäusern der Regelversorgung mit insgesamt 495 Betten in Nordrhein-Westfalen Vollerhebungen beim ärztlichen und pflegerischen Personal durchgeführt.
Aufgrund der Feldgröße entschieden wir uns für ein Forschungsdesign mit einem standardisierten Fragebogen, der sowohl geschlossene wie offene Fragen beinhaltet.
Zunächst werden wir uns jedoch mit den Grundlagen der stationären Versorgung beschäftigen. Wie ist der ,,Status quo" der personalen Situation in den Krankenhäusern? Wie wird sie finanziert?
Im Anschluss daran erläutern wir die Zielsetzung dieser Studie, formulieren die zentrale Fragestellung und die notwendigen Hypothesen.
Die Vorstellung des Fragebogens sowie die Rahmenbedingungen mit den Ein- und Ausschlusskriterien werden erläutert.
Es folgen ethische Überlegungen und die Überprüfung des Erhebungsinstruments.
Nach der Darstellung der Datenerhebung und der Auswertung der Daten, schließen wir mit einem Fazit diese Abhandlung ab.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde ,,in der Regel" die männliche Schreibweise verwendet. Wir weisen an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass sowohl die männliche als auch die weibliche Form für die entsprechenden Beiträge gemeint sind.
5
2. Grundlagen der aktuellen stationären Versorgung
2.1 Strukturen
Das stationäre Gesundheitssystem ist in Deutschland auf verschiedene, miteinander vernetzte Säulen aufgebaut. Zu diesen Säulen gehören der Staat, der die Gesetzgebung beschreibt, die Leistungserbringer, also die Apotheker, die Ärzte, das Pflegepersonal und andere Personenkreise sowie die freiwillige oder die gesetzliche Krankenversicherung mit der dazugehörigen kassenärztlichen Vereinigung und der Patient.
Das Hauptaugenmerk eines Krankenhauses ist die ärztliche und pflegerische Hilfestellung bzw. Versorgung des Patienten. Das bedeutet, die Krankheit zu lindern oder die Gesundheit zu fördern sowie körperliche und psychische Schäden zu diagnostizieren und zu behandeln. Das Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) beschreibt unter anderem die rechtliche Situation, wie die Versorgung, Unterbringung und Verpflegung von Patienten vorgenommen werden muss.
Die Hauptaufgabe eines Krankenhauses liegt im Dienstleistungssektor. Seine Obliegenheiten liegen darin, den Kranken, Leidenden und Hilfe suchenden Menschen, Diagnostik, Therapie und Pflege zum Zwecke der medizinischen Rehabilitation anzubieten.
Diese Aufgabe der Krankenhausbehandlung umfasst die Bereiche, Notfall-, vollstationäre-, teilstationäre-, vorstationäre-, nachstationäre- sowie ambulante Behandlung.
Krankenhäuser dienen, seit Jahrhunderten, auch zur Lehre und Forschung.
6
Da in Krankenhäuser immer neben der Pflege auch eine medizinische Versorgung rund um die Uhr gewährleistet wird, bieten sie auch eine medizinische Notfallversorgung an. Meistens über eine Rettungsstelle oder über eine zentrale Notaufnahme, die Ambulanz.
Die Ausstattung und personelle Kapazität für diese Art der Notfallversorgung sind sehr unterschiedlich. Es gibt spezialisierte Traumazentren, die durch Ihre Ausstattung und Übung eine verbesserte Versorgung anbieten. Neben der Notfallversorgung wird bei geplanten Eingriffen zunehmend auf die Fallzahl geachtet. Aus diesem Grunde werden Zentren mit spezialisierter Diagnostik aufgebaut, wie z.B. das Brustzentrum.
Durch die Mitarbeiter der Klinik muss eine reibungslose Nachsorge organisiert werden, um den Patienten kontrolliert und adäquat zuhause durch einen Pflegedienst oder im Pflegeheim versorgt zu wissen.
Abb. 1, Krankenhausprozesse
,,URL:www.swisslog.com/de/hospital-process-de.jpg,[Stand: 19.05.2008]"
7
Krankenhäuser können nach der Zahl der behandelten Patienten, den Versorgungsstufen, den Planbetten, sowie dem Träger klassifiziert werden. Träger dieser Krankenhäuser können öffentlich (Landeskrankenhaus, städtisches Krankenhaus), freigemeinnützig (Wohlfahrtsverbände) oder privat (Privatklinik) betrieben werden.
Die Versorgungen sind in insgesamt vier Stufen eingeteilt.
- die Grundversorgungen, beinhalten Fachabteilungen der Inneren Medizin und / oder der Chirurgie
- die Regelversorgungen, beinhalten Fachabteilungen der Inneren Medizin und der Chirurgie sowie der Gynäkologie / der Geburtshilfe, der HNO, der Augenheilkunde
- Schwerpunktversorgungen beinhalten Fachabteilungen der Inneren Medizin und getrennte Abteilungen für die Unfallchirurgie und die Orthopädie, die Radiologie und die Anästhesie
- die Maximalversorgungen sind hoch differenzierte medizinische technische Einrichtungen mit medizinischen Geräten wie zum Beispiel Computertomographen und Kernspintomographen
Im Vergleich zu anderen Ländern liegt Deutschland mit dem Krankenhausbettenstand relativ hoch. Dabei ist ein kontinuierlicher Trend zum Krankenhausbettenabbau zu verzeichnen. Dies liegt an der Einweisungsquote durch die niedergelassenen Ärzte, sowie an der Verweildauer der Patienten.
Die Struktur eines Krankenhauses beinhaltet in der organisatorischen Form ein Direktorium. Dieses Direktorium besteht aus dem Verwaltungsdirektor, dem ärztlichen Direktor und dem Pflegedirektor. Diesem Direktorium sind die verschiedenen Berufsgruppen des Krankenhauses unterstellt.
Der Patient wird in den Ambulanzen bzw. Aufnahmestationen ambulant versorgt oder stationär (voll-, teil-, vor-, nachstationär) aufgenommen.
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