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Termpaper, 2007, 21 Pages
Author: Britta Schiwy
Subject: Ethnology / Cultural Anthropology
Details
Institution/College: Ruhr-University of Bochum (Sozialwissenschaften)
Tags: Relevanz, Ritualen, Kulturen, Beispiel, Heilungsritualen, Medizinethnologie
Year: 2007
Pages: 21
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 26 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-16300-7
ISBN (Book): 978-3-640-16442-4
File size: 96 KB
26 Einträge im Literaturverzeichnis, davon 16 Internetquellen.
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Abstract
1 Einleitung Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Relevanz von Ritualen in westlichen Kul-turkreisen, am Beispiel der Bedeutung von Heilungsritualen in eben diesen Kulturen. „Die Sehnsucht nach festen Riten ist ein Grundbedürfnis aller Menschen in allen Kul-turen. Rituale begleiteten schon unsere Urahnen durch den Tag und durch das Jahr. Daran hat sich zum Glück nichts geändert. Und so bringen uns Rituale auch heute noch in Verbindung mit unseren familiären und kulturellen Wurzeln.“ Ob Rituale in der westlichen Welt wirklich noch so präsent sind und ob sie weiterhin innerhalb moderner Gesellschaften zu deren Erhalt dienen, wird im Rahmen dieser Arbeit herausgestellt. 1.1 Aufbau Die Arbeit ist in vier Kapitel strukturiert. Das folgende Kapitel befasst sich mit den Begriffserklärungen und Definitionen, sowie der historischen und regionalen Eingren-zung des Themas. Das dritte Kapitel beinhaltet die Abgrenzung von westlichen zu nicht-westlichen Ritualen. Es geht im Wesentlichen um die Relevanz von Heilungsri-tualen in westlichen Gesellschaften und zeigt an dem Beispiel der Integration von schamanischen Heilungsritualen, ob die Übernahme fremder Rituale in die westliche Gesellschaft eine Möglichkeit darstellt, um den Mangel an Riten in der westlichen Medizin zu beheben. Im letzten Kapitel wird ein abschließendes Fazit gegeben.
Excerpt (computer-generated)
Die Relevanz von Ritualen in westlichen Kulturen
am Beispiel von Heilungsritualen
Hausarbeit im Rahmen des Seminars ,,Medizinethnologie" im SoSe
2007 der Fakultät für Sozialwissenschaften
Ruhr-Universität Bochum
von Britta Schiwy
Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS 2
ABBILDUNGSVERZEICHNIS 3
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 3
1 EINLEITUNG 4
1.1 Aufbau 4
2 BEGRIFFSKLÄRUNGEN 5
2.1 Ritual bzw. Ritus 5
2.2 Eingrenzung des Begriffs ,,westliche Kultur" 7
2.2.1 Kultur 7
2.2.2 Westliche Welt bzw. westliche Kultur 8
3 DIE RELEVANZ VON RITUALEN IN WESTLICHEN GESELLSCHAFTEN 9
3.1 Rituale in komplexen Gesellschaften 9
3.1.1 Die Relevanz von medizinischen Ritualen in der westlichen Welt 12
3.1.1.1 Probleme der Integration schamanischer Heilkultur in westliche
Therapieformen14
4 SCHLUSSBETRACHTUNG 17
5 LITERATURVERZEICHNIS 19
Bücher 19
Internet 19
2
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 : Schamane 14
Abkürzungsverzeichnis
bzw. -
beziehungsweise
ca. -
circa
d.h. -
das heißt
evtl. -
eventuell
f. -
folgende
ff. -
fort folgende
ggf. -
gegebenenfalls
i.d.R. -
in der Regel
o.g. -
oben genannt
sog. -
sogenannte
u.U. -
unter Umständen
usw. -
und so weiter
vgl. -
vergleiche
z.B. -
zum Beispiel
z.Zt. -
zur Zeit
3
1 Einleitung
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Relevanz von Ritualen in westlichen Kulturkreisen, am Beispiel der Bedeutung von Heilungsritualen in eben diesen Kulturen.
,,Die Sehnsucht nach festen Riten ist ein Grundbedürfnis aller Menschen in allen Kulturen. Rituale begleiteten schon unsere Urahnen durch den Tag und durch das Jahr.
Daran hat sich zum Glück nichts geändert. Und so bringen uns Rituale auch heute noch in Verbindung mit unseren familiären und kulturellen Wurzeln."1
Ob Rituale in der westlichen Welt wirklich noch so präsent sind und ob sie weiterhin innerhalb moderner Gesellschaften zu deren Erhalt dienen, wird im Rahmen dieser Arbeit herausgestellt.
1.1 Aufbau
Die Arbeit ist in vier Kapitel strukturiert. Das folgende Kapitel befasst sich mit den Begriffserklärungen und Definitionen, sowie der historischen und regionalen Eingrenzung des Themas. Das dritte Kapitel beinhaltet die Abgrenzung von westlichen zu nicht-westlichen Ritualen. Es geht im Wesentlichen um die Relevanz von Heilungsritualen in westlichen Gesellschaften und zeigt an dem Beispiel der Integration von schamanischen Heilungsritualen, ob die Übernahme fremder Rituale in die westliche Gesellschaft eine Möglichkeit darstellt, um den Mangel an Riten in der westlichen Medizin zu beheben. Im letzten Kapitel wird ein abschließendes Fazit gegeben.
1 NUßBAUM, Margret: Die schönsten Familien-Rituale 11 Rituale durchs ganze Jahr, Christopherus im Verlag Herder, Freiburg im Breisgau, 2005, S. 8.
4
2 Begriffsklärungen
Um einen sinnvollen Einblick in das Thema zu geben, werden zunächst einige Grundbegriffe, die für das Verständnis notwendig sind, erklärt.
2.1 Ritual bzw. Ritus Es existieren in der Fachliteratur unzählige verschiedene Definitionsansätze zum Thema ,,Ritual" bzw. ,,Ritus". So wurden folgende grundsätzliche Definitionsrichtungen des Ritusbegriffs entwickelt.
Der Ritus als:
- formales und vorgeschriebenes Verhalten nicht technologischer Art.
- expressives und symbolisches Verhalten.
- ein kommunikativer Aspekt des Verhaltens, als eine Dimension des sozialen Lebens, sowie jegliche Aktivität, die den Status einer Person ausdrückt. Diese Definition hat allerdings nur eine marginale Bedeutung.
- expressives und obligatorisches Phänomen, das nicht nur sozial ist, sondern auch eine spirituelle Erfahrung eigener Art.2
Im Folgenden wird auf einige der o. g. Ansätze näher eingegangen.
Ketzer beispielsweise versteht ein Ritual als symbolisch, standardisiertes Handeln, das sich durch die folgenden drei Eigenschaften auszeichnet:
1. Symbole vereinen eine Vielzahl von Bedeutungen in sich, die sich jedoch nicht widersprechen. Somit sind sie nicht präzise fassbar, eine eindeutige Auslegung wird unmöglich.
2. Symbole sind mehrstimmig (multivocal3), d.h. unterschiedliche Beobachter
können jeweils etwas Unterschiedliches unter der gleichen Situation verstehen. Die Folge davon ist, dass nicht immer ein Konsens benötigt wird, um Menschen zusammenzuführen.
2 Vgl. HALLER, Dieter: dtv-Atlas Ethnologie, Deutscher Taschenbuchverlag GmbH & Co. KG, München, 2005, S.
249.
3 Vgl. HELMAN, Cecil: Culture, Health and Illness, 2001, S. 157.
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