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Das Unterrichtsfach Werte und Normen

Hausarbeit, 2006, 19 Seiten
Autor: Martina Langen
Fach: Ethik

Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 19
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 14  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V115072
ISBN (E-Book): 978-3-640-16525-4
ISBN (Buch): 978-3-640-16537-7
Dateigröße: 65 KB
Anmerkungen :
14 Einträge im Literaturverzeichnis, davon 4 Internetseiten.


Zusammenfassung / Abstract

Bildung und Erziehung in der Schule dienen einer umfassenden Persönlichkeitsentwicklung. Die jungen Menschen sollen dazu befähigt werden, ihre eigene Lebenswelt zu gestalten und ihre Rechte und Pflichten in der Gesellschaft und Staat in freier Verantwortung wahrzunehmen. Dieser Auftrag der Schule ist festgelegt im Grundgesetz. Um diesen Bildungsauftrag zu erfüllen, muss die Schule über die Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten hinaus auch die Auseinandersetzung mit den Grundfragen der menschlichen Existenz und des sittlichen Verhaltens ermöglichen und so eine Gesamtorientierung vermitteln. Der Religionsunterricht hat nach Auffassung der Kirche eine umfassende Aufgabe für die Verwirklichung des erzieherischen Auftrages der Schule, die in dieser Weise von keinem anderen Schulfach wahrgenommen werden könne. Indem er die Fragen und Probleme der Menschen und der Welt in Offenheit für das Zeugnis der Schrift und den Glauben der Kirche zu klären sucht, leiste er einen entscheidenden Beitrag dazu, dass die Schüler ihr eigenes Leben und ihr Aufgabe in der Gemeinschaft der Menschen verstehen und anzunehmen lernen. 1 Für alle die aber, die den Kirchen nicht angehören oder sich vom Religionsunterricht abgemeldet haben, erscheint es richtig und notwenig, ihnen einen Unterricht zu geben der der Erziehung der Schüler zu verantwortungs- und wertbewussten Verhalten dient. „Angesichts eines möglichen Auseinander-fallens in gegenseitig sich abschottende Religionsgemeinschaften bedarf es eines allgemeinen und insoweit einheitlichen und verpflichtenden Nachdenkens über Werte, was die gleichberechtigte Vielfalt der Kulturen und Religionen überhaupt erst ermöglicht.“ 2 Deswegen ist die rationale Begründung von Werten notwendig. Von Schülern muslimischen Glaubens z.B. kann nicht erwartet werden, dass sie akzeptieren, dass die Grundlagen der Ethik innerhalb des christlichen Religionsunterrichts vermittelt werden. Ziel meiner Arbeit ist es aufzuzeigen, dass das Unterrichtsfach Werte und Normen mehr als nur ein „Ersatzfach“ ist, indem ich die aktuelle Situation an der Schule erkläre und auf die Konzeption des Faches genauer eingehe. 1 „Der Religionsunterricht in der Schule“. Ein Beschluss der Gemeinsamen Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland, 1974 2 http://www.uni-oldenburg.de/philosophie/5605.html, 22.09.2007


Textauszug (computergeneriert)

Carl von Ossietzky

Universität Oldenburg

Bachelorstudiengang
Ökonomische Bildung / Philosophie/Werte und Normen

Hausarbeit
Das Unterrichtsfach Werte und Normen

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung 3
2 Was sind Werte und Normen? 4
3 Rahmenbedingungen für das Fach Werte und Normen 4
3.1 Gesetzliche Grundlagen 5
3.2 Zur Situation des Werte und Normenunterrichts 6
3.3 Zur Situation der Schülerinnen und Schüler 7
4 Konzeption des Unterrichtsfaches Werte und Normen 8
4.1 Bezugswissenschaften 8
4.1.1 Philosophie 8
4.1.2 Religionswissenschaft 9
4.1.3 Gesellschaftswissenschaften 9
4.2 Aufgaben 10
4.3 Ziele 11
4.4 Leitprobleme 12
4.5 Themenbereiche 13
4.6 Prinzipien der Unterrichtsgestaltung 14
5 Schlusswort 15
6 Literaturverzeichnis 17

2

 


1 Einleitung

Bildung und Erziehung in der Schule dienen einer umfassenden Persönlichkeitsentwicklung. Die jungen Menschen sollen dazu befähigt werden, ihre eigene Lebenswelt zu gestalten und ihre Rechte und Pflichten in der Gesellschaft und Staat in freier Verantwortung wahrzunehmen. Dieser Auftrag der Schule ist festgelegt im Grundgesetz. Um diesen Bildungsauftrag zu erfüllen, muss die Schule über die Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten hinaus auch die Auseinandersetzung mit den Grundfragen der menschlichen Existenz und des sittlichen Verhaltens ermöglichen und so eine Gesamtorientierung vermitteln. Der Religionsunterricht hat nach Auffassung der Kirche eine umfassende Aufgabe für die Verwirklichung des erzieherischen Auftrages der Schule, die in dieser Weise von keinem anderen Schulfach wahrgenommen werden könne. Indem er die Fragen und Probleme der Menschen und der Welt in Offenheit für das Zeugnis der Schrift und den Glauben der Kirche zu klären sucht, leiste er einen entscheidenden Beitrag dazu, dass die Schüler ihr eigenes Leben und ihr Aufgabe in der Gemeinschaft der Menschen verstehen und anzunehmen lernen.1 Für alle die aber, die den Kirchen nicht angehören oder sich vom Religionsunterricht abgemeldet haben, erscheint es richtig und notwenig, ihnen einen Unterricht zu geben der der Erziehung der Schüler zu verantwortungs- und wertbewussten Verhalten dient. ,,Angesichts eines möglichen Auseinander-fallens in gegenseitig sich abschottende Religionsgemeinschaften bedarf es eines allgemeinen und insoweit einheitlichen und verpflichtenden Nachdenkens über Werte, was die gleichberechtigte Vielfalt der Kulturen und Religionen überhaupt erst ermöglicht."2 Deswegen ist die rationale Begründung von Werten notwendig. Von Schülern muslimischen Glaubens z.B. kann nicht erwartet werden, dass sie akzeptieren, dass die Grundlagen der Ethik innerhalb des christlichen Religionsunterrichts vermittelt werden. Ziel meiner Arbeit ist es aufzuzeigen, dass das Unterrichtsfach Werte und Normen mehr als nur ein ,,Ersatzfach" ist, indem ich die aktuelle Situation an der Schule erkläre und auf die Konzeption des Faches genauer eingehe.

1 ,,Der Religionsunterricht in der Schule". Ein Beschluss der Gemeinsamen Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland, 1974
2 http://www.uni-oldenburg.de/philosophie/5605.html, 22.09.2007

3

 


2 Was sind Werte und Normen?

Normen sind Wegweiser, Regeln, Gebote, Verbote, Gesetze, Absprachen, Vorschriften, die dem Menschen für das Zusammenleben mit anderen eine Orientierung geben und festlegen, was er machen soll und was nicht. Sie sind für das friedliche Zusammenleben in einer sozialen Gemeinschaft unverzichtbar. Sie sichern das Zusammenleben. Ethische Gebote und Verbote, Pflichten und Vorschriften gab es und gibt es in allen Religionen und Kulturen der Erde. Sie richten das Verhalten der Menschen aus und schreiben Verhaltensweisen vor. Sie machen das Verhalten der Individuen auch für andere vorherseh- und berechenbar. Konfliktverursachende Faktoren lassen sich durch die Festlegung von Vereinbarungen beseitigen. Klare Absprachen und Regeln geben dem Menschen Sicherheit und helfen ihm, sich im Leben zurechtzufinden.

Soziale Werte sind zu verstehen als soziale Objekte, die aufgrund ihrer sachlichen Beschaffenheit für den Fortbestand einer sozialen Gemeinschaft positiv bedeutsam sind. Die Mehrzahl des Wortes Wert, hat im allgemeinen Sprachgebrauch eine spezielle Bedeutung: Man versteht darunter vor allem die Grundsätze, nach denen eine Gesellschaft oder eine Gruppe von Menschen ihr Zusammenleben richtet oder richten will (Ethik). Der Begriff drückt hier auch aus, dass die entsprechenden Vorstellungen und Ideen vom Zusammenleben als richtig, und daher wertvoll angesehen werden. Wir unterscheiden dabei in der Wertverständnisse: Erstens um Werte als unabhängig, absolut gültige Wesenheiten (Wertphilosophie), zweitens um Werte als Handlungsorientierungen (Soziologie und Sozialphilosophie) und drittens um Werte in ihrem Verhältnis zum christlichen Glauben (Theologie). ,,Normen sind Regulative menschlichen Deutens, Ordnens und Gestalten, die sich mit einem Verbindlichkeitsanspruch darstellen, der die Chance hat, Anerkennung, Zustimmung und Gehorsam zu finden." 3 Jede soziale Norm dient als Schutzhülle für einen oder sogar mehrere Werte. Normativ ist z.B.: Du sollst nicht morden. Das ist eine uralte Norm. Der darin enthaltene Wert ist der Wert des Lebens.

3 Rahmenbedingungen für das Fach Werte und Normen
3 Pohlmann 1982, S.19

4

 



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