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Untertitel: Eine Methode nach der Schüler selbstgesteuert lesen lernen
Hausarbeit, 2002, 26 Seiten
Autor: Alexandra Ludwig
Fach: Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwiss.
Details
Institution/Hochschule: Universität Lüneburg (Institut für Deutsche Sprache und Literatur und ihre Didaktik)
Tags: Lesen, Schreiben, Jürgen, Reichen, Einführung, Fachdidaktik, Sprache
Jahr: 2002
Seiten: 26
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-17652-1
ISBN (Buch): 978-3-638-74419-5
Dateigröße: 135 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Die Fähigkeit, Texte lesen und schreiben zu können, ist in unserer Gesellschaft für jedes Individuum eine Grundvoraussetzung, um die Möglichkeit zu haben, erfolgreich an gesellschaftlichen Prozessen teilzunehmen. Doch diese Fähigkeit stellt sich nicht von selbst ein, sondern sie muss erworben werden. Aufgrund der Wichtigkeit dieser Fertigkeit macht man sich schon seit vielen Jahren Gedanken, um die beste Methode zu finden, Kindern das Lesen und Schreiben beizubringen. Dabei beschäftigt uns die Frage nach dem richtigen Leselernwerk besonders. In den letzten Jahren wurden viele Leselernwerke überarbeitet, was zu einer Vielzahl von verbesserten Werken geführt hat, aber nicht zu einer Vielfalt von Leselernwerken mit unterschiedlichen Wegen zum Erwerb der Lesefertigkeit. Anfang der 80er Jahre hat Jürgen Reichen, ein Lehrer aus der Schweiz, mit seinem Lehrgang "Lesen durch Schreiben" eine neue Methode vorgestellt, durch die Kinder ohne Fibel, dafür mit einer Anlauttabelle, erst Schreiben und dann Lesen lernen. Im ersten Teil dieser Hausarbeit beschreibe ich den Lehrgang von Reichen, dann erläutere ich lerntheoretische Grundlagen und im letzten Teil lege ich auch andere mehr oder weniger kritische Meinungen zu "Lesen durch Schreiben" dar. Der Lehrgang "Lesen durch Schreiben": Eine echte Alternative zum herkömmlichen Fibelunterricht?
Textauszug (computergeneriert)
Lesen durch Schreiben von Jürgen Reichen.
Eine Methode nach der Schüler selbstgesteuert lesen lernen
von Alexandra Ludwig
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Das Lesen in der gegenwärtigen Forschung 4
3. Die Erstlesemethode "Lesen durch Schreiben" 5
3.1 Das Besondere an "Lesen durch Schreiben" 5
3.2 Der Lehrgang 6
4. Lerntheoretische Grundlagen 12
4.1 Kognitive Selbststeuerung 12
4.2 Prinzip der minimalen Hilfe 13
4.3 Kognitive Aktivierung 13
4.4 Die drei Repräsentationsebenen 14
5. Lernangebote 14
5.1 Sabefix 14
5.2 Visuelle Wahrnehmung 16
6. "Lesen durch Schreiben" in der Kritik? 17
7. Fazit 21
8. Literaturverzeichnis 23
1. Einleitung
Die Fähigkeit, Texte lesen und schreiben zu können, ist in unserer Gesellschaft für jedes Individuum eine Grundvoraussetzung, um die Möglichkeit zu haben, erfolgreich an gesellschaftlichen Prozessen teilzunehmen. Doch diese Fähigkeit stellt sich nicht von selbst ein, sondern sie muss erworben werden. Aufgrund der Wichtigkeit dieser Fertigkeit macht man sich schon seit vielen Jahren Gedanken, um die beste Methode zu finden, Kindern das Lesen und Schreiben beizubringen. Dabei beschäftigt uns die Frage nach dem richtigen Leselernwerk besonders. In den letzten Jahren wurden viele Leselernwerke überarbeitet, was zu einer Vielzahl von verbesserten Werken geführt hat, aber nicht zu einer Vielfalt von Leselernwerken mit unterschiedlichen Wegen zum Erwerb der Lesefertigkeit.
Anfang der 80er Jahre hat Jürgen Reichen, ein Lehrer aus der Schweiz, mit seinem Lehrgang "Lesen durch Schreiben" eine neue Methode vorgestellt, durch die Kinder ohne
Fibel, dafür mit einer Anlauttabelle, erst Schreiben und dann Lesen lernen.
Im ersten Teil dieser Hausarbeit beschreibe ich den Lehrgang von Reichen, dann erläutere ich lerntheoretische Grundlagen und im letzten Teil lege ich auch andere mehr oder weniger kritische Meinungen zu "Lesen durch Schreiben" dar.
Der Lehrgang "Lesen durch Schreiben":
Eine echte Alternative zum herkömmlichen Fibelunterricht?
2. Das Lesen in der gegenwärtigen Forschung
Die deutsche Schrift ist eine Lautschrift, bei der, mit einigen Ausnahmen, einzelne Schriftzeichen einzelnen Lauten zugeordnet werden (Graphem-Phonem-Korrespondenz).
Früher glaubte man, Lesen sei ein Transformationsprozess von Schriftzeichen in Lautsprache, indem der Leser jedem Buchstaben den entsprechenden Laut zuordnet. Außerdem meinte man, dass beim Lesen zusätzlich Assoziationsprozesse vorliegen: einmal zwischen Buchstaben und Lauten und auch zwischen geschriebenen und gesprochenen Worten. Die Reiz-Reaktions-Theorie besagte dann, dass geschriebene Buchstaben die Reize und die Laute die Reaktionen sind. Reize und Reaktionen sah man durch einen Gedächtnisprozess miteinander verbunden. Nun machte man aber immer wieder die Erfahrung, dass das Aneinanderreihen von Sprachlauten, also das Buchstabieren, nicht mit dem Lesen gleichzusetzen ist. Aus diesem Grunde kam man nach einigen Untersuchungen zum Akt des Zusammenschleifens. Man versucht heute das Zusammenschleifen folgendermaßen zu erklären:
[...]
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