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Die Bestandteile der Kartoffelpflanze und das Wachstum der Kartoffel

Lesson Plan, 2008, 36 Pages
Author: Sabrina Kläs
Subject: Regional History and Geography (Basic Primary School Pedagogy)

Details

Category: Lesson Plan
Year: 2008
Pages: 36
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 12  Entries
Language: German
Archive No.: V115209
ISBN (E-book): 978-3-640-17465-2
ISBN (Book): 978-3-640-17494-2
File size: 203 KB

Abstract

Der Teilrahmenplan Sachunterricht des Rahmenplans Grundschule sieht in der „Perspektive Natur“ vor, dass die Kinder ausgewählte Naturphänomene, hier die Kartoffel, sachorientiert wahrnehmen, beobachten, benennen und beschreiben. In diesem Zusammenhang sollen sie Gesetzmäßigkeiten erforschen, Experimente planen, durchführen und auswerten und Wachstum, Entwicklung und Fortpflanzung entdecken. In der „Perspektive Zeit“ könnte man das Erkennen und Vergleichen der menschlichen Lebensbedingungen bezüglich der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen wie beispielsweise die Ernte, maschinelle Hilfe, Kartoffelprodukte, … angliedern. Das Jahr 2008 ist im Oktober 2007 von der UNO zum internationalen Jahr der Kartoffel ausgerufen worden, um somit auf die Bedeutung des wichtigen Grundnahrungsmittels aufmerksam zu machen. Dies ist ein guter Anlass, den Kindern die Wichtigkeit der Kartoffel näher zu bringen, die ihre direkte Lebenswirklichkeit betrifft. In dieser Unterrichtseinheit wird den Schülern die Geschichte, das Aussehen, der Anbau, die Ernte näher gebracht und sie führen zahlreiche Experimente durch. Auf diese Weise lernen sie die Vielfältigkeit der Kartoffel kennen, die auch zum Kartoffeldruck, zur Kleisterherstellung, … verwendet werden kann. Außerdem werden sie während der Einheit für eine gesunde Ernährung, von der sie ihr Leben lang zehren, sensibilisiert. Die Einstellung der Schüler gegenüber der eigenen Ernährung soll positiv beeinflusst werden. Ihnen soll bewusst werden, dass die Ernährung wichtig für das Wohlbefinden und für die Gesundheit ist. Die Kinder sollen sich mit diesen Themen auseinandersetzen, zum Nachdenken angeregt werden, ihre Vorerfahrungen einbringen und ihr Wissen erweitern.


Excerpt (computer-generated)

Staatliches Studienseminar für das Lehramt

an Grund- und Hauptschulen

Kaiserslautern

Verlaufsplanung zur unbenoteten Lehrprobe

Stundenthema:
Die Bestandteile der Kartoffelpflanze und
das Wachstum der Kartoffel

Schule: GS
Klasse: 3b
Schülerzahl: 20
Fach: Sachunterricht
Datum: 05.09.2008
Zeit: 10.15 - 11.05 Uhr

Vorgelegt durch: Sabrina Kläs
Püttlingen, den 01.09.2008

 


Inhaltsverzeichnis

1. Sachanalyse
1.1 Die Herkunft der Kartoffel 1
1.2 Die Kartoffelpflanze 1
1.3 Die Ernährung 2
2. Didaktische Analyse
2.1 Begründung der Lernaufgabe 3
2.2 Bedeutsamkeit des Unterrichtsinhalts für die Schülerinnen und Schüler 3
2.3 Didaktische Reduktion 4
2.4 Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit 4
2.5 Schwierigkeitsanalyse 5
3. Voraussetzungen für den Unterricht
3.1 Voraussetzungen bei den Schülerinnen und Schülern 6
3.2 Äußere Voraussetzungen 7
4. Kompetenzen 9
5. Methodische Überlegungen
5.1 Einstiegsmöglichkeiten 10
5.2 Artikulation 10
5.3 Sozial- und Aktionsformen 11
5.4 Medien und Arbeitsmittel 11
5.5 Unterrichtsprinzipien 12
6. Geplanter Unterrichtsverlauf (Verlaufplanung) 13
7. Literaturverzeichnis 15
Anhang

 


1

1. Sachanalyse
1.1 Herkunft der Kartoffel
Kartoffeln wurden bereits in vorchristlicher Zeit von den Inkas als Kulturpflanze in den Anden angebaut. Erst im 16. Jahrhundert brachten spanische Eroberer einige Kartoffelpflanzen nach Europa, wo sie von der reichen Bevölkerung als Zierpflanze in Gärten angepflanzt wurden. Erst im 17. Jahrhundert setzte der Landsherr den Anbau der Kartoffel als Nahrungspflanze durch. (Willmeroth & Rösgen, 1998, S. 4)
Lange galt die Kartoffel bei der Bevölkerung als Essen für arme Leute und auch die Bauern waren nur schwer für den Anbau der neuen Pflanze zu begeistern. Zudem kam, dass das Volk anfangs irrtümlich die grünen, giftigen Beeren verzehrt hatte und nun Vorurteile gegenüber der Kartoffel hatte. Letztendlich gelang es dem preußischen König Friedrich II. durch eine List, die Bevölkerung davon zu überzeugen, dass die Kartoffel ein wertvolles Nahrungsmittel ist. Indem er seine Kartoffelfelder von Soldaten bewachen ließ, wurde die Kartoffel für die Bauern so interessant, dass sie dem König Kartoffelpflanzen stahlen, um diese selbst anbauen zu können. Der Alte Fritz aß öffentlich zum Beweis der Genießbarkeit eine Kartoffel, erließ Verordnungen zum Anbau der Kartoffel und ließ die Bauern im Anbau der Pflanze unterweisen. (Dinges, 2000, S. 2; Bertsch & Lehner, 2006, S. 5)
1.2 Die Kartoffelpflanze
Die Kartoffel ist ein Nachtschattengewächs, dessen Staude bis zu 1,30 m hoch werden kann. Während sie im Ursprungsland eine mehrjährige Pflanze ist, vergeht sie in Europa im Herbst und ist somit einjährig. Die Pflanze besteht aus weißen bis violetten Blüten, eiförmigen Blättern, grünen, giftigen Beeren, einem Stängel, Sprossen, Wurzeln, der Mutter- und den Tochterknollen. Durch die aus Korkzellen bestehende Schale werden die Kartoffeln vor Austrocknung und Fäulnis geschützt. Die Vermehrung kann durch Selbstbestäubung oder durch die vegetative Vermehrung durch die Sprossknollen, wobei aus den Augen neue Kartoffelpflanzen gebildet werden, geschehen. (Willmeroth & Rösgen, 1998, S. 4; Dinges, 2000, S. 2)
Die Saatkartoffeln bzw. Mutterknollen werden, je nach Sorte, zwischen März und Mai in die Erde gelegt. Aus den Augen der Kartoffel keimen kleine Triebe, die nach unten und oben wachsen. Durch die Wurzeln entzieht die Pflanze dem Boden Feuchtigkeit und Nährstoffe. Überirdisch wächst die Staude mit Blüten und Beeren.

 


2

Die Frühkartoffeln werden bereits im Juli, die Spät- oder Winterkartoffeln erst im Oktober geerntet. Die heutige, maschinelle Ernte erfolgt mit Hilfe eines Kartoffelroders, der die Knollen aus der Erde holt und gleichzeitig haftende Erde entfernt, und einer Sortiermaschine, die die Kartoffeln der Größe nach ordnet und in Säcke füllt. (Willmeroth & Rösgen, 1998, S. 4f.; Bertsch & Lehner, 2006, S. 6)
1.3 Die Ernährung
Die Kartoffelknolle enthält zwischen 75% und 80% Wasser und 20% feste Bestandteile. Zu den festen Bestandteilen gehört der hohe Stärkeanteil von ca. 80-88%, der sehr sättigend wirkt. Des Weiteren enthält sie in geringeren Anteilen Faserstoffe, Zucker, Eiweiß und Aminosäuren. Die Kartoffelknolle ist fast fettfrei und enthält die Vitamine C, B1, B2 und Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Mangan, Phosphor, Kalzium, Eisen, Natrium, Chlor, Kupfer und Schwefel. Auch die Schale ist genießbar und gesund, da sie Ballaststoffe sowie Eisen, Zink, Kalzium, Phosphor und die Vitamine B1, B2 und B6 enthält. Die Kartoffel trägt somit zu einer gesunden Ernährung bei - so deckt zum Beispiel eine mittelgroße Kartoffelknolle schon 45% des Tagesbedarfs an Vitamin C und 21% des Kaliumbedarfs. Der Verzehr von Kartoffeln wirkt sich zudem positiv auf die Verdauung, die Entwässerung, auf Stoffwechselvorgänge, auf die Muskulatur und die Nerven aus.
In den Geschäften sind ca. 165 verschiedene Kartoffelsorten zu finden, die sich hinsichtlich der Erntezeit, des Kochtyps und der Lagerfähigkeit unterscheiden. Die Lebensmittelauswahl an Kartoffelprodukten steigt ständig an. So kann man zwischen frischen Kartoffeln, Trockenerzeugnissen aus rohen oder gekochten Kartoffeln, tiefgefrorenen Erzeugnissen als Halbfertigwaren und verzehrfertigen Kartoffelerzeugnissen wählen.
(Willmeroth & Rösgen, 1998, S. 4.; Bertsch & Lehner, 2006, S. 5f.; Dinges, 2000, S. 3, BZgA, 1995, S. 76f.)

 


3

2. Didaktische Analyse
2.1 Begründung der Lernaufgabe
Der Teilrahmenplan Sachunterricht des Rahmenplans Grundschule sieht in der ,,Perspektive Natur" vor, dass die Kinder ausgewählte Naturphänomene, hier die Kartoffel, sachorientiert wahrnehmen, beobachten, benennen und beschreiben. In diesem Zusammenhang sollen sie Gesetzmäßigkeiten erforschen, Experimente planen, durchführen und auswerten und Wachstum, Entwicklung und Fortpflanzung entdecken. In der ,,Perspektive Zeit" könnte man das Erkennen und Vergleichen der menschlichen Lebensbedingungen bezüglich der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen wie beispielsweise die Ernte, maschinelle Hilfe, Kartoffelprodukte, ... angliedern.
2.2 Bedeutsamkeit des Unterrichtsinhalts für die Schülerinnen und Schüler
Das Jahr 2008 ist im Oktober 2007 von der UNO zum internationalen Jahr der Kartoffel ausgerufen worden, um somit auf die Bedeutung des wichtigen Grundnahrungsmittels aufmerksam zu machen. Dies ist ein guter Anlass, den Kindern die Wichtigkeit der Kartoffel näher zu bringen, die ihre direkte Lebenswirklichkeit betrifft. In dieser Unterrichtseinheit wird den Schülern die Geschichte, das Aussehen, der Anbau, die Ernte näher gebracht und sie führen zahlreiche Experimente durch. Auf diese Weise lernen sie die Vielfältigkeit der Kartoffel kennen, die auch zum Kartoffeldruck, zur Kleisterherstellung, ... verwendet werden kann. Außerdem werden sie während der Einheit für eine gesunde Ernährung, von der sie ihr Leben lang zehren, sensibilisiert. Die Einstellung der Schüler gegenüber der eigenen Ernährung soll positiv beeinflusst werden. Ihnen soll bewusst werden, dass die Ernährung wichtig für das Wohlbefinden und für die Gesundheit ist. Die Kinder sollen sich mit diesen Themen auseinandersetzen, zum Nachdenken angeregt werden, ihre Vorerfahrungen einbringen und ihr Wissen erweitern.

 


4

2.3 Didaktische Reduktion
In dieser Unterrichtsstunde sollen die Kinder, motiviert durch ihre Forscheraufgaben, die Bestandteile der Kartoffelpflanze herausfinden, beobachten und beschreiben bzw. den Verlauf des Wachstums einer Kartoffelpflanze herausfinden und erklären. Der Schwerpunkt wird somit auf das Aussehen und das Wachstum und auf die Präsentation dieser Arbeitsergebnisse gelegt. [...]



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