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Hausarbeit, 2002, 17 Seiten
Autor: Diplom-Kommunikationswirtin Julia Schroeter
Fach: Psychologie - Klinische u. Gesundheitspsychologie, Psychopathologie
Details
Institution/Hochschule: Universität der Künste Berlin
Tags: Manische, Depression, Kreativität
Jahr: 2002
Seiten: 17
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 9 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-16962-7
Dateigröße: 369 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Der Themenkomplex „Melancholie, Depression und Kreativität“ hatte mich im Seminar spon-tan aufhorchen lassen. „Endlich mal ein Thema, dass sich nicht mit dem jung-dynamischen, erfolgreichen und vor Gesundheit und Kreativität strotzenden Übermenschen beschäftigt“ schoss es mir durch den Kopf. In unserem von der Hochglanzwerbung stark beeinflussten Studiengang schien mir dieses Thema ein menschlicher Lichtblick zu sein. Als ich dann glühenden Eifers die Grundlagenliteratur verschlang, war ich zunächst ein biss-chen enttäuscht. Die historische Abhandlung des Themas hatte mir zu wenig persönlichen Bezug. Bis ich dann auf den Essay von Kay Jamison gestoßen bin. Die Wissenschaftlerin er-forscht als selbst Betroffene das Thema „Manische Depression und Kreativität“. Warum hatte mich dieses Thema so spontan gefesselt? Ist sie eine Gleichgesinnte? Ich selbst leide seit mei-ner Pubertät unter extremen Stimmungsschwankungen. Bin ich etwa selbst manisch depres-siv? Und ist meine mir des öfteren „attestierte“ Kreativität etwa ein Kind dieser Krankheit? Mein Erkenntnisinteresse wuchs und resultierte in dieser Arbeit über „Manische Depression und Kreativität“. Erst einmal wollte ich genaueres über diese Krankheit wissen. Wie äußert sie sich? Ist sie ein Kind unserer Zeit oder existiert sie seit Menschengedenken? Wodurch wird sie ausgelöst? und Wie kann man sie behandeln? Mit diesem Grundlagenwissen fühlte ich mich für die nächsthöhere Stufe der wissenschaftli-chen Diskussion gewappnet. Wie beeinflusst die manische Depression die Kreativität? Da das Thema für einen psychologischen Laien wie mich sehr schwer zugänglich war (zumal die gesamte Literatur mit psychologischen Fachtermini auf Englisch verfasst war) und sich zudem als äußerst komplex erwies, beziehe ich mich in meiner Arbeit in erster Linie auf die Erkenntnisse von Kay Jamison. Ich habe mich im Nachhinein dafür entschieden, auf wörtliche englische Zitate zu verzichten, da diese den Lesefluss zu sehr behindert haben.
Textauszug (computergeneriert)
Universität der Künste Berlin
Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation
Seminar Kreativität
Wintersemester 2001/2002
Hausarbeit zum Thema
Manische Depression und Kreativität
eingereicht von:
Julia Schroeter
Berlin, den 27.3.02
1
Inhalt
1
Einleitung 3
2
Manische Depression 4
2.1
Begrifflichkeiten 4
2.1.1
Die unipolare Depression 4
2.1.2
Die bipolare Depression 4
2.2
Geschichte der manischen Depression 6
2.3
Ursachen der manischen Depression 6
2.4
Behandlungsmethoden der manischen Depression 7
3
Manische Depression und Kreativität 8
3.1
Wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema 8
3.1.1 Methodik 8
3.1.2 Durchführung 9
3.1.3 Ergebnis 9
3.2
Kreativitätsfördernde Symptome 12
4
Fazit 14
5
Literaturverzeichnis 16
2
1 Einleitung
Der Themenkomplex ,,Melancholie, Depression und Kreativität" hatte mich im Seminar spontan aufhorchen lassen. ,,Endlich mal ein Thema, dass sich nicht mit dem jung-dynamischen, erfolgreichen und vor Gesundheit und Kreativität strotzenden Übermenschen beschäftigt" schoss es mir durch den Kopf. In unserem von der Hochglanzwerbung stark beeinflussten Studiengang schien mir dieses Thema ein menschlicher Lichtblick zu sein.
Als ich dann glühenden Eifers die Grundlagenliteratur verschlang, war ich zunächst ein bisschen enttäuscht. Die historische Abhandlung des Themas hatte mir zu wenig persönlichen Bezug. Bis ich dann auf den Essay von Kay Jamison gestoßen bin. Die Wissenschaftlerin erforscht als selbst Betroffene das Thema ,,Manische Depression und Kreativität". Warum hatte mich dieses Thema so spontan gefesselt? Ist sie eine Gleichgesinnte? Ich selbst leide seit meiner Pubertät unter extremen Stimmungsschwankungen. Bin ich etwa selbst manisch depressiv? Und ist meine mir des öfteren ,,attestierte" Kreativität etwa ein Kind dieser Krankheit?
Mein Erkenntnisinteresse wuchs und resultierte in dieser Arbeit über ,,Manische Depression und Kreativität".
Erst einmal wollte ich genaueres über diese Krankheit wissen. Wie äußert sie sich? Ist sie ein Kind unserer Zeit oder existiert sie seit Menschengedenken? Wodurch wird sie ausgelöst? und Wie kann man sie behandeln?
Mit diesem Grundlagenwissen fühlte ich mich für die nächsthöhere Stufe der wissenschaftlichen Diskussion gewappnet. Wie beeinflusst die manische Depression die Kreativität?
Da das Thema für einen psychologischen Laien wie mich sehr schwer zugänglich war (zumal die gesamte Literatur mit psychologischen Fachtermini auf Englisch verfasst war) und sich zudem als äußerst komplex erwies, beziehe ich mich in meiner Arbeit in erster Linie auf die Erkenntnisse von Kay Jamison.
Ich habe mich im Nachhinein dafür entschieden, auf wörtliche englische Zitate zu verzichten, da diese den Lesefluss zu sehr behindert haben.
3
2 Manische Depression
2.1 Begrifflichkeiten
Das Wort Depression kommt aus dem Lateinischen: ,,Depressio" = Niederdrücken, Senkung. ,,Die Depression ist eine psychische Erkrankung mit starker seelischer Verstimmtheit, die durch tiefe Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit sowie körperliche und seelische Antriebshemmung gekennzeichnet ist". 1Es gibt unterschiedliche Formen der Depression. Man unterscheidet z.B. die unipolare von der bipolaren Depression.
2.1.1 Die unipolare Depression
Die unipolare Depression ist die uns als ,,klassische Depression" geläufige Erkrankung, in der dem Patienten die Welt dunkel, freudlos und nicht mehr lebenswert erscheint. Der depressive Patient ist apathisch und lethargisch, er kann sich schlecht konzentrieren und hat ein schlechtes Gedächtnis, seine Motorik und sein Denken sind verlangsamt und er plagt sich mit Hoffnungslosigkeit, Selbstmordgedanken, Selbstzweifeln und Schuldgefühlen2.
Die Symptome müssen über mindestens 2-4 Wochen kontinuierlich auftreten, um als klinische, zu behandelnde Depression eingestuft zu werden. Außerdem müssen die entsprechenden Kriterien, die für eine Diagnose herangezogen werden, erfüllt werden. Ein weiteres Differenzierungsmerkmal zwischen ,,krankhafter Depression" und normalen temporären Stimmungstiefs besteht in dem Maß, in dem die Symptome das Alltagsleben des Menschen beeinflussen3.
2.1.2 Die bipolare Depression
In einer bipolaren Depression oder manischen Depression wechseln sich depressive und euphorische Phasen ab. Es werden hierbei zwischen unterschiedlichen ,,Schweregraden" unterschieden: Diese reichen von der milden Form der manischen Depression, der Cyclothymie, bei der zwar deutliche Schwankungen in der Stimmung, im Verhalten usw. auftreten, die aber das Alltagsleben der Patienten nicht so gravierend beeinflussen bis hin zu den extremen Formen, die einen lebensbedrohlichen und psychotischen Charakter besitzen4.
1 http://www.mcmedicine.ch/live/mcmedicine/krankheiten/psyche/depression/depression_ definition.htm
2 Vgl. K. Jamison: Manic Depressive Illness and Creativity , Scientific American, 1995
3 Vgl. K. Jamison: Manic Depressive Illness and Creativity , Scientific American, 1995
4 Vgl. K. Jamison: Touched with fire, New York 1994, S. 13
4
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