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Diploma Thesis, 2008, 146 Pages
Author: Sascha Fabian
Subject: Communications: Media and Politics, Politic Communications
Details
Tags: Medienpolitik, Sport, Eine, Analyse, Umsetzung, Fernsehrichtlinie, Europäischen, Union, Berücksichtigung, Marktes
Year: 2008
Pages: 146
Grade: 2,3
Bibliography: ~ 55 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-18041-7
ISBN (Book): 978-3-640-18050-9
File size: 1192 KB
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Abstract
Im Jahre 2007 wurde von der EU eine, den modernen technischen Standards angepasste, Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste (AVMSD) ins Leben gerufen. Insbesondere ein Element sorgt sowohl bei der alten, als auch der neuen Fassung für große Diskussionen. Die AVMSD legt in Artikel 3j (bei der Fernsehrichtlinie von 1997 Artikel 3a) Bedingungen fest, mit denen sichergestellt werden soll, dass die Öffentlichkeit Ereignisse, denen eine erhebliche gesellschaftliche Bedeutung beigemessen wird, in einer frei zugänglichen Fernsehsendung verfolgen kann. Zu diesem Zweck kann jeder Mitgliedstaat eine Liste der Ereignisse aufstellen, die unverschlüsselt übertragen werden müssen, selbst wenn Pay-TV-Sender die Exklusivrechte erworben haben. Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass insbesondere große Sportveranstaltungen zu diesen Ereignissen mit erheblicher gesellschaftlicher Bedeutung gezählt werden. Mehr als 18 Jahre sind seit der Einführung von „Fernsehen ohne Grenzen“ vergangen. Die TV-Landschaft in Europa, speziell die Sportberichterstattung und der damit verbundene Sportrechtemarkt, hat sich aufgrund dieses Beschlusses verändert. Die Reichweite der EU-Fernsehrichtlinie umfasst sowohl geographische, sozio-kulturelle, als vor allem auch wirtschaftliche Dimensionen. Dieser Umstand lässt eine strukturierte Betrachtung und Aufarbeitung der Geschehnisse auf dem audiovisuellen Markt der Sportberichterstattung in Europa als Notwendigkeit erscheinen. Wie hat sich die Fernsehrichtlinie im Laufe der Jahre entwickelt? Welche EU-Staaten sehen es überhaupt als notwendig an, eine Schutzliste mit öffentlich frei empfangbaren Sportereignissen zu erstellen und beim Europäischen Parlament einzureichen? Welchen Sportereignissen wird eine erhebliche gesellschaftliche Bedeutung beigemessen? Wie stellen sich die damit verbundenen Auswirkungen auf den Fernsehmärkten dar? Was bedeutet die Richtlinie für die Sportrechtevermarkter, die Rechteinhaber, die öffentlichen Rundfunkanbieter und das Pay-TV? Dem interessierten Betrachter dieser Entwicklung stellen sich die unterschiedlichsten Fragen. Die vorliegende Arbeit soll Ansätze und Hintergrundinformationen zur Beantwortung dieser Fragen liefern.
Excerpt (computer-generated)
Medienpolitik und Sport Eine Analyse der Umsetzung der
Fernsehrichtlinie der Europäischen Union unter besonderer
Berücksichtigung des deutschen Marktes
Diplomarbeit
von
Sascha Fabian
Deutsche Sporthochschule Köln
Köln, Mai 2008
I
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
1
Einleitung
1
1.1 Fragestellung und Relevanz der Arbeit
2
1.2 Forschungsstand
3
1.3 Vorgehensweise
4
Kapitel 1
2
Rechtsgrundlagen zur Europäischen Sportpolitik
5
2.1 Das EU-Recht
5
2.2 Die EU-Politik und der Sport
7
2.2.1 Der neue Sportartikel im EU-Reformvertrag
von Lissabon
8
3
EU-Wettbewerbs- und Medienpolitik
9
3.1 Die Europäische Wettbewerbspolitik
10
3.2 Die Europäische Medienpolitik
13
3.2.1 Die Akteure der Europäische Medienpolitik
15
3.2.1.1
Die Kommission
15
3.2.1.2
Der Ministerrat
16
3.2.1.3
Das Europäische Parlament
17
3.2.1.4
Der Europarat
17
3.2.2 Die Instrumente der Europäischen Medienpolitik 17
II
Kapitel 2
4 Chronologie der EU-Fernsehrichtlinien
18
4.1 Eckdaten
19
4.2 Die Entstehungsgeschichte der EU-Fernsehrichtlinie
20
4.3 Inhalte der Richtlinie ,,Fernsehen ohne Grenzen" von 1989 24
4.3.1 Allgemeiner Grundsatz
25
4.3.2 Quotenregelung
25
4.3.3 Werbung
25
4.3.5 Jugendschutz
26
4.3.6 Recht auf Gegendarstellung
26
4.4 Novellierung der Fernsehrichtlinie 1997
27
4.4.1 Rechtshoheit
27
4.4.2 Ereignisse von erheblicher gesellschaftlicher
Bedeutung
27
4.4.3 Teleshopping
28
4.4.4 Jugendschutz
28
4.5 Die neue Richtlinie über audiovisuelle
Mediendienste (AVMSD)
28
4.5.1 Lineare und nicht-lineare Dienste
29
4.5.2 Herkunftslandprinzip und Rechtshoheit
29
4.5.3 Werbung
29
4.5.4 Produktplatzierung (engl. ,,product placement")
30
4.5.5 Weitere Regelungen
30
5
Die TV-Schutzlisten der EU-Staaten
31
5.1 Tabellarischer Überblick aller Schutzlisten und deren Inhalte 32
5.1.1 Gesamtübersicht
33
5.1.2 Einzelübersicht
38
6
Vergleich und Analyse der Schutzlisten der Nationen
Deutschland, Österreich und UK
42
6.1 Begründung der Auswahl
42
6.2 Festlegung der Vergleichskriterien
43
6.3 Vergleich der Schutzlisteninhalte
44
III
6.4 Analyse aus geographischer Sicht
45
6.4.1 Deutschland
46
6.4.2 Österreich
47
6.4.3 Vereinigtes Königreich
48
6.5 Soziokulturell er und sporthistorischer Einfluss
49
6.5.1 Deutschland
49
6.5.2 Österreich
52
6.5.3 Vereinigtes Königreich
54
6.6 Medialer Einfluss am Beispiel des deutschen TV-Marktes
56
6.6.1 Fernsehen in Deutschland
57
6.7 SPORT+MARKT-Studie: Die beliebtesten TV-Sportarten in
ausgewählten europäischen Ländern
60
6.7.1 Untersuchungsmethodik
60
6.7.2 Untersuchungsergebnisse
61
6.8 Zusammenfassende Bewertung der
Untersuchungsergebnisse
64
7
Ökonomische Aspekte der Schutzlistenregelung
66
7.1 Al gemeine ökonomische Aspekte
Wirkungen auf die Wohlfahrt
66
7.2 Top-Sport als TV-Premium Content
70
7.3 Exklusivität von Fernsehrechten bei Sportereignissen 72
7.3.1 Pay-TV Exklusivität
72
7.3.2 Free-TV Exklusivität
73
7.4 Erlöse und Effizienz bei Free- und Pay-TV
76
7.5 Politische Argumentationen zur Existenz von Schutzlisten
82
7.5.1 Informationsfreiheit
82
7.5.2 Meritorische Aspekte (inkl. externer Effekte)
83
7.5.3 Kompensation staatlicher Subventionen
84
7.6 Fazit der ökonomischen Betrachtung
85
IV
Kapitel 3
8
Theoretischer Rahmen der Experteninterviews
87
8.1 Begründung für die Durchführung der Experteninterviews
87
8.2 Interviewkriterien
89
8.2.1 Auswahl der Interviewpartner
90
8.2.2 Art des Interviews
91
8.2.3 Entwicklung des Fragebogens
91
8.2.4 Interviewverlauf
93
9
Expertenmeinungen zu den Auswirkungen der EU-Schutzlistenregelung für den deutschen Markt
93
9.1 Experten-Meinungsspiegel zur EU-Schutzlistenregelung
94
9.2 Diskussion und Bewertung der Interviewergebnisse 118
9.3 SWOT-Analyse
122
10
Zusammenfassung und Ausblick
125
Literatur- und Quellenverzeichnis
129
Anhang
137
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 Die EU-Kommission für Informationsgesellschaft und Medien
16
Abb. 2 Untersuchungsmethodik der SPORT+MARKT-Studie der beliebtesten TV-Sportarten in Europa.
60
V
Abb. 3 Die Top-3 der beliebtesten TV-Sportarten in Deutschland.
61
Abb. 4 Die Top-3 der beliebtesten TV-Sportarten in Österreich
62
Abb. 5 Die Top-3 der beliebtesten TV-Sportarten in Großbritannien
62
Abb. 6 Die Top-3 der beliebtesten TV-Sportarten in Frankreich
63
Abb. 7 Die Top-3 der beliebtesten TV-Sportarten in Irland
63
Abb. 8 Die Top-3 der beliebtesten TV-Sportarten in Italien
64
Abb. 9 Sportveranstaltungen im Free und im Pay-TV
68
Abb. 10 Exklusivität bei Free-TV
75
Abb. 11 Erlöse und Wohlfahrt bei Free- und Pay-TV
77
Tabellenverzeichnis
Tab. 1 Gesamtübersicht I über die Schutzlisteninhalte aller bisher beteiligten Staaten
34
Tab. 2 Gesamtübersicht II über die Schutzlisteninhalte aller bisher beteiligten Staaten
35
Tab. 3 Gesamtübersicht III über die Schutzlisteninhalte aller bisher beteiligten Staaten
36
Tab. 4 Gesamtübersicht IV über die Schutzlisteninhalte aller bisher beteiligten Staaten
37
VI
Tab. 5 Die Inhalte der deutschen TV-Schutzliste
38
Tab. 6 Die Inhalte der österreichischen TV-Schutzliste
38
Tab. 7 Die Inhalte der britischen TV-Schutzliste
38
Tab. 8 Die Inhalte der (französisch-) belgischen TV-Schutzliste
39
Tab. 9 Die Inhalte der (flämisch-) belgischen TV-Schutzliste
39
Tab. 10 Die Inhalte der dänischen TV-Schutzliste
40
Tab. 11 Die Inhalte der finnischen TV-Schutzliste
40
Tab. 12 Die Inhalte der französischen TV-Schutzliste
41
Tab. 13 Die Inhalte der irischen TV-Schutzliste
41
Tab. 14 Die Inhalte der italienischen TV-Schutzliste
41
Tab. 15 SWOT-Analyse der Auswirkungen von TV-Schutzlisten der EU auf den Sportrechtemarkt
124
Abkürzungsverzeichnis
Abb.
- Abbildung
Abs.
- Abschnitt
ARD
- Erstes Deutsches Fernsehen
Art.
- Artikel
AT
- Österreich
AVMSD
- Audiovisual Media Services Directive
BE
- Belgien
VII
bzw.
- beziehungsweise
ca.
- zirka
CATI
- Computer assisted telephone interview)
DE
- Deutschland
DFB
- Deutscher Fußballbund
DFL
- Deutsche Fußballliga
DK
- Dänemark
d.h.
- das heißt
DSF
- Deutsches Sportfernsehen
DSL
- Digital Subscriber Line
EBU
- European Broadcasting Union
EG
- Europäische Gemeinschaft
EM
- Europameisterschaft
etc.
- et cetera
EU
- Europäische Union
EuGH
- Europäischer Gerichtshof
evtl.
- eventuell
FA
- Footbal Association
F.C.
- Football Club
FI
- Finnland
FIFA
- Fédération Internationale de Football Association
FR
- Frankreich
GB
- Großbritannien
GEZ
- Gebühreneinzugszentrale
Hrsg.
- Herausgeber
IE
- Irland
inkl.
- inklusive
insb.
- insbesondere
ISPO
- Internationale Fachmesse für Sportartikel und Sportmode
IT
- Italien
Mio.
- Millionen
OK
- Organisationskomitee
ORF
- Österreichischer Rundfunk
o.ä.
- oder ähnlich
PC
- Personal computer
RFU
- Rugby Football Union
RStV
- Rundfunkstaatsvertrag
RTL
- Radio Tele Luxembourg
S.
- Seite
SWOT
- strenghts - weaknesses - opportunities - threats
Tab.
- Tabelle
TV
-Television
UEFA - Union of European Footbal Associations
UK
- United Kingdom of Great Britain
US
- United States of America
vgl.
- vergleiche
WM
- Weltmeisterschaft
VIII
z.B.
- zum Beispiel
z.T.
- zum Teil
ZDF
- Zweites Deutsches Fernsehen
§
- Paragraph
1
1 Einleitung
Am 3. Oktober 1989 wurde die sogenannte Fernsehrichtlinie
,,Fernsehen ohne Grenzen" (Rat der Europäischen Gemeinschaften,
1989)
zur
Koordinierung
bestimmter
Rechts-
und
Verwaltungsvorschriften der Mitgliedsstaaten über die Ausübung der
Fernsehtätigkeit durch den Europarat in Brüssel in Kraft gesetzt. Im
Juni 1997 erfolgte eine Modernisierung und Überarbeitung der
Richtlinie durch den Europarat und das Europäische Parlament (Rat
der Europäischen Gemeinschaften, 1997). Im Jahre 2007 wurde
schließlich eine, den modernen technischen Standards angepasste,
Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste (AVMSD) ins Leben
gerufen. Insbesondere ein Element sorgt sowohl bei der alten, als auch
der neuen Fassung für große Diskussionen. Die AVMSD legt in Artikel
3j (bei der Fernsehrichtlinie von 1997 Artikel 3a) Bedingungen fest, mit
denen sichergestellt werden soll, dass die Öffentlichkeit Ereignisse,
denen eine erhebliche gesellschaftliche Bedeutung beigemessen wird,
in einer frei zugänglichen Fernsehsendung verfolgen kann. Zu diesem
Zweck kann jeder Mitgliedstaat eine Liste der Ereignisse aufstellen, die
unverschlüsselt übertragen werden müssen, selbst wenn Pay-TV-Sender die Exklusivrechte erworben haben.
[...]
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