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Aristothelische Rhetorik

Hauptseminararbeit, 2007, 15 Seiten
Autor: Julia Kulewatz
Fach: Rhetorik / Phonetik / Sprechwissenschaft

Details

Veranstaltung: BA- Berufsfeld/ Angewandte Rhetorik
Institution/Hochschule: Universität Erfurt
Tags: Aristothelische, Rhetorik, Berufsfeld/, Angewandte, Rhetorik
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2007
Seiten: 15
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 6  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V116154
ISBN (E-Book): 978-3-640-18267-1
ISBN (Buch): 978-3-640-18278-7
Dateigröße: 89 KB

Zusammenfassung / Abstract

„All unsere Rhetorik geht auf die Schlange zurück!“(Elaszar Benyoetz). Einem jeden dürfte klar sein, dass die Schlange selbst das Ursprünglichste aller Verführung verkörpert. Die Rhetorik ist vom selben Gesichtspunkt aus zu betrachten, sie ist die verführerische Rede, die Redekunst, suggestive Beeinflussung des Hörers, das In-Szene-Setzen von Sprache, die Kunst als Rhetor zu agieren und zu wirken. Bereits in der frühen Antike galt die Rhetorik, die Kunst von der freien und öffentlichen Rede, vor allem als die „Überredung“. Aristoteles unterteilte sie erstmalig in Pathos, Ethos und Logos, und erforschte die wahren Aufgaben der „Kunst zu Überreden“. Ziel der Rhetorik war nicht ausschließlich die Überzeugung des Zuhörers, ebenso sollte es Aufgabe der Redekunst sein, eine Identifikation zwischen Rhetor und Zuhörer zu bewerkstelligen, auf einer gemeinsamen Suche nach der Wahrheit, die nach antiker Weltanschauung nur auf einer kollektiven Basis möglich wurde. Rhetorik ermöglichte es dem gebildeten Menschen, mit Hilfe des Dialoges, von subjektiven Überzeugungen her, allgemeingültige Aussagen zu treffen, weshalb sie eng verknüpft ist mit der Philosophie, da beide Lehren nach der Wahrheit suchen. Der Mensch, nach Aristoteles ein triebhaftes und leicht zu beeinflussendes Wesen, welches sich keinesfalls auf die ihm gegebene Vernunft allein verlassen könne, auf der Suche nach Erkenntnis, bei dem ihm die Rhetorik den Weg ebnet.


Textauszug (computergeneriert)

Universität Erfurt

Veranstaltungstyp: BA- Berufsfeld/ Angewandte Rhetorik

,,Aristotelische Rhetorik"

Abgabe: 15. 8. 07, Semester: 2
Verfasserin: Julia Kulewatz

 


Inhaltsverzeichnis

Prolog 3

Kurze Biographie des Aristoteles 4

Werke 4

Lehren 5

Physik 5

Psychologie 5

Ethik 6

Politik 6

Logik 6

Begrifflichkeit der Rhetorik 7

Definition 7

Die Antike und ihre großen Rhetoren 7

Redekunst und Beredsamkeit nach Aristoteles 8

Rhetorische Überzeugungsmittel 8

Ethos 9

Pathos 10

Logos 11

Epilog 13

Bibliographie 14

Seite 2

 


Prolog

Der Aphoristiker Elaszar Benyoetz sagte einst:
"All unsere Rhetorik geht auf die Schlange zurück."1

Einem jeden dürfte klar sein, dass die Schlange selbst das Ursprünglichste al er Verführung verkörpert. Die Rhetorik ist vom selben Gesichtspunkt aus zu betrachten, sie ist die verführerische Rede, die Redekunst, suggestive Beeinflussung des Hörers, das In-Szene-Setzen von Sprache, die Kunst als Rhetor zu agieren und zu wirken. Bereits in der frühen Antike galt die Rhetorik, die Kunst von der freien und öffentlichen Rede, vor al em als die ,,Überredung". Aristoteles unterteilte sie erstmalig in Pathos, Ethos und Logos, und erforschte die wahren Aufgaben der ,,Kunst zu Überreden". Ziel der Rhetorik war nicht ausschließlich die Überzeugung des Zuhörers, ebenso sol te es Aufgabe der Redekunst sein, eine Identifikation zwischen Rhetor und Zuhörer zu bewerkstel igen, auf einer gemeinsamen Suche nach der Wahrheit, die nach antiker Weltanschauung nur auf einer kol ektiven Basis möglich wurde. Rhetorik ermöglichte es dem gebildeten Menschen, mit Hilfe des Dialoges, von subjektiven Überzeugungen her, al gemeingültige Aussagen zu treffen, weshalb sie eng verknüpft ist mit der Philosophie, da beide Lehren nach der Wahrheit suchen. Redner und Gegenredner treten in Dialog auf der Suche nach der al gemein überzeugendsten Darstel ungsmöglichkeit. Der Mensch, nach Aristoteles ein triebhaftes und leicht zu beeinflussendes Wesen, welches sich keinesfal s auf die ihm gegebene Vernunft al ein verlassen könne, auf der Suche nach Erkenntnis, bei dem ihm die Rhetorik den Weg ebnet. Hat denn nicht auch die Schlange Eva durch Rhetorik verführt, war Eva denn etwa nicht getrieben von einem Durst nach Erkenntnis, so sehr, dass sie im Dialog den Reden der Schlange erlag? Wie hoch die Eventualität genau einzuschätzen ist, einem geschulten Rhetor zu erliegen, möchte ich nun mit Hilfe der der aristotelischen Rhetorik darlegen.

1 Vgl.:http://www.zitate.de/ergebnisse.php?kategorie=Rhetorik

Seite 3

 


Kurze Biographie des Aristoteles

Aristoteles ist zweifel os einer der berühmtesten und bedeutendsten Philosophen des Altertums. Er wurde um 384 v. Chr. in Stagira in Makedonien geboren. Als Schüler Platons studierte er an dessen Akademie in Athen im Alter von 17 Jahren. Später unterrichtete der junge Philosoph selbst an der platonischen Akademie. Als Platon jedoch verstarb (347 v. Chr.), zog es Aristoteles nach Assos, einer kleinasiatischen Stadt, wo sein enger Vertrauter und Freund Hermias regierte, auf dessen Anraten hin, heiratete der Philosoph die Nichte und Adoptivtochter des Regenten, Pythias. Als Hermias in persische Gefangenschaft geriet und umkam (um 345 v. Chr.) reiste der Gelehrte nach Pel a, die makedonische Hauptstadt, ab, wo er sich ganz der Erziehung des makedonischen Thronfolgers, dem späteren Alexander des Großen, widmete. Kurz nachdem sein Zögling das Regierungsamt übernahm (335 v. Chr.), gründete Aristoteles seine eigene Schule, das Lykeion in Athen. Das Lykeion ist uns bis heute als die ,,Wandelschule" bekannt, da die Lehrdialoge, welche zwischen dem Lehrer und den zu Belehrenden stattfanden, stets bei ausgedehnten Spaziergängen innerhalb des Schulgeländes, abgehalten wurden. Als der makedonische König um 323 v Chr. verstarb, floh sich Aristoteles aufgrund verschiedenster politischer Unruhen in Athen, auf sein Landgut in auf Euböa, auf dem er im darauf folgenden Jahr, um 322 v. Chr. verstarb.2

Werke

Der Philosoph verfasste unter anderem ein philosophisches Wörterbuch und fasste die Lehren des Pythagoras zusammen, von denen uns jedoch lediglich Auszüge erhalten geblieben sind. Die herausragensten Schriften des Aristoteles begründen sich vor al em auf seinen Unterrichtnotizen, welche er bei der Erziehung des makedonischen Thronfolgers Alexander, anlegte und gliederte. Diese Notizen umfassen beinahe sämtliche wissenschaftliche und künstlerischen Zweige, die es damals zu erfassen galt, und gehen über diese hinaus. Sie sind nahezu vol ständig erhalten und künden noch heute von dem Genius des Philosophen. Zu diesen Schriften gehören Abhandlungen über die Logik, ,,Organon". Diese Abhandlungen

2 Vgl.: http://www.whoswho.de/templ/te_bio.php?PID=1067&RID=1

Seite 4

 



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