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Bibelübersetzungen vor und nach Luther

Subtitle: Luthers Bibelübersetzung

Scholary Paper (Seminar), 2007, 19 Pages
Author: Maike Doll
Subject: History - Middle Ages, Early Modern

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2007
Pages: 19
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 14  Entries
Language: German
Archive No.: V116237
ISBN (E-book): 978-3-640-17793-6
ISBN (Book): 978-3-640-17804-9
File size: 116 KB

Abstract

1534 vollendete Luther unter Mithilfe von Wittenberger Kollegen mit der Übersetzung des Alten Testamentes das, was wir heute die Lutherbibel nennen. Mit seiner Übersetzung machte Martin Luther als erster den einfachen Menschen, dem Großteil des deutschen Volkes, biblische Inhalte zugänglich, indem er diese nicht nur in die deutsche Sprache sondern auch vor allem in eine zeitgenössische Sprache übertrug; dadurch trieb er unter anderem auch die Entwicklung der deutschen Sprache voran. Weniger bekannt ist, dass es zu diesem Zeitpunkt bereits einige Übersetzungen der Bibel ins Deutsche existierten.


Excerpt (computer-generated)

Universität Karlsruhe (TH)

Institut für Geschichte

WS 2006 / 07

Bibelübersetzungen

Bibelübersetzungen vor und nach Luther

Luthers Bibelübersetzung

Maike Doll

Geschichte (KB) / Germanistik (NB), B.A.

3. Fachsemester


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 2

2. Bibelübersetzungen 4

2.1 Die Deutschen Bibelübersetzungen vor Luther 6

2.2 Rezeption der vorlutherischen deutschen Bibeln 8

2.3 Die deutschen Bibelübersetzungen nach Luther 8

3. Luthers Bibelübersetzung 11

3.1 Die Entstehung der Lutherbibel 11

3.2 Luthers Mitarbeiter 13

3.3 Rezeption der Lutherbibel 14

4. Fazit 15

Die Lutherbibel ist aber nach wie vor das Maß aller Dinge 15

5. Literaturverzeichnis 16

5. Literaturverzeichnis 16

1


1. Einleitung

"Wirklich übersetzen heißt: etwas, das in einer andern Sprache gesprochen ist, seiner Sprache

anpassen."

Martin Luther, Tischreden

Diesen Vorsatz versuchte Martin Luther bei seiner Bibelübersetzung während seiner Zeit auf

der Wartburg umzusetzen. Dorthin wurde er nach dem Reichstag zu Worms 1521 aufgrund

der drohenden Reichsacht entführt. Vasallen des Kurfürsten Friedrich des Weisen überfielen

die Gruppe um Luther, die sich auf der Heimreise vom Reichstag befand, und brachten ihn zu

seinem eigenen Schutz auf die Burg. Hier lebte er inkognito als Junker Jörg in ärmlichen

Verhältnissen und nutzte die erzwungene Muße zum Schreiben. So entstanden in der

Folgezeit neben der Bibelübersetzung zahlreiche weitere Schriften. Nach einer heimlichen,

kurzen Reise nach Wittenberg im Dezember desselben Jahres kehrte Luther auf die Wartburg

zurück.

Innerhalb von nur elf Wochen übertrug er während der nächsten Zeit das Neue Testament aus

dem Griechischen ins Deutsche. Als Vorlage dienten ihm dabei das griechische Exemplar von

Erasmus von Rotterdam und die Vulgata, die Übersetzung der Bibel ins Lateinische.

1534 vollendete er schließlich unter Mithilfe von Wittenberger Kollegen mit der Übersetzung

des Alten Testamentes das, was wir heute die Lutherbibel nennen.

Mit seiner Übersetzung machte Martin Luther als erster den einfachen Menschen, dem

Großteil des deutschen Volkes, biblische Inhalte zugänglich, indem er diese nicht nur in die

deutsche Sprache sondern auch vor allem in eine zeitgenössische Sprache übertrug; dadurch

trieb er unter anderem auch die Entwicklung der deutschen Sprache voran.

Weniger bekannt ist, dass es zu diesem Zeitpunkt bereits einige Übersetzungen der Bibel ins

Deutsche existierten.

In dieser Hausarbeit soll zunächst geklärt werden, welche deutschen Bibelübersetzungen es

vor der von Martin Luther gab. Interessant dabei ist vor allem, wie sie geschrieben sind und

ob sie für das Volk verständlich waren. Dies soll auch der Gliederungspunkt über die

Rezeption der vorlutherischen Bibeln zeigen, der ebenso wie die Rezeption der Lutherbibel

aus Platzgründen leider kurz gehalten werden musste. Ein weiterer Punkt greift aus vielen

nachlutherischen Bibeln die großen und anerkannten Bibelübersetzungen heraus; alle Bibeln

seit Luther aufzulisten scheiterte ebenfalls aus Gründen der Länge. Danach wird auf den

zeitlichen Ablauf der Entstehung und auf die beteiligten Mitarbeiter an der Lutherbibel

2


eingegangen. Schließlich wird die Rezeption kurz abgehandelt. Im Fazit werden die drei

bekanntesten Bibeln miteinander verglichen.

Die Lutherforschung ,,im Spiegel der deutschen Geistesgeschichte ist ein weites Feld"1, was

durch viele verschiedene Forschungsphasen seit Beginn des 20. Jahrhundert, die durch

unterschiedliche Interessen geprägt waren, deutlich wird. Jedoch zeichnet sich inzwischen in

allen Bereichen der Lutherforschung ein merkliches Abflauen des Interesses ab.

Die Probleme der Erforschung des Lebens und des Werkes Martin Luthers liegen vor allem in

der Duplizität der Luther- und Reformationsforschung, die bis in die 80er Jahre hinein

hauptsächlich unverbunden waren, und die dadurch bedingte Kluft zwischen der

theologischen und biographischen Lutherdarstellung.

Trotz der bisherigen Forschung gibt es noch viele offene Fragen. So ist zum Beispiel in

Hinsicht auf Luthers Schriftauffassung eine Vertiefung der Forschung nötig und auch die

Theologie Luthers bedarf der weiteren Aufmerksamkeit der Forscher.

1 Vinke, Rainer (Hrsg.): Lutherforschung im 20. Jahrhundert. Rückblick ­ Bilanz ­ Ausblick, In: May, Gerhard (Hrsg.):

Veröffentlichungen des Institutes für europäische Geschichte Mainz / Abteilung für abendländische Religionsgeschichte,

Beiheft 62, Mainz 2004, S. 136.

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