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Öko-Controlling

Subtitle: Umweltschutz als existenzsichernder Faktor von Unternehmen

Termpaper, 2002, 47 Pages
Author: Boris Hoppen
Subject: Economics / Business: Controlling

Details

Category: Termpaper
Year: 2002
Pages: 47
Grade: 2,7
Language: German
Archive No.: V11627
ISBN (E-book): 978-3-638-17737-5
ISBN (Book): 978-3-638-69830-6
File size: 323 KB

Abstract

In dieser Hausarbeit soll die Entwicklung des Controlling bis hin zum Öko-Controlling aufgezeigt werden. Außerdem soll dargelegt werden, warum in der heutigen Zeit die Notwendigkeit eines Öko-Controlling für jedes Unternehmen besteht. Denn gerade heutzutage ist das Thema Umweltschutz für alle Unterneh-men, vor allem bezüglich ihrer Existenzsicherung, von großer Bedeutung. Diese Tatsache macht die Implementierung eines Öko-Controlling zwingend notwendig. Doch in der Unternehmenspraxis hat sich das Öko-Controlling bei weitem noch nicht so entwickelt wie das Controlling. Im Verlauf der Arbeit wird die Geschichte des Controlling vorgestellt sowie dessen Funktionen und Instrumente erläutert. Basierend auf diesen Funktionen und Instrumenten wird dann der Begriff des Öko-Controlling nach dem Ansatz von Rück erörtert.


Excerpt (computer-generated)

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg


Studiengang Magister-Wirtschaftswissenschaften


WS 2001/02


HAUSARBEIT
ÖKO-CONTROLLING

 


vorgelegt
am
Fachbereich 4 Wirtschaftswissenschaften


von
Boris Hoppen


Oldenburg, 21.März 2002


Inhaltsverzeichnis



1 Einleitung  1

2 Grundzüge des Controlling 4
2.1 Entwicklungsschritte des Controlling  4
2.2 Übergang auf Deutschland  7


3 Was ist Controlling  9
3.1 Der Begriff des Controllers  10
3.2 Stellung des Controllers in angelsächsischen Unternehmen 11
3.3 Abgrenzung von Controller- und Treasurerfunktion  11


4 Schaffung von Planungs- und Kontrollsystemen  12
4.1 Beschaffung von Informationen  13
4.2 Darstellung von Zusammenhängen  14
4.3 Die Überzeugungsarbeit des Controllers  14


5 Ziele des Controlling 15
5.1 Sicherung einer rationalen Entscheidungsfindung  16
5.2 Entlassung und Unterstützung der Unternehmungsführung  16


6 Operatives und strategisches Controlling 16
6.1 Operatives Controlling 17
6.2 Strategisches Controlling  17


7 Zur Notwendigkeit eines Öko-Controlling in der heutigen Zeit  18


8 Die ökologieorientierte Unternehmensführung und Unternehmenspolitik als Voraussetzungen für ein Öko- Controlling  20
8.1 Offensive Umweltschutzstrategie 20
8.2 Chancen durch das Öko-Controlling  21


9 Die Aufgaben und Aufgabenbereiche des Öko-Controlling  22
9.1 Die Aufgabe der Koordination  22
9.2 Die Aufgabe der Reaktion 23
9.3 Das Öko-Controlling als Unterstützungsfunktion der Organisation 23
9.4 Die Aufgabe der Adaption und Antizipation  24
9.5 Die Aufgaben des Öko-Controlling in bezug auf Planung und Kontrolle  25
9.6 Die Aufgabe der Informationsversorgung und der Entscheidungsvorbereitung durch das Öko-Controlling 28


10 Instrumente des Öko-Controlling  31
10.1 Früherkennungssysteme  31
10.2 Die Technologiefolgenabschätzung(TA)  33
10.3 Die Umweltverträglichkeitsprüfung  34
10.4 Ökobilanz  36
10.4.1 Die Betriebsbilanz 38
10.4.2 Die Prozessbilanz 39
10.4.3 Die Produktbilanz  40
10.4.4 Die Substanzbilanz  40


11 Die organisatorische Verankerung des Öko-Controlling 40
11.1 Zentralisation, Dezentralisation und Delegation umweltschutzbezogener Controllingsaufgaben 41
11.2 Strukturierungsprinzipien zur Koordination von Öko-Controlling- und Linieninstanz  43


12 Schlussbetrachtung 45


Literaturverzeichnis  46

 


1 Einleitung


In dieser Hausarbeit soll die Entwicklung des Controlling bis hin zum Öko- Controlling aufgezeigt werden. Außerdem soll dargelegt werden, warum in der heutigen Zeit die Notwendigkeit eines Öko-Controlling für jedes Unternehmen besteht. Denn gerade heutzutage ist das Thema Umweltschutz für alle Unternehmen, vor allem bezüglich ihrer Existenzsicherung, von großer Bedeutung. Diese Tatsache macht die Implementierung eines Öko-Controlling zwingend notwendig. Doch in der Unternehmenspraxis hat sich das Öko-Controlling bei weitem noch nicht so entwickelt wie das Controlling..

Im Verlauf der Arbeit wird die Geschichte des Controlling vorgestellt sowie dessen Funktionen und Instrumente erläutert. Basierend auf diesen Funktionen und Instrumenten wird dann der Begriff des Öko-Controlling nach dem Ansatz von Rück erörtert.


2 Grundzüge des Controlling


Im folgenden werden die Ursprünge und Entwicklungslinien des Controlling be– trachtet als auch die wesentlichen Gesichtspunkte des Controlling vorgestellt und präsentiert. Darüber hinaus wird ebenfalls der Begriff Controlling abgegrenzt und erläutert.


2.1 Entwicklungsschritte des Controlling


Die Wurzeln des Controlling kehren auf das 15. Jahrhundert zurück. Bereits damals existierten in London und Frankreich schon Andeutungen und Hinweise auf die Existenz von Controlling-Aufgaben in der staatlichen Verwaltung. „Der erste betriebliche Einsatz eines Controllers wird dem Unternehmen „Atchison, Topeka, & Santa FE Railway System“ in den USA zugeschrieben, das 1880 diese Stelle mit eher finanz-wirtschaftlichen Aufgaben ausstattete.“1

In den USA wurden vom Kongress 1779 per Gesetz die Ämter für Controller, Auditor, Treasurer, und Commissioner of Accounts geschaffen. Dafür wurde der Controller beauftragt, das Gleichgewicht zwischen dem Staatsbudget und der Verwendung der Staatsausgaben zu überwachen. Die Eisengesellschaften galten in dieser Zeit als Vorreiter der Industrialisierung. Zu dieser Zeit stellten die Controller- Funktionen und das Rechnungswesen zwei zentrale Aufgabenbereiche des Controlling dar.

Erst die Erfahrungen aus der Weltwirtschaftskrise der Jahre 1929 bis 1931 haben zu einer verstärkten Verbreitung des Controllings in den amerikanischen Unternehmen geführt. Diese Weltwirtschaftskrise verdeutlichte die Defizite der herkömmlichen Unternehmensführung. Die Defizite wurden als einer der Hauptgründe für die Krise gesehen. Gleichzeitig vollzog sich ein Wandel von den zuvor überwiegend finanzwirtschaftlich orientierten Funktionen des Controllings bis zu der Controllingfunktion der innerbetrieblichen Informationsversorgung und Koordination. Das Rechnungswesen, das auf die Finanzbereiche ausgerichtet worden war, lieferte Informationen über Unzulänglichkeiten im Betriebsprozess erst im nachhinein, so dass Korrekturmaßnahmen entsprechend spät eingeleitet wurden. Das Rechnungswesen wurde als nicht mehr ausreichend angesehen , um die, für eine zukunftsorientierte Unternehmungsführung erforderlichen, Informationen bereitzustellen. Man begann, die Datenerfassung des Rechnungswesens auszubauen und forcierte auch die Planung. Gleichzeitig wurde versucht, Kontrollmechanismen zu entwickeln, die für eine effektive Unternehmensführung und Überwachung der erforderlichen Informationen sorgen sollten.

Die Etablierung des Controlling manifestiert sich im Jahre 1931 in der Gründung des „Controller’s Institute of America“, das 1962 in „Financial Executives Institute“ umbenannt wurde. Hinzu kommt die Gründung der Zeitschrift „The Controller“ im Jahre 1934 als weiteres Kennzeichen für die Etablierung des Controlling. Diese Zeitschrift war durch Aufsätze aus der Praxis und durch Funktionsbeschreibungen gekennzeichnet. Sie begünstigte die Verbreitung der Controlling- Idee und wurde 1962 in „The Financial Executive“ umbenannt. Das seit 1962 existierende Forschungsinstitut „Controllership Foundation“ änderte seinen Namen in “Financial Executives Research Foundation“.

Die Entwicklung des „Financial Institute of America“ spiegelte die zunehmende Bedeutung des Controlling in den USA wieder. Die Institute erlangten ihre besondere Bedeutung durch Veröffentlichungen des Aufgabenkatalogs für den Controller, der nach einer Überarbeitung im Jahre 1962 für die USA Gültigkeit besitzt und selbst das deutschsprachige Schrifttum weitestgehend geprägt hat. Danach breiteten sich die Controller-Stellen aus, und es kam ihnen eine große Bedeutung zu. Die Gründe für die zunehmende Etablierung von Controller-Stellen in der Unternehmungen liegen in: · der Herausbildung von Großunternehmen mit zunehmenden internen Kommunikations- und Koordinationsproblemen, · Einschränkungen der unternehmerischen Flexibilität durch automatisierungs– bedingte Fixkostenintensität, · der Stärke volkswirtschaftlicher Turbulenzen, die einen erhöhten Anwendungsbedarf zur Folge haben.

Weitere Gründe liegen in der zunehmenden Komplexität der Umwelt (z.B. politische Instabilitäten in Ländern der Zweiten und Dritten Welt, Abflachung von Wachstumsraten etc.), in kürzeren Innovationszeiten, Produktionstechnologien, in kürzeren Lieferzeiten und spezialisierten Produkten sowie in kürzeren Produktlebenszyklen. Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Einsatz des Controlling in Wirtschaftsunternehmen in den USA seinen Ursprung hatte. Externe Einflussfaktoren, insbesondere die Depressionsjahre der Weltwirtschaftskrise, verursachten vor allem bei den Unternehmensführungen großer Firmen einen erheblichen Druck. Die Folge war die Erkenntnis, dass ein Rechnungswesen in Form einer Finanzbuchhaltung nicht ausreichte, um die innerbetrieblichen Interdependenzen im Hinblick auf eine zukunftorientierte Unternehmenssteuerung transparent zu machen. Der Leiter des ausgebauten und funktional erweiterten Rechnungswesens erhielt die Bezeichnung „Controller“, womit die Abgrenzung zum Leiter des traditionellen Rechnungswesens erfolgte.


2.2 Übergang auf Deutschland

[...]


1 Horvath, P.: Controlling, 1996, S. 28.


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