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´... der Sprung is´ ja kaputt...´ - Eine Untersuchung zum Blackout-Phänomen im Trampolinturnen

Examensarbeit, 1997, 155 Seiten
Autor: Thomas Springub
Fach: Sport - Bewegungs- und Trainingslehre

Details

Veranstaltung: 1. Staatsexamen
Institution/Hochschule: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Fachbereich Sport)
Tags: Bewegungslehre, Gestalttheorie, Trampolin
Kategorie: Examensarbeit
Jahr: 1997
Seiten: 155
Note: 1
Literaturverzeichnis: ~ 53  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V1163
ISBN (E-Book): 978-3-638-10733-4
ISBN (Buch): 978-3-640-39608-5
Dateigröße: 1294 KB

Zusammenfassung / Abstract

Das Trampolinturnen ist eine recht junge und seit kurzem auch olympische Sportart. Im Spitzenbereich gehören Dreifachsalti mit eingebauter Längsachsendrehung bereits zum Standard-Repertoire. Die Wettkampfübungen des Leistungssports bestehen aus zehn verschiedenen Sprüngen; Mehrfach-Vorwärts- und -Rückwärtssalti zumeist mit Mehrfach-Schrauben. Um auf zehn verschiedene und dennoch schwierig und ästhetisch wirkende Elemente zu kommen, muß der Springer die Bewegungen in unterschiedlicher Körperhaltung (gebückt, gestreckt, gehockt) und v.a. die Schrauben zu unterschiedlichen Zeitpunkten der Bewegung turnen. Dennoch sehen die Sprünge für den Laien `irgendwie alle gleich´ aus, und so werden Spitzenspringer manchmal gefragt: „Wie schaffst du das nur? Kommst du da nicht auch ´mal durcheinander?“ Leider muss die Antwort mancher Athleten hierauf "Ja" lauten. Plötzlich können Sprünge, die zuvor schon viele hundert Male geturnt wurden, nicht mehr abgesprungen werden. Nicht selten werden andere Sprünge geturnt, als der Athlet sich vorgenommen hatte (z. B. Salto mit zwei Schrauben, anstatt Schraubensalto). Oder die Bewegung beginnt normal, wird aber mittendrin abgebrochen. Manchmal kann ein Turner keine Ansprünge mehr machen, ohne ständig einen Salto rw zu turnen. In der Fachsprache des Trampolinturnens hat sich für diese Erscheinungen der Begriff Blackout durchgesetzt. Obwohl im englisch-amerikanischen Bereich auch der Begriff `Lost-Skill-Syndrome´ kursiert, bevorzuge ich in dieser Arbeit die Bezeichnung Blackout (BO) - nicht nur, weil er inoffiziell schon ein Fachbegriff ist, sondern auch weil mir für ein derart komplexes Thema dieser relativ offene Begriff angebrachter erscheint. Da nicht nur ich, sondern noch viele anderer Leistungssportler mit diesem Phänomen mehr oder weniger in Konflikt geraten sind und noch werden - einige geben deswegen den Sport sogar auf - und, weil es in der Literatur bislang so gut wie gar nicht behandelt wurde, möchte ich mich nun damit auseinandersetzen. Ich denke, daß es dringend notwendig ist, etwas Licht in das Dunkel des Blackout-Phänomens zu bringen, und daß der Schleier der Neurose von den Betroffenen genommen wird.


Textauszug (computergeneriert)

Schriftliche Hausarbeit zur Prüfung für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen

,,... der Sprung is´ ja kaputt ..." !? 
-Eine Untersuchung zum Blackout-Phänomen im Trampolinturnen

 eingereicht von

Thomas Springub

Aschendorf, 26.11.1997

Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung ... 4

1. Bewegungstheoretischer Bezugsrahmen ... 6
1.1 Abgrenzung von der Kybernetik ... 6
1.1.1 Entstehung unterschiedlicher Bewegungsauffassungen ... 6
1.1.2 Digitaler Mensch? ... 8
1.1.3 Kybernetik und Regelkreise ... 9
1.2 Ganzheitlicher Ansatz ... 11
1.2.1 Der Bewegungsbegriff  ... 11
1.2.2 Bewegungshandlungen als Beziehung zwischen Mensch und Welt ... 13
1.2.3 Die Bewegung als Gestalt ... 14
1.2.3.1 Die Gesetze der Gestalt ... 15
1.2.3.2 Gestalt und Form ... 15
1.2.3.3 Bewegungsgestalt und Bewegungsform ... 16
1.2.4 Der Gestaltkreis ... 18
1.2.5 Innere Bilder ... 20
1.2.5.0 Exkurs zum Bewußtsein ... 21
1.2.5.1 Die Bewegungseinstellung ... 23
1.2.5.2 Die Reafferenzfigur ... 24
1.2.5.2.1 Die visuelle Orientierung ... 26
1.2.5.2.2 Der Zeitsinn ... 28
1.2.5.3 Das Bewegungsengramm ... 30
1.2.6 Lernen und Üben in schöpferischer Freiheit ... 30
1.2.6.1 Lernen als Organisationsprozeß ... 30
1.2.6.2 Maximen des Übens ... 30
1.2.6.3 Schöpferische Freiheit als erstrebenswerter Zustand des Sich-Bewegenden ... 34
Ichhaftigkeit als Behinderung freien Sich-Bewegens ... 35
1.3 Bewegungsformen im Trampolinturnen ... 38
1.3.1 Translations- und Rotationsbewegungen ... 38
1.3.2 Bewegungsformen des Wettkampfsports ... 41
1.3.3 Bewegungs- bzw. Sprungphasen ... 46

2. Das Phänomen des Blackout im Trampolinturnen ... 48
2.1 Definition und Schilderung ... 48
2.1.1 Blackout ... 48
2.1.2 Abgrenzung zu ähnlichen Erscheinungen ... 50
2.1.3 Erscheinungsarten des Blackout ... 51
2.2 Versuch einer theoretischen Eingrenzung - motorische Handlungsfehler ... 53
2.2.1 Merkmale des motorischen Handlungsfehlers ... 54
2.2.2 Entstehungsmöglichkeiten von Handlungsfehlern ... 54

3. Untersuchung ... 56
3.1 Fragestellung ... 56
3.2 Methode ... 57
3.3 Durchführung ... 59
3.3.1 Die geplante Voruntersuchung ... 59
3.3.2 Die narrativen Interviews ... 59
3.4 Ergebnisdarstellung und -interpretation ... 61
3.4.1 Beschreibung der Fälle ... 61
3.4.1.1 Erscheinungsarten und Entwicklungen ... 61
3.4.1.2 Betroffene Sprünge ... 62
3.4.2 Bezug der spezifischen Situation im Training zur Entstehung ... 64
3.4.3 Zusammenhang zur allgemeinen Lebenssituation ... 65
3.4.4 Die Rolle der Ichhaftigkeit bei ersten Fehlversuchen ... 67
3.4.5 Die Rolle der Ichhaftigkeit bei der Entwicklung eines BO ... 68
3.4.5.1 Angst vor dem Unvorstellbaren ... 68
3.4.5.2 Angst vor körperlichen Schäden ... 69
3.4.5.3 Angst vor dem Versagen ... 70
Das Verhalten der Trainingspartner ... 71
3.4.6 Zusammenhang zu den allgemeinen Trainingsbedingungen und den Lehr- und Lernmethoden ... 72
3.4.7 Innere Vorgänge ... 75
3.4.7.1 vor der BO-Bewegung ... 75
3.4.7.2 während der BO-Bewegung ... 76
3.4.7.3 nach der BO-Bewegung ... 78
3.4.8 Die Ähnlichkeit der Sprünge und das Problem der trennscharfen Codierung ... 78

4. Fazit ... 84
4.1 Zusammenfassende Erklärungsversuche ... 84
4.1.1 Die ersten Fehlhandlungen ... 85
4.1.2 Die Verfestigung ... 86
4.1.3 Die Erweiterung ... 88
4.2 Folgerungen für die Trainingspraxis ... 88
4.2.1 Prophylaxe ... 88
4.2.2 Rehabilitation ... 92
4.2.2.1 Der Kampf gegen die Ichhaftigkeit ... 92
4.2.2.2 Gewöhnung verhindern und Unterscheidung erleichtern ... 96

5. Schluß ... 99

6. Anhang ... 100
Literaturliste Abkürzungen/ Erklärungen Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen ... 100
Verzeichnis der Sprünge ... 105
Graphische Darstellung der Genese von Bewegungen inklusive des Lernprozesses ... 106
Rundschreiben Voruntersuchung ... 107
Leitfäden der Interviews ... 108
Hinweise für den Interviewten ... 112
Phänomenologische Analysen der Interviews ... 113

 

 

0. Einleitung

Das Trampolinturnen ist eine recht junge und seit kurzem auch olympische Sportart, welche Bewegungserfahrungen ermöglicht, die in kaum einer anderen Sportart gemacht werden können. Man kann für einen Augenblick die Schwerkraft überwinden und sich dabei mit viel Übung auch noch in verschiedene Richtungen drehen und überschlagen. Im Spitzenbereich gehören Dreifachsalti mit eingebauter Längsachsendrehung bereits zum Standard-Repertoire. Die Wettkampfübungen des Leistungssports bestehen aus zehn verschiedenen Sprüngen; Mehrfach-Vorwärts- und -Rückwärtssalti zumeist mit Mehrfach-Schrauben. Um auf zehn verschiedene und dennoch schwierig und ästhetisch wirkende Elemente zu kommen, muß der Springer die Bewegungen in unterschiedlicher Körperhaltung (gebückt, gestreckt, gehockt) und v.a. die Schrauben zu unterschiedlichen Zeitpunkten der Bewegung turnen. Dennoch sehen die Sprünge für den Laien `irgendwie alle gleich´ aus, und so werden Spitzenspringer manchmal gefragt: ,,Wie schaffst du das nur? Kommst du da nicht auch ´mal durcheinander?"
Auch ich selber habe Trampolinturnen als Leistungssport betrieben. Ich möchte nun von drei Begebenheiten, die mir in dieser Zeit widerfuhren, erzählen. Als ich gerade 13 Jahre alt war, hatte ich mich für einen großen internationalen Jugendwettkampf qualifiziert. In der Vorbereitung studierte ich eine neue Übung ein, die jedoch relativ unsicher blieb. Immer wenn ich den richtigen Absprungpunkt für den Beginn der Kür nicht fand, stoppte ich mit einem Salto rw das Anspringen. Als ich dann im Finale des Wettkampfes stand, fand ich meinen Absprung wieder nicht und machte den Salto rw, obwohl ich genau wußte, daß dies nicht erlaubt war und als Übungsbeginn gewertet werden würde (was ich natürlich nicht wollte). Keiner verstand mein Verhalten, am wenigsten ich selber. Im Training danach passierte es mir immer wieder, daß ich bei den Ansprüngen unbeabsichtigt einen Salto rw machte. Einige Wochen später war ich mir plötzlich `unsicher´ beim Schraubensalto. Ich wußte nicht, wie ich es anstellen sollte, diesen Sprung, den ich schon nahezu 1000mal gemacht hatte, zu turnen. Ich konnte ihn scheinbar grundlos nicht mehr und mußte ihn wieder ganz neu lernen. Wiederum einige Wochen danach passierte es mir einmal, daß ich anstatt Barani (Salto vw gestreckt mit halber Schraube) einen 1 ¾ Salto vw mit Landung auf dem Rücken machte. Das geschah dann immer öfter, bis ich überhaupt nicht mehr in der Lage war, einen Barani zu turnen, und stattdessen immer 1 ¾ Salto vw machte. Und das war noch nicht alles! In der schlimmsten Phase machte ich bei jedem Versuch, einen der verschiedenen einfachen Vorwärtssalti zu turnen, mindestens 1 ¾ Saltodrehungen. Gelegentlich machte ich dann sogar Doppelsalto rw anstatt einen einfachen Salto rw zu turnen. Es ist leicht nachzuvollziehen, daß ich in dieser Phase kein sehr glücklicher Mensch war. Was war da mit mir los?

In der Fachsprache des Trampolinturnens hat sich für diese Erscheinung der Begriff Blackout durchgesetzt. Obwohl im englisch-amerikanischen Bereich auch der Begriff `Lost-Skill-Syndrome´ krusiert, bevorzuge ich in dieser Arbeit die Bezeichnung Blackout (BO) - nicht nur, weil er inoffiziell schon ein Fachbegriff ist, sondern auch weil mir für ein derart komplexes Thema dieser relativ offene Begriff angebrachter erscheint.
Da nicht nur ich, sondern noch viele anderer Leistungssportler mit diesem Phänomen mehr oder weniger in Konflikt geraten sind und noch werden - einige geben deswegen den Sport sogar auf - und, weil es in der Literatur bislang so gut wie gar nicht behandelt wurde, möchte ich mich nun damit auseinandersetzen. Ich denke, daß es dringend notwendig ist, etwas Licht in das Dunkel des Blackout-Phänomens zu bringen, und daß der Schleier der Neurose von den Betroffenen genommen wird.
Um dem Problem wirklich auf den Grund zu gehen, halte ich es für unerläßlich, das Empfinden und die Meinung der Betroffenen genauer zu betrachten. Aus diesem Grund habe ich mit Sportlern und Trainern gesprochen bzw. narrative Interviews geführt, die mit dem Blackout in Berührung gekommen sind. Damit der Interpretation dieser Gespräche ein fundierter theoretischer Bezugsrahmen zugrunde gelegt werden kann, werde ich im ersten Schritt der Arbeit ausführlich über die für den Untersuchungsgegenstand wichtigen Punkte einer qualitativen Bewegungslehre referieren. In diesem Ansatz wird die Bewegung auf in der Sportwissenschaft nicht ganz übliche Weise betrachtet. ,,Sie erscheint nicht nur als `Tatbestand in der Welt´, sondern ebenso als von menschlicher Subjektivität in seiner Bedeutung hervorgebracht." (Prohl/ Seewald 1995, 7) Dem Leser mag der Umfang dieses Teils der Arbeit bei einem Blick in das Inhaltsverzeichnis überproportional vorkommen, allerdings halte ich dieses Ausmaß für notwendig, damit die Begriffe bei der Interpretation der Untersuchungsergebnisse nicht noch extra erklärt werden müssen. Außerdem werden hier bereits Aussagen der Befragten für die Beschreibung trampolinspezifischer Vorgänge einbezogen. Bevor ich dann zur Untersuchung und der Ergebnisinterpretation komme, werde ich das Phänomen Blackout noch einmal näher beschreiben und zudem eine eventuell nützliche Theorie zu motorischen Handlungsfehlern ansprechen. Im letzten Abschnitt werde ich dann versuchen, die Ergebnisse noch einmal zu einer allgemeinen Theorie zusammenzufassen und daraus Hinweise für den Umgang mit Blackoutproblemen im Training abzuleiten.

1. Bewegungstheoretischer Bezugsrahmen

Jeder Wissenschaftler betrachtet seinen Untersuchungsgegenstand von einer bestimmten Position. Dabei existieren in der heutigen Forschung zur menschlichen Bewegung v. a. zwei Positionen.
Da ist zum einen der Standpunkt des außenstehenden Beobachters, bei dem die Bewegung des Körpers im Mittelpunkt des Interesses steht. Durch die Eingliederung anderer Wissenschaften werden dann die Phasenstruktur oder andere sichtbare qualitative Merkmale der Bewegung möglichst objektiv betrachtet. Die Physik und die Biomechanik untersuchen Orts- und Lageveränderungen des Körpers und seiner Teile und dabei auftretende Kräfte, während die Physiologie und die Motorikforschung ihr Zustandekommen zu erklären versuchen.
Von einem anderen Standpunk aus wird besonders das Erleben des sich-bewegenden Menschen betrachtet. Dabei ist besonders seine Wahrnehmung von Bedeutung. Es wird danach gefragt, wie und warum der Mensch welche (Bewegungs-) Handlungen in seiner Umwelt vollzieht. Seine Absichten, Entwürfe, Erwartungen, Gedanken u. a. werden dann mit der Körperbewegung behandelt..

1.1 Abgrenzung von der Kybernetik

Im folgenden wird es darum gehen, wie diese beiden Standpunkte - es gibt sicherlich viele Schattierungen und Mischformen, die davon abgeleitet werden können, hier jedoch nicht besprochen werden - zustande gekommen sind, welchen ich in dieser Arbeit nicht einnehmen werde und Gründe dafür.

1.1.1 Die Entstehung unterschiedlicher Bewegungsauffassungen

In einem Beitrag während eines Symposiums zur Sportmotorik1 beschrieb Jan W.I. Tamboer die ,,Entstehungsgeschichte des Bewegungsproblems" (vgl. 1997, 23ff.), die ich nun versuche nachzuzeichnen.
Um die Entstehung unterschiedlicher Auffassungen bezüglich der menschlichen Bewegung herzuleiten, ging der Autor weit in die Geschichte der Philosophie zurück; zu Aristoteles. Dem Griechen zufolge (und im Gegensatz zu seinem Lehrer Plato) ,,setzen sich alle Dinge aus zwei Prinzipien zusammen: `Form´ und `Materie´. Mit dem Form-Prinzip meinte er das teleologische Prinzip, ohne das `Materie´ keine Realität darstellt und dem sie ihr Ziel und ihre Bestimmung entlehnt" (a.a.O., 24) (Hervorhebungen vom Autor). Von besonderer Bedeutung ist hierbei, daß Aristoteles die Form nicht gesondert von der Materie, d. h. nicht außerhalb des Subjekts betrachtete, sondern für ihn war sie eine dem Wesen innewohnende Sinnbezogenheit. V. a. bei Menschen und Tieren kommt zu dieser Sinnbezogenheit eine starke Spontaneität, so daß sie in der Lage sind, sich selbst zu bewegen. ,,Spontane Aktivität, Zielgerichtetheit und `Bezogenheit zu etwas´ sind im aristotelischen Denken [...] inhärente Merkmale der lebendigen Wirklichkeit" (ebd.). In dem Form-Prinzip des griechischen Philosophen ist das wiederzufinden, was mehrere hundert Jahre später in den Humanwissenschaften - und auch bei einigen wenigen Bewegungswissenschaftlern - durch den Begriff Intentionalität beschrieben wird.

[...]


1 4. Symposium der dvs-Sektion Sportmotorik 1997


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