Egoistische Gene und egoistische Meme - Richard Dakwins

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Details

Titel: Egoistische Gene und egoistische Meme - Richard Dakwins
Autor: Julian Behnen
Fach: Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
Veranstaltung: Theoretische Philosophie: Ich, Selbst und Seele
Institution/Hochschule: Universität Osnabrück
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2008
Seiten: 13
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 1  Entry
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 145 KB
Archivnummer: V116355
ISBN (E-Book): 978-3-640-18314-2
ISBN (Buch): 978-3-640-18336-4

Zusammenfassung / Abstract

Douglas R. Hofstadter und Daniel C. Dennett haben in ihrem Buch „Einsicht ins Ich - Fantasien und Reflexionen über Selbst und Seele“ (1981) ausgewählte Texte verschiedener Autoren zusammengestellt und kommentiert. In ihrer Vielfalt drehen sich doch alle Texte im weiteren Sinne um die Frage, wer oder was das Ich sei, das denkt, wenn es ‚ichʻ denkt? Der britische Zoologe und Biologe Richard Dawkins trägt zu diesem Sammelwerk Auszüge seines Bestsellers „The Selfish Gene“ (1976) bei. In diesem geht er der Theorie nach, Gene seien Replikatoren, die den Körper von Tieren und Pflanzen, und somit auch den menschlichen Körper, als Vehikel benutzen. Ihre Maxime sei lediglich das Überleben und Verbreiten ihrer Art. Hierbei findet auch die von Darwin entliehene Theorie des Überlebens des bestangepassten seine Verwendung und hilft einen - auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftigen - Gedankengang verständlich darzustellen. Doch gegen Kritik ist auch der bekennende Atheist Dawkins nicht gefeit. Nicht nur der Sprung vom „egoistischen Gen“ zum „egoistischen Mem“, welches laut Dawkins die Verbreitung kultureller Güter analog zum Gen betreiben soll, trifft auf Widerspruch. Auch die Tatsache, dass seine Erkenntnisse somit den Menschen zu einem biologisch determinierten Behältnis machen stößt oft auf Einwände. Dies ist ein viel diskutierter Ansatz der Soziobiologie, welche davon ausgeht, dass alles tierische und auch menschliche Verhalten von Naturgesetzen und Mechanismen der Evolution hervorgebracht wurde und wird. Im folgenden möchte ich Dawkins Auszug zusammenfassend wiedergeben und diesen anschließend im Stil von Hofstadter und Dennett reflektieren.

Textauszug (computergeneriert)

Julian Behnen

Veranstaltung: Philosophische Probleme

vom Ich, Selbst und Seele

Theoretische Philosophie I

Semester: WS 2006/07

Egoistische Gene und

egoistische Meme -

Richards Dawkings

1 Einleitung

2

2 Egoistische Gene

2

2.1 Am Anfang war Einfachheit

2

2.2 Replikatoren, bemerkenswerte Moleküle

3

2.3 Moderne Überlebensmaschinen

5

3 Egoistische Meme

7

4 Reflexion

9

5 Literaturverzeichnis

12


1 Einleitung

Douglas R. Hofstadter und Daniel C. Dennett haben in ihrem Buch ,,Einsicht ins Ich -

Fantasien und Reflexionen über Selbst und Seele" (1981) ausgewählte Texte

verschiedener Autoren zusammengestellt und kommentiert. In ihrer Vielfalt drehen sich

doch alle Texte im weiteren Sinne um die Frage, wer oder was das Ich sei, das denkt,

wenn es ,ich denkt?

Der britische Zoologe und Biologe Richard Dawkins trägt zu diesem Sammelwerk Auszüge

seines Bestsellers ,,The Selfish Gene" (1976) bei. In diesem geht er der Theorie nach,

Gene seien Replikatoren, die den Körper von Tieren und Pflanzen, und somit auch den

menschlichen Körper, als Vehikel benutzen. Ihre Maxime sei lediglich das Überleben und

Verbreiten ihrer Art. Hierbei findet auch die von Darwin entliehene Theorie des Überlebens

des bestangepassten seine Verwendung und hilft einen - auf den ersten Blick

gewöhnungsbedürftigen - Gedankengang verständlich darzustellen.

Doch gegen Kritik ist auch der bekennende Atheist Dawkins nicht gefeit. Nicht nur der

Sprung vom ,,egoistischen Gen" zum ,,egoistischen Mem", welches laut Dawkins die

Verbreitung kultureller Güter analog zum Gen betreiben soll, trifft auf Widerspruch. Auch

die Tatsache, dass seine Erkenntnisse somit den Menschen zu einem biologisch

determinierten Behältnis machen stößt oft auf Einwände. Dies ist ein viel diskutierter

Ansatz der Soziobiologie, welche davon ausgeht, dass alles tierische und auch

menschliche Verhalten von Naturgesetzen und Mechanismen der Evolution

hervorgebracht wurde und wird.

Im folgenden möchte ich Dawkins Auszug zusammenfassend wiedergeben und diesen

anschließend im Stil von Hofstadter und Dennett reflektieren.

2 Egoistische Gene

2.1 Am Anfang war Einfachheit

Zu erklären, wie aus der in den Anfängen des Universums vorherrschenden Einfachheit

komplexe Strukturen bis hin zum menschlichen Leben werden konnten, scheint Dawkins

ein schwieriges Unterfangen zu sein. So zieht er Darwins Theorie vom ,,Überleben des

Best-Angepassten" heran, da ihm diese passend erscheint, um das Entstehen von

2


Komplexität zu erläutern. Diese Theorie Darwins sei nun vielmehr ein Sonderfall des

Gesetzes vom ,,Überleben der Stabilen". (DAWKINS 1981: 123)

Ein solches stabiles Gebilde sei nicht mehr als eine Ansammlung von Atomen, welche

entweder durch Beständigkeit oder durch vielfaches Auftreten einen Namen verdiene. Ein

Beispiel für etwas beständiges wäre die Zugspitze. Regentropfen sind beispielhaft für eine

Klasse von stabilen Gebilden, welche häufig auftreten. Was haben nun diese Formationen

von Atomen, welche auf unserem Planeten auf die eine, auf anderen Planeten jedoch auf

völlig andere Weise auftauchen, mit der Evolution zu tun? An dieser Stelle bringt Dawkins

eine physikalische Gesetzmäßigkeit ins Spiel: Das Entstehen von Molekülen hat zwar eine

zufällige Komponente, die erforderlichen Atome und ein Mindestmaß an Energie müssen

vorhanden sein, jedoch folgt es auch einem einfachen Standard. Verbinden sich zwei -

oder mehrere - Atome und erlangen dadurch Stabilität, so bleiben sie bevorzugt in

Verbindung. Sind sie instabil, so zerfallen sie. (DAWKINS 1981: 124)

Nach diesem ersten, grundlegenden Gedankenexperiment folgt der zweite Schritt.

Dawkins bedient sich der, seiner Meinung nach, anerkanntesten Entstehungstheorie

unseres Universums, bekannt als Urknall-Theorie. Auf dem Weg zur Komplexität ist der

nächste Schritt das Vorhandensein verschiedener Zutaten in einer so genannten Ursuppe.

Als vorhandene Moleküle schlägt Dawkins Wasser, Kohlendioxyd, Methan und Ammoniak

vor, da diese sehr einfach strukturiert sind und auch auf anderen Planeten vorkommen.

Unter dem Einfluss einer Energiequelle entstanden aus diesen Zutaten bei

Laborversuchen komplexe Moleküle, unter anderem Aminosäuren, die Bausteine der

Proteine und somit Vorraussetzung für Leben nach unserer Definition. Im Labor kann die

Energiequelle ultraviolettes Licht sein, in der Natur ein Vulkan oder Gewitter. (DAWKINS

1981: 125)

Somit sind die Karten für den nächsten Zug verteilt.

2.2 Replikatoren, bemerkenswerte Moleküle

Da Kleinstlebewesen wie Bakterien zu Zeiten der ,,Ursuppe" noch nicht existierten um

Moleküle in ihre Bestandteile zu zerlegen und zu verwerten, waren diese Anordnungen

von Atomen lediglich einer gewissen Zufälligkeit ausgeliefert, die ihre Stabilität

mitbestimmte. Dawkins führt nun eine neue Gruppe von Molekülen ein, die versuchen,

sich dieser Zufälligkeit zu entziehen - natürlich

wissen

sie selber nichts von diesem

Versuch. Angenommen, diese Molekül-Agglomerationen verwenden kleinere

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