Autor: Jörg Trinks
Fach: Soziologie - Sonstiges
Details
Institution/Hochschule: Technische Universität München (Institut für Sozialwissenschaften)
Tags: Exzerpt, Pierre, Bordieu, Grundkurs, Soziologie
Jahr: 2004
Seiten: 4
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 89 KB
ISBN (E-Book): 978-3-640-18343-2
Textauszug (computergeneriert)
Jörg Trinks
Soziologie II
05.07.2004
Exzerpt: Pierre Bordieu
Literatur:
- Habitus, Herrschaft und Freiheit, in: Bordieu, P. (2001; Wie die Kultur zum Bauern kommt, Hamburg, S.162-173)
- Korte, H. (2001): Pierre Bordieu: Habitus und Sozialer Raum, in: ders; Soziologie im Nebenfach, Konstanz, S.157-165
Exzerpt: Pierre Bordieu: Habitus, soziales und kulturelles Kapital
Einleitung
Pierre Bordieu wurde am 01. August 1930 in einem kleinen französichen Dorf als Sohn bürgerlicher Eltern geboren. Er studierte an der Sorbonne, bestand die Aunahmeprüfung an der renommierten Ecole Normale Supérieur und gehörte somit zum Kreis der baldigen intel ektuellen Führungselite Frankreichs. Von 1955 bis 1957 ist Bordieu Gymnasiallehrer, 1958 betreibt er Forschungsarbeiten in Algerien, 1964 wird er Professor einer Forschungseinrichtung, bald darauf wird er als Professor auf Lebenszeit an das renommierte Col ége de France berufen.
Dieses Exzerpt geht auf die wichtigsten von Bordieu geprägten Begriffe "Habitus" und "Sozialer Raum" näher ein, sowie behandelt Bordieu´s Geschmacks-Begriff. Mit "Habitus" beschreibt Bordieu das, was den Menschen ,,zum gesel schaftlichen Wesen macht." (Korte, S.161). Der Soziale Raum wird laut Bordieu ,,durch objetktive soziale Positionen und Lebensstile bestimmt." (Korte, S. 159). Der Geschmack eines Menschen wird nicht vom Individuum selbst geprägt, sondern entwickelt sich durch die Verbindung aus Sozialem Raum und Lebensstil. Er ist "etwas sehr Oberflächliches und etwas sehr Tiefgehendes, mit dem die Menschen das preisgeben" (Bordieu, S.162), was Bordieu Habitus nennt.
Im Folgenden werde ich die kurzen Erklärungen der oben genannten Begriffe näher erläutern.
Hauptteil
Pierre Bordieu verabeitet den Marx`schen Klassenbegriff in seinem Werk:"Die feinen Unterschiede" und nimmt auch Weber`s erweiterte Unterscheidung zwischen Klasse und Stand mit auf. Bordieu entwickelte zum Einen einen erweiterten Kapitalbegriff, der ökonomisches, soziales und kulturelles Kapital beinhaltet.
Ökonomisches Kapital meint die materiellen Besitztümer, kulturelles Kapital beschreibt die erworbenen Erziehungsleistungen und soziales Kapital beinhaltet die Summe der Beziehungen, die ein Mensch führt. Dies sind Vorgaben, die die objektiven sozialen Positionen von Menschen bestimmen. So lässt sich das Besitzbürgertum grob durch hohes ökonomisches Kapital definieren, das Bildungsbürgertum durch hohes kulturel es Kapital und die Gruppe der Arbeiter durch geringes ökonomisches Kapital und...
Seite 1
Kommentare
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: