Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Unterrichtsstunde: Das dritte Gebot und seine heutige Bedeutung close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Unterrichtsstunde: Das dritte Gebot und seine heutige Bedeutung

Lesson Plan, 2006, 23 Pages
Author: Doreen Oelmann
Subject: Theology - Didactics, Religion Pedagogy

Details

Category: Lesson Plan
Year: 2006
Pages: 23
Language: German
Archive No.: V116471
ISBN (E-book): 978-3-640-19026-3
ISBN (Book): 978-3-640-19057-7
File size: 154 KB

Abstract

„Sonntag“ leitet sich vom lateinischen Wort „solis“ ab und bedeutet „Tag der Sonne“. So war es in der römischen Zeit üblich gewesen, dass die einzelnen Wochentage nach den Planeten benannt wurden. Die gottesdienstlichen Versammlungen der ersten Christen hatten zunächst am jüdischen Ruhetag, dem Sabbat, stattgefunden. Doch schon bald löste der Sonntag den Sabbat des jüdischen Kalenders ab und übernahm von ihm das Gebot der Arbeitsruhe (Ex 20,9-10). Um sich endgültig vom Judentum abzugrenzen, verlegte man schließlich den Sonntag auf den ersten Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag (dem Tag nach dem Sabbat) erfolgte nach christlicher Überlieferung die Auferstehung Christi. Der Tag der Auferstehung wurde zum Herrentag. Er war der Tag des Herrenmahles, mit dem der Gottesdienst stets verbunden war. Im Neuen Testament gibt es jedoch kein eindeutiges Sonntagsgebot. So sind Christen nach den Briefen an die Galater, Römer und Kolosser grundsätzlich frei davon gewisse Tage einzuhalten. Jedoch wird deutlich, dass der 1. Tag der Woche eine Besonderheit darstellte (So z.B. das Brotbrechen, die Geldsammlung in der Apostelgeschichte bzw. bei den Korinthern). Vom römischen Kaiser Konstantin I wurde der Sonntag im Jahr 321 n. Chr. zum Ruhetag bestimmt, der vor allem dem Dienst an Gott gewidmet war. So sollten auch die christlichen Sklaven und Soldaten ungehindert in die Gottesdienste und christlichen Versammlungen gehen können. Der dem Herrn geweihte Sonntag durfte nicht irdischen Dingen gewidmet sein. Somit verdanken wir den Sonntag dem jüdischen bzw. christlichen Glauben. In den folgenden Jahrhunderten kam es zu zahlreichen kirchlichen und bürgerlichen Gesetzen, die die Einhaltung der Sonntagsruhe sicherstellen sollten. Wer diese Regeln verletzte, musste mit Strafe rechnen. Heute ist der Sonntag durch Artikel 140 des Grundgesetzes geschützt. Trotzdem drohen dem Sonntag Gefahren durch zunehmende Säkularisierung und die Veränderungen der Arbeitszeiten in vielen Bereichen der Gesellschaft. So zerstören z.B. gleitende Arbeitszeiten, mit beliebigen freien Tagen, die traditionelle Kultur und zerstören den Rhythmus von Arbeit und Ruhe. Weiterhin werden die Feiertage nicht mehr „heilig“ verbracht. Sie werden vor allem durch Medien bestimmt. Die Inhalte der Festtage sind zum Teil vergessen worden, die Hauptsache ist, dass man frei hat.


Excerpt (computer-generated)

Unterrichtsvorbereitung

Evangelische Religion

Stundenthema:

Das dritte Gebot und seine heutige Bedeutung (LB3)

29.11.2006, 11-40-12.25

Klasse 5

Doreen Oelmann

Mittelschule XX

Mentor: Frau A.

Ausbilder: Frau P.


Inhaltsverzeichnis

1

Bedingungsanalyse 3

1.1

Schulsituation 3

1.2

Situation der Lerngruppe 3

2

Begründung des Themas 4

2.1

Sachanalyse 4

2.1.1

Geschichte und Bedeutung des Sonntags 4

2.1.2

Das dritte Gebot 5

2.2

Lernbereichsplanung 7

3

Didaktische Analyse 8

3.1

Richtziele ­ Jahrgangsstufe 5 8

3.2

Grobziele der Unterrichtseinheit 8

3.3

Teilziele der einzelnen Stunden 9

3.4

Feinziele der Unterrichtsstunde 10

4

Problemorientierung 11

4.1

Lernvoraussetzungen der Schüler im Bezug zum Thema 11

4.2

Entwicklungspsychologische Voraussetzungen 11

4.3

Methodisches Vorgehen 12

4.3.1

Motivationsphase 12

4.3.2

Erarbeitungsphase 13

4.3.3

Vertiefungsphase 14

4.3.4

Phase der Zielsicherung 15

4.3.5

Anknüpfungsphase 15

5

Unterrichtsverlauf 16

6

Literaturverzeichnis 17

Anhang 18

M1 Noten: ,,Sonntagsmorgen..."

Fehler! Textmarke nicht definiert.

M2 Liedtext für Schüler - Motivationsphase 19

M3 Liedtext für Schüler - Anknüpfungsphase 19

M4 Gebotspuzzle 20

M5 Tafelbild 21

M6 Sitzplan

Fehler! Textmarke nicht definiert.

2


1 Bedingungsanalyse

1.1 Schulsituation

Der Religionsunterricht findet von der Klasse 5-7 zweistündig und von der Klas-

senstufe 8-10 einstündig statt. Bei der 5. Klasse handelt es sich um die 6. und 7.

Stunde. Aufgrund der ungünstigen Busverbindung müssen einige Schüler den

Unterricht ca. 5 Minuten eher verlassen.

Das ,,Religionszimmer" ist relativ klein. Dies ist jedoch von Vorteil, da die Reli-

gionsgruppen nicht sehr groß sind. Negativ ist jedoch die Anordnung der Tische.

So ist die Aufteilung der Schüler sehr auseinander gezogen, sodass man Schwie-

rigkeiten hat immer alle Schüler im Blick zu haben. Aufgrund der niedrigen Schü-

lerzahl sind zahlreiche Bänke und Stühle unbesetzt, die zu offeneren Arbeitsfor-

men genutzt werden können. So können Tische bzw. Sitzkreise bereits vor der

Stunde arrangiert werden ohne den Schülern ihren ,,Platz" wegzunehmen.

Außerdem befindet sich ein Waschbecken im Zimmer, sodass auch kreative

Arbeiten durchgeführt werden können ohne das Zimmer zu verlassen. Weiterhin

sind verschiedene Medien, wie Tafel, Overheadprojektor, Rekorder etc. vorhan-

den. Die großen Wandflächen bieten sich außerdem für kreative Arbeiten von

Schülern an.

1.2 Situation

der

Lerngruppe

Die Lerngruppe besteht aus acht Schülern aus den zwei Parallelklassen der 5.

Jahrgangsstufe. Es handelt sich dabei um sieben Jungen und ein Mädchen. Die

kleine Gruppe ist von Vorteil, da so die Möglichkeit besteht auf jeden Schüler indi-

viduell einzugehen.

Der zweistündige Unterricht findet mittwochs in der 6. und 7. Stunde in der Zeit

von 11.40-12.25 bzw. 12.45 bis 13.30 statt. Da es sich um die letzten beiden

Stunden handelt, sind die Schüler von den vorherigen Stunden meist ausgepauert,

können sich nicht mehr richtig konzentrieren und lassen sich leicht ablenken.

Trotzdem ist die Mitarbeit einzelner noch recht gut (v. a. C, D und M). Diese Schü-

ler arbeiten sehr engagiert im Unterricht mit und versuchen ihr Wissen zu präsen-

tieren. Insgesamt sind die Schüler sehr wissbegierig und neugierig und stellen vie-

le Fragen.

Insgesamt ist das Leistungsvermögen der Schüler nicht sehr hoch, sie brauchen

sehr viel Zeit beim Bearbeiten von Aufgaben. Vor allem A ist sehr leistungs-

3


schwach. Dies zeigt sich beim selbstständigen Lösen von Aufgaben. Er blüht je-

doch richtig auf, wenn er etwas beitragen kann bzw. die richtige Lösung weiß.

Die religiöse Sozialisation der Schüler ist sehr unterschiedlich. C ist katholisch und

hat ein großes religiöses Vorwissen. Für ihn ist im Unterricht immer der Vergleich

des evangelischen und katholischen Glaubens von großer Bedeutung. M und Ga-

briel (wahrscheinlich) sind Mitglieder der Brüdergemeinde. T und D besuchen die

Christenlehre in ihrer Kirchgemeinde. Über A kann ich diesbezüglich keine Anga-

ben machen, er besucht jedoch seit der Grundschule den Religionsunterricht.

Christins Eltern sind nicht religiös. Sie hat auch als einzige in der Grundschule den

Ethikunterricht besucht. Somit zeichnet sich die Religionsgruppe durch sehr unter-

schiedliches religiöses Vorwissen (von sehr detailliert bis kein Vorwissen) aus.

Als Besonderheit dieser Stunde ist außerdem zu beachten, dass die Schüler direkt

von ihren Projekttag kommen, d.h. sie haben heute keinen ,,normalen" Unterricht

besucht.

2 Begründung des Themas

2.1 Sachanalyse1

2.1.1 Geschichte und Bedeutung des Sonntags

,,Sonntag" leitet sich vom lateinischen Wort ,,solis" ab und bedeutet ,,Tag der Son-

ne". So war es in der römischen Zeit üblich gewesen, dass die einzelnen Wochen-

tage nach den Planeten benannt wurden.

Die gottesdienstlichen Versammlungen der ersten Christen hatten zunächst am

jüdischen Ruhetag, dem Sabbat, stattgefunden. Doch schon bald löste der Sonn-

tag den Sabbat des jüdischen Kalenders ab und übernahm von ihm das Gebot der

Arbeitsruhe (Ex 20,9-10). Um sich endgültig vom Judentum abzugrenzen, verlegte

man schließlich den Sonntag auf den ersten Tag der jüdischen Woche. An diesem

Tag (dem Tag nach dem Sabbat) erfolgte nach christlicher Überlieferung die Auf-

erstehung Christi. Der Tag der Auferstehung wurde zum Herrentag. Er war der

Tag des Herrenmahles, mit dem der Gottesdienst stets verbunden war. Im Neuen

1 Im Folgenden beziehe ich mich hauptsächlich auf: (1) Deuser, Hermann: Die zehn Gebote. Stuttgart: Re-

clam, 2002. (2) Fritzsche, Hans Georg: Evangelische Ethik. Berlin: Evangel. Verl.-anstalt, 1961. (3) Sonntag.

In: MicrosoftEncarta 2004.

4


Testament gibt es jedoch kein eindeutiges Sonntagsgebot. So sind Christen nach

den Briefen an die Galater, Römer und Kolosser grundsätzlich frei davon gewisse

Tage einzuhalten. Jedoch wird deutlich, dass der 1. Tag der Woche eine Beson-

derheit darstellte (So z.B. das Brotbrechen, die Geldsammlung in der Apostelge-

schichte bzw. bei den Korinthern).

Vom römischen Kaiser Konstantin I wurde der Sonntag im Jahr 321 n. Chr. zum

Ruhetag bestimmt, der vor allem dem Dienst an Gott gewidmet war. So sollten

auch die christlichen Sklaven und Soldaten ungehindert in die Gottesdienste und

christlichen Versammlungen gehen können. Der dem Herrn geweihte Sonntag

durfte nicht irdischen Dingen gewidmet sein. Somit verdanken wir den Sonntag

dem jüdischen bzw. christlichen Glauben.

In den folgenden Jahrhunderten kam es zu zahlreichen kirchlichen und bürgerli-

chen Gesetzen, die die Einhaltung der Sonntagsruhe sicherstellen sollten. Wer

diese Regeln verletzte, musste mit Strafe rechnen.

Heute ist der Sonntag durch Artikel 140 des Grundgesetzes geschützt. Trotzdem

drohen dem Sonntag Gefahren durch zunehmende Säkularisierung und die Ver-

änderungen der Arbeitszeiten in vielen Bereichen der Gesellschaft. So zerstören

z.B. gleitende Arbeitszeiten, mit beliebigen freien Tagen, die traditionelle Kultur

und zerstören den Rhythmus von Arbeit und Ruhe. Weiterhin werden die Feierta-

ge nicht mehr ,,heilig" verbracht. Sie werden vor allem durch Medien bestimmt. Die

Inhalte der Festtage sind zum Teil vergessen worden, die Hauptsache ist, dass

man frei hat.

2.1.2 Das dritte Gebot

Das dritte Gebot achtet darauf, dass Menschen ihre Freiheit wahren und diese

nicht durch ununterbrochene Arbeit verlieren. Der 7er-Rhythmus (6 Tage Arbeit, 1

Tag Arbeitsruhe) darf als ältestes Arbeitszeitgesetz der Welt angesehen werden

und steht im Einklang mit kosmischen Dimensionen. Der Mondumlauf um die Erde

dauert ja 28 Tage; unser Wochenrhythmus steht damit in Beziehung.

So wertvoll Arbeit auch sein mag - der Mensch arbeitet, um zu leben. Er lebt nicht,

um zu arbeiten. Diese Prämissen wollen durch dieses Gebot geschützt sein.

Selbstverständlich heißt das nicht, dass nicht jene Arbeiten erledigt werden dür-

fen, die für das Leben unbedingt notwendig sind. Aber der Wechsel von Arbeit und

5



Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Kreatives Schreiben: Piraten Abenteuer

Author: Nina Lawitschka
German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies, 2007 Download as PDF-file for 5,99 EUR

Kreatives Schreiben in der Grundschule

Author: Julia Mrosek
German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies, 2006 Download as PDF-file for 7,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/116471/unterrichtsstunde-das-dritte-gebot-und-seine-heutige-bedeutung
please wait Please wait