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Lesson Plan, 2006, 23 Pages
Author: Doreen Oelmann
Subject: Theology - Didactics, Religion Pedagogy
Details
Institution/College: Studienseminar Leipzig
Tags: Unterrichtsstunde, Gebot, Bedeutung, Staatliches, Mittelschulseminar, Relgionsdidaktik, Sonntag, 3. Gebot, Mose, Feiertag
Year: 2006
Pages: 23
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-19026-3
ISBN (Book): 978-3-640-19057-7
File size: 154 KB
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Abstract
„Sonntag“ leitet sich vom lateinischen Wort „solis“ ab und bedeutet „Tag der Sonne“. So war es in der römischen Zeit üblich gewesen, dass die einzelnen Wochentage nach den Planeten benannt wurden. Die gottesdienstlichen Versammlungen der ersten Christen hatten zunächst am jüdischen Ruhetag, dem Sabbat, stattgefunden. Doch schon bald löste der Sonntag den Sabbat des jüdischen Kalenders ab und übernahm von ihm das Gebot der Arbeitsruhe (Ex 20,9-10). Um sich endgültig vom Judentum abzugrenzen, verlegte man schließlich den Sonntag auf den ersten Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag (dem Tag nach dem Sabbat) erfolgte nach christlicher Überlieferung die Auferstehung Christi. Der Tag der Auferstehung wurde zum Herrentag. Er war der Tag des Herrenmahles, mit dem der Gottesdienst stets verbunden war. Im Neuen Testament gibt es jedoch kein eindeutiges Sonntagsgebot. So sind Christen nach den Briefen an die Galater, Römer und Kolosser grundsätzlich frei davon gewisse Tage einzuhalten. Jedoch wird deutlich, dass der 1. Tag der Woche eine Besonderheit darstellte (So z.B. das Brotbrechen, die Geldsammlung in der Apostelgeschichte bzw. bei den Korinthern). Vom römischen Kaiser Konstantin I wurde der Sonntag im Jahr 321 n. Chr. zum Ruhetag bestimmt, der vor allem dem Dienst an Gott gewidmet war. So sollten auch die christlichen Sklaven und Soldaten ungehindert in die Gottesdienste und christlichen Versammlungen gehen können. Der dem Herrn geweihte Sonntag durfte nicht irdischen Dingen gewidmet sein. Somit verdanken wir den Sonntag dem jüdischen bzw. christlichen Glauben. In den folgenden Jahrhunderten kam es zu zahlreichen kirchlichen und bürgerlichen Gesetzen, die die Einhaltung der Sonntagsruhe sicherstellen sollten. Wer diese Regeln verletzte, musste mit Strafe rechnen. Heute ist der Sonntag durch Artikel 140 des Grundgesetzes geschützt. Trotzdem drohen dem Sonntag Gefahren durch zunehmende Säkularisierung und die Veränderungen der Arbeitszeiten in vielen Bereichen der Gesellschaft. So zerstören z.B. gleitende Arbeitszeiten, mit beliebigen freien Tagen, die traditionelle Kultur und zerstören den Rhythmus von Arbeit und Ruhe. Weiterhin werden die Feiertage nicht mehr „heilig“ verbracht. Sie werden vor allem durch Medien bestimmt. Die Inhalte der Festtage sind zum Teil vergessen worden, die Hauptsache ist, dass man frei hat.
Excerpt (computer-generated)
Unterrichtsvorbereitung
Evangelische Religion
Stundenthema:
Das dritte Gebot und seine heutige Bedeutung (LB3)
29.11.2006, 11-40-12.25
Klasse 5
Doreen Oelmann
Mittelschule XX
Mentor: Frau A.
Ausbilder: Frau P.
Inhaltsverzeichnis
1
Bedingungsanalyse 3
1.1
Schulsituation 3
1.2
Situation der Lerngruppe 3
2
Begründung des Themas 4
2.1
Sachanalyse 4
2.1.1
Geschichte und Bedeutung des Sonntags 4
2.1.2
Das dritte Gebot 5
2.2
Lernbereichsplanung 7
3
Didaktische Analyse 8
3.1
Richtziele Jahrgangsstufe 5 8
3.2
Grobziele der Unterrichtseinheit 8
3.3
Teilziele der einzelnen Stunden 9
3.4
Feinziele der Unterrichtsstunde 10
4
Problemorientierung 11
4.1
Lernvoraussetzungen der Schüler im Bezug zum Thema 11
4.2
Entwicklungspsychologische Voraussetzungen 11
4.3
Methodisches Vorgehen 12
4.3.1
Motivationsphase 12
4.3.2
Erarbeitungsphase 13
4.3.3
Vertiefungsphase 14
4.3.4
Phase der Zielsicherung 15
4.3.5
Anknüpfungsphase 15
5
Unterrichtsverlauf 16
6
Literaturverzeichnis 17
Anhang 18
M1 Noten: ,,Sonntagsmorgen..."
Fehler! Textmarke nicht definiert.
M2 Liedtext für Schüler - Motivationsphase 19
M3 Liedtext für Schüler - Anknüpfungsphase 19
M4 Gebotspuzzle 20
M5 Tafelbild 21
M6 Sitzplan
Fehler! Textmarke nicht definiert.
2
1 Bedingungsanalyse
1.1 Schulsituation
Der Religionsunterricht findet von der Klasse 5-7 zweistündig und von der Klas-
senstufe 8-10 einstündig statt. Bei der 5. Klasse handelt es sich um die 6. und 7.
Stunde. Aufgrund der ungünstigen Busverbindung müssen einige Schüler den
Unterricht ca. 5 Minuten eher verlassen.
Das ,,Religionszimmer" ist relativ klein. Dies ist jedoch von Vorteil, da die Reli-
gionsgruppen nicht sehr groß sind. Negativ ist jedoch die Anordnung der Tische.
So ist die Aufteilung der Schüler sehr auseinander gezogen, sodass man Schwie-
rigkeiten hat immer alle Schüler im Blick zu haben. Aufgrund der niedrigen Schü-
lerzahl sind zahlreiche Bänke und Stühle unbesetzt, die zu offeneren Arbeitsfor-
men genutzt werden können. So können Tische bzw. Sitzkreise bereits vor der
Stunde arrangiert werden ohne den Schülern ihren ,,Platz" wegzunehmen.
Außerdem befindet sich ein Waschbecken im Zimmer, sodass auch kreative
Arbeiten durchgeführt werden können ohne das Zimmer zu verlassen. Weiterhin
sind verschiedene Medien, wie Tafel, Overheadprojektor, Rekorder etc. vorhan-
den. Die großen Wandflächen bieten sich außerdem für kreative Arbeiten von
Schülern an.
1.2 Situation
der
Lerngruppe
Die Lerngruppe besteht aus acht Schülern aus den zwei Parallelklassen der 5.
Jahrgangsstufe. Es handelt sich dabei um sieben Jungen und ein Mädchen. Die
kleine Gruppe ist von Vorteil, da so die Möglichkeit besteht auf jeden Schüler indi-
viduell einzugehen.
Der zweistündige Unterricht findet mittwochs in der 6. und 7. Stunde in der Zeit
von 11.40-12.25 bzw. 12.45 bis 13.30 statt. Da es sich um die letzten beiden
Stunden handelt, sind die Schüler von den vorherigen Stunden meist ausgepauert,
können sich nicht mehr richtig konzentrieren und lassen sich leicht ablenken.
Trotzdem ist die Mitarbeit einzelner noch recht gut (v. a. C, D und M). Diese Schü-
ler arbeiten sehr engagiert im Unterricht mit und versuchen ihr Wissen zu präsen-
tieren. Insgesamt sind die Schüler sehr wissbegierig und neugierig und stellen vie-
le Fragen.
Insgesamt ist das Leistungsvermögen der Schüler nicht sehr hoch, sie brauchen
sehr viel Zeit beim Bearbeiten von Aufgaben. Vor allem A ist sehr leistungs-
3
schwach. Dies zeigt sich beim selbstständigen Lösen von Aufgaben. Er blüht je-
doch richtig auf, wenn er etwas beitragen kann bzw. die richtige Lösung weiß.
Die religiöse Sozialisation der Schüler ist sehr unterschiedlich. C ist katholisch und
hat ein großes religiöses Vorwissen. Für ihn ist im Unterricht immer der Vergleich
des evangelischen und katholischen Glaubens von großer Bedeutung. M und Ga-
briel (wahrscheinlich) sind Mitglieder der Brüdergemeinde. T und D besuchen die
Christenlehre in ihrer Kirchgemeinde. Über A kann ich diesbezüglich keine Anga-
ben machen, er besucht jedoch seit der Grundschule den Religionsunterricht.
Christins Eltern sind nicht religiös. Sie hat auch als einzige in der Grundschule den
Ethikunterricht besucht. Somit zeichnet sich die Religionsgruppe durch sehr unter-
schiedliches religiöses Vorwissen (von sehr detailliert bis kein Vorwissen) aus.
Als Besonderheit dieser Stunde ist außerdem zu beachten, dass die Schüler direkt
von ihren Projekttag kommen, d.h. sie haben heute keinen ,,normalen" Unterricht
besucht.
2 Begründung des Themas
2.1 Sachanalyse1
2.1.1 Geschichte und Bedeutung des Sonntags
,,Sonntag" leitet sich vom lateinischen Wort ,,solis" ab und bedeutet ,,Tag der Son-
ne". So war es in der römischen Zeit üblich gewesen, dass die einzelnen Wochen-
tage nach den Planeten benannt wurden.
Die gottesdienstlichen Versammlungen der ersten Christen hatten zunächst am
jüdischen Ruhetag, dem Sabbat, stattgefunden. Doch schon bald löste der Sonn-
tag den Sabbat des jüdischen Kalenders ab und übernahm von ihm das Gebot der
Arbeitsruhe (Ex 20,9-10). Um sich endgültig vom Judentum abzugrenzen, verlegte
man schließlich den Sonntag auf den ersten Tag der jüdischen Woche. An diesem
Tag (dem Tag nach dem Sabbat) erfolgte nach christlicher Überlieferung die Auf-
erstehung Christi. Der Tag der Auferstehung wurde zum Herrentag. Er war der
Tag des Herrenmahles, mit dem der Gottesdienst stets verbunden war. Im Neuen
1 Im Folgenden beziehe ich mich hauptsächlich auf: (1) Deuser, Hermann: Die zehn Gebote. Stuttgart: Re-
clam, 2002. (2) Fritzsche, Hans Georg: Evangelische Ethik. Berlin: Evangel. Verl.-anstalt, 1961. (3) Sonntag.
In: MicrosoftEncarta 2004.
4
Testament gibt es jedoch kein eindeutiges Sonntagsgebot. So sind Christen nach
den Briefen an die Galater, Römer und Kolosser grundsätzlich frei davon gewisse
Tage einzuhalten. Jedoch wird deutlich, dass der 1. Tag der Woche eine Beson-
derheit darstellte (So z.B. das Brotbrechen, die Geldsammlung in der Apostelge-
schichte bzw. bei den Korinthern).
Vom römischen Kaiser Konstantin I wurde der Sonntag im Jahr 321 n. Chr. zum
Ruhetag bestimmt, der vor allem dem Dienst an Gott gewidmet war. So sollten
auch die christlichen Sklaven und Soldaten ungehindert in die Gottesdienste und
christlichen Versammlungen gehen können. Der dem Herrn geweihte Sonntag
durfte nicht irdischen Dingen gewidmet sein. Somit verdanken wir den Sonntag
dem jüdischen bzw. christlichen Glauben.
In den folgenden Jahrhunderten kam es zu zahlreichen kirchlichen und bürgerli-
chen Gesetzen, die die Einhaltung der Sonntagsruhe sicherstellen sollten. Wer
diese Regeln verletzte, musste mit Strafe rechnen.
Heute ist der Sonntag durch Artikel 140 des Grundgesetzes geschützt. Trotzdem
drohen dem Sonntag Gefahren durch zunehmende Säkularisierung und die Ver-
änderungen der Arbeitszeiten in vielen Bereichen der Gesellschaft. So zerstören
z.B. gleitende Arbeitszeiten, mit beliebigen freien Tagen, die traditionelle Kultur
und zerstören den Rhythmus von Arbeit und Ruhe. Weiterhin werden die Feierta-
ge nicht mehr ,,heilig" verbracht. Sie werden vor allem durch Medien bestimmt. Die
Inhalte der Festtage sind zum Teil vergessen worden, die Hauptsache ist, dass
man frei hat.
2.1.2 Das dritte Gebot
Das dritte Gebot achtet darauf, dass Menschen ihre Freiheit wahren und diese
nicht durch ununterbrochene Arbeit verlieren. Der 7er-Rhythmus (6 Tage Arbeit, 1
Tag Arbeitsruhe) darf als ältestes Arbeitszeitgesetz der Welt angesehen werden
und steht im Einklang mit kosmischen Dimensionen. Der Mondumlauf um die Erde
dauert ja 28 Tage; unser Wochenrhythmus steht damit in Beziehung.
So wertvoll Arbeit auch sein mag - der Mensch arbeitet, um zu leben. Er lebt nicht,
um zu arbeiten. Diese Prämissen wollen durch dieses Gebot geschützt sein.
Selbstverständlich heißt das nicht, dass nicht jene Arbeiten erledigt werden dür-
fen, die für das Leben unbedingt notwendig sind. Aber der Wechsel von Arbeit und
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