Autor: Nadine Müller
Fach: Pädagogik - Kindergartenpädagogik
Details
Tags: Bedeutung, Märchen, Kindergarten
Jahr: 2008
Seiten: 29
Note: 1,9
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 197 KB
ISBN (E-Book): 978-3-640-18458-3
Volltext (computergeneriert)
Vorwort
,,ES WAR EINMAL" ... So fangen die meisten Märchen an.
Weil die wunderbaren Märchenfiguren noch immer nicht gestorben sind, reden wir noch
heute darüber: Über die uralten Märchen, die fast jeder kennt, und über die Neuen aus aller
Welt.
Eine große Bedeutung haben die Märchen besonders für unsere Kinder und für deren
Entwicklung. Aus diesem Grund möchte ich mich in meiner Facharbeit damit
auseinandersetzen, welche Bedeutung den Märchen bei der Erziehung und Herausbildung
sozialer Normen den Kindergartenkindern zukommt.
Mich beschäftigt die ursprüngliche Bedeutung der Märchen sowie die Entwicklung und
Anwendung bis in die heutige Zeit.
Weiterhin möchte ich die Bildungs- und Erziehungsziele, die mit Hilfe der Märchen verfolgt
werden, herausfinden mit verschiedenen Angeboten im Kindergarten.
Ich werde eine Ideenbörse zu zwei verschiedenen Märchen aufstellen, in der einige
Vorschläge für Projekte oder Projektwochen rund um das Märchen gegeben werden.
Zum Schluss erstelle ich dann eine zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse und
Schlussfolgerungen aus pädagogischer Sicht , welche ich während meines Berufspraktikums
und der Arbeit mit den verschiedenen Kindern im Kindergarten erfahren habe.
Zusätzlich liegt eine Konzeptionsausarbeitung der Kindertagesstätte ,,Abenteuerland" xxx
bei.
1
Inhaltsverzeichnis
1 Begriffsdefinition 4
1.1 Merkmale der Märchen 4
2 Alter und Ursprung der Märchen 5
2.1 Bedeutung der Märchen 6
3 Die Einteilung der Märchen 6
3.1 Übergeordnete Einteilung 6
3.1.1 Das Volksmärchen 6
3.1.2 Das Kunstmärchen 7
3.2 Untergeordnete Einteilung der Märchentypen 8
3.3 Unterscheidung von Volk- und Kunstmärchen 9
3.4 Bildungsstand der Kinder in Bezug auf Volksmärchen 10
4 Anwendung der Märchen 10
4.1 Ursprüngliche Funktion der Märchen 10
4.2 Bedeutung der Märchen in der heutigen Zeit 11
4.3 Die Bedeutung der Märchen für Kinder 11
4.4 Die Arbeit mit Märchen im Kindergarten 12
5 Bild.- u. Erziehungsziele d. m. Hilfe der Märchen verfolgt werden 12
6 Durchführung der Projektwoche 13
6.1 Ideenbörsen anhand von 2 ausgewählten Märchen 15
6.1.1 Dornröschen 15
6.1.2 Rotkäppchen 16
7 Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse und Schlussfolge-
rungen aus pädagogischer Sicht bezogen auf das Thema Märchen 17
8 Einschätzung von betreuten Kindern während meine Praktikums 18
2
9 Konzeption 21
9.1 Vorstellen meiner Praktikumseinrichtung 21
9.1.1 Rundgang durch die Räumlichkeiten 22
9.2 Abläufe und Gegebenheiten in unserer Einrichtung 23
9.3 Öffnungszeiten 23
9.4 Das Team der Kita 24
9.5 Ein Erzieher umfasst viele verschiedene Berufe 24
9.6 Die Arbeit in den Gruppen 25
9.7 Elternzeit 25
9.8 Auftrag der Kindertagesstätte 26
9.9 Pädagogischer Ansatz 26
9.10 Tagesablaufplan - Kindergarten 27
9.11 Tagesablaufplan - Krippe 28
10 Literatur- u. Quellenverzeichnis 29
3
1
1 Begriffsdefinition
Der Begriff "Märchen" stammt vom mittelhochdeutschen Wort "Maere" ab. "Maere" bedeutet
ursprünglich "Nachricht, Kunde, Erzählung.
Heute wird das Märchen definiert als phantastische Erzählung, in der die Grenzen zur
Wirklichkeit; als Erzählung ohne Bindung an individuelle Personen oder an bestimmte Orte
aufgehoben sind. Hier wird das Unglaubwürdige und Unwahrscheinliche im Gegensatz zu
"Maere" angesprochen. Sie finden sich zu allen Zeiten und bei allen Völkern dieser Welt. In
Deutschland prägten insbesondere die Brüder Grimm den Begriff. Sie haben die Märchen
gesammelt und aufgeschrieben.
1.1 Merkmale der Märchen
Ihre Absicht liegt großteils in der Belehrung. Ihre Handlungsstruktur ist in einer
Dreigliedrigkeit dargestellt: Ausgangssituation, Handlungsteil, Endsituation. Es gibt immer
die gleichen Märchenmotive wie: Armut, Wunsch nach Reichtum, Magie, (Zaubersprüche,
verwunschener Prinz, Hexen, Feen, Zwerge, Riesen, magische Zahlen (3,7...), Hilfreiche und
feindliche Märchenwesen, Gefahren und Hindernisse, Belohnungen, Sprechende Tiere und
Dinge. Bei der Sprache wird man immer wieder eine Formelhaftigkeit vorfinden (,,Es war
einmal,, ... ,,Bis auf den heutigen Tag") und zu guter Letzt dürfen die Zauberformeln nicht
fehlen z.B.: Eingreifen einer höheren Macht.
22 Alter und Ursprung des Märchens
Das Märchen ist eine der ältesten Überlieferungen der Menschheit überhaupt. Viele Märchen
entstanden über die Jahrhunderte, wurden weitererzählt und gerieten wieder in Vergessenheit.
Märchenerzähler mussten ein gutes Gedächtnis haben. Sie erzählten ihre Märchen viele Male
in unterschiedlichster Weise. Märchen sind nie einheitlich; sie haben Charakter. Sie vereinen
Menschen eines Kulturkreise. Einem Märchen zuhören, heisst auch Zeit und Werte
miteinander teilen. Man nimmt eine gemeinsame Identität an, wenn man gemeinsam um die
1 www.dagmar-erzählt.de am 12.04.2008
2 www.dagmar-erzählt.de vom 12.04.2008
4
Ehre des Jünglings bangt. Märchen können wahr werden oder Phantasiebilder sein. Menschen
brauchen Märchen, um die alltäglichen Schwierigkeiten zu meistern, um Hoffnung und
Glaube zu schöpfen.
Die ältesten heute bekannten Vorformen des Märchens stammen aus dem Orient. Dies sind
zum einen die Etana - Erzählung - entstanden um 2000 v. Chr. - und zum anderen die
Gilgames - Epen - entstanden um 1800 v. Chr. Erst durch die berühmteste Märchensammlung
der Welt "Kinder - und Hausmärchen" (1812 - 15) von den Brüdern Jacob und Wilhelm
Grimm erlangte das Märchen auch im europäischen Raum höchste Popularität. Das Märchen
wird allgemein in zwei Hauptgruppen unterschieden, nämlich in das Volksmärchen und in das
Kunstmärchen. Die Ursprünge des Märchens liegen im Mythos und im Epos. Das Märchen
hat große Ähnlichkeit mit der Sage, zum Teil auch mit der Fabel, der Legende und dem
Schwank. Die "modernisierte" Form des Märchens wird als Sciencefiction und Fantasie
bezeichnet.
Das älteste Märchenbuch ist die über 300 Stücke umfassende arabische Sammlung
"Tausendundeine Nacht", die ins 10. Jh. zurückdatiert. Die erste europäische Übersetzung
legte der Orientalist Jean - Antoine Galland 1704 bis 1717 vor. Diese französische Version
war über hundert Jahre der einzige für den europäischen Leser verfügbare Text. Die erste
deutsche Übersetzung erschien 1823.
32.1 Bedeutung der Märchen
Eine wichtige Rolle spielten die Märchen für die Entwicklung des Nationalbewusstseins und
der Nationalliteraturen. Vor allem in der Romantik wurden zahlreiche Sammlungen von
Volksmärchen angelegt (hier ragen die Volksmärchen der Deutschen von J.K.A. Musäus aus
den Jahren 1782/87 heraus). Die Begründer der Germanistik, Wilhelm und Jakob Grimm,
verbanden ihre berühmte Märchensammlung Kinder- und Hausmärchen (1812/15) mit
wegweisenden Verfahren der wissenschaftlichen Editionstechnik. Zu erwähnen ist auch
Ludwig Bechsteins Deutsches Märchenbuch von 1845.
3 www.wikepedia.de vom 20.04.2008
5
3 Die Einteilung der Märchentypen
3.1 Übergeordnete Einteilung
3.1.1 Volksmärchen
Bei Volksmärchen lässt sich kein bestimmter Urheber feststellen. Die mündliche Weitergabe
war für lange Zeit die ausschließliche und ist bis heute die natürliche Form der Überlieferung.
Dennoch hat auch die schriftliche Überlieferung seit ihren Anfängen auf die traditionelle
mündliche Erzählweise miteingewirkt, fanden doch schon im Mittelalter Märchen Eingang in
die Literatur und wurden aus den verschiedensten Gründen schriftlich festgehalten. Mit der
Möglichkeit des Drucks in der Neuzeit hat die schriftliche Verbreitung naturgemäß eine
größere Position eingenommen. Aufgrund der mündlichen Erzähltradition besitzt das
Volksmärchen keine konstante Form. Vielmehr tritt es in zahlreichen und teils sehr
unterschiedlichen Varianten auf. Was all diese Varianten aber als solche auszeichnet, ist die
Grundstruktur der Erzählung, d. h. Thema und Ablauf der Handlung werden in ihren
charakteristischen Zügen beibehalten. Die Abweichungen der Varianten voneinander sind
umso größer, je älter und je weiter verbreitet ein Märchen ist. In Deutschland wird mit dem
Begriff Märchen in erster Linie die Grimmsche Volksmärchensammlung ,,Kinder- und
Hausmärchen" (1812) assoziiert, jedoch gibt es noch unzählige andere deutsche
Volksmärchen, da die Brüder Grimm nur einen Teil der damaligen Märchen aufzeichnen
konnten. In Frankreich wurde die erste Märchensammlung 1697 von Charles Perrault
angelegt und der Ausdruck "contes de fée" (Feengeschichten) geprägt, von dem sich das
englische "fairy tales" ableitet. Das Element des zauber- und fabelhaften tritt hier schon in der
Namensgebung zum Vorschein. In jedem Kulturkreis gibt es traditionelle Märchen und
Sammler, die sich auf die Jagd nach ihnen gemacht haben. Um nur einige Beispiele
anzuführen seien noch die Erzählungen aus 1001 Nacht und Charles Perraults "Histoires ou
Contes du temps passé avec des moralités" erwähnt.
3.1.2 Kunstmärchen
Bei den sog. Kunstmärchen handelt es sich indes um bewusste Schöpfungen von Dichtern und
Schriftstellern. Bisweilen greifen sie Motive der Volksmärchentradition auf, meist werden
6
aber neuartige fantastische Wundergeschichten erfunden, die mit dem Volksmärchen aber
dennoch durch den Aspekt des Wunderbaren und Unwirklichen verbunden bleiben. Ihr Inhalt
wird überwiegend durch die Weltanschauung und die Ideen einer individuellen Person
getragen und unterliegt den Einflüssen der Literaturströmungen. In der Romantik erreichte
das Kunstmärchen einen frühen Höhepunkt und erhielt entscheidende Impulse für seine
weitere Entwicklung. In der Frühromantik lag der Akzent auf sehr künstlichen Schöpfungen,
die die Grenzen der herkömmlichen Märchen hinter sich ließen und sich somit dem
unbefangenen Märchenleser nicht mehr so leicht erschlossen. Das änderte sich jedoch wieder
mit den Dichtern der Spätromantik, die den einfachen Märchenton bevorzugten. Der am
meisten gelesene Verfasser von Kunstmärchen im 19. Jahrhundert war Wilhelm Hauff (1802-
1827). Seine Märchenbücher ,,Die Karawane", ,,Der Scheich von Alexandria" und ,,Das
Wirtshaus im Spessart" erschienen in drei aufeinanderfolgenden Jahren und spielen, wie die
Titel schon verraten, vor unterschiedlichem Hintergrund. Während er in den ersten beiden
Bänden die Handlung in den Orient verlegt, dient im letzteren der rauhere Norden als
Schauplatz. All seine Märchen kennzeichnet das Abenteuer, was aus seiner eigenen
Begeisterung für die Fremde zu erklären ist.
Zu den beliebtesten Märchendichtern zählt der Däne Hans Christian Andersen (1805-1875).
Angeregt wurde er durch die Brüder Grimm und die deutschen Kunstmärchen. Zunächst ist in
seinen Märchen noch eine deutliche Anlehnung an das Volkstümliche zu erkennen, doch
schon bald entwickelte er seinen eigenen, unverwechselbaren Stil. Im Gegensatz zu den
Volksmärchen, die grundsätzlich an einem unbestimmten Ort spielen, beschrieb er sorgfältig
den Schauplatz seiner Geschichten und achtete auf die Nähe zur kindlichen Weltauffassung.
Seine Erzählungen weisen eine einfache und ungekünstelte Sprache auf und wirken durch
einen eindringlichen Erzählton. Es ging ihm darum, das Wunderbare in die Wirklichkeit des
Alltags hineinzuholen, ohne dass eine Kluft zwischen beidem entsteht, wie es bei den
Romantikern oft der Fall war. In Dänemark wie in Deutschland sah man in Andersens
Erzählungen in erster Linie Märchen für Kinder. Das allerdings widersprach seinem eigenen
Selbstverständnis, denn er selbst verstand sich als Autor für alle Altersklassen.
Im weitesten Sinne zu den Kunstmärchen können auch die in neuerer Zeit entstandenen
Fantasy-Geschichten gerechnet werden. Auch die Science-Fiction-Filmreihe ,,Star Wars"
weist typische charakteristische Merkmale eines Märchens auf, wie z.B. die fehlenden bzw.
7
äußerst ungenauen Orts- und Zeitangaben ("Es war einmal, vor langer Zeit in einer weit, weit
entfernten Galaxis..."), die Gleichstellung von Adligen und Bürgerlichen oder das Happy End.
43.2 Untergeordnete Einteilung von Märchentypen
Die Märchen wurden über Jahrhunderte hinweg in verschiedene Kategorien eingeteilt. Die
heutige Forschung arbeitet mit dem von dem finnischen Märchenforscher Antti Aarne
erfundenen Typensystem, welches Märchen wie folgt unterscheidet:
· Tiermärchen und ihre Untergruppen
· Eigentliche Märchen und ihre Untergruppen
· Zauber- und Wundermärchen
· legendenartige Märchen
· novellenartige Märchen
· Märchen vom dummen Teufel oder Riesen
· Schwänke
· Schildbürgerschwänke
· Schwänke von Ehepaaren
· Schwänke mit männlicher oder weiblicher Hauptperson
· Lügenmärchen
4 www.wikipedia.de vom 20.04.2008
Mitschrift Fach Medien 2. Lehrjahr
8
3.3 Unterscheidung von Volks- und Kunstmärchen
Volksmärchen
Kunstmärchen
eine der ältesten Dichtungen des
stammen von namentlichen bekannten
Volkes
Künstlern/Dichtern
wurden dem Volksmärchen
wurden mündlich überliefert
nachempfunden
gesammelt durch
gesammelt durch
- Jakob und Wilhelm Grimm (1812) - Wilhelm Hauff (1801 - 1827)
z.B.: "Grimms Märchen"
z.B.: "Zwerg Nase" "Kaltes Herz"
"Kinder und Hausmärchen"
"Kalif Storch" "Der kleine Muck"
wurde nach der Biebel zum
meistgelesenen und
weitverbreitesten Buch
- Eduard Mörike (1804 - 1875)
- Ludwig Bechstein (1845)
z.B.: "Stuttgarter Heinzelmännchen"
Märchen zum Teil wunderlich
z.B.: "Deutsches Märchenbuch"
geschrieben
"Neues deutsches
Märchenbuch"
- Theodor Strom (1817-1888)
z.B.: "Der kleine Hawelmann"
- Hans Chrisitan Anderson (1805 -
1875)
König unter den Märchendichtern
z.B.: "Prinzessin auf der Erbse"
"Das hässliche Entlein"
"Schneekönigin"
Volksmärchen anderer Länder
z.B.: "Märchen aus 1001 Nacht"
- orientalisches Erzählgut
"Aladin und die Wunderlampe
"Ali Baba und die 30 Räuber"
- Russiche Märchen
5
5 Mitschrift Fach Medien 2. Lehrjahr
9
3.4 Bildungsstand der Kinder in Bezug auf Volksmärchen
Die Kinder haben einige Erfahrung mit Volksmärchen gemacht. Sie kennen die Märchen
,,Hänsel und Gretel", ,,Frau Holle", ,,Der Sterntaler", ,,Aschenputtel", ,,Schneewittchen",
,,Rotkäppchen" und ,,Der Wolf und die sieben Geißlein".
Die Kinder haben schon einmal ein Märchen von Walt Disney ,,Die 3 kleinen Schweinchen"
dargestellt. Es wurden jedoch nur einzelne Szenen ausgewählt, die einfacher für die Kinder
nachzuspielen waren.
Ich habe festgestellt, dass die Kinder Märchen sehr gern hören. Ihre Aufmerksamkeit und
Konzentration beim Vorlesen, Erzählen, beim Vortragen von Märchenliedern sowie
Handpuppenspielen ist zufriedenstellend. Die Selbstdarstellung ist in den Anfängen
vorhanden und muss weiter ausgebaut werden. Die Kinder wissen, dass Märchen nur
erfunden und ausgedacht sind.
4 Anwendung der Märchen
4.1 Ursprüngliche Funktion der Märchen
Die Funktion des Märchens hat sich im Laufe der Zeit mehr und mehr von der sozialen zur
psychologischen Funktion gewandelt. Eigentlich waren Märchen Geschichten für Erwachsene
und nicht, wie heute, fast ausschließlich für Kinder. Aufgrund der nicht vorhandenen Medien
war dies die einzige Möglichkeit für die Menschen, sich mit einem wichtigen Thema
auseinander zu setzen. Märchen dienten also nicht, wie man annehmen könnte, vorrangig der
Unterhaltung dies war nur zweitrangig-, sondern als Hilfe bei schwierigen
Lebenssituationen. So zeigt das Märchen ein Kontrastbild zur wirklichen Welt, indem die
verwendete ,,Seinsollensdichtung" dem Zuhörer zeigt, wie die Welt eigentlich sein sollte.
Aber auch Sozialkritik ist,6 oft für den Empfänger nicht immer direkt erkennbar, versteckt.
Sie stellt die Verbindung zwischen Seinsollensdichtung und den dargestellten schlechten
6 www.Gymnasium-Meschede.de vom 21.04.2008
10
sozialen Umständen her.
4.2 Die Bedeutung der Märchen in der heutigen Zeit
Heute erfüllen Märchen weniger diese sozialen, sondern primär die psychologische Funktion.
Dies liegt an der formalen Aufmachung der Märchen, die den Bedürfnissen des kindlichen
Denkens so gut entspricht, dass das Märchen heute fast ausschließlich in Kinderzimmern lebt.
Märchen haben bis heute ihren utopischen Charakter nicht aufgegeben, sie sind immer noch
gesellschaftlich progressiv, pädagogisch sinnvoll und psychologisch hilfreich. So wenig wie
Märchen an der äußeren Wirklichkeit interessiert sind, so wenig begnügen sie sich mit der
inneren Verfassung der Menschen. Lug und Trug, Hass und Eifersucht, Feigheit und
Hinterlist werden zwar nicht verschwiegen, aber auch nicht fortgeschrieben. Stets
demonstrieren die Märchen, wie der Mensch sein könnte, was er tun müsste, um
herauszufinden aus Bosheit, Angst, Wahn und Stolz, Unterdrückung und Rachsucht. 7
4.3 Die Bedeutung der Märchen für Kinder
Schauen wir nun den Aspekt Kinder und Märchen an, so muss man sagen, dass Märchen nicht
von Anfang an für Kinder bestimmt waren. Erst die Brüder Grimm haben ihre Märchen
,,kindgerecht" umgeschrieben und eine extra für Kinder umgestaltete Märchenausgabe
veröffentlicht.
Kinder sind fasziniert von den unterschiedlichsten Bildern und Ideen eines Märchens. Sie
können sich häufig identifizieren und somit ihre innere, noch unstrukturierte emotionelle Welt
ein wenig ordnen. Märchen erlauben Kritik. Märchen haben Verständnis. Sicherlich ist nicht
jedes Märchen für jedes Kind und jedes Alter sinnvoll, aber nach einer gut überlegten
Abstimmung können Märchen Kindern sehr helfen. Kinder leben in der Phantasie, sie bauen
sie aktiv aus, sie lernen mögliche Wege, wie sie mit den Problemen dieser Welt umgehen
können. Ängste, die Kinder nie aussprechen, bekommen hier ein Gesicht, eine Form. Es wird
immer eine Problemlösung angeboten - Regeln werden überwunden und Grenzen verschoben.
7 C. Gansel (Hg.): Zwischen Märchen und modernen Welten. Kinder- und Jugendliteratur im Literaturunterricht,
Frankfurt/M. 1998. und Schuleratgeber
11
Kinder dürfen hier Hoffnung haben. Das dargestellte Ungewöhnliche und Wunderbare
beschäftigen das Kind so sehr, dass ein Sinn für Gerechtigkeit entsteht und es sich einprägt,
dass das Gute siegen sollte. Man kann Märchen also als psychologische Hilfe bei eigenen
Entwicklungsschwierigkeiten sehen, da die Bereitschaft der Kinder, sich dem Übermächtigen
zu stellen, gestärkt und so Schwierigkeiten besser bewältigt werden können. Auch werden
Kinder, durch die gezeigte drastische Bestrafung der Antagonisten langsam an Grausames
herangeführt, das ihnen auch später in ihrem Leben begegnen könnte.8
4.4 Die Arbeit mit Märchen im Kindergarten
Im Kindergarten mit Märchen zu arbeiten ermöglicht, Kinder in ihrer persönlichen
Entwicklung zu unterstützen und dabei auch wesentlich dazu beizutragen, dass sie selbst zum
Lesen finden.
Für Kinder sind Märchenstunden ein wunderbares Erlebnis. In geborgener Runde durchleben
sie mit ihren Helden Abenteuer und intensive Gefühlswelten. Daraus schöpfen sie Mut und
Selbstbewusstsein. 9
5 Bildung- und Erziehungsziele, die mit Hilfe der Märchen verfolgt werden
Die Kinder sollen zur Eigenverantwortlichkeit heran gezogen werden und in ihnen soll die
Bereitschaft geweckt werden, sich in ihrer Umwelt zu erproben sowie diese nach ihren
Vorstellungen mitzugestalten.
Märchenhelden haben genau dieses Ziel vor Augen. Ihre Geschichten beschreiben, wie
mühsam der Weg ist, welche Probleme und Schwierigkeiten auftreten und das man der
Auseinandersetzung mit gefährlichen Gegnern nicht ausweichen kann. Da sie aber am Ende
über das Böse siegen und sich ihr Glück erkämpfen, vermitteln die Märchen dem Zuhörer,
dass sich die Anstrengung lohnt und kein Ziel unerreichbar bleibt. Die Kinder die in der
heutigen Zeit aufwachsen, werden all ihre Tatkraft und Phantasie brachen, um die auf sie zu
8 www.dagmar-erzählt.de vom 25.04.2008
9 www.KIGA-Forum.de vom 25.04.2008
12
kommenden Probleme zu lösen. Märchen enthalten eine Menge nützlicher Elemente für die
Erziehung- und Bildungsziele. Sie dienen besonders der ästhetischen, sittlichen und
intellektuellen Erziehungsarbeit. Sie unterstützen die pädagogische Arbeit auf allen Gebieten.
Unser Streben liegt darin, die uns anvertrauten Kinder zu allseitig gebildeten
Persönlichkeiten heranzuziehen. Die Anerziehung der Gefühle zur Eltern-, Geschwister- und
Heimatliebe, zur Freundschaft der Tieren und Menschen und ähnliches soll vermittelt werden.
Im Märchen ,, Die drei Männlein im Walde" mit der Unterscheidung zwischen Recht und
Unrecht, Gut und Böse, lernen die Kinder vielerlei Verhaltensweisen, wie Rücksichtsnahme,
Achtung vor anderen u. a.. All diese Gefühle, Eigenschaften und Verhaltensweisen soll der
Erzieher den Kindern anziehen. In den Märchen sind all diese Dinge vorhanden, sie sind also
ein gutes Hilfsmittel bei unserer Bildung- und Erziehungsarbeit. In jedem Märchen gibt es
eine spannende Handlung und zwar die guten Kräfte messen sich mit den Bösen, doch das
Gute siegt immer. Das Kind stellt sich in jedem Märchen gegen das Schlechte. Es
unterscheidet das Gute vom Bösen und greift Partei. Der Erzieher kann mit Hilfe der Märchen
bei den Kindern Tapferkeit, Mut, Entschlossenheit und Stärke ausbauen. Ein Erzieher muss
das Kinde lehren, seine Furcht zu überwinden, seinen Willen zu festigen und seine Ausdauer
zu erproben. Der Erzieher muss das Kind anleiten, das Schlechte und das Falsche von dem
Guten zu unterscheiden. Er soll die Fähigkeit lehren, Faulheit, Falschheit ebenso wie Habgier,
den Neid, die Heiterlist, den Betrug zu erkennen und zu verabscheuen. Die reichhaltige
Phantasie strahlt großen Reiz für die Kinder aus. Im Märchen wird ein bestimmtes Motiv
verfolgt, der Erzieher muss es erkennen und für seine pädagogische Arbeit ausnutzen.
6. Durchführung der Projektwoche
Ich gestaltete in meiner Kindergartengruppe (kleine Gruppe) in dem Zeitraum vom 13. Mai
bis 16. Mai 2008 eine Märchenwoche.
Ab dem 1. April bereits hatte ich die verschiedenen Märchen in meine Wochenplanung mit
eingebaut. Rotkäppchen war mein Hauptmärchen, jedoch befassten wir uns auch mit den
anderen Märchen wie ,,Frau Holle", ,,Hänsel und Gretel" und so weiter. Um den Inhalt der
Märchen den Kindern nahe zu bringen, lass ich ihnen die Märchen in Abständen mehrmals
vor. Dabei hörten sie mir aufmerksam und gespannt zu. Anschließend unterhielten wir uns
13
gemeinsam über die Märchen. Sprachen über Dinge, die in dem Märchen vorkamen.
Versuchten das Märchen mit eigenen Worten wiederzugeben und die Kinder äußerten ihre
Meinungen und Gedanken zu den einzelnen Märchenfiguren. Bereits zu diesem Zeitpunkt
versuchten die Kinder sich in die verschiedenen Rollen einzuteilen und nachzuspielen. Dann
kamen wir zu den Vorbereitungen um das Märchen nachzuspielen. Gemeinsam überlegten
wir, was für Utensilien wir benötigen. Dabei kamen sehr viele Ideen von den Kindern wie, ein
Kleid für die Großmutter, einen Kuchen für das Rotkäppchen, Steine und auch Blumen.
Als alles geklärt und die Rollen verteilt waren, lass ich das Märchen vor und die Kinder
spielten und sprachen dazu. Sie haben das alle richtig phantastisch gemacht. Ich war erstaunt
mit wie viel Freude sie daran gegangen sind.
Später haben wir dann noch einen Spaziergang durch den Zauberwald (ein angrenzender
Wald am Kindergarten) gemacht. Haben nach dem Rotkäppchen und dem Wolf geschaut. Die
Phantasie der Kinder war kaum zu bremsen und immer wieder sprachen sie über das
Märchen.
Am letzten Tag unserer Projektwoche gestalteten wir ein Märchenfest, bei dem die
verschiedenen Märchen, die wir zuvor besprochen hatten, sich wiederfanden. Es wurden die
Kinder als Märchenfiguren verkleidet. Wir backten den Rotkäppchenkuchen und tranken
roten Wein (Kinderwein).
Es war eine sehr schöne und erlebnisreiche Woche. Den Kindern und mir hat es sehr gut
gefallen.
14
6.1 Ideenbörse anhand von 2 ausgewählten Märchen
6.1.1 Dornröschen
Lebens- und Lernbereich
Inhalt
Mittel
Musik / Singen
Dörnröschenlied
Singen/ Tanzen
Dornröschenkreisspiel
Tänze lernen
Basteln/ Malen
Burg mit Rosen malen
Farbe und Blätter
Schwerter basteln
Pappe, Leim und Alufolie
Krone basteln
Tonpapier, Tacker
Hauptfigur Dornröschen
Ausmalbild, Buntstifte
ausmalen
Tonpapier, Leim
Nebenfigur ausmalen
Burg aus Tonpapier basteln
Muttersprache/ Spracherziehung Märchen vorlesen
Märchenbuch
Märchen nacherzählen
Handpuppen
Puppentheater Korb: Spindel, Bett, Schwert,
Stegreifspiel
Kochlöffel
Märchenkorb
anhand von Bildern das
Märchen wiedergeben
Kinderliteratur
Bilderbuch
Bilder
Märchenbuch
Bücher
Audiovisuele Medien
Hörspiel
CD oder Kassette
Video
15
6.1.2 Rotkäppchen
Lebens- und Lernbereich
Inhalt
Mittel
Musik / Singen
Rotkäppchenlied
Singen/ Tanzen
Rotkäppchekreisspiel
Tänze lernen
Basteln/ Malen
Kuchen backen Farbe und Blätter
Blumen pflücken Pappe, Leim und Buntstifte
Steine sammeln
Haus herstelen
Muttersprache/ Spracherziehung Märchen vorlesen
Märchenbuch
Märchen nacherzählen
Handpuppen
Puppentheater
Stegreifspiel
anhand von Bildern das
Märchen wiedergeben
Kinderliteratur
Bilderbuch
Bilder
Märchenbuch
Bücher
Audiovisuele Medien
Hörspiel
CD oder Kassette
Video
16
7 Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse und Schlussfolgerungen aus
pädagogischer Sicht bezogen auf das Thema ,,Märchen"
Das Thema wählte ich für meine Arbeit mit den Kindern aus, da ich im Vorfeld in
Gesprächen mitbekommen habe, dass Märchen für Kinder ein sehr interessantes Thema ist.
Gerade in der pädagogischen Arbeit mit den Kindern können Märchen dazu beitragen, dass
sie die Emotionalität, die Phantasie in welche die Kinder eintauchen und in die Wünsche und
Vorstellungen der Kinder umsetzbar sind, sowie die Kreativität erhalten bleibt und auch
weiter entwickelt werden kann. Durch das Erzählen oder auch Vorlesen von Märchen
erfahren die Kinder eine direkte Zuwendung. Ein genaues Beobachten der Reaktionen und
Gefühle im Anschluss ist von großer Wichtigkeit. Dadurch erfährt man, was später dann bei
der praktischen Umsetzung berücksichtigt werden muss. Märchen fordern unserer Kinder
dabei, sie erleben Mut, Selbstbeherrschung und lernen Ängste kennen. Kinder brauchen oft
die aggressive Phantasie in dem Märchen für die Befriedigung ihrer eigenen inneren
Spannung und zum Abreagieren ihrer feindseligen Gefühle. Die Erzählweise in einem
Märchen passt in die kindliche Welt des Denkens. Bei der Umsetzung helfen mir die
Fähigkeiten der Kinder spielerisch zwischen Realität und Phantasie oder der Spielwelt zu
unterscheiden und zu wechseln. Beobachtet wird dies von mir ganz oft in den sogenannten
Rollenspielen, so tun als ob. Wobei ich diese Rollenspiele sehr gern einsetze, damit die
Kinder in diesem das Gehörte vertiefen und in die unterschiedlichsten Rollen schlüpfen
können. Im Rollenspiel lernen die Kinder ganz konkret sich mit den Figuren auseinander zu
setzen. Die negative Rolle der einzelnen Märchen soll dargestellt werden, aber mir war es
auch ein großes Anliegen die positive Darstellung dieser Rolle zu vermitteln. Dies versuchte
ich durch verschiedenen Angebote, wie z. B. Entwerfen von Collagen, Erkennen und Erraten
von Rätselreimen, Liedern und Bewegungsspielen zu erreichen.
Für mich war es von großer Bedeutung, das Märchen ,,Rotkäppchen" den Kindern
vorzustellen und aufzuarbeiten. Dies geschah gemeinsam mit ihnen. Die Aufarbeitung
geschah in den unterschiedlichsten Vorgehensweisen. Die Gespräche zu den einzelnen
Bildern der Märchenfiguren gaben mir Aufschluss über das, was den Kindern dabei inhaltlich
als Wichtig erschien. Das Märchen ,,Rotkäppchen" wählte ich auch aus, da es ein
wunderbares, handlungsreiches und phantasievolles Zaubermärchen ist. Dieses Märchen bot
mir eine breite Fassette die Harmonie des Zusammenspiels, die sprachliche Fähigkeit und
17
Fertigkeit aller Kinder zu fördern und auszubauen. Auch beinhaltet es vielfältige große und
kleine Rollen. Dadurch hatten sie die Möglichkeit eventuelle Sprachschwierigkeiten und
Sprachhemmungen durch das Rollenspiel zu überwinden. Die Kinder erfuhren, dass man in
Gemeinschaft mehr erreichen kann, sowie Spaß und Freude gemeinsam erlebt. Durch all diese
Vielseitigkeit die mir das ausgewählte Märchen bot, konnte ich die Phantasiewelt der Kinder
anregen, ihre Vorstellungskraft fördern und durch das Rollenspiel erreichte die Kreativität bei
den Kindern ihren Höhepunkt.
8 Einschätzung von betreuten Kindern während meines Praktikums
Sebastian 08/06
Seine optische Wahrnehmung ist sehr gut, er kann Dinge bereits sehr gut zu ordnen (Puppe
zum Puppenwagen). Er schüttelt den Kopf für das Zeichen ,,Nein" und nickt als Bestätigung.
Er zeigt an seinem Körper richtig die Körperteile, wenn man sagt: ,,Wo ist die Nase?". Das
Handgeschick (Feinmotorik) funktioniert bei Sebastian noch nicht so gut, außer Steckspiele
bereiten ihm sehr viel Freude. Die Grobmotorik ist bedeutend besser, jedoch ist er mit seiner
Sprachentwicklung noch sehr weit hinter seinem Altersstand. Sebastian kann gerade mal 1-2
Sätze bilden. Sein sozialer Kontakt ist durch seine sprachliche Einschränkung teilweise sehr
gestört.
Coco Laura 05/06
Die Feinmotorik sowie die Grobmotorik ist bei Coco Laura sehr gut ausgeprägt. Sie kann ihre
Kleidung selbständig ausziehen und versucht auch sich richtig wieder anzuziehen. Sie rennt
und läuft rückwärts und absolviert Fußballstöße ohne umzufallen. Ihre sprachliche
Entwicklung ist ihrem Alter entsprechend. Akustische Wahrnehmungen besitzt sie und kann
Namen zu Personen zuordnen, sowie Körperteile benennen. Der soziale Kontakt ist bei Coco
Laura stark ausgebildet und ein ,,Alleine-Spielen" kommt für sie nur selten in Frage.
Yannick Mourice 12/06
Seine Feinmotorik ist sehr gut ausgeprägt. Er zeigt selbständig mit dem Zeigefinger auf Dinge
die man ihm benennt, räumt mit auf und packt eingewickelte Sachen aus. Seine optische
Wahrnehmung zeigt sich darin, dass er seine Eltern sowie Verwandte erkennt. Die
Grobmotorik ist gut entwickelt, er steht und geht ohne Hilfe. Er kaut mühelos feste Nahrung.
18
Die akustische Wahrnehmung ist für sein Alter entsprechend vorhanden. Die
Sprachentwicklung entspricht einem 2-jährigen Kind. Yannick Mourice ist ein sehr soziales
Kind.
Cdric 12/06
Cdric kommt mit der optischen Wahrnehmung noch nicht so gut klar, aber man merkt sehr
das er sich darum bemüht. Seine Feinmotorik ist gut vorhanden, er räumt Dinge aus und
richtig wieder ein. Die Grobmotorik ist gut entwickelt, er steht und geht alleine und kann
Puppenwagen allein vor sich her schieben. Die sprachliche Entwicklung ist in seinen
Anfangszügen, jedoch wird er noch ein wenig Zeit benötigen. Sein sozialer Kontakt zeigt er
gegenüber anderen gern. Er macht ,,Winke Winke" und präsentiert jedem sein Spielzeug.
Jannick 01/06
Die optische Wahrnehmung ist bei Jannick bereits gut vorhanden. Er kann Dinge zu Bildern
zuordnen. Seine Feinmotorik funktioniert z.B. beim Ausziehen sehr gut. Er ist sehr schnell
beim Ausziehen, nur beim Anziehen fehlt ihm noch die Zuordnung der einzelnen
Kleidungsstücke. Jannicks Grobmotorik scheint teilweise noch etwas ,,tollpatzig" dennoch
versucht er alles auszuprobieren und gibt sich dabei viel Mühe. Die akustische Wahrnehmung
ist auf Grund seiner sprachlichen Entwicklung noch sehr schwierig. Auch der soziale Kontakt
fällt ihm schwer.
Julia 09/05
Über Julia kann man kaum Fehlendes in ihrer Entwicklung aussagen. Sie ist für ihrer
Altersphase bereits sehr weit. Ob das die der akustischen oder optischen Wahrnehmung
betrifft. Ihre Feinmotorik ist hervorragend, sie befasst sich gerne mit Spielen, wo kleine Teile
zugeordnet oder aneinander gefügt werden müssen. Die Grobmotorik ist auf einem guten
Stand, außer das Balancieren bereitet ihr noch kleine Schwierigkeiten. Julia merkt sich sehr
viele Dinge über eine längere Zeit.
Adrian 08/05
Er ist ein sehr aufgewecktes Kind, braucht viel Aufmerksamkeit und wenn er diese nicht zu
Genüge bekommt, kann er schnell böse werden. Jedoch hat er für seine Aufgewecktheit eine
sehr gute Feinmotorik sowie auch Grobmotorik. Seine optische Wahrnehmung ist gut,
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teilweise noch etwas langsam. Adrian besitzt auch sprachlich einige Schwierigkeiten. Sein
sozialer Kontakt ist bezeichnend.
Emily 09/05
Emily ist ein sehr ruhiges und leises Kind, kann aber auch ganz schnell aber selten laut
werden. Die optische Wahrnehmung fällt ihr manchmal noch sehr schwer mit der
Größenzuordnung und der verschiedenen Formen. Bei ihrer Fein- und Grobmotorik gibt es
keine Auffälligkeiten. Der Wortschatz von Emily ist für ihr Alter entsprechen entwickelt. Der
soziale Kontakt groß vorhanden, gern bietet sie ihre Hilfe an und spielt mit anderen Kindern.
Lena 09/05
Lena ist ein sehr lebhaftes Kind, sehr oft denkt sie, dass sie ein Junge wäre, aber nur im
spielerischen Sinne. Die optische Wahrnehmung von ihr ist in einem sehr guten
Entwicklungszustand und die Feinmotorik gut ausgebildet. Sie wirft z.B. den Ball ohne
Probleme über Ihren Kopf nach hinten. Bei ihrer Grobmotorik ist sie oft voreilig und macht
dadurch Fehler. Bei der Sprachentwicklung hat Lena noch geringe Schwierigkeiten. Dafür ist
die akustische Wahrnehmung und der soziale Kontakt hervorragend.
Eric 10/05
Er ist ein sehr interessierter Junge und immer für eine Überraschung zu haben. Seine
Feinmotorik ist sehr gut ausgeprägt. Er kann Formen, Farben und Größen zuordnen sowie
Bilder erkennen. Seien gute Grobmotorik merkt man an seinen vielen verschiedenen
sportlichen Aktivitäten. Die sprachliche Entwicklung ist passend. Erics akustische
Wahrnehmung ist weiter entwickelt als bei einem 2,5-jährigen Kind. Sein sozialer Kontakt ist
erstklassig und sehr angenehm.
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9 Konzeption
9.1 Vorstellen meiner Praktikumseinrichtung
Die Kindertagesstätte xxx wurde 1960 als LPG-Kindergarten in Barackenbauweise errichtet.
Sie liegt amt Ortsrand von xxx. Auf dem heutigen Spielplatz an unserem Haus befand sich
früher der Feuerlöschteich. Das erklärt auch die ungewöhnliche Struktur unserer Freifläche.
Die ruhige und natürliche Umgebung ist besonders reizvoll. Sie bietet den Kindern einen
engen Kontakt zur Natur. Wunderschöne Ausflugsziele wie unser Sportplatz, große
Wiesenhänge angrenzende Wäldchen, der Park mit Spielplatz und nicht zu vergessen, die
schöne Ortschaft von xxx laden uns zu vielfältigen Aufenthalten im Freien ein. Nachdem die
Kinderzahl sich erhöhte und das Gebäude sanierungsbedürftig wurde, entschloss sich die
Gemeinde xxx im Jahr 2001, den Kindergarten von Grund auf sanieren und vergrößern zu
lassen. Während der Bauphase errichteten wir eine provisorische, aber dennoch gemütliche
Kinder-Tagesstätte auf dem Gemeindesaal in xxx.
Nach der Bauzeit von ca. 10 Monaten konnten wird unser neues Reich in Besitz nehmen. Voll
Freude und Stolz dachten wir uns einen passenden Namen für unseren tollen Kindergarten
aus.
Am 07.09.2002 wurde unsere Einrichtung mit einem großen öffentlichen Einweihungsfest auf
den Namen ,,Abenteuerland" getauft. Unsere Hymne ,,...kommt mit uns ins Abenteuerland ...′′
soll uns mit immer neuen angepassten Textinhalten auf unserem Weg durch die
Kindergartenzeit begleiten.
9.1.1 Rundgang durch die Räumlichkeiten
Unsere Einrichtung hat einen informativ und ansprechend gestalteten Eingangsbereich,
welcher als Garderobe für alle Kinder dient. Vom Flur gelangt man in alle Räume wie Küche,
Bad, zwei helle und freundliche Gruppenräume, welche durch eine Tür miteinander
verbunden sind.
Im hinteren, kleineren Gruppenzimmer, bei den kleinen Strolchen, spielen, lernen, essen und
schlafen Kinder im Alter von 1-4 Jahren, welche von zwei Erzieherinnen betreut werden. Im
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zweiten Gruppenraum tummeln sich die Sterntaler im Alter von 3-6 Jahren, betreut von einer
Erzieherin. Auf eine kindgerechte, den Jahreszeiten entsprechende Gestaltung der Räume und
Fenster legen wir sehr viel wert. Damit auch die hygienischen Gewohnheiten Spaß machen,
haben wir einen kindgerecht ausgestatteten Sanitärbereich.
Dazu zählen eine Wickelkommode für unsere Jüngsten, eine Babytoilette, zwei Kinder-
Toiletten und 8 Kinderwaschbecken, in unterschiedlicher Höhe angebracht. Weil
Körperpflege bei uns groß geschrieben wird, stehen selbstverständlich jedem Kind ein Haken
mit Handtuch und Kamm sowie Zahnputzzeug zur Verfügung. Unsere Teeküche ist praktisch
und funktionell eingerichtet. Auf dem Herd wird nicht nur Tee gekocht, er ermöglicht unseren
Kindern auch das Backen und das Zubereiten kleiner Gerichte.
Für unsere Mittageessen sorgt die Fa. xxx aus xxx. Das Essen wird in Thermoporten
angeliefert und in der Küche gruppenweise portioniert.
Des Weiteren verfügt unsere Einrichtung über einen Materialraum, eine kleine Terrasse und
einen Heizungs-, Wasch- und Spielzeugkeller. Unser Spielplatz bietet den Kindern
ausreichend Möglichkeiten, ihren Bewegungsdrang nachzugeben. Der Spielplatz verfugt über
eine Doppelschaukel, eine Kletter-Rutsch-Eisenbahn, eine Hangrutsche, einen großen
Sandkasten und ein Klettergerüst. Rückzugsmöglichkeit bietet ein Holz-Tipi und eine
überdachte Sitzkombination. Besonders stolz sind wir auf unsere großen, unter Naturschutz
stehenden Bäume, welche uns im Sommer ausreichend Schatten spenden.
9.2 Abläufe und Gegebenheiten in unserer Einrichtung
Aufnahme
Aufgenommen werden kann jedes Kind ab 1 Jahre. Die Aufnahme erfolgt bei Kindern im
Rahmen des Bedarfsplanes und in Absprache mit dem Träger.
Es wird ein Antragsformular ausgefüllt, welches in der Einrichtung bzw. bei der Vgem
erhältlich ist. Auf dem Antrag werden Name und Adresse des Kindes und der
Erziehungsberechtigten sowie Telefonnummer von zu Hause und den Arbeitsstellen erfasst,
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um bei evtl. Notfällen die Erziehungsberechtigten zu erreichen. Die Eltern verpflichten sich,
Änderungen von Adressen, Telefonnummern, Arbeitsstellen, Beschäftigungsverhältnisse ect.
ohne Aufforderung zu melden. Bei Angabe der Daten können auch Dauervollmachten zur
Abholung der Kinder durch Dritte eingerichtet werden. Über bestehende Allergien,
Krankheiten usw. ist das Personal der Einrichtung in Kenntnis zu setzen. Bei Aufnahme in die
Kindertagesstätte ist nach § 18 des KiFöG eine ärztliche oder amtsärztliche Bescheinigung
vorzulegen. Mit der Anmeldung des Kindes erkennen die Eltern die Hausordnung an.
9.3 Öffnungszeiten
Unsere Einrichtung ist von montags bis freitags in der Zeit von 06.30 Uhr bis 16.30 Uhr
geöffnet. Bei Bedarf können Kinde über die Öffnungszeit hinaus betreut werden. Die
Betreuung ist ganztags oder halbtags möglich. Bei einem Halbtagsplatz können
Betreuungszeiten
Von 7.00 bis 12.00 Uhr
von 09.00 bis 14.00 Uhr angeboten .werden.
In der Zeit zwischen 12.00 und 14.00 Uhr ist die Abholung des Kindes nicht gewünscht, um
den Mittagsschlafe der Kinder nicht zu stören. Schließzeiten gibt es in unserer Einrichtung
nur zum Jahresende bzw. Jahreswechsel, das heißt, von Heilig Abend bis Neujahr sowie
vereinzelt an einem Brückentag. In besonderen Härtefällen kann auch in dieser Zeit eine
Betreuungsmöglichkeit in einer anderen Einrichtung gefunden werden.
9.4 Das Team der Kita
Frau xxx Leiterin betreut die Kinder der
Erzieherin, großen Gruppe
Heilpädagogin (momentan Elternzeit)
Frau xxx stellvertr. Leiterin betreut die Kinder der
Erzieherin kleinen Gruppe
Heilpädagogin
Frau xxx Erzieherin betreut die Kinder der
großen Gruppe
Frau xxx Erzieherin betreut die Kinder der
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Kleinen Gruppe
(Urlaubs- und Krank-
heitsvertretung)
Frau xxx angehende Erzieherin betreut mit die kleine
Praktikum Gruppe
9.5 Ein Erzieher umfasst viele verschiedene Berufe wie z.B.
Friseur Ausbilder Manager Naturfreunde
Animateur Krankenschwester Hausmeister
Dompteuer Freundin
Dekorateur Kasper Ansprechpartner
Putzteufel Seelsorger
9.6 Die Arbeit in den Gruppen
Die Arbeit in den Gruppen erfolgt zu einem einheitlichen Rahmenthema, welches vom
Erzieherteam erarbeitet und für die Eltern ausgehangen wird. Die Arbeit zu dem Thema
gestalten die Erzieherinnen in den Gruppen individuell den Bedürfnissen, Interessen und dem
Alter der Kinder. So werden auch Geburtstage, Sammelaktionen für Materialien für
bestimmte Angebote u ,ä. gruppenintern gefeiert bzw. angeboten. Die Information über solche
Aktivitäten erfolgt regelmäßig an den Gruppenpinnwänden. Den Kindern, sollte kein
wertvolles oder leicht zerbrechliches Spielzeug mitgegeben werden, da wir für verloren
gegangenes oder kaputtes Spielzeug keine Haftung übernehmen können.
Gruppenintern werden auch Koch- und Backangebote mit den Kindern durchgeführt. Die
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Gruppenarbeit beginnt in den Gruppen 09.00 Uhr. Nur in Ausnahmefällen sollten die Kinder
später in die Einrichtung gebracht werden, um die Ruhe und Konzentration in der Gruppe
nicht zu beeinträchtigen. Um die Gruppenarbeit weiterhin nicht zu stören, bitten wir die
Eltern, sich von ihrem Kind beim Bringen an der Gruppentür zu verabschieden und beim
Holen den Gruppenraum nicht zu betreten.
Das Turnen in der Einrichtung findet in verschiedenen Altersgruppen l x wöchentlich statt.
Hier nutzen wir die Möglichkeit im Gruppenraum. Bei schönem Wetter wird die
Bewegungserziehung im Garten oder auf dem Sportplatz durchgeführt.
9.7 Elternarbeit
Alle 2 Jahre werden von den Eltern l bis 2 Elternsprecher gewählt, die Vertreter zwischen
Eltern und Einrichtung sind und sich für die Belange der Kindertagesstätte, auch in der
Öffentlichkeit, einsetzen. Mehrmals im Jahr finden Elternabende, als
Informationsveranstaltungen oder Bastelabende u. ä. statt. Elternsprechstunden werden nach
Vereinbarung angeboten.
9.8 Auftrag der Kindertagesstätte
Die Kindertagesstätte ist eine sozial pädagogische Einrichtung und hat neben der
Betreuungsaufgabe einen eigenständigen alters- und entwicklungsspezifischen Bildung- und
Erziehungsauftrag. Die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes und die
Beratung und Information der Erziehungsberechtigten sind von wesentlicher Bedeutung; die
Kindertagesstätte ergänzt und unterstützt dadurch die Erziehung des Kindes in der Familie.
Grundlage für unsere tägliche Arbeit ist das Gesetz zur Förderung und Betreuung von
Kindern in Tageseinrichtungen des Landes Sachsen-Anhalt vom 05.03.2003.
Die Förderung soll sich beziehen auf:
soziale Kompetenz
Selbstständigkeit
Verantwortungsbereitschaft
Gemeinschaftsfähigkeit
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Toleranz und Akzeptanz gegenüber anderer Menschen
Ausleben von körperlichen und geistigen Fähigkeiten
Entwicklung natürlicher Neugierde
emotionale und musische Entwicklung
Vorbereitung des Übergangs in die Grundschule
· zu diesem Zwecke sollen insbesondere sprachliche Kompetenzen;
· elementare Fähigkeiten im Umgang mit Mengen, räumliche Orientierung, eine
altersgerechte Grob- und Feinmotorik sowie die Wahrnehmung mit den Sinnen und das
Denken gefördert werden.
9.9 Pädagogischer Ansatz
Der pädagogische Ansatz ist der rote Faden, der sich durch unsere Arbeit zieht. In der
Pädagogik findet man eine Reihe neben einander stehende Ansätze. In unserer Einrichtung
stellen wir den situationsorientierten sowie den lebensbezogenen Ansatz in den Vordergrund.
Diese Ansätze bieten unserer Meinung nach eine Fülle von Möglichkeiten, Kinder beim
Hineinwachsen und Verstehen der Erwachsenenwelt zu begleiten. Um den Kindern die
vielfältigen Inhalte zu vermitteln, setzen wir in unserer Einrichtung auf Projektarbeit.
Projektorientiertes Lernen bedeutet ganzheitliches Lernen, das heißt, Lernen im Kopf, Herz
und Hand.
9.10 Tagesablaufplan - Kindergarten (große Gruppe)
06.30 - 07.20 Uhr freies Spiel in Gruppe 1 (Kiga)
07.20 - 07.30 Uhr Morgenkreis, Waschraum
07.30 - 08.00 Uhr Frühstück
08.00 - 08.10 Uhr Toilette
08.10 - 09.00 Uhr Spiel
09.00 - 09.45 Uhr Angebote
09.10 - 10.00 Uhr Obstfrühstück, Trinken
10.00 - 10.15 Uhr Garderobe, Toilette
10.15 - 11.00 Uhr Aufenthalt im Freien
11.00 - 11.10 Uhr Garderobe, Toilette
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11.10 - 11.40 Uhr Mittagessen
11.40 - 11.50 Uhr Toilette, Waschraum
11.50 - 12.10 Uhr Vorbereitung zur Mittagsruhe
12.15 - 14.00 Uhr Mittagsruhe
14.00 - 14.20 Uhr Toilette, anziehen
14.20 - 14.40 Uhr Vesper
ab 14.40 Uhr Waschraum
Spiel oder Aufenthalt im Freien
9.11 Tagesablauf - Krippe (kleine Gruppe)
06.30 - 07.20 Uhr freies Spiel in Gruppe 1 (Kiga)
07.20 - 07.30 Uhr Morgenkreis, Waschraum
07.30 - 08.10 Uhr Frühstück
08.10 - 08.30 Uhr Toilette, Zähne putzen
08.30 - 09.20 Uhr Spiel, Angebot
09.20 - 09.40 Uhr Obstfrühstück, Trinken
09.40 - 10.00 Uhr Garderobe, Toilette
10.00 - 10.40 Uhr Aufenthalt im Freien
10.40 - 11.00 Uhr Garderobe, Toilette
11.00 - 11.30 Uhr Mittagessen
11.30 - 11.45 Uhr Toilette, Waschraum
12.00 - 13.45 Uhr Mittagsruhe
13.45 - 14.10 Uhr Toilette, anziehen
14.10 - 14.30 Uhr Vesper
ab 14.30 Uhr Waschraum
Spiel oder Aufenthalt im Freien
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10 Literatur- und Quellenverzeichnis
Bücher:
Einführung in die Kinder- und Jugendliteratur
Verlag E1NS
ISBN:3-8237-8121-9
Die Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm
Kinderbuchverlag Berlin
Ausgabe Sep. 1963
Singen macht Spaß
Verlag Volk und Wissen
Volkseigener Berlin 1987
ISBN 3-06-262648-8
Meine ersten Märchenbücher
-Schneewittchen
-Donröschen
- Frau Holle
- Rotkäppchen
Verlag Paletti
ISBN-389893-871-9
Internet:
www.dagmar-erzählt.de
www.Gymnasium-Meschede.de
www.KIGA-Forum.de
www.wikipedia.de
Schulmaterial:
Mitschrift Fach Medien 2. Lehrjahr
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