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Seminararbeit, 2002, 17 Seiten
Autor: Knut Bodeewes
Fach: Geowiss. / Geographie - Wirtschaftsgeographie
Details
Institution/Hochschule: Ludwig-Maximilians-Universität München (Wirtschaftsgeorafie)
Tags: Agrarpolitk, Entwicklungspolitik, 3 Welt, Entwicklungsländer
Jahr: 2002
Seiten: 17
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-17757-3
Dateigröße: 194 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Proseminararbeit
am Institut für Wirtschaftsgeographie
Agrar- und Entwicklungspolitik:
Interdependenzen zweier Politikbereiche
Bodeewes, Knut
22.11.2002
Gliederung
1 EINFÜHRUNG 1
1.1 Problematik 1
1.2 Aufbau der Arbeit 1
2 GRUNDLAGEN DER ENTWICKLUNGSPOLITIK 1
2.1 Die Begriffe Entwicklungs- und Industrieländer 1
2.2 Ursachen für die Unterentwicklung der Dritten Welt 2
2.3 Ziele und Gründe der Entwicklungspolitik 3
2.4 Zeitlicher Überblick der Entwicklungspolitik 4
3 INTERNATIONALE AGRARPOLITIK 6
3.1 Die Agrarpolitik der USA und der EU 6
3.2 Arten der Exportförderungen der EU 7
3.3 Auswirkungen der Nahrungsmittelexporte 10
3.4 Beispiele für die Auswirkungen von Nahrungsmittelexporten 11
4 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK 12
LITERATURVERZEICHNIS: II
1 Einführung
1.1 Problematik
Die Agrarproduktion in den Entwicklungsländern reicht zur selbständigen Versorgung dieser Länder nicht aus. Durch technische, finanzielle und humanitäre Hilfe sollen diese Missstände behoben und eine Verbesserung der Situation herbeigeführt werden. Dabei kommt es zu Konflikten zwischen den verschiedenen Politikbereichen, die im weiteren Verlauf der Arbeit näher erläutert werden.
1.2 Aufbau der Arbeit
Nach der Einführung in Kapitel 1 sollen in Kapitel 2 Grundlagen der Entwicklungspolitik erarbeitet werden. Dabei werden die Begriffe Entwicklungs- und Industrieländer definiert und Ursachen für die Unterentwicklung erläutert. Im weiteren Verlauf werden Ziele und Historie der Entwicklungspolitik dargestellt.
In Kapitel 3 folgt die Analyse der Agrarpolitik. Hier wird insbesondere auf die USA und Europa eingegangen. Für die Europäische Union werden Agrarexportförderungen näher erläutert und deren Auswirkungen an Beispielen in Afrika erklärt. Abschließend werden die Erkenntnisse in Kapitel 4 zusammengefasst.
2 Grundlagen der Entwicklungspolitik
2.1 Die Begriffe Entwicklungs- und Industrieländer
Die Entwicklungsländer werden definiert als die Länder, deren Entwicklungsstandard hinter dem von Ländern liegt, die als Norm angesehen werden (vgl. WAGNER 1997, S. 5). Dabei hat sich die Entwicklung in der Vergangenheit auf Europa, Nordamerika, Japan und Ozeanien konzentriert. Hier leben 15% der Weltbevölkerung und die vertretenden Staaten werden als Industrienationen bezeichnet. Daraus ergibt sich folgende Aufteilung der Welt: „Erste Welt“ (westliche Industriestaaten: USA, Kanada, Westeuropa, Japan, Australien, Neuseeland), „Zweite Welt“ (ehemalige kommunistische Staaten in Osteuropa und Ostasien), „Dritte Welt“ (Entwicklungsländer: alle übrigen Länder ) (vgl. WAGNER 1997, S. 6 ff.). Die Länder der Dritten Welt haben einen wenig erfolgreichen Entwicklungsprozess hinter sich. Der Grossteil der Bevölkerung lebt hier in materieller Armut am Rande des Existenzminimums. Grundbedürfnisse können oft nur ausreichend oder mangelhaft befriedigt werden (vgl. HEMMER 1988, S. 4 ff.). Als Beispiele dieser Missstände und schlechter Lebensbedingungen werden Krankheiten, Analphabetismus, Verwahrlosung, Hunger, Unterernährung und schlechte Wohnverhältnisse angeführt. Im Verhältnis dazu sind in den Industrieländern wenige Menschen von dieser Problematik betroffen. Entwicklungsländer können als arm, rückständig und unterentwickelt bezeichnet werden. Obwohl die überwiegende Mehrheit der Menschen in diesen Staaten lebt und mehr als fünf sechstel der Staaten dieser Erde Entwicklungsländer sind, tragen diese Länder sehr wenig zum Bruttosozialprodukt der Welt bei (vgl. BOHNET u. FLEISCH 1997, S. 12). Insgesamt sind diese Länder für weniger als 5% des Welthandels verantwortlich. Durch das schnelle Bevölkerungswachstum der Entwicklungsländer wird diese Tendenz weiter verstärkt. Immer mehr Menschen teilen immer weniger lebensnotwendige Güter. Das führt zu ansteigender Armut und immer schlechter werdenden Lebensbedingungen (vgl. HEIN 1998, S. 25.ff.).
Diese großen Unterschiede veranlassen die Industrienationen für einen Ausgleich der Verhältnisse zu sorgen. Somit wurden entwicklungspolitische Maßnahmen zu Gunsten der Entwicklungsländer ergriffen. Diese werden im weiteren Verlauf der Arbeit näher erläutert. Sie wirken jedoch nur in einem geringem Umfang, da die finanziellen Ressourcen knapp sind und die politische Lobby der Entwicklungsländer fehlt (vgl. HEMMER 1988, S. 6 ff.).
2.2 Ursachen für die Unterentwicklung der Dritten Welt
Wie im Kapitel 2.1 näher erläutert, gibt es die Aufteilung zwischen Industrie- und Entwicklungsländern. Verschiedene Entwicklungstheorien versuchen Gründe für die Unterentwicklung zu finden und zu erklären, warum es zu bestimmten Entwicklungsprozessen gekommen ist.
Die natürlichen Gegebenheiten und das Klima sind Ursache für den mangelnden Fortschritt. Zum einen kann die unzureichende Faktorausstattung und Rohstoffmangel bestimmte Länder benachteiligen. Auch kann der Entwicklungsprozess durch umfangreiche Vorkommen an natürlichen Ressourcen behindert werden. Dies kommt durch das Fehlen von Anreizen zur Erhöhung der Arbeitsproduktivität. Auch niedrige Rohstoffpreise sind ein Entwicklungshemmnis (vgl. INFORMATIONEN ZUR POLITSCHEN BILDUNG 1989, S. 14).
Zum anderen gibt es die Theorie, dass der Kolonialismus (äußere Ursache) verantwortlich für die Unterentwicklung ist. Der durch die Kolonialherren hervorgerufene Kulturschock behinderte die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung. Des weiteren wird ein Grund für Unterentwicklung auch im Protektionismus der Industrieländer gesehen. Zuerst werden Entwicklungshilfeprojekte zur Förderung des Exportes von Industrieerzeugnissen und Agrarprodukten gegründet. Wenn die gewünschten Exporterfolge eintreten, werden politische Maßnahmen zur Sicherung von heimischen Arbeitsplätzen in den Industrieländern ergriffen. So kommt es zu „freiwilligen Exportbeschränkungen“ der Entwicklungsländer (vgl. LACHMANN 1994, S. 47).
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