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Project Report, 2008, 35 Pages
Author: Philipp Nyssen
Subject: Economics / Business: Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research
Details
Institution/College: University of Bremen
Tags: Globale, Beschaffungsstrategien, Marketing
Year: 2008
Pages: 35
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 12 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-18276-3
File size: 314 KB
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Abstract
Heutzutage ist der Wettbewerb um Kunden so hart wie nie zuvor. Unternehmen sind oft gezwungen erhebliche Preisnachlässe zu gewähren, um die Kundschaft nicht an Konkurrenten zu verlieren. Das bedeutet, dass Erträge und Gewinne immer geringer werden, manchmal sogar überhaupt nicht möglich sind. Technologische Errungenschaften und starke Preisveränderungen führen in einem hart umkämpften Markt schnell zu großen Marktanteilsverschiebungen. Es gibt nur noch wenige Monopole, sodass Unternehmen mit vielen Konkurrenten um Marktanteile kämpfen müssen. Die Marktdynamik nimmt im Allgemeinen stark zu. Vor diesem Hintergrund wird klar, dass Unternehmen immer auf der Suche nach Verbesserungen der Ertragslage sind. Eine große Chance um sich in dem Wettbewerb durchzusetzen, bieten sogenannte globale Beschaffungsstrategien. Die Beschaffung von Ressourcen oder Waren wurde lange nur als operative Erfüllungshilfe für andere Unternehmensbereiche angesehen, dabei kann eine strategische Optimierung Wettbewerbsvorteile ermöglichen. Die zunehmende Globalisierung und die damit verbundene internationale Arbeitsteilung machen es zudem wesentlich einfacher auch auf globale Lieferanten zurückzugreifen. Der Aufgabenbereich des reinen Beschaffens verändert sich immer mehr und wird um vielfältige Funktionen erweitert. Um diese neuen Herausforderungen zu bewältigen, macht es also Sinn strategische Konzepte zu entwickeln und zu implementieren. Diese Projektarbeit soll einen Einblick in die Thematik der globalen Beschaffungsstrategien verschaffen. Der strukturelle Aufbau sieht zunächst in dem zweiten Kapitel eine Erläuterung der wichtigsten Begriffe vor. Was bedeutet Beschaffen und was bedeutet Strategie? Welche Rolle spielt dabei die Globalisierung, die unser Leben in den letzten Jahren stark verändert hat? Eine globale Beschaffungsstrategie kann nur durchgeführt werden, wenn im Voraus die Chancen und Risiken gegeneinander abgewogen werden. Es besteht ein erhebliches Chancenpotential durch globales Beschaffen, jedoch sind die Risiken ebenfalls groß. Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Beginn des dritten Abschnittes. Daraufhin wird der Prozess für die Einführung einer solchen Strategie in einem Unternehmen beschrieben. Am Ende des dritten Kapitels werden Beispiele für die erfolgreiche Umsetzung von Strategien aus der Industrie aufgezeigt. Der Abschluss der Projektarbeit bildet dann in dem Kapitel 4 die Zusammenfassung.
Excerpt (computer-generated)
SS 2008
SBWL Marketing
Abgabetermin: 26. Mai 2008
Globale Beschaffungsstrategien
Philipp Nyssen
I
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung und Aufbau der Arbeit 1
2.1 Die Globalisierung Die Welt verändert sich 2
2.2 Beschaffung und Strategie 3
2.3 Abgrenzung der globalen Beschaffungsstrategie 4
3.1 Risiken 6
3.2 Chancen und Erfolgspotentiale 10
3.3 Die Prozesse einer globalen Beschaffungsstrategie 14
3.3.1 Strategische Umweltanalyse und prognose 15
3.3.2 Unternehmensanalyse und Prognose 17
3.3.3 Formulierung einer Strategie 21
3.3.4 Implementierung einer globalen Beschaffungsstrategie 24
3.3.5 Kontrolle 26
3.4 Beispiele 28
4 Zusammenfassung 29
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Entwicklungstypen der Beschaffung 4
Abbildung 2: Motive für eine internationale Beschaffung 11
Abbildung 3: Prozess einer globalen Beschaffungsstrategie 14
Abbildung 4: Produktportfolio 20
Abbildung 5: Internationalisierungsformen 23
Abbildung 6: Beispiele Verhaltensmuster beim Global Sourcing 25
Abkürzungsverzeichnis
Abb. -
Abbildung
Aufl. -
Auflage
bspw. -
beispielweise
bzw. -
beziehungsweise
ca. -
circa
F&E -
Forschung und Entwicklung
IuK -
Informations und Kommunikationstechnologien
f. -
folgende
ff. -
fortfolgende
Hrsg. -
Herausgeber
Jg. -
Jahrgang
S. -
Seite
usw. -
und so weiter
z.B. -zum Beispiel
1
1
Einleitung und Aufbau der Arbeit
Heutzutage ist der Wettbewerb um Kunden so hart wie nie zuvor. Unternehmen sind
oft gezwungen erhebliche Preisnachlässe zu gewähren, um die Kundschaft nicht an
Konkurrenten zu verlieren. Das bedeutet, dass Erträge und Gewinne immer geringer
werden, manchmal sogar überhaupt nicht möglich sind. Technologische
Errungenschaften und starke Preisveränderungen führen in einem hart umkämpften
Markt schnell zu großen Marktanteilsverschiebungen. Es gibt nur noch wenige
Monopole, sodass Unternehmen mit vielen Konkurrenten um Marktanteile kämpfen
müssen. Die Marktdynamik nimmt im Allgemeinen stark zu. Vor diesem Hintergrund
wird klar, dass Unternehmen immer auf der Suche nach Verbesserungen der
Ertragslage sind. Eine große Chance um sich in dem Wettbewerb durchzusetzen,
bieten sogenannte globale Beschaffungsstrategien. Die Beschaffung von
Ressourcen oder Waren wurde lange nur als operative Erfüllungshilfe für andere
Unternehmensbereiche angesehen, dabei kann eine strategische Optimierung
Wettbewerbsvorteile ermöglichen. Die zunehmende Globalisierung und die damit
verbundene internationale Arbeitsteilung machen es zudem wesentlich einfacher
auch auf globale Lieferanten zurückzugreifen. Der Aufgabenbereich des reinen
Beschaffens verändert sich immer mehr und wird um vielfältige Funktionen erweitert.
Um diese neuen Herausforderungen zu bewältigen, macht es also Sinn strategische
Konzepte zu entwickeln und zu implementieren. Diese Projektarbeit soll einen
Einblick in die Thematik der globalen Beschaffungsstrategien verschaffen.
Der strukturelle Aufbau sieht zunächst in dem zweiten Kapitel eine Erläuterung der
wichtigsten Begriffe vor. Was bedeutet Beschaffen und was bedeutet Strategie?
Welche Rolle spielt dabei die Globalisierung, die unser Leben in den letzten Jahren
stark verändert hat? Eine globale Beschaffungsstrategie kann nur durchgeführt
werden, wenn im Voraus die Chancen und Risiken gegeneinander abgewogen
werden. Es besteht ein erhebliches Chancenpotential durch globales Beschaffen,
jedoch sind die Risiken ebenfalls groß. Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Beginn
des dritten Abschnittes. Daraufhin wird der Prozess für die Einführung einer solchen
Strategie in einem Unternehmen beschrieben. Am Ende des dritten Kapitels werden
Beispiele für die erfolgreiche Umsetzung von Strategien aus der Industrie aufgezeigt.
Der Abschluss der Projektarbeit bildet dann in dem Kapitel 4 die Zusammenfassung.
2
2.1 Die Globalisierung Die Welt verändert sich
Den Begriff Globalisierung genau zu definieren fällt schwer, aber vereinfacht lässt
sich sagen, dass man unter Globalisierung die wachsende internationale
Verknüpfung in den Gebieten wie Wirtschaft, Politik, Technik oder Kultur versteht.
Dabei ist die Globalisierung kein völlig neues Phänomen, da es schon immer den
menschlichen Willen gab Grenzen zu überqueren und neue Dinge zu erkunden.
Damals führte der Weg ins Ausland hauptsächlich dazu neue Rohmaterialien und
Ressourcen zu entdecken oder um fremde Güter zu erwerben und diese dann
gewinnbringend auf dem heimischen Markt zu verkaufen. Bei dem aktuellen Trend
der Globalisierung dreht sich das Agieren der Unternehmen zumeist um die
Besiedelung neuer Märkte im Ausland, aber auch auf Seiten der Beschaffung führt
der Weg immer öfter ins Ausland, verursacht durch günstigere Einkaufauspreise, die
sich aus niedrigeren Lohnkosten ergeben. Die Politik hat einen beträchtlichen Beitrag
zu der immensen Entwicklung der Globalisierung geleistet. Politische Barrieren und
Handelsschranken sowie bestehende Zölle sind im Laufe der Zeit weggefallen,
wodurch ein globales Agieren der Unternehmen stark begünstigt wurde.1 Ein
Durchbruch der Grenzen vollzog sich nicht nur in westlichen Gebieten. Länder wie
die UdSSR, China oder Indien sind im Laufe der Zeit zu wichtigen Handelspartnern
der westlichen Welt geworden.
Der aktuelle Trend der Globalisierung ist auch in der Gesellschaft erkennbar.
Urlaubsreisen in weit entfernte Länder, Studienaufenthalte im Ausland oder
Geschäftsbesuche per Flugzeug sind heutzutage normal. Die Entwicklung der
Globalisierung hängt stark mit der Verbreitung und Verbesserung der IuK
zusammen. Durch das Internet erlangt man sehr einfach Gegenüberstellungen von
Preisen, Bankgeschäfte sind blitzschnell erledigt und ein Datenaustausch, egal wo
man sich auf der Welt befindet, ist möglich.2 Somit scheint die Welt immer kleiner zu
werden.
Resultierend aus diesen Faktoren erhöht und verschärft sich der internationale
Wetterbewerb zwischen den Unternehmen enorm. Nationale wie auch internationale
Märkte werden immer durchsichtiger und schnelllebiger und sind durch Sättigung der
Absatzmärkte gekennzeichnet. Kürzer werdende Produktlebenszyklen und immer
1 Vgl. Kerkhoff, G. (2005), Seite 17f
2 Vgl. Faber, A. (1998), Seite 173
3
höher werdende Produktanforderungen stellen Unternehmen heutzutage vor große
Herausforderungen.3 Um am Markt zu überleben und Kosten minieren zu können, ist
für Unternehmen nicht mehr nur das Durchdringen neuer Märkte wichtig, sondern
auch das Ausspüren von günstigen Beschaffungsmöglichkeiten im In- und Ausland.
Nach Krokowski sind das aktive Ausüben einer globalen Beschaffungspolitik und die
Konzeption einer Beschaffungsstrategie für Unternehmen überlebensnotwendig
geworden.4
2.2 Beschaffung und Strategie
Über die Definition des Begriffes Beschaffung (engl. ,,Procurement") wird in der
Literatur stark diskutiert. Beschaffung, Einkauf, Bezug oder Anschaffung werden oft
sinngleich verwendet. Nach Meinung von Hurcks umfasst der Begriff Beschaffung
alle Handlungen, die darauf zielen, das Unternehmen mit den für die Produktion
notwendigen Materialien zu versorgen.5 Kleemann behauptet ergänzend, dass die
Beschaffung strategische Gesichtspunkte beschreibt, wie zum Beispiel die
Marktorientierung, während der Begriff Einkauf (engl. ,,Purchasing") die betrieblichen
Handlungen, wie z.B. das Bestellwesen, Angebotsvergleiche oder
Preisverhandlungen umfasst.6
Der Begriff der globalen Beschaffungsstrategie wird in der Literatur oft Global
Sourcing genannt. Es ist ein häufig verwendeter Begriff, besitzt allerdings keine
gebräuchliche oder gängige Definition. Unter Sourcing versteht das ISM7 die Suche
nach Anbietern, die Produkte und Leistungen zur Verfügung stellen, die das zu
beschaffende Unternehmen für den Produktionsprozess benötigt. Aus dieser
Beschreibung lässt sich die Bedeutung des Begriffs Global Sourcing ableiten,
nämlich ,,Weltweite Beschaffung".8
Der Begriff Strategie definiert sich nach Hurcks als Bezeichnung dafür, dass sich alle
Entscheidungen und Handlungen, die in einem Unternehmen beschlossen werden,
an den vorher festgelegten Vorsätzen und Absichten richten und der Zielerreichung
3 Vgl. Kleemann, F. (2006), Seite 23
4 Vgl. Krokowski, W. (1998), Seite 1
5 Vgl. Hurcks, K. (1993), Seite 12
6 Vgl. Kleemann, F. (2006), Seite 29f.
7 Vgl. Institute for Supply Management
8 Vgl. Kleemann, F. (2006), Seite 31
4
dienen.9 Es geht dabei um Konzepte, Systeme und explizite Techniken, die für das
Vorwärtskommen von Institutionen und Organisationen wichtig sind. Da der
Konkurrenzkampf zwischen den Unternehmen immer härter wird, sind Strategien
extrem wichtig geworden. Eine Möglichkeit um im Wettbewerb besser konkurrieren
zu können und Wettbewerbsvorteile zu erlangen sind Strategien in der Beschaffung.
Eine Verknüpfung der internationalen Ausrichtung und der strategischen Orientierung
ergibt eine globale Beschaffungsstrategie, mit der sich die vorliegende Arbeit befasst.
2.3 Abgrenzung der globalen Beschaffungsstrategie
Die Veränderungen durch die immer stärker ausgeprägte Globalisierung wurden im
vorherigen Kapitel verdeutlicht. Vor diesem Hintergrund ist nun eine Abgrenzung des
traditionellen Einkaufs hin zu globalen Beschaffungsstrategien möglich. Die beiden
grundlegenden Ausprägungen globaler Beschaffung sind der strategische Beitrag zur
Erfolgssicherung des Unternehmens und die regionale Ausweitung des Einkaufs. Mit
dieser Grundlage kann man eine Matrix wie in Abbildung 1 erstellen.
Abbildung 1: Entwicklungstypen der Beschaffung
Quelle: In Anlehnung an Faber, A. (1998), Seite 26
Man hat vier mögliche Ausprägungen, die im Folgenden beschrieben werden. Oben links befindet sich der traditionelle Einkauf. Dieser ist durch eine begrenzte, nationale [...]
9 Vgl. Hurcks, K. (1993), Seite 16
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