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Examination Thesis, 2007, 73 Pages
Author: Beyhan Kenan
Subject: Pedagogy - School Pedagogics
Details
Tags: Möglichkeiten, Schule, Umgang, Schüler/innen, Berücksichtigung, Streitschlichterkonzepten
Year: 2007
Pages: 73
Grade: 2 plus
Bibliography: ~ 35 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-18658-7
ISBN (Book): 978-3-640-18835-2
File size: 386 KB
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Abstract
Gewalt an Schulen ist seit den 90er Jahren ein hochaktuelles und brisantes Thema. Das Problem Gewalt in der Schule rückte immer mehr ins öffentliche erschreckende Einzelfälle berichtet haben. Wesentlicher Auslöser der Diskussion war u.a. die Annahme, die Gewaltbereitschaft unter Kindern habe insgesamt und in erheblichem Maße zugenommen. Dabei wurde von Ohnmachtsgefühlen bei der Regelung von Konflikten, dem Versagen der herkömmlichen Erziehungsmittel und den Schwierigkeiten, den alltäglichen Aggressionen und Streitigkeiten in den Klassen und auf dem Schulgelände kompetent zu begegnen, berichtet. Diese dramatischen Ereignisse, die besonders von den Medien aufgegriffen wurden, bilden sicherlich sehr extreme Formen von Aggression in Schulen. Neben diesen Formen existieren in der Schule allerdings auch andere Erscheinungsformen von Aggression, die mittlerweile fest zum schulischen Alltag zu gehören scheinen. Zu erwähnen wären an dieser Stelle: Ängstigen, Bedrohen, Auflauern, Hänseln, Quälen, Provozieren, Pöbeln, Erpressen, Schlagen, Berauben, Verletzen, Kleidung beschädigen, Vandalismus etc. Die Debatte der 90er Jahre zum Thema „Gewalt an Schulen“ hat dazu geführt, dass sich eine Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen mit diesem Gegenstand beschäftigt hat. Die Forschung hat sich dabei zunächst auf die Erklärung der Entstehungsbedingungen von Aggression und Gewalt konzentriert und in diesem Zusammenhang auch zahlreiche Vorschläge und komplexe Modelle zur „Gewaltprävention“ ausgearbeitet. Neben vielen anderen sinnvollen Ansätzen im Bereich der Gewaltprävention hat sich die “Streitschlichtung“ an vielen Schulen als ein zentraler Baustein entwickelt. Streitschlichtung ist ein erfolgreiches Konzept, das sich in den letzen Jahren wie ein “Buschfeuer“ ausgebreitet hat: Zunächst an einzelnen Schulen, in kürzester Zeit bereits an Hunderten von Schulen in vielen Bundesländern. Trainingshandbücher mit Übungen gibt es viele am Markt. Das Streitschlichterprogramm auch als Peer-Mediation bekannt, wird als probates Mittel zur Deeskalation von Gewalt und zur konstruktiven Lösung von Konflikten eingesetzt.
Excerpt (computer-generated)
Hausarbeit zur ersten Staatsprüfung für das
Lehramt an der Grund- und Mittelstufe
Möglichkeiten der Schule zum Umgang mit
aggressiven Schüler/innen unter besonderer
Berücksichtigung von StreitschlichterKonzepten
Vorgelegt von
Beyhan Kenan
Abgabetermin: 18.05.2007
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 4
2. Theoretischer Bezugsrahmen - Definition relevanter Begriffe 6
2.1 Definition von Aggression, Gewalt und Konflikte 6
2.1.1 Der Aggressionsbegriff 6
2.1.2 Der Gewaltbegriff 11
2.1.3 Zusammenhang zwischen den Begriffen Aggression und Gewalt 12
2.2 Konflikte 13
2.2.1 Positives Konfliktverständnis 15
2.2.2 Umgang mit Konflikten 16
2.2.2.1 Destruktive Konfliktaustragung 16
2.2.2.2 Konstruktive Konfliktaustragung 17
2.2.3 Konfliktkultur in der Schule 18
2.3 Zusammenhang zwischen Konflikt und Aggression 19
3. Theoretische Erklärungsansätze zu menschlichem aggressiven Verhalten:
Aggressionstheorien 21
3.1 Erklärungsansätze zur aggressiven Natur des Menschen: 22
3.1.1 Aggression als angeborene Triebkraft 22
3.1.2 Zur pädagogischen Relevanz der Triebtheorien 26
3.2 Die Frustrations- Aggressions- Hypothese 27
3.3 Lerntheoretische Ansätze 29
3.3.1 Lernen am Modell 30
3.3.2 Lernen am Erfolg 31
3.3.3 Signallernen 33
3.3.4 Kognitives Lernen 33
3.2 Soziologische Erklärungsansätze 34
3.2.1 Anomie- Theorie 35
3.2.2 Die Subkulturtheorie 36
3.2.3 Etikettierungstheorien 37
3.2.4 Aggression als Folge von Modernisierung und Individualisierung 38
4. Ausmaß von Aggression in der Schule 40
2
5. Pädagogische Aggressionsprävention und Aggressionsintervention 43
5.1 Begriffsbestimmung 43
5.1.1 Was ist Aggressionsintervention? 43
5.1.2 Was ist Aggressionsprävention? 43
5.2 Ebenen der Aggressionsprävention 44
5.3 Zwischenbilanz 47
6. Mediation- Die Lehre von Vermittlung und Schlichtung 47
6.1 Begriffsbestimmung 47
6.1.1 Mediation 47
6.2 Mediation als Verfahren 48
6.3 Ziele der Mediation 49
6.4. Ursprünge der Mediation 49
6.4.1 Historische und kulturelle Wurzeln 49
7. Mediation an Schulen 51
7.1 Peer- Mediation 51
7.1.1 Peer- Group- Education 51
7.2 Entstehungsgeschichte und Verbreitung der Peer- Mediation 53
7.2.1 Entwicklung der Peer- Mediation in den USA 53
7.2.2 Verbreitung in Deutschland 53
7.3 Ablauf einer Peer- Mediation 54
7.4 Die Peer-Mediator/innen 59
7.4.1 Rolle und Aufgaben der Peer-Mediator/innen 59
7.4.2 Auswahl der Peer- Mediator/innen an der Mediationsausbildung 60
7.4.3 Ausbildung der Peer- Mediator/innen 61
7.5 Peer- Mediation in der schulischen Praxis 62
7.5.1 Grenzen der Peer-Mediation 62
7.5.2 Chancen und Vorteile der Peer-Mediation 63
8. Peer- Mediation und Aggressionsprävention 64
8.1 Möglichkeiten und Chancen der Peer-Mediation bei der Aggressionsprävention 64
8.2 Grenzen und Konsequenzen der Peer-Mediation bei der Aggressionsprävention66
9. Schlussbetrachtungen 67
10. Literaturangaben 69
3
1. Einleitung
Gewalt an Schulen ist seit den 90er Jahren ein hochaktuelles und brisantes Thema. Das
Problem Gewalt in der Schule rückte immer mehr ins öffentliche Bewusstsein. Dazu
haben vor allem die Medien beigetragen, die vermehrt über erschreckende Einzelfäl e
berichtet haben.
Wesentlicher Auslöser der Diskussion war u.a. die Annahme, die Gewaltbereitschaft
unter Kindern habe insgesamt und in erheblichem Maße zugenommen.
Dabei wurde von Ohnmachtsgefühlen bei der Regelung von Konflikten, dem Versagen
der herkömmlichen Erziehungsmittel und den Schwierigkeiten, den alltäglichen
Aggressionen und Streitigkeiten in den Klassen und auf dem Schulgelände kompetent
zu begegnen, berichtet.
Diese dramatischen Ereignisse, die besonders von den Medien aufgegriffen wurden,
bilden sicherlich sehr extreme Formen von Aggression in Schulen. Neben diesen
Formen existieren in der Schule allerdings auch andere Erscheinungsformen von
Aggression, die mittlerweile fest zum schulischen Al tag zu gehören scheinen. Zu
erwähnen wären an dieser Stelle: Ängstigen, Bedrohen, Auflauern, Hänseln, Quälen,
Provozieren, Pöbeln, Erpressen, Schlagen, Berauben, Verletzen, Kleidung
beschädigen, Vandalismus etc.
Die Debatte der 90er Jahre zum Thema ,,Gewalt an Schulen" hat dazu geführt, dass
sich eine Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen mit diesem Gegenstand
beschäftigt hat. Die Forschung hat sich dabei zunächst auf die Erklärung der
Entstehungsbedingungen von Aggression und Gewalt konzentriert und in diesem
Zusammenhang auch zahlreiche Vorschläge und komplexe Model e zur
,,Gewaltprävention" ausgearbeitet.
Neben vielen anderen sinnvollen Ansätzen im Bereich der Gewaltprävention hat sich die
"Streitschlichtung" an vielen Schulen als ein zentraler Baustein entwickelt.
Streitschlichtung ist ein erfolgreiches Konzept, das sich in den letzen Jahren wie ein
"Buschfeuer" ausgebreitet hat: Zunächst an einzelnen Schulen, in kürzester Zeit bereits
4
an Hunderten von Schulen in vielen Bundesländern. Trainingshandbücher mit Übungen
gibt es viele am Markt.
Das Streitschlichterprogramm auch als Peer-Mediation bekannt, wird als probates Mittel
zur Deeskalation von Gewalt und zur konstruktiven Lösung von Konflikten eingesetzt.
Das in den 60er und 70er Jahren in den USA entwickelte vermittelnde Streitprogramm
hat sich in der dortigen Schullandschaft bewährt. In Deutschland fehlen bislang fundierte
Ergebnisse. Es handelt meist um Dokumentationen oder Selbstevaluationen von
Projekten, die Auskunft über die bisherige Entwicklung geben.
In der vorliegenden Arbeit soll untersucht werden welchen Beitrag
Streitschlichterkonzepte zum konstruktiven Umgang mit Aggressionen leisten. Hierbei
stützt sich die Arbeit auf die Ergebnisse der Aggressions- und Gewaltforschung.
Im Anschluss darauf werden im zweiten Teil fundamentale Begriffe definiert.
Im dritten Teil werden die verschiedenen Erklärungsansätze zur Entstehung
menschlicher Aggressionen dargestellt, unterteilt in psychologische und soziologische
Erklärungsansätze.
Im vierten Kapitel wird das Ausmaß von Aggressionen in der Schule beschrieben, um
darauf aufbauend präventive Maßnahmen daraus schließen zu können.
Der fünfte Teil befasst sich mit der Begriffsbestimmung von pädagogischer
Aggressionsintervention und Aggressionsprävention, um mit ihnen entsprechend
operieren zu können.
In der zweiten Hälfte der Arbeit wird der Fokus der Überlegungen zunächst auf
,,Mediation" als Methode im Allgemeinen und davon ausgehend auf die Peer-Mediation
im Speziellen gelenkt. Die historische Entwicklung dieser Methode wird dabei ebenso
betrachtet wie der theoretische Ablauf eines solchen Mediationsverfahrens.
In einem eigenständigen Kapitel werden zudem die Möglichkeiten und Grenzen der
Peer-Mediation bei der schulischen Aggressionsprävention diskutiert. Die
Schlussfolgerungen werden in dieser Arbeit die pädagogischen Folgerungen darstellen.
5
2. Theoretischer Bezugsrahmen - Definition relevanter
Begriffe
2.1 Definition von Aggression, Gewalt und Konflikte
Im folgenden Kapitel sol en zunächst Begriffsdefinitionen von Aggression, Gewalt und
Konflikte aufgeführt, Überschneidungen und Trennschärfen herausgestellt werden.
Da Aggression oft als Mittel der Konfliktlösung eingesetzt wird und dabei neue Konflikte
erzeugt werden, werden die theoretischen Reflexionen über die Bandbreite "Konflikte
Aggression Gewalt" vorgenommen.
Aggression und Gewalt werden trotz definitorischer Unterschiede synonym gebraucht.
Anstelle des Aggressionsbegriffes wird sowohl im alltäglichen Sprachgebrauch als auch
in der Wissenschaftssprache der Oberbegriff Gewalt verwendet. Ein solcher Umgang ist
jedoch nicht gerechtfertigt und bedarf der Präzisierung.
Danach werden die in der Wissenschaft relevanten Erklärungsansätze für das Auftreten
von Aggression präsentiert und zusammenfassend bewertet.
2.1.1 Der Aggressionsbegriff
Obwohl in der wissenschaftlichen Diskussion um den Aggressionsbegriff keine
allgemein gültige Definition vorliegt, wird zunächst eine terminologische Klärung
zur Bestimmung des Gegenstandes erfolgen, um dadurch einerseits eine
Verständigungsbasis zu schaffen und andererseits den gegenwärtigen
Forschungsstand der Aggressionsliteratur bezüglich der ihr zugrundeliegenden
Definitionsansätze und die damit verbundene Begriffsproblematik zu erörtern.
Schon allein der vielfältige Sprachgebrauch zeigt den vielschichtigen Bedeutungsgehalt.
Während in der psychologischen Tradition der Begriff "Aggression" bzw. "Aggressivität"
als Leitbegriff Verwendung findet, fungiert in der soziologischen Kategorie der Begriff
des "abweichenden Verhaltens", synonym dazu auch "Devianz". Entsprechend erhalten
in der Fachliteratur Begriffe wie Gewalt, Konflikt, Bedrohung oder Devianz eine ähnliche
Bedeutung. Dies veranschaulicht wie komplex der Aggressionsbegriff ist und welche
Phänomene er in sich vereint. In diesem schwierigen Bereich ist eine verbindliche
Definition, die allen Ansprüchen genügt, nicht zu erwarten. Dies gilt insbesondere dann,
wenn dabei Begrifflichkeiten aus der Alltags- oder Bildungssprache entlehnt sind, deren
Bedeutungsinhalt ambivalent, ungenau und inkonsistent ist. Beispielhaft dafür sind
6
Begriffe wie Intelligenz, Sexualität, Angst, Demokratie etc., die aufgrund der
mangelnden Präzision eine einheitliche Definition nicht zulassen. Eine weitere
Schwierigkeit ergibt sich dadurch, dass im alltäglichen Sprachgebrauch im Gegensatz
zur Wissenschaftssprache Begriffe in der Regel nicht normiert sind. Dies hat zur Folge,
dass unterschiedliche individuelle und situationsabhängige Begriffsverständnisse
vorliegen.
Wie NOLTING darlegt, können im alltagsprachlichen Gebrauch der Begriffe
"Aggression" und "aggressiv" eine Vielzahl von Bedeutungen differenziert werden.
"So denken manche Menschen nur an massives, intensives Verhalten wie
körperliche und verbale Angriffe oder Sachbeschädigung... Andere Menschen
beziehen hingegen auch subtilere Formen wie Missachtung oder mangelnde
Hilfeleistung mit ein. Für manche gehört zur Aggression eine affektive Erregung
(Ärger, Wut), während andere gerade ein Handeln aus kühler Berechnung
besonders aggressiv finden. Viele Menschen sprechen nur dann von Aggression
wenn sie das Verhalten ungerecht finden... Einige fassen Aggression und vor
allem das Adjektiv aggressiv so weit, dass jedes offensive, energische oder
tatkräftige Handeln sich mit erschließen lässt."
Da der Aggressionsbegriff sich nicht in eine allgemeingültige Definition pressen lässt,
werden anhand wissenschaftlicher Umschreibungen Akzente gesetzt, die Orientierungs-
und Verständigungshilfen geben, die die spezifischen Komponenten von Aggression
benennen. Zunächst können in der wissenschaftlichen Diskussion zur Terminologie von
Aggression weite und enge Definitionen unterschieden werden (z.B. BACH &
GOLDBERG 1974, MITCHERLICH 1969, HACKER 1971). Weite Auslegungen gehen
vom etymologischen Ursprung des Wortes Aggression (vom lateinischen ad- agredi:
"heran- gehen") aus. In diesem ursprünglichen Sinne wird jede gerichtete, offensive
Aktivität des Menschen als Aggression, als Tatkraft beschrieben. Diese Definitionen
besitzen in der Wissenschaft bzw. in der Psychologie kaum Relevanz, werden meist von
triebtheoretisch orientierten Autoren vertreten.
Solch weitgefasste Definitionen von "Aggression" sind als Grundlage für die eigene
Studie unbrauchbar, da sie Aggression von anderen Verhaltensweisen nicht
7
spezifizieren, dadurch weder eine Analyse noch adäquate Aussichten für pädagogische
Prävention und Interventionsmaßnahmen bereitstellen.
Zur Bestimmung destruktiv- aggressiven Verhaltens bieten sich Definitionen aus der
größeren Gruppe des engeren Typs an. Diese wählen einen präzisierenden Zugang,
indem sie Aggression rein deskriptiv als einen Sachverhalt mit der Zuschreibung einer
"intendierten Schädigung" zu bestimmen versuchen.
Beispiele solcher Definitionen sind:
Aggression umfasst jene Verhaltensweisen, mit denen die direkte oder indirekte
Schädigung eines Individuums, meist eines Artgenossen, intendiert wird" (Merz
1965), bzw.: "Unter aggressiven Verhaltensweisen werden hier solche
verstanden, die Individuen oder Sachen aktiv und zielgerichtet schädigen, sie
schwächen oder in Angst versetzen" (Fürntratt 1974).
Dabei wird Aggression lediglich auf der Verhaltens- bzw. Handlungsebene bestimmt,
und zugleich eine klare Grenze zu aggressiven Emotionen wie Ärger und Wut gezogen,
da es sich hierbei um zwei unterschiedliche Aspekte handelt, die nicht unbedingt
einander bedingen. Die beiden Bestimmungsstücke "Schaden" und "Intention" gelten in
der Definitionsdiskussion als unstrittig. Aggression mit Schädigung meint Verletzung,
Schmerzzufügung, und um dabei Handlungen auszuschließen, bei denen eine
unbeabsichtigte Schädigung vorkommt (z.B. versehentliches Anrempeln auf der Straße)
oder Situationen, in denen eine Schädigung sich nicht vermeiden lässt (z.B. bei der
Haarwachsbehandlung in Beauty- Salons), nehmen die meisten Definitionen die
"Intention", "Absicht" oder "Zielsetzung" als weiteres Merkmal auf. Allerdings ergibt sich
hierbei das Problem, dass die Intentionalität auf der Beobachtungsebene schwer zu
erfassen ist. Aus diesem Anlass bevorzugt SELG anstelle des Begriffs "Intention" die
Bezeichnung der "Gerichtetheit" zu verwenden, und plädiert zur validen Erfassung
beobachtbarer Merkmale des Verhaltens heranzuziehen. So formuliert er "Als
Aggression soll ein solches Verhalten bezeichnet werden, bei den schädigende Reize
gegen einen Organismus oder ein Organismussurrogat ausgeteilt werden."
In einer weiter gefassten Definition von BANDURA (1979) wird auf das dritte Kriterium
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