Grenzen und Normen der mobilen Kommunikation

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Details
Autor: Christoph Färber
Fach: Soziologie - Kommunikation
Veranstaltung: "Bis hierher und nicht weiter" zur Soziologie der Grenze
Institution/Hochschule: Technische Universität Darmstadt (Institut für Soziologie)
Jahr: 2008
Seiten: 18
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 7 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 268 KB
ISBN (E-Book): 978-3-640-18476-7
ISBN (Buch): 978-3-640-18491-0
Zusammenfassung / Abstract
Zunächst gibt diese Arbeit einen kleinen Überblick über die Entwicklung des Mobiltelefons um dann auf genau die eben angedeutete Frage zurückzukehren. Im Streit um den Kultur- oder Technikdeterminismus geht es um die Frage wer in diesem Wandel Ross und Reiter ist. Beherrscht der Mensch die Technik oder wird der Mensch durch die Technik beherrscht und verändert? Anschließend sollen die vielfältigen Grenzen, Normen und inneren Zwänge rund um das Handy und die menschliche Kommunikation beleuchtet werden um schlussendlich das Zusammenspiel aus Privatsphäre und Öffentlichkeit näher zu betrachten und hier zu zeigen in welch vielfältiger Weise die mobile Kommunikation hier gesellschaftliche Probleme und Fragestellungen aufwirft. Ist das Telefonat mit dem klassischen Festnetztelefon noch auf die eigene Wohnung oder kleine geschlossene Telefonzellen begrenzt, so kann man mit dem Mobiltelefon zu jeder Zeit und an jedem Ort telefonieren. Private Telefonate können plötzlich in einem Auditorium stattfinden welches normalerweise die entsprechende Kommunikation nicht begleitet hätte.
Textauszug (computergeneriert)
Technische Universität Darmstadt
Fachbereich 2
Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften
Institut für Soziologie
Seminar: "Bis hierher und nicht weiter!" Zur Soziologie der Grenze
Seminararbeit im WS 07/08
Grenzen und Normen der mobilen Kommunikation
vorgelegt von: Christoph Färber
Studiengang: Soziologie (Dipl.)
9. Semester
Abgabetermin: 31.03.2008
Inhaltsverzeichnis
Inhaltverzeichnis ___ 2
1 Einleitung ___ 3
2 Grenzen und Technik ___ 4
A Entwicklung des Mobilfunks ___ 4
B Technik- oder Kulturdeterminismus ___ 7
C Grenzen, Normen und Kontrolle ___ 9
D Privatsphäre und Öffentlichkeit ___ 13
3 Schlussbetrachtung ___ 16
Literaturverzeichnis___ 17
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1 Einleitung
"Wir dürfen und wir können nicht aus der Technik aussteigen,
sondern wir müssen es besser lernen,
sie mit ihrer eigenen Hilfe zu beherrschen"
Richard von Weizsäcker
Diese Arbeit soll einen kleinen Einblick in die Forschung rund um das Mobiltelefon geben. Eine Forschungsrichtung, die so neu ist wie diese Technik selbst. Aufgrund der Neuartigkeit des Handys ist sein Gebrauch bisher noch nicht mit klaren und eindeutigen Regeln und Grenzen behaftet. Viele Normen die das Mobiltelefon betreffen sind heftig umstritten und führen nicht selten zu starken Konflikten. Der Mensch kontrolliert diese Technik noch nicht in dem Maße wie er dies mit anderen Techniken tut, denn er muss den Umgang erst noch erlernen und die entsprechenden Regeln, Normen und Grenzen müssen sich hier noch ihren Weg bahnen.
Zunächst gibt diese Arbeit einen kleinen Überblick über die Entwicklung des Mobiltelefons um dann auf genau die eben angedeutete Frage zurückzukehren. Im Streit um den Kultur- oder Technikdeterminismus geht es um die Frage wer in diesem Wandel Ross und Reiter ist. Beherrscht der Mensch die Technik oder wird der Mensch durch die Technik beherrscht und verändert? Anschließend sollen die vielfältigen Grenzen, Normen und inneren Zwänge rund um das Handy und die menschliche Kommunikation beleuchtet werden um schlussendlich das Zusammenspiel aus Privatsphäre und Öffentlichkeit näher zu betrachten und hier zu zeigen in welch vielfältiger Weise die mobile Kommunikation hier gesellschaftliche Probleme und Fragestellungen aufwirft. Ist das Telefonat mit dem klassischen Festnetztelefon noch auf die eigene Wohnung oder kleine geschlossene Telefonzellen begrenzt, so kann man mit dem Mobiltelefon zu jeder Zeit und an jedem Ort telefonieren. Private Telefonate können plötzlich in einem Auditorium stattfinden welches normalerweise die entsprechende Kommunikation nicht begleitet hätte.
Angesichts der sehr neuen Technik ist die soziologische Forschungslage noch sehr dünn und es gibt wenig Untersuchungen die sich explizit mit dem Mobiltelefon beschäftigen. Diese Arbeit stützt sich daher überwiegend auf die Untersuchung von Günter Burkart. In seinem Buch ,,Handymania" untersucht er sehr genau das Mobiltelefon und seine vielfältigen Auswirkungen auf unsere Gesellschaft und das Zusammenleben.
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2 Grenzen und Technik
A Entwicklung des Mobilfunks
Das Mobiltelefon ist technikgeschichtlich ein sehr junges Phänomen und setzte sich erst um die Jahrtausendwende in breiten Bevölkerungsschichten durch. Dem gegenüber sind neue technische Entwicklungen wie der Computer oder gar das Auto schon deutlich älter, wenn auch ihre Verbreitung inzwischen hinter der von Mobilfunkgeräten liegen dürfte.
Die ersten Studien und Zukunftsprognosen rund um das Mobiltelefon erschienen in den 1980er Jahren, räumten diesem aber keine große Chance in der Durchsetzung ein (Burkart, 2007, S. 24). Die Vorstellung der mobilen Telekommunikation ist allerdings deutlich älter als die ersten Geräte die uns heute als Handys bekannt sind. So konnte bereits 1926 aus den Zügen der Deutschen Reichsbahn in der ersten Klasse mobil telefoniert werden und auch das Funkgerät ermöglichte die mobile Kommunikation bereits zum Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts. Dies beschränkte sich zunächst allerdings auf die Kommunikation zwischen Schiffen oder Eisenbahnzügen, da noch sehr große Gerätschaften und Antennen notwendig waren. 1983 wurde schließlich das erste "brauchbare" (Burkart 2007, S. 25) Mobiltelefon vorgestellt, dass Motorola DynaTAC 8000X. Es kostete fast 4.000 $ und wog 800 Gramm. Heutige Telefone wiegen ungefähr ein Zehntel dieses Wertes und kosten umgerechnet ebenfalls lediglich rund 10% des ersten Modells (z.B. Motorola KRZR K1, Gewicht 95g, Preis ca. 315€ ohne Vertrag(1)). Entscheidend für die weitere Verbreitung des Mobiltelefons nach der Vorstellung des DynaTAC 800X waren die zunehmende Verkleinerung und der Ausbau des digitalen GSM-Standards. "Die Digitalisierung ermöglichte eine deutliche Verkleinerung und verbesserte darüber hinaus die Gesprächsqualität wesentlich" (Burkart 2007, S. 26). Weiterhin brachte die Einführung der GSM-Technologie in Europa eine Vereinheitlichung und Kompatibilität der regionalen Netze. Ein Vorteil, der bis heute noch nicht die gesamte USA erfasst hat und wesentlich für die dort deutlich geringere Verbreitung sein dürfte2.
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(1) Referenzinformation von http://www.telefon.de/produkt.asp?gruppe=105&products_id=45216. Abgerufen am 22.03.2008. Wechselkurs am 22.03.2008: 1=1,5436$.
(2) Eine Vergleichgraphik zwischen Deutschland und den USA findet sich im Anhang dieser Arbeit.
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