Autor: Michael Kunsch
Fach: Wirtschaft - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Details
Tags: Entwicklung, Strategien, Maßnahmen, Markenführung, Markenkrisen
Jahr: 2007
Seiten: 89
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 165 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 2439 KB
ISBN (E-Book): 978-3-640-18070-7
ISBN (Buch): 978-3-640-18084-4
Der Autor hat sich der theoretisch-konzeptionellen Aufgabe gestellt, die Potentiale der internen Markenführung aus Perspektive der drohenden und bestehenden Problematik von Markenkrisen zu eruieren und konkrete Handlungsfelder zur Förderung eines Markenkrisenmanagements aufzuzeigen. Insgesamt legt der Autor gelungene Leistung vor. Eine besondere Stärke der Arbeit liegt in der umsichtigen und aktuellen Literaturverarbeitung. Eine weitere Stärke der Arbeit liegt in der fachterminologischen Umsetzung.
Zusammenfassung / Abstract
Ein starkes Anwachsen der Angebotsvielfalt, einhergehend mit einem drastischen Anstieg der Kommunikationsmaßnahmen der Unternehmen sowie einer immer größeren Produkthomogenität führen zu einer zunehmenden Bedeutung der Marke. Der Markenartikel hat sich trotz wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Wandlungen seit etwa einem Jahrhundert als wesentlicher Bezugspunkt für Konsumenten-, Hersteller- und Handelsverhalten erwiesen. So steuern Marken in erheblichem Ausmaß das Verhalten der Konsumenten. Viele verfügen über klare Markenbilder und bauen Beziehungen zu ihr auf. So sind weniger die funktionalen Produkteigenschaften für den Produkterfolg verantwortlich, sondern vielmehr die emotionalen Attribute, die mit einer Marke assoziiert werden. Jedoch wird immer wieder konstatiert, dass sich der Markenartikel in der Krise befindet und seine Überlebenschancen werden oftmals als gering eingestuft. Markenkrisen, hervorgerufen durch plötzliche Ereignisse, Führungsfehler oder Konsumentenboykott in Verbindung mit negativer Medienberichterstattung, bedrohen das in den Köpfen der Konsumenten verankerte positive Image und können die Existenz der Unternehmung gefährden. So kann es bereits durch minimale Vorkommnisse zu starken negativen Ausprägungen kommen. Bei einer Markenkrisensituation benötigt das Unternehmen ein umfassendes, ausgereiftes Markenkrisenmanagement. Um im Falle einer Krise schnell reagieren zu können, steht die Markenführung deshalb vor der Aufgabe, neben den zentralen verhaltenswissenschaftlichen Zielen wie der Schaffung von Markenbekanntheit und dem Aufbau von Markenimage, ein Krisennotfallplan zu erstellen. Wenn es um Markenführung geht, dann denken die meisten Fachleute lediglich an Marktforschung, Markenstrategien oder an das Management von Werbemitteln und - trägern. Im Optimalfall führt dies zu hoher Markenbekanntheit bei den Anspruchsgruppen und zu einem Markenversprechen, von dem sich die Zielnachfrager zunächst angezogen fühlen.
Textauszug (computergeneriert)
Studiengang Diplom Betriebswirtschaftslehre
mit juristischen Schwerpunkt
FACHGEBIET ABSATZ UND MARKETING
D I P L O M A R B E I T
Entwicklung von Strategien und Maßnahmen der internen Mar-
kenführung in Markenkrisen
vorgelegt am 20.08.2007
Fakultät 2: Wirtschafts- und Rechtswissenschaften
von
Michael Kunsch
Oldenburg, den 19.08.2007
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis VI
Abkürzungsverzeichnis VII
1. Einführung 1
1.1. Problemstellung und Ziele der Arbeit
1
1.2. Stand der Forschung 3
1.3. Aufbau und Vorgehensweise
4
2. Markenkrisen 5
2.1 Marken als Wertschöpfer für Unternehmen 5
2.2 Der Begriff Krise 8
2.2.1 Störung 9
2.2.2 Konflikt 10
2.2.3 Katastrophe 10
2.3 Merkmale und Wirkungen von Markenkrisen 11
2.3.1 Markenkrisen und ihre Merkmale 11
2.3.2 Auswirkungen für die Marke in einer Markenkrise 13
2.4 Ursachen und Erklärungen für Markenkrisen 15
2.4.1 Exogene Ursachen 16
2.4.2 Endogene Ursachen 17
2.4.2.1 Endogene konstitutive Ursachen 17
2.4.2.2 Endogene prozessuale Ursachen 17
2.5 Der Verlauf einer Markenkrise 20
2.5.1 Generelle Merkmale des Krisenverlaufs 20
2.5.2 Krisenphasen 22
II
3. Innengerichtetes Markenmanagement 25
3.1 Bedeutung und Ziele der internen Markenführung 25
3.2 Das Personalmanagement der internen Markenführung 27
3.2.1 Die Rolle der Mitarbeiter im innengerichteten
Markenmanagement 27
3.2.2 Commitment beim Mitarbeiter aufbauen 30
3.2.3 Auswirkungen für die Mitarbeiter in einer Markenkrise 33
3.3 Ziele und Strategien der internen Kommunikation 34
3.4 Die Integration eines Markenkrisenmanagements und der internen
Markenführung 37
4. Bewältigung von Markenkrisen durch die interne Markenführung 39
4.1 Die Rolle der Mitarbeiter im innengerichteten Markenmanagement 39
4.2 Maßnahmen der internen Markenführung zur Bewältigung der
Markenkrise 40
4.2.1 Ziele und Strategien der internen
Markenkrisenkommunikation 40
4.2.1.1 Kommunikationsziele 40
4.2.1.2 Kommunikationsstrategien und
Kommunikationsausführung 42
4.2.1.2.1 Schnelligkeit 43
4.2.1.2.2 Offenheit und Ehrlichkeit 44
4.2.1.2.3 Einheitlichkeit 45
4.2.1.2.4 Stringenz der Argumentation ... 45
4.2.2 Maßnahmen im Bereich Personalmanagement 46
4.2.3 Maßnahmen im Bereich der Mitarbeiterführung 47
4.2.3.1 Führungsaufgaben 48
4.2.3.2 Führungsstile 49
4.2.3.2.1 Autoritäre Führungsform 50
4.2.3.2.2 Kooperative Führungsform 50
4.3 Markenkrisen durch Markenkontrollen aufdecken und vermeiden 52
III
5. Schlussbetrachtungen 55
6. Anhang 57
Literaturverzeichnis IX
IV
Entwicklung von Strategien und Maßnahmen der internen Markenführung in Markenkrisen
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1:
Zusammenhang zwischen Markenwert und
Unternehmenswert Seite 7
Abbildung 2:
Grundsätzlicher Zusammenhang zwischen Unter-
nehmungskrise, Konflikt, Störung und Katastrophe Seite 9
Abbildung 3:
Imageschaden bei der Überraschungskrise und der sich
entwickelten Krise Seite 21
Abbildung 4:
Phasen des generellen Krisenprozesses Seite 23
Abbildung 5:
Ziele der internen Markenführung Seite 26
Abbildung 6:
Vor- und Nachteile der Partizipation Seite 29
Abbildung 7:
Dimensionen
des Brand Citizenship Behaviors Seite 30
Abbildung 8:
Das Vier-Säulen-Modell der Führungsaufgaben Seite 48
Abbildung 9:
Zielsystem zur Markennavigation Seite 53
V
Entwicklung von Strategien und Maßnahmen der internen Markenführung in Markenkrisen
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1:
Übersicht ausgewählter Markenkrisen Seite 57
VI
Entwicklung von Strategien und Maßnahmen der internen Markenführung in Markenkrisen
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung
Abs. Absatz
Aufl. Auflage
B2B Business to Business
Bd. Band
bzw. beziehungsweise
ca. circa
CEO Chief Executive Officer
CRM Customer Relationship Management
d.h. das heißt
Dipl. Diplom
Diss. Dissertation
Dr. Doktor
ebd. ebenda
ed. Edition
et al. et alii (und andere)
etc. et cetera
f. folgende (Seite)
ff. fortfolgende (Seiten)
Hrsg. Herausgeber
Jg. Jahrgang
Kap. Kapitel
Kfm. Kaufmann
Mrd. Milliarde(n)
VII
Entwicklung von Strategien und Maßnahmen der internen Markenführung in Markenkrisen
No. Number
Nr. Nummer
o.V. ohne Verfasser
pp. pages / Seiten
PR Public Relations
Prof. Professor
S. Seite(n)
Sp. Spalte(n)
St. Sankt
TV Television
u.a. unter anderem
UK United Kingdom
Univ. Universität
USA United States of America
usw. und so weiter
vgl. vergleiche
Vol. Volume
z.B. zum Beispiel
ZfbF Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung
ZFP Zeitschrift für Forschung und Praxis
VIII
Entwicklung von Strategien und Maßnahmen der internen Markenführung in Markenkrisen
1.
Einführung
1.1
Problemstellung und Ziele der Arbeit
Ein starkes Anwachsen der Angebotsvielfalt, einhergehend mit einem drastischen An-
stieg der Kommunikationsmaßnahmen der Unternehmen sowie einer immer größeren
Produkthomogenität führen zu einer zunehmenden Bedeutung der Marke. Der Mar-
kenartikel hat sich trotz wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Wandlun-
gen seit etwa einem Jahrhundert als wesentlicher Bezugspunkt für Konsumenten-,
Hersteller- und Handelsverhalten erwiesen. So steuern Marken in erheblichem Ausmaß
das Verhalten der Konsumenten. Viele verfügen über klare Markenbilder und bauen
Beziehungen zu ihr auf. So sind weniger die funktionalen Produkteigenschaften für
den Produkterfolg verantwortlich, sondern vielmehr die emotionalen Attribute, die mit
einer Marke assoziiert werden.
Jedoch wird immer wieder konstatiert, dass sich der Markenartikel in der Krise befin-
det und seine Überlebenschancen werden oftmals als gering eingestuft. Markenkrisen,
hervorgerufen durch plötzliche Ereignisse, Führungsfehler oder Konsumentenboykott
in Verbindung mit negativer Medienberichterstattung, bedrohen das in den Köpfen der
Konsumenten verankerte positive Image und können die Existenz der Unternehmung
gefährden. So kann es bereits durch minimale Vorkommnisse zu starken negativen
Ausprägungen kommen.
Bei einer Markenkrisensituation benötigt das Unternehmen ein umfassendes, ausge-
reiftes Markenkrisenmanagement. Um im Falle einer Krise schnell reagieren zu kön-
nen, steht die Markenführung deshalb vor der Aufgabe, neben den zentralen verhal-
tenswissenschaftlichen Zielen wie der Schaffung von Markenbekanntheit und dem
Aufbau von Markenimage, ein Krisennotfallplan zu erstellen.
Wenn es um Markenführung geht, dann denken die meisten Fachleute lediglich an
Marktforschung, Markenstrategien oder an das Management von Werbemitteln und -
trägern.1 Im Optimalfall führt dies zu hoher Markenbekanntheit bei den Anspruchs-
gruppen und zu einem Markenversprechen, von dem sich die Zielnachfrager zunächst
angezogen fühlen. Jedoch reicht das nicht, um Vertrauen in eine Marke oder gar Loya-
lität aufzubauen.2 Für das wahrgenommene Erscheinungsbild einer Marke sind nicht
nur die Produkteigenschaften und die extern kommunizierte Markenwelt von Bedeu-
1 Bei einer Befragung von 105 Entscheidungsträgern in Marketing und Vertrieb stellte sich heraus, dass
50 % mit Markenführung nur externe Kommunikation verbinden und 25 % sie nur auf das Logo, Design
und Name der Marke reduzieren. Vgl.
o. V.,
2004.
2 Vgl.
Burmann, C. / Zeplin, S.,
2005a, S. 116.
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