Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Leben in Zwischenwelten close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Leben in Zwischenwelten

Subtitle: Ausbildungslosigkeit jugendlicher Migranten in Deutschland

Scholary Paper (Seminar), 2006, 22 Pages
Author: Denise Kouba
Subject: Social Pedagogy / Social Work

Details

Event: Arbeit mit Migranten
Institution/College: University of Applied Sciences Jena
Tags: Leben, Zwischenwelten, Arbeit, Migranten
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2006
Pages: 22
Grade: 1,4
Bibliography: ~ 31  Entries
Language: German
Archive No.: V116701
ISBN (E-book): 978-3-640-18967-0
ISBN (Book): 978-3-640-18977-9
File size: 140 KB

Abstract

Hauptschulabschluss, abgebrochene Ausbildung, ein Jahr in einer Berufsvorbereitungsmaßnahme und jetzt noch ein weiteres Jahr in der Berufsvorbereitung – die Erwerbsbiographie einer ausländischen Jugendlichen in Deutschland (Natalie, 17 Jahre). Jugendliche sind in ihrem Übergang von Schule zu Beruf besonders bedroht bereits vor ihrem Eintritt in die Berufswelt zu resignieren und die Orientierung zu verlieren. Vor allem ist das der Fall, wenn das Scheitern beim Berufseintritt nur die Fortsetzung einer negativen Schulbiographie darstellt. Für die Teilhabe an den Lebenschancen, die das Bildungssystem in Form von Ausbildung oder Arbeit verteilt, stellt ein Bildungsabschluss die grundlegende Voraussetzung dar. Ein Leben ohne deutschen Pass bedeutet jedoch ein drastisch erhöhtes Risiko des Bildungsmisserfolgs. Der Berufsbildungsbericht bietet Zahlen die nach 30 Jahren Integrationsversuchen die deutsche Bildungslandschaft nur bloßstellen können und politischen Zündstoff bieten. Damit kommt der Analyse der Bildungs- und Ausbildungsbeteiligung jugendlicher Migranten immer noch und wieder eine entscheidende Bedeutung in der Frage der Integrationsfortschritte Deutschlands zu, berücksichtigt man auch, dass wir in Deutschland von einem Drittel der Kinder und Jugendlichen sprechen, die einen Migrationshintergrund besitzen. Doch wie sieht konkret die Bildungsbeteiligung jugendlicher Migranten aus? Wie weit greifen hierbei arbeitsmarktpolitische Integrationshilfen? Wo zeigen sich Gründe einer Bildungsbenachteiligung und welche Förderung der Jugendlichen ist in diesem Zusammenhang schließlich möglich? Zur Beantwortung dieser Fragen soll im ersten Teil der Arbeit die Gruppe der jugendlichen Migranten und deren Beteiligung am deutschen Bildungssystem sowie Ausbildungsmarkt untersucht werden. Anschließend werden Hemmnisse der Jugendlichen bei Ausbildungs- und Arbeitssuche aufgezeigt, um im dritten Teil Potentiale und Chancen der Jugendlichen darzustellen, die den Benachteiligungen entgegenwirken können. Die Betrachtungen in dieser Arbeit sollen sich dabei auf die jugendlichen Migranten richten, deren Eltern als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen sind, da gerade bei dieser Gruppe jahrzehntelange Integrationsbemühungen bis heute zu keinen befriedigenden Ergebnissen geführt haben.


Excerpt (computer-generated)

Fachhochschule Jena

Fachbereich Sozialwesen

Hausarbeit

Leben in Zwischenwelten

Ausbildungslosigkeit
jugendlicher Migranten in Deutschland

Seminar: VT Arbeit mit Migranten
Denise Kouba

06.01.2006

 


ABBILDUNGSVERZEICHNIS III

EINLEITUNG 1

1 AUSLÄNDER ODER MIGRANT? 2

1.1 Die Wurzeln jugendlicher Migranten 2

1.2 Ausdifferenzierung des Migrantenbegriffs 2

2 BESTANDSAUFNAHME DER BILDUNGSBETEILIGUNG 4

2.1 Schule ­ Ein- oder Abstieg im Bildungssystem? 4

2.2 Berufsausbildung ­ eine reelle Chance? 5

2.3 Warteschleifen im Bildungssystem 6

3 BARRIEREN IM BILDUNGSBESTREBEN 7

3.1 Analphabeten in zwei Sprachen? 7

3.2 Einfluss der Eltern 9

3.3 Einstellung der Wirtschaft 10

4 CHANCEN UND FORDERUNGEN 111

4.1 Interkulturelle Kompetenzen 111

4.2 Vergleich der Generationen 122

4.3 Forderungen 122

SCHLUSSBETRACHTUNGEN 144

LITERATURVERZEICHNIS 166

 


Abbildungsverzeichnis

Abbildung. 1:

Anteil ausländischer Schüler im Schuljahr 2002/03 4

 


Einleitung

Hauptschulabschluss, abgebrochene Ausbildung, ein Jahr in einer Berufsvorbereitungsmaßnahme und jetzt noch ein weiteres Jahr in der Berufsvorbereitung ­ die Erwerbsbiographie einer ausländischen Jugendlichen in Deutschland (Natalie, 17 Jahre).1

Jugendliche sind in ihrem Übergang von Schule zu Beruf besonders bedroht bereits vor ihrem Eintritt in die Berufswelt zu resignieren und die Orientierung zu verlieren. Vor allem ist das der Fall, wenn das Scheitern beim Berufseintritt nur die Fortsetzung einer negativen Schulbiographie darstellt.

Für die Teilhabe an den Lebenschancen, die das Bildungssystem in Form von Ausbildung oder Arbeit verteilt, stellt ein Bildungsabschluss die grundlegende Voraussetzung dar.2 Ein Leben ohne deutschen Pass bedeutet jedoch ein drastisch erhöhtes Risiko des Bildungsmisserfolgs. Der Berufsbildungsbericht bietet Zahlen die nach 30 Jahren Integrationsversuchen die deutsche Bildungslandschaft nur bloßstellen können und politischen Zündstoff bieten. Damit kommt der Analyse der Bildungs- und Ausbildungsbeteiligung jugendlicher Migranten immer noch und wieder eine entscheidende Bedeutung in der Frage der Integrationsfortschritte Deutschlands zu, berücksichtigt man auch, dass wir in Deutschland von einem Drittel der Kinder und Jugendlichen sprechen, die einen Migrationshintergrund besitzen.3

Doch wie sieht konkret die Bildungsbeteiligung jugendlicher Migranten aus? Wie weit greifen hierbei arbeitsmarktpolitische Integrationshilfen? Wo zeigen sich Gründe einer Bildungsbenachteiligung und welche Förderung der Jugendlichen ist in diesem Zusammenhang schließlich möglich? Zur Beantwortung dieser Fragen soll im ersten Teil der Arbeit die Gruppe der jugendlichen Migranten und deren Beteiligung am deutschen Bildungssystem sowie Ausbildungsmarkt untersucht werden. Anschließend werden Hemmnisse der Jugendlichen bei Ausbildungs- und Arbeitssuche aufgezeigt, um im dritten Teil Potentiale und Chancen der Jugendlichen darzustellen, die den Benachteiligungen entgegenwirken können.

Die Betrachtungen in dieser Arbeit sollen sich dabei auf die jugendlichen Migranten richten, deren Eltern als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen sind, da gerade bei dieser Gruppe jahrzehntelange Integrationsbemühungen bis heute zu keinen befriedigenden Ergebnissen geführt haben.

1 Vgl. Internationaler Bund, 2004, Datenerhebung
2 Vgl. Gogolin, I., 2001, Verantwortung, S. 18; Alt, C.; Granato, M., 2002, Ausbildung, S. 45; Seifert, W., 2000, Erwerbsmobilität, S. 51
3 Vgl. Bremer, P., Spaltung, S. 123; Granato, M., 2002, Qualifizierungspotentiale, S. 7

 


1 Ausländer oder Migrant?

1.1 Die Wurzeln jugendlicher Migranten

Momentan leben Hunderttausende jugendlicher Migranten in Deutschland, deren Eltern als Gastarbeiter meist in den 60er Jahren aufgrund des hohen Arbeitskräftebedarfs in Industrie und Bergbau nach Deutschland gekommen sind. Die zahlenmäßig stärksten Gruppen jugendlicher Migranten bilden dabei Türken, Jugoslawen, Griechen, Italiener und Spanier.

Sind die Beschäftigungen ausländischer Arbeitnehmer anfangs als vorübergehende Erscheinung bewertet und mittels Anwerbeabkommen rechtlich geregelt, entwickelt sich durch den Nachzug von Familienangehörigen eine neue Qualität der Migration.4 Gerade durch die Anwerbestopps 1973 entsteht bei den Ausländern Panik, dass ihre Familienangehörigen in Zukunft nicht mehr einreisen dürfen. So werden temporär geplante Aufenthalte immer häufiger zu einem zeitlich offen gehaltenen Dauerzustand und aus den Gastarbeitern ausländische Mitbürger und Einwanderer.

Auf den Zustrom ausländischer Kinder in den 70er und 80er Jahren ist die Infrastruktur Deutschlands jedoch nicht vorbereitet, was gravierende Folgen nach sich zieht. Sie werden als soziale Zeitbombe wahrgenommen und die Kreierung einer speziellen Ausländerpädagogik soll diese entschärfen. So erfolgt die Einrichtung spezieller Vorbereitungsklassen, die sich jedoch schnell zum Ghetto innerhalb deutscher Schulen entwickeln.5 Bis heute haben die Schulen der kulturellen Vielfalt kaum Rechnung getragen und Unterrichtsinhalte sowie Didaktik auf die Situation von Migrantenkindern eingestellt. So kämpft das deutsche Bildungssystem 30 Jahre später noch immer am gleichen Problem ­ der Integration ausländischer Jugendlicher in das deutsche Schulsystem.

1.2 Ausdifferenzierung des Migrantenbegriffs

Die korrekte sprachliche Bezeichnung der Jugendlichen, deren Eltern als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen sind, gestaltet sich bei näherer Betrachtung als problematisch. Bezeichnet man den seit 40 Jahren in Deutschland lebenden Gastarbeiter und seine hier geborenen Kinder als Ausländer, gibt dies zwar ihren rechtlichen Status richtig wieder, scheint es aber ebenso paradox.6 Die Bezeichnung als Migrant, wird den Jugendlichen jedoch ebenso nicht [...]

7 Vgl. BMBF, 2005a, Qualifizierung, S. 264
8 Vgl. Beck-Gernsheim, E., 2004, Anderen, S. 115
9 Vgl. BMBF, 2005, Berufsbildungsbericht, S. 98; Herwartz-Emden, L., 2005, Bildungssystem, S. 9
10 Vgl. Beck-Gernsheim, E., 2004, Anderen, S. 116; Meister, D.M., 1997, Zwischenwelten, S. 29
11 Vgl. Beck-Gernsheim, E., 2004, Anderen, S. 117f.

 



Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit

Author: Claudia Nickel
Presentations, Models, Tutorials, Instructions, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR

Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens

Author: Maik Philipp
Presentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/116701/leben-in-zwischenwelten
please wait Please wait