Autor: M. A. ; Dipl. (postgrad.) Isolde A. Kretzschmar
Fach: Psychologie - Entwicklungspsychologie
Details
Institution/Hochschule: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Institut für Psychogerontologie)
Jahr: 2006
Seiten: 20
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 9 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 157 KB
ISBN (E-Book): 978-3-640-18502-3
ISBN (Buch): 978-3-640-18510-8
Zusammenfassung / Abstract
Diese vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema Verkehrssicherheit im Alter. In diesem Zusammenhang will ich einen lösungsorientierten gedanklichen Beitrag zu einem Problemgebiet bringen, das mit der Mobilität im Alter zusammenhängt. Viele Senioren beschränken ihren Aktivitätsraum aus Furcht vor Straßenkriminalität oder -unfällen auf ihr häusliches Umfeld. Je unsicherer sie sich fühlen, um so eher neigen sie dazu, sich in ihrer vertrauten Umgebung der eigenen vier Wände zu isolieren. Dabei ist die Vorstellung alter Menschen im Straßenverkehr zu verunglücken eher eine subjektiv empfundene Angst. Durch gezielte Maßnahmen kann man im heutigen Verkehr den Senioren ein geschultes Gefühl der Sicherheit vermitteln, sich unterwegs nicht mehr als potentielles Unfallopfer zu fühlen. Sie sollen merken, dass sie durch eigenes aktives Verhalten einiges zu ihrer eigenen Sicherheit beitragen können. Es ist sonst möglich, dass routinierte Verkehrsteilnehmer aus ihrer Sichtweise zu vage Verhaltensweisen älterer Mitbürger im Straßenverkehr nicht richtig einschätzen. So kann diese ein- oder beiderseitige Fehleinschätzung von Verkehrsverhalten tatsächlich zu einem Unfall führen. Nun sollen in dieser Arbeit folgende Fragen beantwortet werden: Welche Maßnahmen kann der Senior ergreifen, um sich sicher im Straßenverkehr zu fühlen? Was müssen die jüngeren Verkehrs-teilnehmer bei den betagten Menschen berücksichtigen, um Verkehrsunfälle zu vermeiden?
Textauszug (computergeneriert)
Hauptseminar:
Mobilität im Alter
Thema der Hausarbeit:
Sicherheit im Straßenverkehr
Isolde A. Kretzschmar M. A.
Dipl.-Psychogerontologin
Gliederung
1. Einleitung 3
1.1 Motivation für das Thema 3
1.2 Aufbau der Arbeit 3
2. Klärung der Grundbegriffe 4
2.1 Mobilität 4
2.2 Sicherheit 5
2.3 Verkehrstauglichkeit 6
3. Senioren im Straßenverkehr 7
3.1 Fußgänger und Fußgängerinnen 7
3.2 Ältere Radfahrer/ -innen 8
3.3 Senioren als motorisierte Verkehrsteilnehmer 8
4. Maßnahmen für Verkehrssicherheit 9
4.1 Verkehrsplanung für... 9
4.1.1 ... betagte Fußgänger 9
4.1.2 ... radfahrende Senioren 9
4.1.3 ... aktive Kraftfahrer/-innen 10
4.2 Ratschläge für Verhaltensweisen im Straßenverkehr 10
4.2.1 Medikamente und Arztbesuche 10
4.2.2 Auswahl von sicheren Verkehrsfußwegen 10
4.2.3 Richtige Einschätzung des eigenen Leistungspotenzials 11
5. Projekte zur Förderung der Verkehrssicherheit 12
5.1 Besuch eines Seniorenclubs 12
5.2 Gesprächskreise mit betagten Autofahrern 12
5.3 Sicherheitsberater für
Senioren in der Stadt Mainz 13
5.4 Senioren im Gespräch mit Jugendlichen 14
6. Schlussteil 15
6.1 Zusammenfassung wichtiger Punkte 15
6.2 Weitere Empfehlungen für Projekte 18
Literaturverzeichnis 19
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1. Einleitung
1.1 Motivation für das Thema
Diese vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema Verkehrssicherheit
im Alter. In diesem Zusammenhang will ich einen lösungsorientierten
gedanklichen Beitrag zu einem Problemgebiet bringen, das mit der Mobilität im
Alter zusammenhängt. Viele Senioren beschränken ihren Aktivitätsraum aus
Furcht vor Straßenkriminalität oder -unfällen auf ihr häusliches Umfeld. Je
unsicherer sie sich fühlen, um so eher neigen sie dazu, sich in ihrer vertrauten
Umgebung der eigenen vier Wände zu isolieren. Dabei ist die Vorstellung alter
Menschen im Straßenverkehr zu verunglücken eher eine subjektiv empfundene
Angst. Durch gezielte Maßnahmen kann man im heutigen Verkehr den Senioren
ein geschultes Gefühl der Sicherheit vermitteln, sich unterwegs nicht mehr als
potentielles Unfallopfer zu fühlen. Sie sollen merken, dass sie durch eigenes
aktives Verhalten einiges zu ihrer eigenen Sicherheit beitragen können. Es ist
sonst möglich, dass routinierte Verkehrsteilnehmer aus ihrer Sichtweise zu vage
Verhaltensweisen älterer Mitbürger im Straßenverkehr nicht richtig einschätzen.
So kann diese ein- oder beiderseitige Fehleinschätzung von Verkehrsverhalten
tatsächlich zu einem Unfall führen. Nun sollen in dieser Arbeit folgende Fragen
beantwortet werden: Welche Maßnahmen kann der Senior ergreifen, um sich
sicher im Straßenverkehr zu fühlen? Was müssen die jüngeren Verkehrs-
teilnehmer bei den betagten Menschen berücksichtigen, um Verkehrsunfälle zu
vermeiden?
1.2 Aufbau der Arbeit
Um nun die obigen Fragen zutreffend beantworten zu können, will ich zunächst
die wichtigen Grundbegriffe von im Alter kennzeichnender Mobilität, Sicherheit und
Verkehrstauglichkeit klären. Im darauffolgenden Kapitel will ich den gegenwärtigen
Stand von Unfallursachen älterer Menschen im Straßenverkehr erörtern. Dabei will
ich die Senioren als Fußgänger, Radfahrer sowie als motorisierte
Verkehrsteilnehmer in ihren Verhaltensmerkmalen typisieren. Dementsprechend
sind auch die verkehrserzieherischen Maßnahmen untergliedert, die ich dann im
vierten Kapitel genauer erläutern will. Im darauffolgenden Kapitel werde ich
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Maßnahmen beschreiben, die die Verkehrssicherheit fördern sollen. Da werde ich
zunächst auf die Verkehrsplanung eingehen und anschließend im nächsten
Abschnitt Ratschläge für Verhaltensweisen im Straßenverkehr vorstellen. Im
letzten Abschnitt will ich Projekte von der Deutschen Verkehrsicherheit e.V. und
von der Mainzer Polizei beschreiben und ihre Ziele erörtern. Die wichtigen Begriffe
fasse ich im Schlussteil zusammen. Dabei werde ich im letzten Abschnitt eigene
Ideen und Gedanken aus meiner Wahrnehmung für Projekte vorschlagen.
2. Klärung der Grundbegriffe
Im Kontext von Verkehrssicherheit spielt der Begriff Mobilität eine wesentliche
Rolle. In der Literatur wird Mobilität in vielen Zusammenhängen verwendet. So
halte ich es für notwendig, diese unterschiedlichen Deutungen von Mobilität im
ersten Abschnitt zu erläutern. Verkehrssicherheit beinhaltet das Wort Sicherheit,
das ich als nächstes genauer beschreiben will. Um eine Verkehrssicherheit
gewähren und leisten zu können, gehört in diesem Zusammenhang auch die
Verkehrstauglichkeit definiert.
2.1 Mobilität
Die Mobilität ist für einen Senioren ein wichtiger Faktor für die subjektiv
empfundene Lebensqualität. Sie ermöglicht ihm aktiv an seiner Umwelt
teilzunehmen. Zur Kompensation körperlicher Beeinträchtigungen kann die
Technik eingesetzt werden. Allerdings kann die moderne Technik und auch das
Design der Fahrzeuge als unterstützend aber auch als hinderlich durch
komplizierte Finessen für den betagten Menschen empfunden werden. (Vgl.
Mollenkopf, 2000) Es ist zu bemerken, dass gerade im Zusammenhang mit der
Mobilität der Straßenverkehr eine wichtige Rolle spielt. Dieser hat sich in den
vergangenen Jahrzehnten verändert und fordert den Senioren zur Anpassung
heraus. (Vgl. Tesch-Römer, Wahl, 2000) Auch wird unter Mobilität die Bereitschaft
zum Wohnortwechsel verstanden. In diesem Zusammenhang wird häufig
diskutiert, unter welchen Bedingungen der ältere Mensch seine gewohnte
Umgebung endgültig verlässt. Es wird festgehalten, dass Senioren sehr gerne in
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ihrer Mietwohnung bzw. Wohneigentum bis zum sogenannten letzten vertretbaren
Augenblick bleiben. Die persönliche, einsichtige Entscheidung zum notwendigen
Umzug in eine seniorengerechte Einrichtung wird sehr lange hinausgezögert. (Vgl.
Lehr, 1996) Im Zusammenhang von in ungewohnter Straßenumgebung Mobilität
werden verstärkt eigene Risiken zur Verkehrsunfallsgefahr gesehen. Im Alter wird
von einigen selber spürbar durch die nachlassende Leistungsfähigkeit die
persönliche Sicherheit als gefährdet empfunden. (Vgl. Polizei Mainz, 2005)
2.2 Sicherheit
Sicherheit gehört nicht zu den gebräuchlichen Begriffen in der Psychologie. Ich
orientiere mich daher an der Bedürfnispyramide von Abraham Maslow: Seine
Theorie sagt aus, dass die Menschen angeborene Bedürfnisse in sich tragen.
Diese sind nach bestimmten Kriterien von primitiven bis zu den humanen
Bedürfnissen in einer nach Prioritäten Reihenfolge geordnet. Nach der
Befriedigung der grundlegenden biologischen Bedürfnisse, wie Hunger zu stillen
und Durst zu löschen, folgt alsbald das Bedürfnis nach Sicherheit. Also bedeutet
Sicherheit für den Menschen ein grundlegendes Bedürfnis, das es zu befriedigen
und zu schützen gilt, wenn die überlebenserhaltenden Maßnahmen, wie vor allem
Nahrungsaufnahme erfolgt sind. Unter Sicherheit wird hier verstanden, dass der
Mensch keine Sorgen über Gefahren haben muss. Die nachfolgenden
Bedürfnisse, wie zwischenmenschliche Bindung, Selbstwert, Kognition, Ästhetik,
mögliche Selbstverwirklichung und gar Transzendenz, haben mit diesem
vorliegenden Thema nichts zu tun und werden daher hier auch nicht näher
erörtert. (Vgl. Zimbardo, 1992) Im Aufgabenbereich der Polizei kann man im
Zusammenhang von Aufklärung über Kriminalität und Straßenverkehr häufig auf
den Begriff Sicherheit für alle gleichermaßen stoßen. Die Polizei sieht sich in die
Pflicht des Staates gestellt, in der Öffentlichkeit für Sicherheit und Ordnung zu
sorgen. Um nun diese Forderung für die Bevölkerung gewährleisten zu können,
müssen Polizeibeamte mit anderen Einrichtungen kooperativ zusammenarbeiten.
Hinzu kommt auch die Präventionsarbeit, die sie im Kontext von Ordnung und
Sicherheit anbieten. (Vgl. Asmus, 2002)
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