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Diploma Thesis, 2003, 82 Pages
Author: Alexander Stichweh
Subject: Economics / Business: Controlling
Details
Tags: Erarbeitung, Kennzahlensystems, Großhandelsunternehmen, Umsetzung, Hilfe, Software, Unterstützung, Plansimulationen
Year: 2003
Pages: 82
Grade: 2,3
Bibliography: ~ 28 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-19649-4
File size: 1826 KB
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Abstract
Empirische Studien belegen, dass das Planungsniveau in den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) alarmierend niedrig ist. Dabei wird es für Unternehmer von KMU im Rahmen der Unternehmensplanung zunehmend wichtiger, das alleinige Vertrauen auf ihr unternehmerisches „Fingerspitzengefühl“ durch betriebswirtschaftliche Instrumente zu ergänzen. Insolvenzursachenanalysen bestätigen diese Notwendigkeit und zeigen, dass eine fehlende oder unzureichende Unternehmensplanung die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens einschränken und im schlimmsten Falle die Existenz bedrohen kann1. Ziel dieser Arbeit ist es, ein betriebswirtschaftliches Instrument zur Unterstützung der unverzichtbaren Planungsaufgaben eines Unternehmers in einem mittelständischen Großhandelsbetrieb zu entwickeln. Dabei ist es wichtig, dass das Instrument auf betriebliche Entscheidungen vorbereiten kann, indem es Auswirkungen von Handlungen, die sowohl einzeln als auch in Kombination vorgenommen werden können, auf ein zuvor definiertes Oberziel (z.B. Rentabilitätsziel) unmittelbar aufzeigt. Beispiele für solche Handlungen wären z.B. Erhöhung der Verkaufsmengen oder der Verkaufspreise, Senkung der Wareneinsatzkosten oder der Verwaltungskosten. Idealerweise handelt es sich bei dem zu entwickelnden Instrument um ein Kennzahlensystem, da die in der Planung formulierten Unternehmungsziele oftmals in Form von Kennzahlen ausgedrückt werden. Das Kennzahlensystem soll es dem Unternehmer einer KMU also ermöglichen, Plansimulationen (auch als What-If-Analysen bekannt) durchführen zu können. Mit What-If-Analysen werden mögliche Handlungsalternativen durchgespielt bzw. simuliert.
Excerpt (computer-generated)
Diplomarbeit
Thema:
Erarbeitung eines Kennzahlensystems für ein
Großhandelsunternehmen Umsetzung mit Hilfe
von Software zur Unterstützung von Plansimula-
tionen
Bearbeiter:
Alexander Stichweh
Ausgabedatum: 29.08.2003
Abgabedatum: 01.12.2003
Inhaltsverzeichnis
II
INHALTSVERZEICHNIS
Inhaltsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis VI
1
Problemstellung und Gang der Untersuchung
1
2
Charakterisierung des Großhandels
4
2.1
Begriff, Aufgabe, Stellung und Bedeutung des Großhandels
4
2.2
Bestimmungsmerkmale der Großhandelsbetriebe
8
2.2.1
Großhandelsfunktionen
8
2.2.2
Faktoren der Leistungserstellung im Großhandel 11
3
Modell eines Zielsystems im Großhandel als Ausgangspunkt
für die Planung 14
4
Grundlagen von Kennzahlen und Kennzahlensystemen 19
4.1
Die Begrifflichkeiten Kennzahlen und Kennzahlensysteme 19
4.2
Anwendungsgebiete und Funktionen von Kennzahlen und
Kennzahlensystemen 21
4.3
Anforderungen an Kennzahlen und Kennzahlensysteme 23
4.4
Grenzen der Kennzahlenanwendung 25
5
Das Kennzahlensystem von DuPont 26
6
Ausgewählte Kennzahlen im Großhandel 31
7
Erarbeitung des Kennzahlensystems von DuPont in Excel 44
Inhaltsverzeichnis
III
7.1
Darstellung der Plan-Instrumente für den Aufbau des
Kennzahlensystems von DuPont in Excel 44
7.1.1
Das Dateneingabeblatt ,,Plan-Bilanz" 44
7.1.2
Das Dateneingabeblatt ,,Plan-Erfolgsrechnung" 48
7.2
Darstellung des Kennzahlensystems von DuPont in Excel und
Durchführung von Plansimulationen 52
8
Schlussbetrachtung 61
Literaturverzeichnis 63
Anhang 68
Abkürzungsverzeichnis
IV
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
Abb. Abbildung
Abs. Absatz
Aufl. Auflage
BGA
Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels e.V.
BIP Bruttoinlandsprodukt
bspw. beispielsweise
bzgl. bezüglich
bzw. beziehungsweise
ca.
circa
DB Deckungsbeitrag
DBU
Deckungsbeitrag in % des Umsatzes
d.h. das
heißt
EDV Elektronische
Datenverarbeitung
etc. et
cetera
EUR /
Euro
f. folgende
Seite
ff. folgende
Seiten
gem. gemäß
ggf. gegebenenfalls
GuV
Gewinn- und Verlustrechnung
HGB Handelsgesetzbuch
Hrsg. Herausgeber
i.d.R.
in der Regel
KER kurzfristige
Erfolgsrechnung
Kfz Kraftfahrzeug
KMU
kleine und mittlere Unternehmen
KuL
Konzept & Lösung
Abkürzungsverzeichnis
V
Mill. Millionen
MIS Management-Informationssystem
Mrd. Milliarden
PC Personal
Computer
qm Quadratmeter
rd. rund
RoI
Return on Investment
S. Seite(n)
u.a. und
andere
u.a. unter
anderem
usw.
und so weiter
u.U. unter
Umständen
vgl. vergleiche
z.B. zum
Beispiel
ZVEI Zentralverband
Elektrotechnik- und Elektronikindustrie
Abbildungsverzeichnis
VI
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abb. 1
: Die Bruttowertschöpfung im Jahre 2002 nach Wirtschaftsbereichen
7
Abb. 2
: Umsatzsteuerpflichtige Unternehmen Ergebnisse der Umsatzsteuerstatistik 2001
7
Abb. 3
: Der Katalog der Handelsfunktionen
9
Abb. 4
: Kostenstruktur in den Großhandelszweigen 12
Abb. 5
: Modell eines Zielsystems im Großhandel 16
Abb. 6
: DuPont-System (of Financial Control) 27
Abb. 7
: DuPont-Formular für die handelsbetriebliche Praxis 29
Abb. 8
: Ein einfaches Kennzahlensystem für Handelsbetriebe 31
Abb. 9
: Kennzahlendefinitionen 43
Abb. 10
: Bilanzgliederung der Aktivseite nach § 266 HGB 46
Abb. 11
: Dateneingabeblatt ,,Plan-Bilanz" 47
Abb. 12
: GuV-Gliederung nach Gesamt- und Umsatzkostenverfahren gem. § 275 HGB 48
Abb. 13
: Dateneingabeblatt ,,Plan-Erfolgsrechnung" Version ,,Mengenänderung" 49
Abb. 14
: Datenausgabeblatt ,,DuPont-Kennzahlensystem" Ermittlung der Umsatzrentabilität 55
Abb. 15
: Datenausgabeblatt ,,DuPont-Kennzahlensystem" Ermittlung des Kapitalumschlags 56
Abb. 16
: Auswirkungen auf den Return on Investment Version ,,Mengenänderung" 57
Abb. 17
: Dateneingabeblatt ,,Plan-Erfolgsrechnung" Version ,,Preisänderung" 58
Abb. 18
: Auswirkungen auf den Return on Investment Version ,,Preisänderung" 59
Abb. 19
: Weitere Kennzahlen des Großhandels Version ,,Mengenänderung" 60
Abb. 20
: Weitere Kennzahlen des Großhandels Version ,,Preisänderung" 60
1. Problemstellung und Gang der Untersuchung
1
1
Problemstellung und Gang der Untersu-
chung
Empirische Studien belegen, dass das Planungsniveau in den kleinen und mittle-
ren Unternehmen (KMU) alarmierend niedrig ist. Dabei wird es für Unternehmer
von KMU im Rahmen der Unternehmensplanung zunehmend wichtiger, das allei-
nige Vertrauen auf ihr unternehmerisches ,,Fingerspitzengefühl" durch betriebs-
wirtschaftliche Instrumente zu ergänzen. Insolvenzursachenanalysen bestätigen
diese Notwendigkeit und zeigen, dass eine fehlende oder unzureichende Unter-
nehmensplanung die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens einschränken
und im schlimmsten Falle die Existenz bedrohen kann1.
Ziel dieser Arbeit ist es, ein betriebswirtschaftliches Instrument zur Unterstützung
der unverzichtbaren Planungsaufgaben eines Unternehmers in einem mittelstän-
dischen Großhandelsbetrieb zu entwickeln. Dabei ist es wichtig, dass das Instru-
ment auf betriebliche Entscheidungen vorbereiten kann, indem es Auswirkungen
von Handlungen, die sowohl einzeln als auch in Kombination vorgenommen wer-
den können, auf ein zuvor definiertes Oberziel (z.B. Rentabilitätsziel) unmittelbar
aufzeigt. Beispiele für solche Handlungen wären z.B. Erhöhung der Verkaufsmen-
gen oder der Verkaufspreise, Senkung der Wareneinsatzkosten oder der Verwal-
tungskosten.
Idealerweise handelt es sich bei dem zu entwickelnden Instrument um ein Kenn-
zahlensystem, da die in der Planung formulierten Unternehmungsziele oftmals in
Form von Kennzahlen ausgedrückt werden. Das Kennzahlensystem soll es dem
Unternehmer einer KMU also ermöglichen, Plansimulationen (auch als What-If-
Analysen bekannt) durchführen zu können. Mit What-If-Analysen werden mögliche
Handlungsalternativen durchgespielt bzw. simuliert. Plansimulationen müssen
1 Vgl. hierzu Horváth, Péter und Weber, Joachim: Controlling. In: Pfohl, Hans-Christian (Hrsg.):
Betriebswirtschaftslehre der Mittel- und Kleinbetriebe. Größenspezifische Probleme und Möglich-
keiten zu ihrer Lösung. 2., neubearbeitete Auflage. Band 44. Berlin: Erich Schmidt 1990, S. 289.
1. Problemstellung und Gang der Untersuchung
2
immer bis zum Gewinn oder einer anderen Kennzahl, die für das Management als
Richtschnur gilt, durchgerechnet werden2.
Im zweiten Kapitel dieser Arbeit wird zweckmäßigerweise zunächst der Großhan-
del näher charakterisiert, indem eine umfassende Definition gegeben und die
Großhandelsaufgabe beschrieben wird. Daraufhin wird die Stellung in der Han-
delskette betrachtet und die volkswirtschaftliche Bedeutung des Großhandels in
der Bundesrepublik Deutschland aufgezeigt. Eine Untersuchung der Bestim-
mungsmerkmale ,,Großhandelsfunktionen" und ,,Faktoren großhandelsbetrieblicher
Leistungserstellung" schließt diese Charakterisierung ab.
Anschließend wird im dritten Kapitel ein Modell eines möglichen Zielsystems im
Großhandel beschrieben, da das Setzen und Verfolgen von Zielen wesentlicher
Bestandteil des unternehmerischen Planungsprozesses ist.
Das vierte Kapitel dieser Arbeit beleuchtet die theoretischen Grundlagen von
Kennzahlen und Kennzahlensystemen. Dadurch wird dargelegt, dass Kennzah-
lensysteme als Hilfsmittel in der Planung eingesetzt werden können.
Anhand des in der Praxis weit verbreiteten DuPont-Kennzahlensystems wird dar-
aufhin überprüft, ob dieses sich zur Durchführung von Simulationen im Rahmen
der Unternehmensplanung eignet. Diese Analyse wird im fünften Kapitel vorge-
nommen.
Der sechste Abschnitt befasst sich mit der Darstellung und Definition von ausge-
wählten Kennzahlen im Großhandel. Diese Kennzahlen informieren zusätzlich ne-
ben denen des DuPont-Systems über die primären Funktionsbereiche des Groß-
handels und über die Faktoren großhandelsbetrieblicher Leistungserstellung.
2 Vgl. hierzu Michel, Reiner: Komprimiertes Kennzahlen-Know-how. Analysemethoden, Frühwarn-
systeme, PC-Anwendungen, Checklisten. Wiesbaden: Gabler 1999, S. 20.
1. Problemstellung und Gang der Untersuchung
3
Da es zu einer einfachen Lösung für mittelständische Großhandelsunternehmen
kommen soll, empfiehlt sich eine EDV-technische Erarbeitung des Kennzahlen-
systems mit Hilfe einer in der Praxis gängigen Software. Das Tabellenkalkulati-
onsprogramm Microsoft Excel scheint für die Realisierung geeignet zu sein, da
dieses Tool in den meisten Betrieben aller Größenklassen vorhanden ist und auch
vor allem in KMU für die Planungsarbeiten eingesetzt wird3. Die Erarbeitung
und Darstellung des DuPont-Kennzahlensystems in Excel erfolgt schließlich im
siebten Kapitel.
3 Vgl. hierzu Konzept & Lösung KuL Consulting GmbH: Einsatz von Planungs- und Controlling-
Tools im Mittelstand. 2003. Online im Internet:
http://www.kul-online.de/kul_Studie.pdf (20.08.2003), S. 4.
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