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Das Posttraumatische Stresssyndrom in der Seefahrt

Scholarly Research Paper, 2008, 18 Pages
Author: Daniel Kullick
Subject: Nautical Science

Details

Category: Scholarly Research Paper
Year: 2008
Pages: 18
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 11  Entries
Language: German
Archive No.: V116980
ISBN (E-book): 978-3-640-19354-7
ISBN (Book): 978-3-640-19409-4
File size: 135 KB

Abstract

Das Posttraumatische Stresssyndrom (engl. Posttraumatic Stress Disorder, Abk.: PTSD) ist in der Literatur auch unter anderen Bezeichnungen bekannt, z.B. Posttraumatisches Belastungssyndrom (PTBS) oder Psychotraumatische Belastungsstörung. Die WHO bezeichnet diese Krankheit in ihrem Standardwerk „Internationale Statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, Version 2008“ (ICD-10) als Posttraumatische Belastungserkrankung. Andere geläufige Bezeichnung stehen in direktem Zusammenhang mit den entsprechenden traumatischen Vorfällen und werden nur für Betroffene verwendet, die diesen speziellen Situationen ausgesetzt waren. Die bekanntesten und in gewisser Weise auch selbsterklärend dürften das Golfkriegssyndrom, das Post Vietnam Syndrom oder das KZ-Syndrom sein. Hier lassen die Bezeichnungen schon eindeutig erkennen, welchen traumatischen Ereignissen die Personen ausgesetzt waren. Da im internationalen Gebrauch üblicherweise die englische Bezeichnung genutzt wird, werde ich dies hier ebenfalls tun, und mich aus Gründen der besseren Übersicht und Lesbarkeit auf die Abkürzung PTBS beschränken. Die Krankheit selbst wird auch in der heutigen Zeit häufig nicht oder zu spät erkannt und von vielen Unbeteiligten oft nicht ernst genug genommen, und obwohl es in der Seefahrt genügend Beispiele für traumatisierend wirkende Ereignisse gibt, ist kaum etwas über die psychische Versorgung, Nachsorge oder Behandlung betroffener Personen bekannt. In der vorliegenden Arbeit werde ich versuchen PTBS im Allgemeinen etwas näher zu bringen, und die Rolle von PTBS in der Seefahrt deutlich zu machen. An Stellen die mir geeignet erscheinen werde ich versuchen den Umgang mit PTBS in der Seefahrt einem einfachen Vergleich zu unterziehen, wobei ich mich hierbei auf eine vergleichende Betrachtung im Umgang mit PTBS beim Militär beschränken werde, da ich mich hier auf meine langjährige, persönliche Erfahrungen als Angehöriger der Bundeswehr1 stützen kann.


Excerpt (computer-generated)

Hochschule Bremen

Wintersemester 2007/2008

Lehrveranstaltung: Personalführung I

Thema der Arbeit:

Das Posttraumatische Stresssyndrom in der Seefahrt

Daniel Kullick

Fachrichtung: Nautik

Datum der Abgabe: 01.02.2008


1. Einleitung

3

2. Definitionen und Begriffsklärungen

4

3. Historischer Rückblick auf PTBS mit erklärenden Beispielen

7

4. Mögliche Auslöser für PTBS im Allgemeinen und in der Seefahrt

im Besonderen (mit Beispielen)

8

5. Diagnose und empfohlene Behandlungsmöglichkeiten unter

Berücksichtigung ihrer Durchführbarkeit an Bord Seegehender Schiffe

13

6. Ausblick auf die mögliche Entwicklung der Behandlung

traumatisierender Ereignisse in der Seefahrt und Zusammenfassung

16

7. Literatur und Quellen

17

- 2 -


1. Einleitung

Das Posttraumatische Stresssyndrom (engl. Posttraumatic Stress Disorder, Abk.:

PTSD

) ist in der Literatur auch unter anderen Bezeichnungen bekannt, z.B.

Posttraumatisches Belastungssyndrom (

PTBS

) oder Psychotraumatische

Belastungsstörung. Die WHO bezeichnet diese Krankheit in ihrem Standardwerk

,,Internationale Statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter

Gesundheitsprobleme, 10. Revision, Version 2008" (ICD-10) als Posttraumatische

Belastungserkrankung.

Andere geläufige Bezeichnung stehen in direktem Zusammenhang mit den

entsprechenden traumatischen Vorfällen und werden nur für Betroffene verwendet,

die diesen speziellen Situationen ausgesetzt waren. Die bekanntesten und in

gewisser Weise auch selbsterklärend dürften das Golfkriegssyndrom, das Post

Vietnam Syndrom oder das KZ-Syndrom sein. Hier lassen die Bezeichnungen schon

eindeutig erkennen, welchen traumatischen Ereignissen die Personen ausgesetzt

waren. Da im internationalen Gebrauch üblicherweise die englische Bezeichnung

genutzt wird, werde ich dies hier ebenfalls tun, und mich aus Gründen der besseren

Übersicht und Lesbarkeit auf die Abkürzung

PTBS

beschränken.

Die Krankheit selbst wird auch in der heutigen Zeit häufig nicht oder zu spät erkannt

und von vielen Unbeteiligten oft nicht ernst genug genommen, und obwohl es in der

Seefahrt genügend Beispiele für traumatisierend wirkende Ereignisse gibt, ist kaum

etwas über die psychische Versorgung, Nachsorge oder Behandlung betroffener

Personen bekannt.

In der vorliegenden Arbeit werde ich versuchen

PTBS

im Allgemeinen etwas näher

zu bringen, und die Rolle von

PTBS

in der Seefahrt deutlich zu machen.

An Stellen die mir geeignet erscheinen werde ich versuchen den Umgang mit

PTBS

in der Seefahrt einem einfachen Vergleich zu unterziehen, wobei ich mich hierbei auf

eine vergleichende Betrachtung im Umgang mit

PTBS

beim Militär beschränken

werde, da ich mich hier auf meine langjährige, persönliche Erfahrungen als

Angehöriger der Bundeswehr1 stützen kann.

1 12 Jahre Zeitsoldat, davon 11 Jahre in Führungspositionen

- 3 -


2. Definitionen

und

Begriffsklärungen

Bevor ich

PTBS

im Zusammenhang mit der Seefahrt etwas genauer betrachte, halte

ich es für sinnvoll die grundlegenden Begriffe in Bezug auf diese Erkrankung

eindeutig mit Hilfe von allgemein anerkannten Definitionen zu erklären.

post

(lateinisch): hinter, nach

Trauma

(griechisch): Wunde

In Bezug auf

PTBS

spricht man auch von

Psychotrauma

und Dr. Dr. H.-P.

Kapfhammer liefert dazu folgende Definition:

"Als Trauma wird ein Ereignis definiert, das für eine Person entweder in direkter

persönlicher Betroffenheit oder indirekter Beobachtung eine intensive Bedrohung des

eigenen Lebens, der Gesundheit und körperlichen Integrität darstellt und Gefühle von

Horror, Schrecken und Hilflosigkeit auslöst. Ein posttraumatischer Stress umfasst

sowohl psychische als auch somatische Symptome, die auf die Konfrontation mit

einem Trauma folgen."

Kapfhammer, H.-P. (2000): Angststörungen. In: H.-J. Möller,

G. Laux, H.-P. Kapfhammer (Hrsg.): Psychiatrie und Psychotherapie, S. 1185ff.

Springer-Verlag

Stress (englisch):

Druck, Anspannung

Belastung

(Psychologie)

,,Psychische Belastungen sind von außen auf eine Person einwirkende

psychologische Größen, die zu einer Beanspruchung des Menschen führen. Falls die

Belastung starken Einfluss auf die Psyche der Person ausübt und diese über einen

längeren Zeitraum anhält nennt man diese Belastung Stress."

http://de.wikipedia.org/wiki/Belastung_%28Psychologie%29

Disorder

(englisch): Leiden, Störung

Das Syndrom

(griechisch µ, von ~, syn~: zusammen~, mit~ und µ,

drómos: der Weg, der Lauf):

ist in der Medizin das gleichzeitige Vorliegen

verschiedener Merkmale (Symptome), zum Beispiel Krankheitssymptome, mit meist

einheitlicher Ätiologie (= Ursachen) und wenig bekannter Pathogenese.

http://de.wikipedia.org/wiki/Syndrom

- 4 -



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