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Hausarbeit, 2003, 11 Seiten
Autor: Claudia Langosch
Fach: Rhetorik / Phonetik / Sprechwissenschaft
Details
Institution/Hochschule: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Institut für Sprechwissenschaft und Phonetik)
Tags: Lexikalische, Phonologie, Wiese
Jahr: 2003
Seiten: 11
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 2 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-19362-2
Dateigröße: 68 KB
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Zusammenfassung / Abstract
In der heutigen Grammatikforschung wird von einer modular organisierten Grammatik ausgegangen. Das bedeutet, dass die Grammatik aus einer bestimmten Menge an Subsystemen besteht, die miteinander interagieren. Man versucht, herauszufinden, an welcher Stelle sich die einzelnen Subsysteme (z.B. die Phonologie, das Lexikon, etc.) befinden. Wiese (1988) erläutert, dass die Phonologie vielleicht kein einheitliches Modul ist. Er erkennt eine Dreiteilung der phonologischen Regeln in solche, die als Eingabe Wörter einschließlich ihrer morphologischen Struktur benötigen. Die zweite Gruppe von Regeln benötigt die syntaktische Struktur als Eingabe. Die dritte Gruppe hingegen ist völlig unabhängig von jeder morphologischen oder syntaktischen Information. Wiese folgert daraus, dass jede dieser "Unterregeln" ein eigenes Grammatikmodul bildet, weil sie auf unterschiedliche Informationen Bezug nehmen. Als Lösung für dieses Problem betrachtet er die Lexikalische Phonologie, zu der ich jetzt einen allgemeinen Überblick geben werde, um später wieder auf Wieses Überlegungen zurück zu kommen.
Textauszug (computergeneriert)
Martin - Luther - Universität Halle - Wittenberg
Institut für Sprechwissenschaften und Phonetik
Seminar: Phonologie
Referentin: Claudia Langosch
Sommersemester 2003
Lexikalische Phonologie
Inhalt
1. Einführung in die Grammatikforschung
3
2. Was ist Lexikalische Phonologie?
3
2.1. Lexikalische und postlexikalische Regeln
3
2.1.1 Lexikalische Regeln
4
2.1.2. Postlexikalische Regeln
4
2.2. Eigenschaften der Regeln
5
2.2.1. Lexikalische Regeln
5
2.2.2. Postlexikalische Regeln
5
3. Beispiele
5
3.1. Beispiel für eine lexikalische Regel - Velar Softening
5
3.2. Beispiel für eine postlexikalische Regel - regressive Stimmhaftigkeits-
assimilation
6
4. Phonologie und Lexikon
6
5. Postlexikalische Phonologie
8
6. Weiterentwicklungen in der Theoriebildung
8
7. Quellen
10
2
1. Einführung in die Grammatikforschung
In der heutigen Grammatikforschung wird von einer modular organisierten Grammatik
ausgegangen. Das bedeutet, dass die Grammatik aus einer bestimmten Menge an
Subsystemen besteht, die miteinander interagieren. Man versucht, herauszufinden, an welcher
Stelle sich die einzelnen Subsysteme (z.B. die Phonologie, das Lexikon, etc.) befinden. Wiese
(1988) erläutert, dass die Phonologie vielleicht kein einheitliches Modul ist. Er erkennt eine
Dreiteilung der phonologischen Regeln in solche, die als Eingabe Wörter einschließlich ihrer
morphologischen Struktur benötigen. Die zweite Gruppe von Regeln benötigt die syntaktische
Struktur als Eingabe. Die dritte Gruppe hingegen ist völlig unabhängig von jeder
morphologischen oder syntaktischen Information. Wiese folgert daraus, dass jede dieser
"Unterregeln" ein eigenes Grammatikmodul bildet, weil sie auf unterschiedliche
Informationen Bezug nehmen.
Als Lösung für dieses Problem betrachtet er die Lexikalische Phonologie, zu der ich jetzt
einen allgemeinen Überblick geben werde, um später wieder auf Wieses Überlegungen
zurück zu kommen.
2. Was ist Lexikalische Phonologie?
Die Theorie der Lexikalischen Phonologie (LP) wurde in den 80er Jahren des 20. Jh.s
entwickelt. Sie soll die Stellung der Phonologie in der Grammatik und den Zusammenhang
zwischen Morphologie bzw. Syntax und Phonologie erfassen und beschreiben. Die Ansätze
unterscheiden sich teilweise sehr stark voneinander, die Grundidee stammt aber von
Kiparsky, der die LP als Weiterentwicklung der generativen Phonologie verstand. Andere
wichtige Vertreter sind Mohanan und Booij & Rubach. (vgl. Hall)
2.1. Lexikalische und postlexikalische Regeln
Ganz allgemein geht die LP von der Annnahme aus, dass bestimmte phonologische Regeln im
Lexikon angesiedelt sind, während andere außerhalb davon angewendet werden. Jede
phonologische Regel ist dabei einer morphologischen Ebene zugeordnet. Das schließt aber
nicht aus, dass die Regel zu mehreren Ebenen gehören kann. Das Lexikon wird dabei nicht
nur als ein Ort verstanden, an dem zugrundeliegende (Wort)Formen gespeichert werden,
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