Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Der Einfluss von kognitiven Verarbeitungsprozessen auf das Verstehen und Behalte... close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Der Einfluss von kognitiven Verarbeitungsprozessen auf das Verstehen und Behalten von fremdsprachigen Texten

Anthology, 2008, 20 Pages
Author: Margit Molenda
Subject: German - Grammar, Style, Working Technique

Details

Category: Anthology
Year: 2008
Pages: 20
Grade: 1
Bibliography: ~ 26  Entries
Language: German
Archive No.: V117079
ISBN (E-book): 978-3-640-19460-5
ISBN (Book): 978-3-640-19468-1
File size: 165 KB

Abstract

In der vorliegenden Arbeit wird der Textverstehensvorgang im Fremdsprachenunterricht behandelt. Im ersten Kapitel wenden wir uns den allgemeinen Grundlagen des Textverstehens zu, das seine Basis in der Interaktion von Leser und Text hat. Gegenstand weiterführender Überlegungen bildet das Weltwissen des Lesers. Hier soll geklärt werden, welchen Einfluss die so genannten „Informationen aus eigenem Besitz“ auf den Verstehensprozess in der Fremdsprache haben. Die Leser verstehen gewöhnlich viel mehr als in einem Text tatsächlich gesagt wird und diese Fähigkeit beruht auf dem Wissen des Lesers über „die Welt“. Des Weiteren widmen wir uns der Tatsache, dass der Leser auf Grund seines Vorwissens Lücken in einem Text ergänzen und auch einen begonnenen Text fortsetzen kann. Diese Fähigkeiten werden in der Fachliteratur mit den Begriffen „Inferenz“ und „Antizipation“ umschrieben (vgl. dazu Solmecke 1993: 18). Im letzten Kapitel der vorliegenden Arbeit soll der Beweis dafür erbracht werden, dass die genannten Verarbeitungsprozesse ein besseres Verstehen und Behalten von Informationen bewirken.


Excerpt (computer-generated)

Der Einfluss von kognitiven Verarbeitungsprozessen

auf das Verstehen und Behalten

von fremdsprachigen Texten


Inhaltsverzeichnis

1

Einleitung 3

2

Allgemeine Charakteristik des Textverstehens 4

3

Aussersprachliches Wissen und das Textverstehen 5

3.1

Schematheorie 6

3.2

Zur Klärung der Frames- und Scriptsbegriffe 7

3.3

Auf- und absteigende Verstehensprozesse 9

4

Rolle der horizontalen semantischen Verarbeitungsprozesse 9

4.1

Inferenzen als Basis des Sprachverstehens 9

4.2

Zur Klärung des Elaborationsbegriffs 10

4.3

Antizipation als Bildung von Hypothesen 11

5

Analytischer Teil 12

5.1

Ziel der Untersuchung 12

5.2

Allgemeine Beschreibung der Untersuchung 12

5.2.1

Differenzierung des Untersuchungsverfahrens 12

5.3

Auswertung der Untersuchungsergebnisse 13

5.4

Durchführung des Experiments 13

5.4.1

TEXT 1: Das finde ich nicht gut: Junge gegen Mädchen (,,Tip", S. 36) 13

5.4.2

TEXT 2: Ursulanovata (,,Juma", S. 40) 14

5.4.3

Arbeitsblatt zum Text ,,Ursulanovata" 14

5.5

Ergebnisse 15

6

Fazit 16

7

Literaturverzeichnis 17

2


1 Einleitung

In der vorliegenden Arbeit wird der Textverstehensvorgang im Fremdsprachenunterricht

behandelt.

Im ersten Kapitel wenden wir uns den allgemeinen Grundlagen des Textverstehens zu, das

seine Basis in der Interaktion von Leser und Text hat.

Gegenstand weiterführender Überlegungen bildet das Weltwissen des Lesers. Hier soll geklärt

werden, welchen Einfluss die so genannten ,,Informationen aus eigenem Besitz" auf den

Verstehensprozess in der Fremdsprache haben. Die Leser verstehen gewöhnlich viel mehr als

in einem Text tatsächlich gesagt wird und diese Fähigkeit beruht auf dem Wissen des Lesers

über ,,die Welt".

Des Weiteren widmen wir uns der Tatsache, dass der Leser auf Grund seines Vorwissens

Lücken in einem Text ergänzen und auch einen begonnenen Text fortsetzen kann. Diese

Fähigkeiten werden in der Fachliteratur mit den Begriffen ,,Inferenz" und

,,Antizipation" umschrieben (vgl. dazu Solmecke 1993: 18).

Im letzten Kapitel der vorliegenden Arbeit soll der Beweis dafür erbracht werden, dass die

genannten Verarbeitungsprozesse ein besseres Verstehen und Behalten von Informationen

bewirken.













3



2 Allgemeine Charakteristik des Textverstehens

,,Lesen ist eine Funktion des Zusammenwirkens von u.a.

Aufmerksamkeit, dem Erkennen von Merkmalen der

Textstruktur und deren Beziehungen, der Speicherung

im Gedächtnis, der

Antizipation von Äusserungsteilen.

Der Leser nimmt nicht nur geschriebene Symbole wahr,

er verbindet sie mit seinen Konzepten, seiner

pragmatischen Vorerfahrung, seinem Wissen von der

Welt."

(Schwerdfeger 1981: 261)

Gegenstand des Lesens sind Texte, die die menschliche Kommunikation und die

Weitergabe von Informationen, Intentionen und Wissen ermöglichen. Wie der neueste Stand

der Forschung zum Textverstehen zeigt, hängt die Verständlichkeit eines Textes nicht nur

vom Text selbst ab, sondern auch von kognitiven Prozessen, mit deren Hilfe er verarbeitet

wird (dazu Rickheit/Strohner 1993: 239). Diese Prozesse sind jedoch nicht direkt beobachtbar,

sie finden sozusagen ,,hinter verschlossenen Türen" statt. Das ist der Grund dafür, daß das

Wissen über Verstehensprozesse trotz intensiver Forschungen immer noch große Lücken

aufweist (vgl. Solmecke 1993: 12).

Im Verstehensvorgang wird man zunächst mit dem Geschriebenen konfrontiert. Die

Mitteilungen des Textproduzenten sind verschlüsselt (in Schriftzeichen umgesetzt). Die

Aufgabe des Lesers besteht darin, die Schriftzeichen zu erkennen und die mit der

angemessenen Bedeutung zu verknüpfen (vgl. dazu Solmecke 1993: 13)1. Dies macht deutlich,

dass Verstehensprozesse auf der Basis einer Interaktion zwischen dem Leser und dem Text

1 Bevor man etwas versteht, müssen zunächst die ins Auge kommenden Signale verarbeitet werden, also:

-

das Erkennen der Schrifteinheiten wie Buchstaben, Silben, Wörter und ihrer Kombinationen sowie der

satzgliedernden Elemente,

-

Zuordnung entsprechender Bedeutungen den Schriftzeichen,

-

das Erkennen der Regelhaftigkeit des Satzes und des Textes,

-

die Einheiten und ihre Bedeutungen in einen angemessenen Zusammenhang bringen (vgl. dazu Solmecke

1992: 4f).

Die eben genannten Verarbeitungsvorgänge sind in der Muttersprache automatisiert und verlaufen unbewußt. In

einer Fremdsprache sind neue Wörter mit ihren Bedeutungen gerade erst gelernt worden und noch auf keinen

Fall automatisiert. Identifikation und Bedeutungszuordnung brauchen also Zeit und bewußte Aufmerksamkeit,

und je mehr Zeit und Aufmerksamkeit sie brauchen, desto größer die Gefahr, dass dies zu einer Blockade der

Textrezeption führt (Myczko 1995: 51).

4


ablaufen. Die Informationen fließen somit nicht nur vom Text zum Leser (bottom-up-Prozess)

sondern werden auch gleichzeitig an den Text herangetragen (top-down-Prozess2).

Lesen kann nicht ohne aktive Teilnahme des Lesers funktionieren. Grundlage des aktiven

Beitrags des Rezipienten sind zweifellos Sprach- und Sachkenntnisse. Sie sind notwendig, um

einen Text verstehen zu können. Damit Verstehen zustande kommt, sollen Laute und Wörter

korrekt erkannt werden. Man versteht einen Text schneller und mühelos, je besser man

Vokabeln und Grammatik einer Sprache kennt (vgl. dazu Solmecke 1993: 13).

Nach Auffassung von Stiefenhöfer (1991: 204) ist ,,Lesen eine aktive Auseinandersetzung des

Lesers mit dem vom Autor im Text versprachlichten Wissens". Daraus folgt, dass

Sprachkenntnisse zwar notwendige, jedoch nicht ausreichende Bedingung für das

Textverstehen sind. Hilfreich ist hierbei die Kenntnis der Situation und das Vorwissen des

Lesers. Darauf soll im Folgenden näher eingegangen werden

3 Aussersprachliches Wissen und das Textverstehen

Das Vorwissen erlaubt dem Leser, textuelle Informationen in einer bestimmten

Weise zu verstehen und zu interpretieren. Mandl (1981) äußert sich hierzu folgendermaßen:

,,Der Leser muss immer auf sein Vorwissen zurückgreifen, um

Sachverhalte für sich eindeutig zu machen, Kohärenzlücken 3 zu

schließen (...) Ein Leser, der für einen bestimmten Text keine

adäquaten Wissensstrukturen besitzt, wird diesen Text nicht

verstehen." (Mandl 1981: 6)

2 Die beiden Prozesse werden im Kapitel 2.2 (Auf- und absteigende Verstehensprozesse) näher bestimmt.

3 Nach Bussmann (1990: 389) ist Kohärenz ,,ein textbildender Zusammenhang von Sätzen, der alle Arten

satzübergreifender grammatischer und semantischer Beziehungen umfaßt."

5



Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Zweite Moderne oder Postmoderne?

Author: Dipl. Werner Nehls
Art - Architecture / History of Construction, 2008 Download as PDF-file for 19,99 EUR

Vertrauen in den Abschlussprüfer

Author: Jan Mauelshagen
Economics / Business: Revision, Auditing, 2007 Download as PDF-file for 59,90 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/117079/der-einfluss-von-kognitiven-verarbeitungsprozessen-auf-das-verstehen-und
please wait Please wait