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Scholary Paper (Seminar), 2007, 20 Pages
Author: Jana Nummer
Subject: Social Pedagogy / Social Work
Details
Institution/College: University of Applied Sciences Nordhausen
Tags: Evaluation, Empirische, Analyse
Year: 2007
Pages: 20
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 12 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-19543-5
ISBN (Book): 978-3-640-19554-1
File size: 64 KB
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Abstract
Es gibt viele offene Fragen zu diesem Thema. Einige wichtige, stark diskutierte Themen hierzu sind folgende: Einerseits wird zwischen Evaluation (E) und Evaluationsforschung (EF) unterschieden, wie es z.B. C. Lüders tut, und andererseits verwenden andere, bspw. R. Stockmann, diese Begriffe synonym. Weiterhin wird Evaluation als eigener Forschungstyp gesehen, bspw. wie bei C. Lüders, oder als Feld der angewandten Sozialforschung (SF) betrachtet, wie z.B. bei Bortz & Döring oder E. v. Kardorff.1 Zudem befindet sich die qualitative Evaluationsforschung (QLEF) derzeit in einer verzwickten Lage. Zum einen erlebt sie gegenwärtig einen enormen Bedeutungszuwachs, insbesondere im deutschsprachigen Raum für unterschiedliche Felder wie die Kinder- und Jugendhilfe, die Seniorenarbeit usw. Hierfür fordern Politik, Fachwelt und Öffentlichkeit stets Evaluation ein, regen sie an und fördern sie mit z.T. hohen Geldsummen, wobei allerdings sehr unterschiedliche Interessen im Spiel sind. Zum anderen erweckt die allgemeine Nachfrage und die gegenwärtige Wertschätzung von Evaluation den Anschein, dass sie eine ausdifferenzierte und etablierte Forschungslandschaft besitzt, obwohl das nicht der Fall ist. Gegenwärtig ist die Evaluationsforschung in nahezu jeder Hinsicht ein Entwicklungsprojekt, das in besonderer Weise für das Feld der qualitativen Evaluationsforschung gilt. Mit der Formulierung der qualitativen Evaluationsforschung wird deutlich, dass sich mit jedem Begriffselement viele Herausforderungen und offene Fragen ergeben. Hinzu kommt, dass ein hierarisches Verhältnis zwischen der wissenschaftlich, theoriegeleiteten Grundlagenforschung und der wissenschaftlich vermeintlich weniger seriösen Praxisforschung besteht. Auf diese Statushierarchie wird immer wieder zurückgegriffen, wenn es um die Verteilung von öffentlichen Ressourcen und um die öffentliche Anerkennung von Forschung geht. Diese Ausarbeitung soll einige, aber nicht alle kontrovers diskutierten Spannungsfelder, Probleme, offenen Fragen usw. der Evaluation und Evaluationsforschung betrachten. Sie stellt den Versuch dar, trotz der vielen Ungereimtheiten einen verständlichen Überblick über diese Thematik zu schaffen. [...]
Excerpt (computer-generated)
Fachhochschule Nordhausen
Fachbereich: Forschung und Entwicklung im Gesundheits- und Sozialwesen I
Evaluation (-sforschung)
Jana Nummer
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis ... III
1 Einleitung ... 1-2
2 Historie ... 3-4
3 Begriffserklärungen ... 4-7
3.1 Evaluation ... 4-6
3.2 Evaluationsforschung ... 6-7
4 Methodik ... 8-9
5 Notwendigkeit qualitativer Evaluationsforschung ... 9-11
6 Kritik ... 11-13
7 Resümee ... 13-14
8 Quellenverzeichnis ... IV-V
1 Einleitung
Es gibt viele offene Fragen zu diesem Thema. Einige wichtige, stark diskutierte Themen hierzu sind folgende:
Einerseits wird zwischen Evaluation (E) und Evaluationsforschung (EF) unterschieden, wie es z.B. C. Lüders tut, und andererseits verwenden andere, bspw. R. Stockmann, diese Begriffe synonym. Weiterhin wird Evaluation als eigener Forschungstyp gesehen, bspw. wie bei C. Lüders, oder als Feld der angewandten Sozialforschung (SF) betrachtet, wie z.B. bei Bortz & Döring oder E. v. Kardorff.1 Zudem befindet sich die qualitative Evaluationsforschung (QLEF) derzeit in einer verzwickten Lage. Zum einen erlebt sie gegenwärtig einen enormen Bedeutungszuwachs, insbesondere im deutschsprachigen Raum für unterschiedliche Felder wie die Kinder- und Jugendhilfe, die Seniorenarbeit usw. Hierfür fordern Politik, Fachwelt und Öffentlichkeit stets Evaluation ein, regen sie an und fördern sie mit z.T. hohen Geldsummen, wobei allerdings sehr unterschiedliche Interessen im Spiel sind. Zum anderen erweckt die allgemeine Nachfrage und die gegenwärtige Wertschätzung von Evaluation den Anschein, dass sie eine ausdifferenzierte und etablierte Forschungslandschaft besitzt, obwohl das nicht der Fall ist.
Gegenwärtig ist die Evaluationsforschung in nahezu jeder Hinsicht ein Entwicklungsprojekt, das in besonderer Weise für das Feld der qualitativen Evaluationsforschung gilt. Mit der Formulierung der qualitativen Evaluationsforschung wird deutlich, dass sich mit jedem Begriffselement viele Herausforderungen und offene Fragen ergeben. Hinzu kommt, dass ein hierarisches Verhältnis zwischen der wissenschaftlich, theoriegeleiteten Grundlagenforschung und der wissenschaftlich vermeintlich weniger seriösen Praxisforschung besteht. Auf diese Statushierarchie wird immer wieder zurückgegriffen, wenn es um die Verteilung von öffentlichen Ressourcen und um die öffentliche Anerkennung von Forschung geht.2
Diese Ausarbeitung soll einige, aber nicht alle kontrovers diskutierten Spannungsfelder, Probleme, offenen Fragen usw. der Evaluation und Evaluationsforschung betrachten. Sie stellt den Versuch dar, trotz der vielen Ungereimtheiten einen verständlichen Überblick über diese Thematik zu schaffen.
Zunächst richtet sich der Fokus auf die historische Entwicklung der Evaluation. Ausgehend von den USA wird die Bedeutung der Evaluation auch in Deutschland kurz erläutert. Im Folgenden wird anhand der „Evaluationsstudie erzieherischer Hilfen“ (EVAS) die Evaluation erklärt. Auch auf die Evaluationsforschung wird kurz und prägnant eingegangen, mit anderen Forschungstypen verglichen, ihre Vielzahl an Aktivitäten genannt usw. Daraufhin steht die Methodik der E im Vordergrund. Hierbei soll es sich ausschließlich um qual. und quan. Methoden handeln und deren Verhältnis zueinander. Zudem erscheint die weitere Ausformulierung notwendig, was unter qual. EF zu verstehen ist. Das Kapitel 5 beschäftigt sich demnach mit der Verknüpfung von qual. mit Forschung. Daraus ergeben sich mehrere Spannungsfelder und Probleme. Das folgende Kapitel befasst sich daher mit einigen davon. Schließlich fasst das letzte die vorherigen Kapitel kurz zusammen und versucht, einen Blick auf die zukünftige Weiterentwicklung der EF in Deutschland zu lenken.
[...]
1 Vgl. Flick 2004, S. 13 in Flick
2 Vgl. Lüders 2004, S. 33ff. in Flick
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