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Presentation (Elaboration), 2008, 14 Pages
Author: Gunnar Norda
Subject: History - Didactics
Details
Year: 2008
Pages: 14
Bibliography: ~ 12 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-19636-4
File size: 102 KB
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Abstract
Die Begriffe ´Medium´ und ´Quelle´ werden oft – fälschlicherweise - synonym verwendet. ´Medium´ ist der breitere Begriff, der alles enthält, was primäre und sekundäre Aussagen über Geschichte beinhaltet. Quellen sind dagegen nur solche Medien, die in der Vergangenheit entstanden sind und uns heute vorliegen. Ihr Kennzeichen ist eine signifikante zeitliche Differenz zwischen ihrer Entstehungszeit und der gegenwärtigen Nutzung. Zudem lassen sich Quellen in Überreste (= absichtslose Überlieferungen) und Tradition (= beabsichtigte Überlieferungen) bzw. in Dokumente und Monumente unterscheiden. Jede Quelle ist ein Medium historischen Lernens, aber nicht jedes Medium ist darum schon eine Quelle. Entsprechend wir auch in den Schulbüchern vor den verschiedenen Medien vermerkt, was als Quelle und was als Material oder Darstellung zu gelten hat. Medien haben in erster Linie die Aufgabe, Informationen zu übermitteln. Sie sind Informationsträger und Kommunikationsmittel, ohne die Lehr- und Lernprozesse nicht durchgeführt werden können. Bei der Unterrichtsplanung nimmt die Entscheidung, welche Medien eingesetzt werden sollen, in der Regel eine nachgeordnete Stellung ein. Die Auswahl der Medien erfolgt häufig erst, wenn Intention, Thema und Verfahren der Unterrichtstunde feststehen. Nichtsdestotrotz sind alle Entscheidungsfelder eng miteinander verknüpft (> Interdependenz). Die Festlegung in einem der Entscheidungsfelder hat Auswirkungen auf die anderen Entscheidungsfelder. Bei Einsatz eines Films z.B. sind die Intentionen weitgehend durch diesen bzw. dessen „Machern“ bestimmt. Dies gilt in besonderem Maße auch für die Themen/Inhalte: der Lehrer muss das, was der Film zeigt, berücksichtigen. Genauso ergeben sich die methodischen Alternativen, zumindest teil- und zeitweise, aus der Festlegung für ein bestimmtes Medium. Auf dem intentionalen Sektor sind Medien zur Erreichung kognitiver (Denken), affektiver (Erlebnis) und pragmatischer Ziele (Übung) einsetzbar und lassen in der Regel mehrere Verwendungszwecke zu.
Excerpt (computer-generated)
Medien und Filme im Geschichtsunterricht
(Schwerpunkt ´Film´)
- Schriftliche Ausarbeitung zum Referat -
Inhaltsverzeichnis
1.
Medien im Geschichtsunterricht
1.1
Zum Begriff ´Medium´
1.2
Aufgaben von Medien im (Geschichts-)Unterricht
1.3
Typologie der wichtigsten Medien im Geschichtsunterricht
2.
Der Film im Geschichtsunterricht
2.1
Filmgattungen
2.1.1 Das Filmdokument
2.1.2 Der Dokumentarfilm
2.1.3 Der Spielfilm
2.1.4 Der Unterrichtsfilm
2.2
Der Film als Lernmedium (Lernvorteile)
2.3
Unterrichtspraktische Aspekte
2.3.1 Filmauswahl und Zeitpunkt des Filmeinsatzes
2.3.2 Filmanalyse und Filminterpretation
2
1.
Medien im Geschichtsunterricht
1.1
Zum Begriff ´Medium´
Die Begriffe ´Medium´ und ´Quelle´ werden oft fälschlicherweise - synonym verwendet.
´Medium´ ist der breitere Begriff, der
alles
enthält, was primäre und sekundäre Aussagen über
Geschichte beinhaltet. Quellen sind dagegen nur solche Medien, die in der Vergangenheit
entstanden sind und uns heute vorliegen. Ihr Kennzeichen ist eine signifikante zeitliche
Differenz zwischen ihrer Entstehungszeit und der gegenwärtigen Nutzung.1 Zudem lassen
sich Quellen in
Überreste
(= absichtslose Überlieferungen) und
Tradition
(= beabsichtigte
Überlieferungen)2 bzw. in
Dokumente
und
Monumente
unterscheiden.3
Jede Quelle ist ein Medium historischen Lernens, aber nicht jedes Medium ist darum schon
eine Quelle. Entsprechend wir auch in den Schulbüchern vor den verschiedenen Medien
vermerkt, was als Quelle und was als Material oder Darstellung zu gelten hat.4
1.2
Aufgaben von Medien im (Geschichts-)Unterricht
Medien haben in erster Linie die Aufgabe, Informationen zu übermitteln. Sie sind
Informationsträger und Kommunikationsmittel, ohne die Lehr- und Lernprozesse nicht
durchgeführt werden können.5
Bei der Unterrichtsplanung nimmt die Entscheidung, welche Medien eingesetzt werden
sollen, in der Regel eine nachgeordnete Stellung ein. Die Auswahl der Medien erfolgt häufig
erst, wenn Intention, Thema und Verfahren der Unterrichtstunde feststehen. Nichtsdestotrotz
sind alle Entscheidungsfelder eng miteinander verknüpft (> Interdependenz). Die Festlegung
in einem der Entscheidungsfelder hat Auswirkungen auf die anderen Entscheidungsfelder. Bei
Einsatz eines Films z.B. sind die Intentionen weitgehend durch diesen bzw. dessen ,,Machern"
bestimmt. Dies gilt in besonderem Maße auch für die Themen/Inhalte: der Lehrer muss das,
was der Film zeigt, berücksichtigen. Genauso ergeben sich die methodischen Alternativen,
zumindest teil- und zeitweise, aus der Festlegung für ein bestimmtes Medium.6
Auf dem intentionalen Sektor sind Medien zur Erreichung kognitiver (Denken), affektiver
(Erlebnis) und pragmatischer Ziele (Übung) einsetzbar und lassen in der Regel mehrere
Verwendungszwecke zu. Ein Arbeitsbogen mit Lückentext kann z.B. zur Festigung oder
1 Vgl. Pandel, Hans-Jürgen; Schneider, Gerhard: Einführung, in: Pandel, Hans-Jürgen; Schneider, Gerhard (Hg.):
Handbuch Medien im Geschichtsunterricht, Schwalbach/Ts. 22002, S. 7-12, hier S. 7f.
2 Vgl. Gies, Horst: Geschichtsunterricht. Ein Handbuch zur Unterrichtsplanung, Köln 2004, S. 221f.
3 Vgl. Pandel, Einführung, S. 10.
4 Vgl. ebd., S. 8.
5 Vgl. Gies, Geschichtsunterricht, S. 213f.
6 Vgl. Kiper, Hanna; Meyer, Hilbert; Topsch, Wilhelm: Einführung in die Schulpädagogik, Berlin 2002, S. 77-
84.
3
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