Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
"Die Bürokratie ist notwendig und gefährlich" close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

"Die Bürokratie ist notwendig und gefährlich"

Essay, 2007, 6 Pages
Author: Sabrina Widder
Subject: Politics - Political Systems - General

Details

Event: Politische Autorität und bürokratische Macht im internationalen Vergleich
Institution/College: University of Koblenz-Landau
Tags: Bürokratie, Politische, Autorität, Macht, Vergleich
Category: Essay
Year: 2007
Pages: 6
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 2  Entries
Language: German
Archive No.: V117287
ISBN (E-book): 978-3-640-19751-4

File size: 54 KB

Abstract

„Die Bürokratie ist notwendig und gefährlich.“ Worin besteht diese Dualität und wie kann es gelingen, die beiden entgegengesetzten Charakteristika staatlicher Bürokratie miteinander zu versöhnen? Jedem Menschen begegnet Bürokratie, und das nicht erst wenn er älter ist, sondern es beginnt schon mit der Geburt. Der neu geborene Mensch erhält eine Geburtsurkunde, die Eltern bekommen durch die Geburt ihres Kindes Kindergeld und eine andere Steuerklasse. Das Kind kommt in den Kindergarten, in die Schule, bekommt als Erwachsener einen Arbeitsplatz und muss sich kranken- und sozialversichert melden. All dies geht nicht ohne das Ausfüllen von etlichen Formularen von statten. Es stellt sich also sicherlich nicht die Frage, ob Bürokratie überhaupt nötig ist, denn das steht wohl für jeden zweifelsfrei fest. Die vielen Menschen in Deutschland müssen in irgendeiner Art und Weise verwaltet werden, sonst würde ein unübersichtliches Durcheinander herrschen. Doch wo übersteigt der Aufwand der Bürokratie deren Nutzen?


Excerpt (computer-generated)

Essay

,,Die Bürokratie ist notwendig und gefährlich." Worin besteht diese

Dualität und wie kann es gelingen, die beiden entgegengesetzten

Charakteristika staatlicher Bürokratie miteinander zu versöhnen?

Jedem Menschen begegnet Bürokratie, und das nicht erst wenn er älter ist,

sondern es beginnt schon mit der Geburt. Der neu geborene Mensch erhält

eine Geburtsurkunde, die Eltern bekommen durch die Geburt ihres Kindes

Kindergeld und eine andere Steuerklasse. Das Kind kommt in den

Kindergarten, in die Schule, bekommt als Erwachsener einen Arbeitsplatz und

muss sich kranken- und sozialversichert melden. Al dies geht nicht ohne das

Ausfül en von etlichen Formularen von statten. Es stel t sich also sicherlich nicht

die Frage, ob Bürokratie überhaupt nötig ist, denn das steht wohl für jeden

zweifelsfrei fest. Die vielen Menschen in Deutschland müssen in irgendeiner Art

und Weise verwaltet werden, sonst würde ein unübersichtliches Durcheinander

herrschen.

Doch wo übersteigt der Aufwand der Bürokratie deren Nutzen?

Die Hauptaufgabe der Bürokratie besteht darin, Entscheidungen der Politik

umzusetzen und die öffentliche Ordnung und Sicherheit zu gewährleisten. Um

diese Aufgaben zu erfül en, werden in den Verwaltungen gut ausgebildete

Beamte eingesetzt, die über sehr viel Fachwissen verfügen. Aufgrund dieses

Fachwissens haben die Beamten einen großen Einfluss auf die Ausgestaltung

der Politik. Bei Reformen und Gesetzesänderungen stützen sich die Politiker,

deren Fachwissen hinsichtlich sehr speziel er Themen eher gering ist, auf die

Aussagen und Meinungen der Beamten, die Experten dafür sind. Doch das ist

nur die eine Aufgabe der Beamten. Wenn die Politik Gesetze erlassen hat,

müssen die Beamten dafür sorgen, dass diese auch umgesetzt werden. Sie

geben die Gesetze im Al tag an die Bürger weiter, wenn diese beispielsweise

zum Arbeitsamt oder zur Gemeindeverwaltung kommen.

Die Gefahr der Bürokratie besteht aber oftmals darin, dass die Verwaltung

letztendlich etwas anderes macht, als die Politik wil und die Politik somit von

1


der Verwaltung abhängig ist. Dabei muss aber bedacht werden, dass die

Verwaltungen nicht von den Bürgern gewählt sind und dadurch keine legitime

Grundlage haben, um ihre Interessen nach ihrem Wil en und gegen den der

Politik durchzusetzen. Auch wird die Politik nicht selten für die immense

Bürokratie in Deutschland verantwortlich gemacht, was nicht immer der Realität

entspricht, da sich die Verwaltungen eben oft über die Bestimmungen der

Politik hinwegsetzen. Die Bürokratie hat nämlich einen großen Vorteil

gegenüber den Politikern, denn die Beamten bleiben in der Verwaltung, auch

wenn die Regierung wechselt. Dadurch wird zwar einerseits das Fachwissen

über ihre Bereiche gesichert, es besteht aber auch gleichzeitig die Gefahr, dass

sie die Gesetze so auslegen, wie sie wol en und somit über Jahre hinweg nicht

nach den erlassenen Gesetzen der Politik arbeiten. Sind die Bürger am Ende

einer Legislaturperiode mit der Regierung und deren Arbeit nicht zufrieden, wird

diese abgewählt. Bei den Beamten ist eine Abwahl aber nicht möglich.

Eine Umfrage über die Einstel ung der Deutschen zur Bürokratie1 ergab, dass

sie ein sehr gespaltenes Verhältnis zum öffentlichen Dienst haben. Auf der

einen Seite assozi eren sie mit dem Begriff ,,Behörde" und ,,Bürokratie" etwas

negatives, haben aber trotzdem das Bedürfnis nach staatlicher Kontrol e ihrer

Sicherheit wegen. Den Bürgern ist also schon klar, dass ohne Bürokratie das

Zusammenleben nicht funktionieren würde, da jeder das machen würde, was er

möchte. Jedoch ärgern sich vor al em mittelständische Betriebe immer wieder

über den bürokratischen Aufwand, den sie in ihrem Geschäft haben. Sie

verfügen oftmals nicht über das nötige Hintergrundwissen und könne auch nicht

die hohen Kosten für die Bürokratie tragen.

Es herrscht bei den meisten Bürgern und auch Politikern kein Zweifel, dass es

in Deutschland zu viel Bürokratie gibt und diese unbedingt reduziert werden

muss. Dabei sol das Ziel nicht sein die Gesetze und Beamten zu zählen, sie

um einiges zu verringern und dann zu sagen, die Bürokratie sei abgebaut

worden. Die Bürokratie muss an den richtigen Stel en verringert werden, wobei

das Problem hierbei in erster Linie bei den Beamten liegt, denn weniger

Bürokratie bedeutet im Endeffekt natürlich auch weniger Beamte. Da die

Beamten jedoch die Bürokratie ausdehnen wol en, ist es mit dem

1 (vgl. Noelle/Petersen, FAZ, 2007)

2



Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Bürokratie: ein Kurzvortrag

Author: Thomas Herzog
Sociology - Work, Profession, Education, Organisation, 2004 Download as PDF-file for 4,99 EUR

Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit

Author: Claudia Nickel
Presentations, Models, Tutorials, Instructions, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR

Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens

Author: Maik Philipp
Presentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/117287/die-buerokratie-ist-notwendig-und-gefaehrlich
please wait Please wait