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Corporate Social Responsibility (CSR) - Eine Analyse der Lehre und Forschung

Bachelorarbeit, 2008, 46 Seiten
Autor: B.A. Christian Thomas
Fach: Sozialpädagogik / Sozialarbeit

Details

Kategorie: Bachelorarbeit
Jahr: 2008
Seiten: 46
Note: 2,3
Literaturverzeichnis: ~ 40  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V117290
ISBN (E-Book): 978-3-640-19663-0
ISBN (Buch): 978-3-640-19713-2
Dateigröße: 209 KB

Zusammenfassung / Abstract

Die vorliegende Bachelorthesis ist die Abschlussarbeit meines sechssemestrigen Studiums der Sozialarbeit an der Hochschule für angewandete Wissenschaft und Kunst (HAWK) in H. . In meiner Bachelorthesis befasse ich mich mit dem Themen-komplex “Corporate Social Responsibility” (CSR) und “Corporate Citizenship” (CC). Ferner wird in dieser Arbeit eine Analyse der Lehre und Forschung zu dem Thema angestrebt. Frei übersetzt geht es bei Corporate Social Responsibility und Corporate Citizenship um das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen. Große Konzerne sind immer wieder in der Kritik und in Skandale verwickelt. Wenn heraus-kommt, dass in ihrer Firma schlechte Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter herrschen, die Manager zu hohe Löhne bekommen oder schlecht mit der Umwelt umgegangen wurde. Dann werden den Unternehmen häufig Vorwürfe entgegen-gebracht. Aber die Unternehmen erkennen zunehmend ihre Verantwortung und engagieren sich in der Gesellschaft. Zu Beginn dieser Arbeit liegt der Fokus auf den existierenden Begrifflichkeiten und Definitionen. Im darauf folgenden Schritt werden die gängigen Instrumente des Konzeptes näher erläutert. Das zweite Drittel dieses Textes behandelt das Thema aus europäischer und globaler Sicht. Dabei werden die Länder Österreich, Schweiz und Großbritannien detaillierter beschrieben. Auf globaler Seite wird über den „Global Compact“ der Vereinten Nationen berichtet. Daran schließt sich mein Schwerpunkt an. Dort geht es um die Analyse von Forschung und Lehre in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland. Hierbei lege ich besondere Beachtung auf die Länder Österreich und Schweiz. Am Ende erfolgt ein ausführliches Resümee, hierbei wird auf die gewonnenen Erkenntnisse beim Verfassen dieser Arbeit näher Bezug genommen.


Textauszug (computergeneriert)

Bachelor Thesis

Zur Erlangung des Grades

Bachelor of Arts (Soziale Arbeit)

Corporate Social Responsibility (CSR) ­ ,,Eine Analyse der Lehre und

Forschung"

Vorgelegt von:

Christian Thomas

Abgabetermin

:

15.07.2008


Inhaltsverzeichnis Seite

1.EINLEITUNG_______________________________________________ 1

2. BEGRIFFSDEFINITIONEN ___________________________________ 3

2.1 Corporate Social Responsibility (CSR) ____________________________________________ 4

2.1.1 Stakeholder _______________________________________________________________ 6

2.2. Corporate Governance (CG) ____________________________________________________ 8

2.3 Corporate Citizenship (CC) _____________________________________________________ 8

3. INSTRUMENTE VON CSR UND CC ___________________________ 10

3.1 Sponsoring ________________________________________________________________ 10

3.2 Stiftungen _________________________________________________________________ 11

3.2.1 Unternehmensstiftungen im Corporate Citizenship Konzept ______________________ 14

3.2.2 Bürgerstiftungen ________________________________________________________ 16

3.3 Corporate Volunteering ______________________________________________________ 17

3.4 Public Private Partnerships (PPP)_______________________________________________ 19

4. CSR UND CC IN EUROPA UND DER WELT ____________________ 21

4.1 CSR in Österreich ____________________________________________________________ 21

4.2 CSR in der Schweiz ___________________________________________________________ 22

4.3 CSR in Großbritannien________________________________________________________ 23

4.4 Der UN Global Compact_______________________________________________________ 23

5. CSR IN DER LEHRE UND FORSCHUNG_______________________ 26

5.1 CSR in der Lehre_____________________________________________________________ 26

5.1.1 Neue Studiengänge ________________________________________________________ 27

5.1.2 Studienbereich Wirtschaftswissenschaft ________________________________________ 32

5.1.3 Studienbereich Soziale Arbeit ________________________________________________ 33

5.2 CSR in der Forschung_________________________________________________________ 34

6. RESÜMEE _______________________________________________ 37

LITERATURVERZEICHNIS ____________________________________ 39


1. Einleitung

Bachelor Thesis

Wenn Unternehmen sich gesellschaftlich engagieren,

wenn sie bürgerschaftliches Engagement fördern und unterstützen,

dann ist das für die Gesellschaft wichtig und die Gesellschaft

soll und wird das auch anerkennen ­

Gerhard Schröder

.1

1.Einleitung

Die vorliegende Bachelorthesis ist die Abschlussarbeit meines sechssemestrigen

Studiums der Sozialarbeit an der Hochschule für angewandete Wissenschaft und

Kunst (HAWK) in H. . In meiner Bachelorthesis befasse ich mich mit dem Themen-

komplex "Corporate Social Responsibility" (CSR) und "Corporate Citizenship"

(CC).

Ferner wird in dieser Arbeit eine Analyse der Lehre und Forschung zu dem Thema

angestrebt. Frei übersetzt geht es bei Corporate Social Responsibility und Corporate

Citizenship um das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen. Große

Konzerne sind immer wieder in der Kritik und in Skandale verwickelt. Wenn heraus-

kommt, dass in ihrer Firma schlechte Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter

herrschen, die Manager zu hohe Löhne bekommen oder schlecht mit der Umwelt

umgegangen wurde. Dann werden den Unternehmen häufig Vorwürfe entgegen-

gebracht. Aber die Unternehmen erkennen zunehmend ihre Verantwortung und

engagieren sich in der Gesellschaft.

Zu Beginn dieser Arbeit liegt der Fokus auf den existierenden Begrifflichkeiten und

Definitionen. Im darauf folgenden Schritt werden die gängigen Instrumente des

Konzeptes näher erläutert.

Das zweite Drittel dieses Textes behandelt das Thema aus europäischer und globaler

Sicht. Dabei werden die Länder Österreich, Schweiz und Großbritannien detaillierter

beschrieben. Auf globaler Seite wird über den ,,Global Compact" der Vereinten

Nationen berichtet.

Daran schließt sich mein Schwerpunkt an. Dort geht es um die Analyse von

Forschung und Lehre in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland. Hierbei

lege ich besondere Beachtung auf die Länder Österreich und Schweiz.

Am Ende erfolgt ein ausführliches Resümee, hierbei wird auf die gewonnenen Er-

kenntnisse beim Verfassen dieser Arbeit näher Bezug genommen.

1 Gerhard Schröder beim Siemens Forum ,,Corporate Citizenship": Gesellschaftliches Engagement

,,Unternehmerischer Nutzen", (vgl. Rede vom 03.04.2001 in München).

Christian T. SS 2008

1


1. Einleitung

Bachelor Thesis

Zur besseren Lesbarkeit wurde auf die Nennung der weiblichen Form verzichtet. Es

sind immer beide Geschlechter gemeint, sofern nicht explizit die weibliche Form

verwendet wird.

Christian T. SS 2008

2


2. Begriffsdefinitionen

Bachelor Thesis

2. Begriffsdefinitionen

Nichts hat die heutige Welt so sehr verändert, wie die Globalisierung. Der Wegfall

von Grenzen ermöglichte erst einen internationalen Handel von Waren und Dienst-

leistungen. So haben Firmen und Unternehmen die Chance, überall auf der Welt ihre

Produkte zu produzieren und zu verkaufen. In den meisten politischen Parteien wird

die Meinung vertreten, dass die grenzüberschreitende freie Marktwirtschaft das Zu-

sammenleben von Menschen besser regelt, als jede Gesetzgebung einer demokratisch

gewählten Regierung (vgl. Werner 2006, 26f).

Die Globalisierung hat zwar in manchen Teilen der Welt Wohlstand geschaffen,

dieser ist aber noch längst nicht allen zugänglich. Es wird heutzutage von den Unter-

nehmen erwartet, dass sie sich gesellschaftlich engagieren und Verantwortung über-

nehmen.

Bisweilen ist gesellschaftliche Verantwortung von Firmen in Deutschland kein neues

Thema. In einem christlich geprägten Land, wie beispielsweise Deutschland, war es

für viele Unternehmer selbstverständlich, Gutes zu tun.

Werner von Siemens oder auch Robert Bosch gehörten beispielsweise zu diesen

Mäzenen2, die sich schon früh für die Linderung sozialer Missstände einsetzten (vgl.

Backhaus-Maul 2006, 32). Neu an dem Thema sind die Begrifflichkeiten und die

umfangreiche Literatur, die dahinter steht.

,,Corporate Social Responsibility" (CSR), ,,Corporate Citizenship" (CC) und

,,Corporate Governance" (CG) sind Konzepte für gesellschaftliches Engagement von

Unternehmen, die ihren Ursprung in den Vereinigten Staaten von Amerika haben.

Hinter diesen Begriffen stecken diverse Ansätze und Ideen.

In der Literatur werden diese Begriffe häufig synonym betrachtet. Allerdings werden

diese manchmal dem CC- oder dem CSR-Konzept untergeordnet. Für beide Begriffe

gibt es aber weder eine einheitliche Definition, noch eine klare Abgrenzung von

einander. Dies liegt auch daran, dass es verschiedene Ausgangspunkte gibt. Im

2

,,Mäzen [nach dem Römer Maecenas] der, vermögende Privatmann, der mit finanziellen Mitteln
Künstler oder Sportler beziehungsweise Kunst, Kultur oder Sport fördert; begrifflich abgesetzt gegen-
über dem Sponsor, der seine Förderung mit der Vermarktung eines Produkts verbindet."

(Meyers

Lexikonverlag 2007, http://lexikon.meyers.de/index.php?title=M%C3%A4zen&oldid=185064 zuletzt

geprüft am 28.06.07)

Christian T. SS 2008

3


2. Begriffsdefinitionen

Bachelor Thesis

Folgenden sollen diese und andere Begriffe näher erklärt werden, um sie von

einander abzugrenzen. Ferner sollen einige Instrumente vorgestellt werden, die von

den Firmen für ihr gesellschaftliches Engagement genutzt werden.

2.1 Corporate Social Responsibility (CSR)

,,Corporate Social Responsibility" (CSR) ist ein Begriff, der aus dem US-

amerikanischen Raum stammt. Er lässt sich wie folgt ins Deutsche übersetzen:

Corporate Social Responsibility ist das ,,Gesellschaftliche Handeln von Unter-

nehmen" oder auch die ,,Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen". Die

Suche nach einer Definition erweist sich als schwierig, da die Autoren der ein-

schlägigen Literatur durchaus unterschiedlicher Auffassung über diese Thematik

sind.

Es geht darum, dass Unternehmen eine soziale, ökologische und ökonomische ge-

sellschaftliche Verantwortung übernehmen. Diese muss über ihre eigentliche Tätig-

keit der Profiterzielung und über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen (vgl.

Franken 2007, 234).

Die reine Schaffung und Haltung z. B. von Arbeitsplätzen oder das Akzeptieren von

Tarifverträgen würde in Deutschland in diesem Fall nicht ausreichen, um von ge-

sellschaftlich engagierten Unternehmen zu sprechen. Es soll versucht werden, ge-

sellschaftliche Probleme zu lösen, die nicht einseitig von Seiten der Politik bearbeitet

werden können. Im Jahre 2001 veröffentlichte die Kommission der Europäischen

Gemeinschaften in ihrem Grünbuch eine Definition für den Begriff ,,CSR", die in der

Literatur häufig Verwendung findet. Darin heißt es:

,,CSR ist ein Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger

Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die

Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren."

(Kommission der Europäischen Gemeinschaften 2001, 7)

In dieser Definition der Europäischen Union wird zwar nur von den Bereichen

,,Soziales/Gesellschaft" und ,,Ökologie" gesprochen, die in das CSR-Konzept ge-

hören. Aber der Bereich ,,Ökonomie" sollte hier nicht vernachlässigt werden, denn

Christian T. SS 2008

4


2. Begriffsdefinitionen

Bachelor Thesis

ein Unternehmen soll und muss Gewinne erzielen. Dies macht soziales Engagement

erst möglich. Deshalb kann auch von drei Bereichen im CSR-Konzept gesprochen

werden, nämlich Ökonomie, Soziales/Gesellschaft und Ökologie.

Daher sind typische CSR-Themen beispielsweise die Einhaltung von Menschen-

rechten und sozialer Standards (insbesondere auch in den Ländern der Dritten Welt),

ein schonender Umgang mit der Umwelt und die Formulierung und Einhaltung

ethischer Standards (vgl. Gazdar 2004, 81 sowie Backhaus-Maul 2006, 33).

Im Bereich ,,Ökonomie" soll das Unternehmen Verantwortung bei Produktion oder

der angebotenen Dienstleistung übernehmen und dabei möglichst effizient arbeiten.

Hierbei sollen Gewinne erwirtschaftet und Arbeitsplätze sichergestellt sein.

Im Bereich ,,Ökologie" sollen die Unternehmen aktiv versuchen, ihre Produktion

umweltfreundlicher zu gestalten. Im Bereich ,,Soziales und Gesellschaft" geht es

darum, ein gerechteres Miteinander zu fördern, Menschenrechte einzuhalten und sich

z. B. gegen Kinderarbeit in Zulieferbetrieben auszusprechen sowie Maßnahmen ein-

zuleiten, damit dies eingehalten wird.

Das CSR-Konzept lässt sich in zwei Dimensionen unterteilen, in eine interne und

eine externe Dimension. Letzteres bedeutet, dass sich ein Unternehmen sowohl

innerhalb (unternehmensintern) als auch außerhalb (unternehmensextern) des Unter-

nehmens engagieren kann.

Bei der internen Form kann von verantwortlichem Handeln am Arbeitsplatz ge-

sprochen werden. Es betrifft in erster Linie die Arbeitnehmer. Dies ist dann der Fall,

wenn ein Unternehmen es seinen Mitarbeitern ermöglicht, Familie und Beruf in Ein-

klang zu bringen, indem es z. B. Betriebskindergärten eröffnet. Ferner gehört zur

internen Form, wenn für Gleichberechtigung am Arbeitsplatz gesorgt, die Arbeits-

sicherheit durch Schulungen erhöht oder sich an ein Wertmanagementkonzept ge-

halten wird. In diesem ist festgehalten, wie das Unternehmen mit Mitarbeitern um-

geht, wie ihre Produkte am Umweltfreundlichsten hergestellt werden können usw.

Diese eben genannten Aspekte zählen zu den internen Maßnahmen von Corporate

Social Responsibility (vgl. Dresewski 2007, 20).

Die externen Maßnahmen beziehen sich auf das Umfeld des Unternehmens. Hier

stehen unter Anderem Geschäftspartner, Kunden und Zulieferer im Mittelpunkt der

Maßnahme. Je nach Betriebsgröße ist das Umfeld der Firma kleiner oder größer.

Beispiele für externe Maßnahmen sind Sponsoringverträge, Spenden, Stiftungs-

gründungen etc.

Christian T. SS 2008

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