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Scholarly Research Paper, 2008, 29 Pages
Author: Sandro Schulz
Subject: Economics / Business: Supply, Production, Logistics
Details
Institution/College: Bochum University of Applied Sciences
Tags: Balanced, Scorecard, Grundlage, Performance, Measurement, Systems, Prozessmanagement, Logistik
Year: 2008
Pages: 29
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 26 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-19937-2
ISBN (Book): 978-3-640-20529-5
File size: 393 KB
26 Einträge im Literaturverzeichnis, davon 9 Internetquellen.
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Abstract
In den letzten Jahrzehnten hat die fortschreitende Veränderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland weitreichende Konsequenzen mit sich gezogen. Der Strukturwandel, insbesondere verursacht durch die Globalisierung und die Liberalisierung der Märkte, führte unter anderem zu internationalen Unternehmenszusammenschlüsse. Dies brachte auch eine Erhöhung der Komplexität der Prozesse mit sich. Auf den Absatzmärkten sehen sich die Unternehmen einer immer größer werdenden Anzahl an Konkurrenzunternehmen gegenüber, das Angebot der Produkte und Dienstleistungen steigt und wird somit für den Konsumenten substituierbar und die Verkürzung der Produktlebenszyklen erfordern eine gesteigerte Innovationstätigkeit der Produzenten. Mit zunehmender Komplexität und Dynamik der Prozessketten vom Lieferanten bis zum Endkunden, steigen auch die logistischen Aktivitäten in den Unternehmen. Diese zu organisieren und zu analysieren ist das Ziel des Logistik-Controllings. Die Organisation der veränderten Unternehmensumwelt fordert eine neue strategische Ausrichtung und deren Umsetzung auf operativer Ebene der Unternehmen. Um die Strategie den Marktanforderungen anzupassen, ist es unabdingbar den steigenden Umfang der logistisch relevanten Informationen zu bewältigen. Doch nicht nur der strategiebezogene Informationsbedarf steigt, sondern auch der Bedarf an Daten für den operativen Bereich nimmt zu. Dabei werden traditionelle Kostenrechnungssysteme und -verfahren sowie Kennzahlensysteme der Anforderung, der Unternehmensführung das entsprechende Datenmaterial zur Verfügung zu stellen, nicht mehr gerecht. (...) Das System der Balanced Scorecard bietet die Möglichkeit diese Daten zu ermitteln. Ziel dieser Seminararbeit ist es in einem ersten Schritt die Aufgaben und die Bedeutung des operativen Logistik-Controllings darzustellen. Im einem zweiten Schritt soll erläutert werden, wie das SCOR-Modell die logistische Aufgabe der Prozessbeschreibung, der Messgrößenbildung und die Ableitung einer Best Practice Anweisung bewältigt. Als Instrument zur Umsetzung dieses Modells wird das System der Balanced Scorecard erläutert und beispielhaft dargestellt.
Excerpt (computer-generated)
Fachbereitschaft Wirtschaft
Seminar-Arbeit
Die Balanced Scorecard als Grundlage eines
kennzahlenbasierten
Performance Measurement Systems
Lehrgebiet: Prozessmanagement und Logistik
SS 2008
Vorgelegt von:
Sandro Schulz
Balanced Scorecard als kennzahlenbasiertes Performance Measurement Systems
Inhaltsverzeichnis
II
Abbildungsverzeichnis
III
1.
Einleitung
1
2.
Logistik-Controlling
2
3.
Das SCOR-Modell als Instrument des Logistik-Controllings
5
3.1.
Grundlagen des SCOR-Modells
5
3.2.
Die Ebenen des SCOR-Modells
6
3.2.1.
Top-Level
7
3.2.2.
Configuration-Level
8
3.2.3.
Process-Element-Level
9
3.2.4.
Implementation-Level
10
4.
Performance-Measurement-System
10
5.
Das Konzept der Balanced Scorecard als Performance
Measurement-System
12
5.1.
Aufbau der Balanced Scorecard
12
5.2.
Systemebenen der Balanced Scorecard
13
5.2.1.
Finanzperspektive
13
5.2.2.
Kundenperspektive
14
5.2.3.
Prozessperspektive
14
5.2.4.
Lern- und Entwicklungsperspektive
15
5.2.5.
Weitere Perspektiven
16
5.3.
Ausgestaltung der Systemebenen
17
5.4.
Balanced Scorecard-Konzepte für die Logistik
18
5.4.1.
Balanced Scorecard für die Logistik nach Weber
18
5.4.2.
Balanced Scorecard für die Logistik nach Miebach
Logistik
19
5.5.
Bewertung der Balanced Scorecard
20
6.
Ausblick
21
Literaturverzeichnis
IV
Anhang
V
Inhaltsverzeichnis
II
Balanced Scorecard als kennzahlenbasiertes Performance Measurement Systems
Abbindungsverzeichnis
Abbildung 1: Hierarchie von Logistik- bzw. logistikbeeinflussten
Entscheidungen
3
Abbildung 2: Portfolio-Analyse für Logistikstrategien
4
Abbildung 3: Ebenen des SCOR-Modells
7
Abbildung 4: Grundform der Balanced Scorecard nach Kaplan/Norton
13
Abbildung 5: Kritische Prozesse in der internen Wertschöpfungskette
15
Abbildung 6: Entscheidungssituationen zur Optimierung der
Balanced Scorecard
17
Abbildung 7: Struktur eines Balanced Scorecardsystems für die Logistik
nach Weber
18
Abbildungsverzeichnis
III
Balanced Scorecard als kennzahlenbasiertes Performance Measurement Systems
1.
Einleitung
In den letzten Jahrzehnten hat die fortschreitende Veränderung der
wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen
in
Deutschland
weitreichende
Konsequenzen mit sich gezogen. Der Strukturwandel, insbesondere verursacht
durch die Globalisierung und die Liberalisierung der Märkte, führte unter
anderem zu internationalen Unternehmenszusammenschlüsse. Dies brachte
auch eine Erhöhung der Komplexität der Prozesse mit sich. Auf den
Absatzmärkten sehen sich die Unternehmen einer immer größer werdenden
Anzahl an Konkurrenzunternehmen gegenüber, das Angebot der Produkte und
Dienstleistungen steigt und wird somit für den Konsumenten substituierbar und
die
Verkürzung
der
Produktlebenszyklen
erfordern
eine
gesteigerte
Innovationstätigkeit der Produzenten. Mit zunehmender Komplexität und
Dynamik der Prozessketten vom Lieferanten bis zum Endkunden, steigen auch
die logistischen Aktivitäten in den Unternehmen. Diese zu organisieren und zu
analysieren ist das Ziel des Logistik-Controllings. Die Organisation der
veränderten Unternehmensumwelt fordert eine neue strategische Ausrichtung
und deren Umsetzung auf operativer Ebene der Unternehmen. Um die Strategie
den Marktanforderungen anzupassen, ist es unabdingbar den steigenden
Umfang der logistisch relevanten Informationen zu bewältigen. Doch nicht nur
der strategiebezogene Informationsbedarf steigt, sondern auch der Bedarf an
Daten für den operativen Bereich nimmt zu. Dabei werden traditionelle
Kostenrechnungssysteme und -verfahren sowie Kennzahlensysteme der
Anforderung, der Unternehmensführung das entsprechende Datenmaterial zur
Verfügung zu stellen, nicht mehr gerecht. Auch unternehmensinterne Strukturen
und Anwendungssysteme müssen den veränderten Rahmenbedingungen
angepasst werden. Es müssen Kennzahlen ermittelt werden, die alle Beteiligte
einer Supply Chain analysieren und bewerten. Zu den traditionellen
finanzwirtschaftlichen Kennzahlen wie z.B. die Umsatzrentabilität müssen auch
Kennzahlen in Bezug auf die Kunden (z.B. durch Kundentreue), die Mitarbeiter
(z.B. durch Mitarbeiterzufriedenheit) und die Lieferanten (z.B. durch
Termintreue) ermittelt werden. Das System der Balanced Scorecard bietet die
Möglichkeit diese Daten zu ermitteln.
1. Einleitung
1
Balanced Scorecard als kennzahlenbasiertes Performance Measurement Systems
Ziel dieser Seminararbeit ist es in einem ersten Schritt die Aufgaben und die
Bedeutung des operativen Logistik-Controllings darzustellen. Im einem zweiten
Schritt soll erläutert werden, wie das SCOR-Modell die logistische Aufgabe der
Prozessbeschreibung, der Messgrößenbildung und die Ableitung einer Best
Practice Anweisung bewältigt. Als Instrument zur Umsetzung dieses Modells
wird das System der Balanced Scorecard erläutert und beispielhaft dargestellt.
2.
Logistik-Controlling
Die Aufgabe des Logistik-Controllings ist die Planung, die Analyse und die
Kontrolle sowie die Steuerung logistischer Prozesse. Sie liefert über ein
Berichtssystem Datenmaterial für das Management.1
Es gibt zwei Ebenen des Logistik-Controllings. Zum einen das operative
Logistik-Controlling und zum anderen das strategische Logistik-Controlling.
Um die Bedeutung des operativen Logistik-Controllings zu veranschaulichen, ist
es zweckmäßig die Bedeutung und die Aufgaben des strategischen Logistik-
Controllings darzustellen.
Der erste Aufgabenbereich des strategischen Logistik-Controllings beinhaltet die
Unterstützung der strategischen Planung, wobei es um die Organisation des
Planungsprozesses, die Koordination der strategischen Teilpläne und die
Dokumentation der Planung geht. Des Weiteren hat das strategische Logistik-
Controlling für den Aufbau einer strategischen Kontrolle zu sorgen. Schließlich
hat das strategische Controlling noch zur Aufgabe, die Verbindung der
strategischen mit der operativen Planung sicherzustellen.2
Im Gegensatz zum strategischen Logistik-Controlling ist das operative Logistik-
Controlling eine kurzfristige Planung. Dennoch ist es eng verzahnt mit der
Strategie eines Unternehmens. Während man mit einer Strategie versucht,
bestehende Rahmenbedingungen und Ressourcen zu beeinflussen und für sich
vorteilhaft zu gestalten, wird das operative Planen dadurch geprägt, dass man
versucht
die
gegebenen
Rahmenbedingungen
optimal
zu
nutzen.3
1 Vgl.: cr (2005), Seite 54.
2 Vgl.: Weber, J., (1991). Seite 29.
3 Vgl.: Arnold, D. u.a., (2004), Abschnitt D 5.2.2.
2. Logistik-Controlling
2
Balanced Scorecard als kennzahlenbasiertes Performance Measurement Systems
Das Ziel des operativen Logistik-Controllings ist die Sicherstellung der
kontinuierlichen Kosten- und Leistungstransparenz der gesamten Supply Chain,
die Entwicklung eines operativen Kennzahlensystems und das Berichtswesen
zur Analyse der Ursachen für Unwirtschaftlichkeit.4
Operative Logistikentscheidungen im Produktionsprozess erstrecken sich auf
sämtliche
Unternehmensbereiche.
In
Abbildung
1
sind
die
Entscheidungszusammenhänge beispielhaft anhand von einzelnen zu
beantwortenden Fragen hierarchisch dargestellt.
Abb. 1: Hierarchie von Logistik- bzw. logistikbeeinflussten Entscheidungen
(Quelle: Jung, H., (2003), Controlling, München, Seite 494)
Im Allgemeinen kann gesagt werden, dass eine Implementierung von Logistik-
Controlling in einem Unternehmen nur zweckdienlich eingesetzt werden kann,
wenn die Logistik in die Unternehmensstrategie eingebunden ist. Es muss einen
zielgerichteten Anteil an den übergeordneten Unternehmenszielen haben.5
4 Vgl.: Weber, J., (1993), Seite 45.
5 Vgl.: cr (2005), Seite 54.
2. Logistik-Controlling
3
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