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Diplomarbeit, 2006, 102 Seiten
Autor: Dipl. Wirt.-Inf. Larissa Mäder
Fach: Wirtschaft - Controlling
Details
Tags: Strategisches, Controlling, Rahmen, Managementinformationssystemen, Stadt, Grundlage, Balanced, Scorecard
Jahr: 2006
Seiten: 102
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 135 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-19717-0
Dateigröße: 991 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Grundlage dieser Arbeit bildet die Verwaltungsmodernisierung, die durch Begriffe wie Neues Steuerungsmodell oder New Public Management gekennzeichnet ist. Wichtigste Modernisierungsziele für die Kommunen sind, den Personal- und Mitteleinsatz zu optimieren, Kostentransparenz herzustellen und die öffentliche Verwaltung zum konzernähnlich gesteuerten Dienstleistungsunternehmen mit kunden- und bürgergerechtem Profil zu entwickeln. Als wesentliche Elemente zukünftiger reformierter leistungsfähiger öffentlicher Einrichtungen sind die Umstrukturierung und Erweiterung des öffentlichen Rechnungswesens sowie ein öffentliches Controlling. Mit Hilfe des Controllings wird versucht die Ressourcenverbrauch in der Kommune effizienter steuern zu können. Die Einführung eines leistungsstarken integrativen Verwaltungscontrollings entlastet Politik durch Verwaltung und schafft damit mehr Freiräume für die eigentliche politische strategische Aufgabe. Für eine klare Orientierung des Modernisierungsprozesses ist eine strategische Ausrichtung erforderlich, in der Ziele, Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren enthalten sind. In der neuen Verantwortungsteilung sind die strategischen Entscheidungen und die strategische Steuerung Aufgaben der Politik. Die Aufgabe der Verwaltung ist es, Produkte und Leistungen festzulegen sowie die Prozesse und Strukturen zu gestalten, um die festgelegten Leistungen zu erbringen und die Wirkungen zu erreichen. Das Controlling soll Führungskräfte durch Bereitstellung von Informationen unterstützen, ihre Ziele besser erfüllen zu können. Ein informations- und wissensbasiertes Controllingsystem ist dafür verantwortlich, dass die Potentiale der Informationstechnik erkannt und in betriebliche Lösungen umgesetzt werden. Es bedarf eines modernen Managementinformationssystems, welches Ziele einschließlich deren Messindikatoren, Produkte, Kosten der Produkterstellung, realisierte Produkte und realisierte Zielerreichungsgrade dokumentiert und Abweichungsanalysen ermöglicht. Personen, Informationen, Arbeitsgruppen, Arbeitsabläufe und Prozesse sind damit leichter erreichbar.
Textauszug (computergeneriert)
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Thema:
Strategisches Controlling
im Rahmen von Managementinformationssystemen
für eine kreisfreie Stadt
auf Grundlage der Balanced Scorecard
Diplomarbeit
Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik
vorgelegt von: Larissa Mäder
Abgabetermin: 07. Juli 2006
II
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Gedankenflussplan IV
Verzeichnis der Abkürzungen und Akronyme V
Abbildungsverzeichnis VII
1
Einleitung 1
1.1
Motivation 1
1.2
Zielsetzung 2
1.3
Aufbau der Arbeit 2
2
Controlling als Steuerungsinstrument einer kreisfreien Stadt 5
2.1
Kreisfreie Städte und deren Aufgaben 5
2.2
Das Controlling 6
2.2.1
Zeitbezogene Formen des Controllings 6
2.2.2
Beziehung zwischen Formen des Controllings 8
2.2.3
Strategisches Controlling in einer kreisfreien Stadt? 9
2.2.3.1
Notwendigkeit und Möglichkeit des Aufbaus der Strategie
einer kreisfreien Stadt 9
2.2.3.2
Ziele und Aufgaben des strategischen Controllings 11
3
Strategisches Controllingsystem für eine kreisfreie Stadt 14
3.1
Controlling-Regelkreis 14
3.2
Informationsermittlung 15
3.2.1
Informationsversorgungssystem 15
3.2.2
Rechnungswesen 17
3.2.3
Berichtssystem 18
3.3
Strategische Planung 19
3.3.1
Produkt als Kernelement 19
3.3.2
Strategische Analyse 20
3.3.3
Portfolio 22
3.4
Strategische Kontrolle 25
3.4.1
Arten von Kontrolle 25
3.4.2
Verknüpfung von strategischer und operativer Kontrolle 26
3.5
Steuerung mit den Kennzahlen 27
3.5.1
Mögliche Perspektiven 27
3.5.2
Entwicklung einer Balanced Scorecard 29
3.5.3
Ursache-Wirkungs-Kette 31
3.6
Strategisches Controllingsystem 32
III
4
Business Intelligence in einer kreisfreien Stadtverwaltung 36
4.1
Historische Entwicklung 36
4.2
Business Intelligence 37
4.3
Transformationsprozess von Business Intelligence 39
4.3.1
Daten Rohstoff von Wissen 40
4.3.2
Information als Verbindung zwischen Daten und Wissen 41
4.3.2.1
Informationsbeschaffung und -aufbereitung 41
4.3.2.2
Informationsübermittlung (Kommunikation) 42
4.3.2.3
Entdeckung von wichtigen Beziehungen 43
4.3.3
Wissensgenerierung 45
4.3.3.1
Wissensidentifikation 45
4.3.3.2
Wissensmanagement 46
4.3.3.3
Verteilung, Darstellung und Nutzung des Wissens 46
4.4
IT- Unterstützung eines strategischen Controllingsystems einer
kreisfreien Stadt 47
4.4.1
Ziele des MIS 48
4.4.2
Data Warehouse als Informationsspeicher- Architektur 49
4.4.2.1
Verbesserung der Informationsversorgungsfunktion durch
ein Data Warehouse 50
4.4.2.2
Anforderungen an ein Data Warehouse 51
4.4.2.3
Data Warehouse Architektur 52
4.4.3
Data Marts- Ansatz zur Verbesserung der
Informationsqualität 56
4.4.4
OLAP- Ansatz 58
4.4.4.1
,,FASMI" Regel 59
4.4.4.2
Navigationsoperationen 61
4.4.4.3
OLAP - Architektur 62
4.4.5
Darstellung der BSC 67
4.4.6
Data Mining - Werkzeuge zur intelligenten Analysen 69
4.4.7
BI-Portale 72
5
Zusammenfassung und Ausblick 74
Literaturverzeichnis 76
Anhang 86
IV
Gedankenflussplan
Motivation
Kapitel 1
Zielsetzung
Ausbau der Arbeit
Kapitel 2
Kreisfreie Stadt
Controlling
Strategisches Controlling
Operatives Controlling
Strategie-
Ziele und
entwicklung
Aufgaben
Kapitel 3
Strategisches Controllingsystem
für eine kreisfreie Stadt
Organisations-
Funktionssystem = Steuerungssystem
System
Steuerungs-
System
Informationsversorgung
Planungs-
Kontroll-
System
System
Kapitel 4
Business Intelligence in einer
kreisfreien Stadtverwaltung
Transformationsprozess
Daten
Information Wissen
IT-Unterstützung eines strategischen Controllingsystems
einer kreisfreien Stadt
MIS
Data Warehouse/ Data Marts
OLAP Data Mining BI-Portal
Kapitel 5
Zusammenfassung und Ausblick
V
Verzeichnis der Abkürzungen und Akronyme
4GL
Four Generation Language
Algo. Algorithmus
AV Allgemeine
Verwaltung
BIS
Business Intelligence System
BSC Balanced
Scorecard
BWV
Bau- und Wohnungswesen, Verkehr
bzw. beziehungsweise
CMS
Content Management Systeme
CSCW
Computer Supported Cooperative Work
d.h. das
heißt
DBMS Datenbankmanagementsystem
DBS Datenbanksystem
DI
Decision Intelligence
Dn
Dezernat n, n = I, II, ...
DOLAP
Desktop OLAP
Dr. Doktor
DV Datenverarbeitung
DW Data
Warehouse
EDV Elektronische
Datenverarbeitung
FASMI
,,Fast Analysis of Shared Multidimensional Information"
ggf. gegebenenfalls
GmbH
Gesellschaften mit beschränkter Haftung
GO LSA
Gemeindeordnung Landes Sachsen-Anhalt
GSE Gesundheit,
Sport,
Forschung
HOLAP
Hybrides OLAP
HTML HyperText
MarkupLanguage
IBM IM
IBM Intelligent Miner
i.d.R.
in der Regel
i.e. in
einem
IS Informationssystem
IT Informationstechnik
KEF
kritische Erfolgsfaktoren
KGST Kommunalen
Gemeinschaftsstelle
KW
Knowledge Warehouse
LVG Landesverwaltungsgesetz
MIS Managementinformationssystem
MOLAP
Multidimensional OLAP
MS Microsoft
o.ä. oder
ähnlich
OB Oberbürgermeister
OE Öffentliche
Einrichtungen,
Wirtschaftsförderung
OLAP
Online Analytical Processing
VI
OLTP
Online transactional processing
PA Personalamt
PC Personalcomputer
PKW Personenkraftwagen
ROLAP
Relational OLAP
SAP BW
SAP Business Information Warehouse
S. Seite
Sch Schulen
SO
Öffentliche Sicherheit und Ordnung
sog. so
genannte
SQL Structured
Query
Language
SS
Soziale Sicherung
SSAS
Microsoft SQL Server 2005 Analysis Services
St. Stunde
u.a. unter
anderem
WFK
Wissenschaft, Forschung, Kulturpflege
WU
Wirtschaftliche Unternehmen, allgemeines Grund- und Sondervermö-
gen
WWW Word
Wide
Web
XML eXtensible
Markup
Language
z.B. zum
Beispiel
ZC Zentrales
Controlling
VII
Abbildungsverzeichnis
Abb. 2-1: Informationsebenen 7
Abb. 2-2: Geschlossener Wirkungskreislauf 8
Abb. 2-3: Steuerungskategorien im Rahmen 3-E-Konzepts 9
Abb. 2-4: Strategische Ausprägungen 10
Abb. 2-5: Faktoren des strategischen Controllings 12
Abb. 3-1: Controlling-Regelkreis 14
Abb. 3-2: Informationsversorgungssystem 16
Abb. 3-3: Produkte als integrative Bezugsobjekte 20
Abb. 3-4: Strategische Analyse 21
Abb. 3-5: Umweltfaktoren 21
Abb. 3-6: Beispiel des Ist-Plan-Portfolios einer kreisfreien Stadt 23
Abb. 3-7: Mögliche Perspektiven der kreisfreien Stadt 28
Abb. 3-8: Entwicklung der Balanced Scorecard 30
Abb. 3-9: Ursache-Wirkungs-Kette(Ziele) 32
Abb. 3-10: Controllingsystem Subsystem des Managementsystems 33
Abb. 3-11: Strategisches Controllingsystem 34
Abb. 4-1: Historie von entscheidungsunterstützenden Systemen 36
Abb. 4-2: Komponente von Business Intelligence 37
Abb. 4-3: Business Intelligence 38
Abb. 4-4: Daten- Transformation 40
Abb. 4-5: Ursache-Wirkungs-Kette (Kennzahlen) 44
Abb. 4-6: Architekturkomponente und Datenflüsse 53
Abb. 4-7: Hub-and-Spoke Konzept des Datenstroms 57
Abb. 4-8: Multidimensionaler Datenwürfel 60
Abb. 4-9: Navigationsoperationen (I) 61
Abb. 4-10: Navigationsoperationen (II) 61
Abb. 4-11: Navigationsoperationen (III) 62
Abb. 4-12: Architektur einer OLAP - Anwendung 63
Abb. 4-13: OLAP-Kategorien 65
Abb. 4-14: Client-Server-Architektur 66
Abb. 4-15: Graphische Darstellung des Wissens 68
Abb. 4-16: Datenfluss der Data Mining-Werkzeuge 71
Abb. 4-17: Business Intelligence- Architektur 72
VIII
Tabellenverzeichnis
Tab. 3-1: Kontrollarten 25
UEinleitung
1
1 Einleitung
1.1 Motivation
Grundlage dieser Arbeit bildet die Verwaltungsmodernisierung, die durch Begriffe wie
Neues Steuerungsmodell1 oder New Public Management2 gekennzeichnet ist. Wichtigs-
te Modernisierungsziele für die Kommunen sind, den Personal- und Mitteleinsatz zu
optimieren, Kostentransparenz herzustellen3 und die öffentliche Verwaltung zum kon-
zernähnlich gesteuerten Dienstleistungsunternehmen mit kunden- und bürgergerechtem
Profil zu entwickeln. Als wesentliche Elemente zukünftiger reformierter leistungsfähi-
ger öffentlicher Einrichtungen sind die Umstrukturierung und Erweiterung des öffentli-
chen Rechnungswesens sowie ein öffentliches Controlling.4
Mit Hilfe des Controllings wird versucht die Ressourcenverbrauch in der Kommune
effizienter steuern zu können. Die Einführung eines leistungsstarken integrativen Ver-
waltungscontrollings entlastet Politik durch Verwaltung und schafft damit mehr Frei-
räume für die eigentliche politische strategische Aufgabe. Für eine klare Orientierung
des Modernisierungsprozesses ist eine strategische Ausrichtung erforderlich, in der Zie-
le, Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren enthalten sind. In der neuen Verantwor-
tungsteilung sind die strategischen Entscheidungen und die strategische Steuerung Auf-
gaben der Politik. Die Aufgabe der Verwaltung ist es, Produkte und Leistungen festzu-
legen sowie die Prozesse und Strukturen zu gestalten, um die festgelegten Leistungen
zu erbringen und die Wirkungen zu erreichen.5 Das Controlling soll Führungskräfte
durch Bereitstellung von Informationen unterstützen, ihre Ziele besser erfüllen zu kön-
nen.
Ein informations- und wissensbasiertes Controllingsystem ist dafür verantwortlich, dass
die Potentiale der Informationstechnik erkannt und in betriebliche Lösungen umgesetzt
werden. Es bedarf eines modernen Managementinformationssystems, welches Ziele
einschließlich deren Messindikatoren, Produkte, Kosten der Produkterstellung, realisier-
te Produkte und realisierte Zielerreichungsgrade dokumentiert und Abweichungsanaly-
sen ermöglicht.6 Personen, Informationen, Arbeitsgruppen, Arbeitsabläufe und Prozesse
sind damit leichter erreichbar. Dabei ist das Verwaltungscontrolling auf Effizienz und
1 Vgl. Siegwart, H./ Mahari, J./ Caytas, I./ Sander, S. (1990), S. 3.
2 Vgl. Neues Steuerungsmodell (NSM).
3 Vgl. Wulff-Nienhüser, M. (1998).
4 Vgl. Budäus, D.(1997), S. 53-58.
5 Vgl. Wulff-Nienhüser, M. (1998).
6 Vgl. Budäus, D.(1997), S. 51.
UEinleitung
2
Effektivität ausgerichtet und erfordert somit die inhaltliche und organisatorische Aus-
gestaltung eines Informationssystems, das die drei Größen Effektivität, Effizienz und
Kostenwirtschaftlichkeit erfasst, abbildet, steuert und kontrolliert.7 Nicht nur Routinear-
beit der Verwaltung, sondern auch komplexe Entscheidungsprozesse können dann bes-
ser organisiert und technisch gestaltet werden. Es ist auch zu berücksichtigen, dass der
Ansatz der isolierten Softwaretechniken zu Mehrkosten und Prozessbrüchen führen
kann. Deswegen werden diese nicht empfohlen. Es werden unterschiedliche Technolo-
gien und Techniken zusammengeführt, die eine gesamte Einheit bilden. Dabei werden
komplexe Managementinformationssysteme entstehen, deren Einführung in kreisfreien
Städten einen neuen Stoß der Verwaltungsmodernisierung, der dringend erforderlich ist,
ermöglicht, um die Leistungsfähigkeit angesichts neuer Herausforderungen zu bewah-
ren und zu stärken.
1.2 Zielsetzung
Zum Teil sind technischen Möglichkeiten schon bekannt, aber es geht jetzt um eine
neue Anwendungsgeneration in der Entwicklung der Informationstechnik. Moderne
Technologien schaffen eine neue Realität. Sie wirken als Plattform für Informationsbe-
reitstellung, Kommunikation und gemeinsames verteiltes Arbeiten von Mensch und
Technik. Verbunden mit Verwaltungsreformen nach dem Konzept des Neuen Steue-
rungsmodells (z.B. Dezentralisierung) wird der verstärkte und veränderte Einsatz von
Informationstechnik notwendig.
Das Ziel dieser Arbeit liegt darin, die Notwendigkeit des Einsatzes der IT-
Unterstützung eines strategischen Controllingsystems in einer kreisfreien Stadt zu zei-
gen und ein Referenzmodell auf Basis von Business Intelligence vorzustellen. Die Re-
formstrategien der Stadtverwaltung werden durch die Data Warehouse-Technologie und
Anwendungen der OLAP- und Data Mining- Werkzeugen unterstützt. Die Arbeit soll
damit Potentiale offen legen und dem Verwaltungscontrolling einer kreisfreien Stadt
sinnvolle Unterstützung bringen.
1.3 Aufbau der Arbeit
Das
erste Kapitel
führt in das Thema ein. Im
zweiten Kapitel
wird der Begriff ,,kreis-
freie Stadt" definiert und die damit gebundene Problematik des Neuen Steuerungsmo-
dells erläutert. Weiter wird der Fragestellung, warum für die kreisfreie Stadt eine Ein-
7 Vgl. Budäus, D., S. 50.
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